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	<title>Soziales Handeln - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Soziales_Handeln&amp;diff=19832&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Torte825: Die letzte Textänderung von 91.249.136.107 wurde verworfen und die Version 233635544 von Millbart wiederhergestellt.</title>
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		<updated>2024-02-07T10:31:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/91.249.136.107&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/91.249.136.107&quot;&gt;91.249.136.107&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/233635544&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/233635544&quot;&gt;233635544&lt;/a&gt; von Millbart wiederhergestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Soziales Handeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Verhalten (Psychologie)|Verhalten]], das für den [[Akteur|Handelnden]] subjektiv „[[sozial]]“ ist, da es sich auf das Verhalten anderer bezieht und daran in seinem Ablauf orientiert ([[Interaktion]]) ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Max Weber]] ist soziales „[[Handeln]]“ ein [[Soziologie|soziologischer]] Begriff, der ein Tun, Dulden oder Unterlassen beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Max Weber}} Soziales Handeln bei Max Weber ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Die fachliche Auffassung des „sozialen Handelns“ wurde für die [[Sozialwissenschaften]] maßgeblich von [[Max Weber]] geprägt. Der Begriff des „sozialen Handelns“ nimmt bei ihm einen ganz besonderen Platz in der Soziologie ein. Denn in seinen Gedankengängen in &amp;#039;&amp;#039;[[Wirtschaft und Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; mit dem Untertitel &amp;#039;&amp;#039;Grundrisse der verstehenden Soziologie&amp;#039;&amp;#039; erhebt er den Anspruch, methodische Fragen zu klären und Grundbegriffe ([[Idealtyp]]en) zu entwickeln, die universell anwendbar seien. Er entwickelt verschiedene Idealtypen des sozialen Handelns, weist aber ausdrücklich darauf hin, dass es sich dabei immer nur um eine gedankliche Abbildung eines tatsächlich empirisch gemeinten Sinnes handle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Subjektiver Sinn bedeutet bei ihm, dass jedes Handeln, das einzelne Menschen verbindet, einen Sinn haben müsse. Kommunikation zwischen einzelnen Menschen oder Gesellschaft basiert darauf, dass andere den Sinn von [[Mimik]], [[Gestik]], Sprache u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;amp;nbsp;m. [[verstehen]]. Aus dem Sinn lässt sich die Motivation zum Handeln erschließen. „[[Sozial]]“ ist dieses Handeln dann, wenn es seinem Sinn nach wechselseitig auf das Handeln anderer bezogen wird und sich in seinem Verlauf daran orientiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Max Weber |Titel=Wirtschaft und Gesellschaft: Grundriss der verstehenden Soziologie |Hrsg=Johannes Winckelmann |Auflage=5 |Verlag=J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) |Ort=Tübingen |Datum=1980 |ISBN=3-16-147749-9 |Seiten=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Anderen müssen nicht physisch anwesend sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Soziales Handeln […] soll ein solches Handeln heißen, welches seinem von dem oder den Handelnden gemeinten Sinn nach auf das Verhalten anderer bezogen wird und daran in seinem Ablauf orientiert ist.&lt;br /&gt;
 |Autor=Max Weber}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da nur Individuen Träger von sinnhaft orientiertem Handeln sein können, also nicht Kollektive (Gemeinschaften, Gruppen, Gesellschaften, Staaten, Institutionen), müssen [[Arbeit (Philosophie)|Arbeits]]- und Handlungssysteme bis auf [[Handlungsschema|Handlungsmuster]] von Individuen heruntergebrochen werden. Somit ist beispielsweise der Staat nur das Resultat von Abläufen und Zusammenhängen spezifischen Handelns einzelner [[Akteur]]e, das sich sinnhaft orientiert. Nur soziales Handeln sei für die Soziologie relevant. Eine Schwierigkeit ist es, soziales Handeln vom allgemeinen Handeln zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Webers Typenbildung ===&lt;br /&gt;
Soziales Handeln wird bestimmt durch zweckrationale, wertrationale, affektuelle und/oder traditionelle [[Motiv (Psychologie)|Motive]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weber spricht hier von „reinen Typen“ des sozialen Handelns&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Max Weber |Titel=Wirtschaft und Gesellschaft: Grundriss der verstehenden Soziologie |Hrsg=Johannes Winckelmann |Auflage=5 |Verlag=J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) |Ort=Tübingen |Datum=1980 |ISBN=3-16-147749-9 |Seiten=14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, was bedeutet, dass das reale Handeln sich innerhalb dieser Typen bewege. Diese vier Typen bilden die Grundlage auf der seine meisten Grundbegriffe aufbauen. Wie zum Beispiel „[[Gemeinschaft]]“ und „[[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]]“, wo Weber sich eng an [[Ferdinand Tönnies]]’ &amp;#039;&amp;#039;[[Gemeinschaft und Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; von 1887 anlehnt (nicht jedoch an [[Normaltyp|dessen Typenlehre]]!).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weber sagt zur &amp;#039;&amp;#039;Vergemeinschaftung&amp;#039;&amp;#039;: „Von ‚Gemeinschaftshandeln‘ wollen wir da sprechen, wo menschliches Handeln subjektiv sinnhaft auf das Verhalten anderer [[Mensch]]en bezogen wird. Bestandteil des Gemeinschaftshandelns ist die Erwartung gegenüber einem bestimmten subjektivem Verhalten anderer. Subjektiv sinnhaftes Verhalten kann daher erwartet werden, wo Verständigung stattfindet oder Abmachungen getroffen werden“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Max Weber |Titel=Wirtschaft und Gesellschaft: Grundriss der verstehenden Soziologie |Hrsg=Johannes Winckelmann |Auflage=5 |Verlag=J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) |Ort=Tübingen |Datum=1980 |ISBN=3-16-147749-9 |Seiten=21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgegenüber zur &amp;#039;&amp;#039;[[Vergesellschaftung (Soziologie)|Vergesellschaftung]]&amp;#039;&amp;#039;: „Vergesellschaftetes Handeln (Gesellschaftshandeln) wollen wir ein Gemeinschaftshandeln dann soweit nennen, als es 1. sinnhaft orientiert ist an Erwartungen, die gehegt werden auf Grund von Ordnungen 2. deren ‚Satzung‘ rein zweckrational erfolgt im Hinblick auf das als Folge erwartete Handeln der Vergesellschafteten, und wenn 3. die sinnhafte Orientierung subjektiv zweckrational geschieht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichend wären hier [[Émile Durkheim]]s Theorien zur „mechanischen“ und „organischen Solidarität“ zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gertraud Seiser und Elke Mader |url=https://www.univie.ac.at/ksa/elearning/cp/oeku/theogrundlagen/theogrundlagen-76.html |titel=Émile Durkheim |abruf=2021-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweckrationales Handeln ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Zweckrationales Handeln}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter zweckrationalem Handeln versteht man das rationale Abwägen zwischen Zweck/Zielen, Mitteln und Folgen. Wer [[Zweckrationalität|zweckrational]] handelt, wägt vorher sorgfältig Zweck, Mittel und Nebenfolgen gegeneinander ab, um sich dann für die bestmögliche Lösung zu entscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wertrationales Handeln ====&lt;br /&gt;
Wertrationales Handeln wird bestimmt vom bewussten Glauben an den (ethischen, ästhetischen, religiösen u.&amp;amp;nbsp;a.) Eigenwert einer Handlung. Wer wertrational handelt, handelt entsprechend seiner [[Überzeugung]], ohne Rücksicht auf vorauszusehende Folgen. Der Handelnde richtet sich nach eigenen Regeln, Forderungen, die er an sich selbst stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Affektuelles Handeln ====&lt;br /&gt;
[[Affekt]]uelles Handeln wird ausgelöst durch eine momentane Gefühlslage und Emotionen. Es liegt jenseits dessen, was wir bewusst oder sinnhaft beeinflussen können und kann eine hemmungslose Reaktion auf einen außeralltäglichen Reiz sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Traditionales Handeln ====&lt;br /&gt;
Traditionales Handeln ist eine eingelebte [[Gewohnheit]]. Genauso wie das affektuelle Handeln liegt es jenseits dessen, was man „sinnhaft“ orientiertes Handeln nennen kann. Das Festhalten an Regeln kann entweder mit „Gewohnheit“ erklärt werden oder mit bewusstem Festhalten an einer bestimmten Regel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiel ====&lt;br /&gt;
Ein Beispiel wäre: Zwei Passagiere, die mit der Reisesituation am Flughafen unzufrieden sind, unterhalten sich darüber („gemeinschaftliches“ Handeln) und beschließen, sich bei der Fluggesellschaft zu beschweren („gesellschaftliches“ Handeln). Alle vier Typen des Handelns können mitspielen: Sich zu beschweren, ist zweckrational; sie beurteilen die Behandlung der Passagiere als unwürdig (ein wertrationales Handlungsmotiv), [[ärger]]n sich darüber affektuell und kommen überhaupt nur ins vertrauensvolle Gespräch, weil sie denselben Dialekt sprechen (traditionales Motiv).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere soziologische Ansätze ==&lt;br /&gt;
Eine Theorie vom „sozialen Handeln“ muss wie jede Theorie des „[[Handeln]]s“ eine ([[Anthropologie|anthropologische]], [[Biosoziologie|biosoziologische]]) Theorie des sozialen „Akteurs“ [[axiom]]atisieren. Ältere Ansätze (so der von [[Ferdinand Tönnies]]) benutzen als Sinnstifter für das handelnde [[Subjekt (Philosophie)|Subjekt]] das Konzept des [[Wille]]ns. Neuere Ansätze verwenden das Konzept der [[Reflexion (Philosophie)|Reflexion]] (etwa [[Jürgen Habermas]]), oder das Konzept der „Ratio“ (→ [[Theorie der rationalen Entscheidung]] (&amp;#039;&amp;#039;rational choice theory&amp;#039;&amp;#039;), etwa bei [[Hartmut Esser]]) oder die „[[Autopoiesis]]“ (bei [[Niklas Luhmann]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Niklas Luhmann |Titel=Soziale Systeme: Grundriß einer allgemeinen Theorie |Auflage=6 |Verlag=suhrkamp taschenbuch wissenschaft |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1996 |ISBN=3-518-28266-2 |Seiten=60}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Arbeit (Philosophie)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kontrastbegriff zum „sozialen Handeln“ ist in der [[Soziologie]] das „[[Sozialverhalten]]“. Dessen Ansatz umgeht die „[[Sinn des Lebens|Sinn]]“-Kategorie (bzw. sie ist ihm stets eine [[Ideologie|ideologische]] Aussage), so dass sich „Verhalten“ mit dem von Tieren, ja Pflanzen und Robotern vergleichen lässt und vor allem der Brückenschlag zur [[Soziobiologie]] wenig Mühe macht (weniger Mühe zu machen scheint).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von anderen Autoren (wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Norbert Elias]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.uni-bielefeld.de/(de)/ZiF/Allgemeines/Personen/norbert_elias.html |titel=Norbert Elias |abruf=2021-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird der Begriff des „sozialen“ Handelns als irreführend und unnötig verworfen. Da die [[Sozialität]], also das Zusammenleben in Gesellschaften, ein fundamentales Merkmal unserer Spezies sei, gebe es kein menschliches Handeln, das nicht sozial sei, d.&amp;amp;nbsp;h. in irgendeiner Hinsicht auf andere Menschen bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[soziale Kompetenz]]&lt;br /&gt;
* [[soziales Lernen]]&lt;br /&gt;
* [[Sozialisation]]&lt;br /&gt;
* [[Spiel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Carl Friedrich Graumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Verhalten und Handeln – Probleme einer Unterscheidung.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Schluchter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verhalten, Handeln und System&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1979, ISBN 3-518-07910-7, S. 16–31.&lt;br /&gt;
* [[Karl-Heinz Hillmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Soziologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 410). 4., überarbeitete und ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 1994, ISBN 3-520-41004-4, S. 319–321.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Korte (Soziologe)|Hermann Korte]]: &amp;#039;&amp;#039;Soziologie.&amp;#039;&amp;#039; Konstanz 2004, ISBN 3-8252-2518-6, S. 55–63.&lt;br /&gt;
* [[Julius Morel]]: &amp;#039;&amp;#039;Handeln und Verursachen.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt 2000, ISBN 3-465-03072-9.&lt;br /&gt;
* [[Max Weber]]: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;. Tübingen 1969, S. 427–452.&lt;br /&gt;
* Max Weber: &amp;#039;&amp;#039;Soziologische Grundbegriffe&amp;#039;&amp;#039;. Tübingen 1984, S. 19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4055759-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten (Soziologie)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Torte825</name></author>
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