<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sozialer_Status</id>
	<title>Sozialer Status - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sozialer_Status"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sozialer_Status&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T18:37:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sozialer_Status&amp;diff=284156&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-66182-7: kein Eigenname</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sozialer_Status&amp;diff=284156&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-22T03:03:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kein Eigenname&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Louis Glaser PC 08753 Hannover. Promenadenkonzert vor dem Kgl. Schauspielhaus. Bildseite belebter Opernplatz Opernhaus Marschner-Denkmal, Lichtdruck.jpg|mini|hochkant=1.5|Sozialer Status: Beim sonntäglichen Promenadenkonzert in [[Hannover]] trug lediglich das [[Kindermädchen]] (ganz links im Bild mit Blick zum Fotografen) keine [[Kopfbedeckung]];&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[[Ansichtskarte]] von [[Louis Glaser]]&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sozialer Status&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;soziale Stellung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Soziologie]] wie in der [[Sozialpsychologie]] die gesellschaftliche Wertung aufgrund der [[Soziale Herkunft|sozialen Herkunft]] oder der [[Soziale Position|sozialen Position]] innerhalb einer sozialen Struktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Soziale Struktur]] ist als ein Netzwerk aufeinander bezogener Statuspositionen zu verstehen, die von den einzelnen Statusinhabern und ihren Gegenspielern in einer [[Hierarchie]] unterschiedlich „hoch“ eingestuft, das heißt nach verschiedenen Kriterien oder Statusdimensionen bewertet werden: [[Macht]], [[Einfluss]], [[Einkommen]], [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]], [[Prestige]] und ähnliche Kriterien. Die so wertmäßig eingestuften Statusgruppen (auch [[soziale Klasse]]n genannt)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Lenski]]: &amp;#039;&amp;#039;Power and Privilege. A Theory of Social Stratification.&amp;#039;&amp;#039; McGraw-Hill, New York / London / Sydney 1966, S.&amp;amp;nbsp;74.&amp;lt;/ref&amp;gt; bilden das System der [[Soziale Schichtung|sozialen Schichtung]] einer [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]]. Die Sozialpsychologie verwendet diese Begriffe auch für kleinere soziale Einheiten wie [[soziale Gruppe]]n und [[Organisationssoziologie|Organisationen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialer Status im gesellschaftlichen Prozess ==&lt;br /&gt;
Allgemein wird zwischen Gesellschaften, die stark differenzierte soziale Untergliederungen und fließende Status-Übergänge aufweisen, und sogenannte [[Soziale Klasse|Klassengesellschaften]] unterschieden. Im Zuge des Übergangs von der [[Ständeordnung|ständischen]] zu [[Industrialisierung|industriellen Gesellschaftsformen]] kam es in Westeuropa zu einer Abmilderung althergebrachter Statusdifferenzierungen. Dies führte einerseits zu einer größeren [[Soziale Mobilität|sozialen Mobilität]] aber auch zu mehr Statusunsicherheit und höheren Anpassungs- und Orientierungserfordernissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei nimmt die Bedeutung des [[Statuserwerb|erworbenen Status]] gegenüber dem [[Zugeschriebene Position|zugeschriebenen Status]] zu (z.&amp;amp;nbsp;B. Machtverlust des [[Adel]]s). In anderen Gesellschaften, wie z.&amp;amp;nbsp;B. dem [[Indien|indischen]] [[Kaste]]nsystem, kommt dem zugeschriebenen Status immer noch eine erhebliche Bedeutung zu. Dabei ist es jedoch auch in der westlichen Industriegesellschaft nicht so, dass Status allein durch Leistung erworben wird, sondern bestimmte, mit dem Status der Eltern verbundene Kompetenzen, Symbole und Beziehungen an die Kinder weitergegeben werden. Soziologische Untersuchungen haben ergeben, dass dem [[Beruf]] heute in westlichen Gesellschaften eine zentrale Bedeutung zur Statusdifferenzierung zukommt. Dabei sind beispielsweise in Deutschland die Berufe des [[Arzt]]es und des [[Professor]]s besonders hoch angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialer Status und Sozialstruktur ==&lt;br /&gt;
Die [[Soziale Schichtung|Schichtungstheorie]] beschreibt die hierarchische Differenzierung einer Gesellschaft durch den sozialen Status. Der Status drückt den Rangplatz aus, das Prestige, die soziale [[Wertschätzung]], die [[Autorität]] und Macht, die eine Person in der Gesellschaft innehat. Mit jeder Position sind bestimmte Privilegien, Fähigkeiten, Rechte und Pflichten verknüpft; sie kann bezüglich verschiedener sozial relevanter Merkmale unterschieden werden wie [[ethnisch]]e Zugehörigkeit, [[Beruf]], Einkommen, [[Bildung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von &amp;#039;&amp;#039;„Statuskristallisation“&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;„Statuskonsistenz“&amp;#039;&amp;#039; wird gesprochen, wenn die Statusmerkmale miteinander hoch [[Korrelation|korrelieren]], wenn also z.&amp;amp;nbsp;B. mit einer hohen Bildung auch ein hohes Einkommen verknüpft ist. Von &amp;#039;&amp;#039;„Statusdiskrepanz“&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Statusinkonsistenz]]&amp;#039;&amp;#039;, wenn nicht (z.&amp;amp;nbsp;B. der Obdachlose mit Hauptschulabbruch als Lottomillionär, oder der verarmte Akademiker).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Pierre Bourdieu]] ergibt sich der soziale Status aus den verschiedenen [[Kapitalsorten]] wie [[Soziales Kapital]], [[Ökonomisches Kapital]], [[Kulturelles Kapital]] und mündet in [[Symbolisches Kapital]]. Statusunterschiede werden nach außen hin durch [[Symbol]]e demonstriert und gefestigt. So können der Kunstgeschmack, die Essgewohnheiten oder das Auto, das ein Individuum (sozialer Akteur) fährt, Ausdruck seines sozialen Status sein. Alltagssprachlich gilt das Auto als typisches [[Statussymbol]]. Derlei Symbole sind jedoch nicht nur äußerlich, sondern auch mit einem bestimmten [[Habitus (Soziologie)|Habitus]], also Einstellungen, Fähigkeiten, [[Distinktion (Soziologie)|Distinktion]], [[Lebensstil]] und Gewohnheiten der [[Individuum|Individuen]] verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[C. Wright Mills]] ist &amp;#039;&amp;#039;„Statuspanik“&amp;#039;&amp;#039; ein typisches [[Blue Collar|White-Collar]]-Problem. Indem seine Statusansprüche durch die sozio-ökonomische Entwicklung zunehmend prekär werden oder akut frustriert werden, wird nach dieser These der US-amerikanische [[Angestellter|Angestellte]] empfänglich gemacht für autoritäre Politikangebote.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Wright Mills: &amp;#039;&amp;#039;Menschen im Büro: Ein Beitrag zur Soziologie der Angestellten&amp;#039;&amp;#039; (übers. v. Bernt Engelmann, Vorwort von Heinz Maus), Köln-Deutz: Bund Verlag 1955.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Bezugsgruppentheorie]] besagt die Hypothese der &amp;#039;&amp;#039;„Statussicherheit“&amp;#039;&amp;#039; (Anthony Richmond): Die Feindseligkeit und negativen Vorurteile eines Gruppenmitglieds gegenüber Angehörigen einer [[Fremdgruppe]] (&amp;#039;&amp;#039;out-group&amp;#039;&amp;#039;) sind zurückzuführen auf die gefühlte Unsicherheit des eigenen Status in der [[Eigengruppe]] (&amp;#039;&amp;#039;in-group&amp;#039;&amp;#039;) und der erlebten Ablehnung in dieser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich lassen sich der [[Erworbener Status|erworbene Status]] („achieved status“) und der [[Zugeschriebener Status|zugeschriebene Status]] („ascribed status“) unterscheiden. Dabei bezeichnet der erworbene Status die unabhängig von sozialer Herkunft durch Leistung oder Fähigkeiten erreichte Position, der zugeschriebene Status die dem Individuum unabhängig davon zugeschriebene Position z.&amp;amp;nbsp;B. aufgrund von Alter oder Geschlecht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Herwig Ebner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die soziale Stellung der Frau im spätmittelalterlichen Österreich.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Harry Kühnel]], Franz Hundsnurscher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frau und spätmittelalterlicher Alltag. Internationaler Kongreß Krems an der Donau 2.–5. Oktober 1984&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der philologisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Band 47). Wien 1986 (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Instituts für mittelalterliche Realienkunde Österreichs.&amp;#039;&amp;#039; Band 9), S. 509–552.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der erworbene Status ist &amp;#039;&amp;#039;„[[Arbeit (Philosophie)|erarbeitet]]“&amp;#039;&amp;#039;, der zugeschriebene Status dagegen ist quasi &amp;#039;&amp;#039;„[[Erbschaft|ererbt]]“&amp;#039;&amp;#039;; er kommt von außen und wird nicht durch eigene Aktivitäten bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Soziale Rolle|Rollentheorie]] von [[Ralph Linton]] ist der &amp;#039;&amp;#039;„soziale Status“&amp;#039;&amp;#039; bedeutungsgleich mit der sozialen Position, die einem [[Akteur]] in einem – relativ festen – sozialen Zusammenhang zugewiesen wird (z.&amp;amp;nbsp;B. als Lehrer in der Schule, als Mutter in der Kernfamilie). Mit diesen Positionen sind [[Rollenerwartung|gesellschaftliche Erwartungen]] und Rollenansprüche verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hypothese der &amp;#039;&amp;#039;„Statusintegration“&amp;#039;&amp;#039; (J. P. Gibbs/Walter T. Martin) besagt: Das Ausmaß an [[Rollenkonflikt]] korreliert negativ mit dem Grad, mit welchem in einer Gesellschaft von der Kenntnis aller Status eines bestimmten Gesellschaftsmitglieds mit der Ausnahme eines einzelnen Status die Natur des letzteren genau vorausgesagt werden kann. Wenn dies möglich ist, ist die Statusintegration hoch; wenn nicht, ist sie niedrig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialer Status als Diskriminierungsmerkmal ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Klassismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Soziale Status kann ein [[Diskriminierung]]smerkmal sein. In verschiedenen Verfassungen und Antidiskriminierungsgesetzen ist der Soziale Status als verbotenes Diskriminierungsmerkmal aufgelistet. Es wird unterschieden zwischen [[Soziale Herkunft|Sozialer Herkunft]] und [[Soziale Position|Sozialer Position]]. Die Diskriminierung aufgrund des Sozialen Status nennt sich Klassismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den sozialen Status werden Lebenschancen [[Soziale Ungleichheit|ungleich]] verteilt. So gehen mit einem höheren sozialen Status bessere Bildung, Gesundheit und höheres Einkommen einher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sozialer Status&amp;#039;&amp;#039; ist ein verbotenes Diskriminierungsmerkmal in § 2 des [[Landesantidiskriminierungsgesetz]]es des Landes [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statusdifferenzierung in der Empirischen Sozialforschung ==&lt;br /&gt;
Zur Untersuchung der Statusdifferenzierung werden sowohl quantitative wie qualitative [[Empirische Sozialforschung|empirische]] Forschungsansätze eingesetzt. Neben „objektiv“ gegebenen Größen, wie Einkommen und Beruf, werden auch Selbsteinschätzungen zum eigenen Status sowie zu einem „Höher-als“ und „Tiefer-als“ erhoben. Eine andere Forschungsrichtung befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen sozialem Status und bestimmten Lebenseinstellungen, Gewohnheiten und dem jeweiligen [[Soziales Milieu|Milieu]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Duales Status-Modell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Daniel Bell (Soziologe)|Daniel Bell]]: &amp;#039;&amp;#039;Die nachindustrielle Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1975.&lt;br /&gt;
* [[Pierre Bourdieu]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Die feinen Unterschiede]]&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1982.&lt;br /&gt;
* [[Ralf Dahrendorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Über den Ursprung der Ungleichheit unter den Menschen&amp;#039;&amp;#039;. München 1974.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Kluth]]: &amp;#039;&amp;#039;Sozialprestige und sozialer Status&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1957.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Hradil]]: &amp;#039;&amp;#039;Sozialstrukturanalyse in einer fortgeschrittenen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Opladen 1987, ISBN 9783322971760.&lt;br /&gt;
* Hans Hoffmeister, [[Hannes Hüttner]], Heribert Stolzenberg, Hannelore Lopez, Joachim Winkler: &amp;#039;&amp;#039;Sozialer Status und Gesundheit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Bga-Schriften.&amp;#039;&amp;#039; 92,2). MMV Medizin Verlag, München 1992, ISBN 3-8208-1183-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4077618-9|LCCN=sh/85/124077|NDL=00571919|REMARK=„Sozialstatus“, s. auch {{GND|4181935-4}} für „Soziale Stellung“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialstruktureller Leitbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertvorstellung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-66182-7</name></author>
	</entry>
</feed>