<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sozialer_Prozess</id>
	<title>Sozialer Prozess - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sozialer_Prozess"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sozialer_Prozess&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-20T22:53:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sozialer_Prozess&amp;diff=90021&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-66182-7: kl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sozialer_Prozess&amp;diff=90021&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-22T01:59:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Soziale Prozesse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind bestimmte grundlegende und als Typen darstellbare Formen der [[Soziale Interaktion|sozialen Interaktion]], die – entlang der Zeitachse – durch die diversen [[Soziale Rolle|sozialen Rollen]] geformt, welche Menschen einnehmen können, vonstattengehen. Der Begriff des „[[Prozess]]es“ wurde aus dem allgemeinen wissenschaftlichen Wortschatz in die [[Soziologie]] übernommen und bedeutet etwa so viel wie ein &amp;#039;&amp;#039;dynamischer Ablauf&amp;#039;&amp;#039; bzw. eine &amp;#039;&amp;#039;immer wiederholte Abfolge von Operationen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fichter_Grundbegriffe_Seite_136&amp;quot;&amp;gt;Joseph H. Fichter: &amp;#039;&amp;#039;Grundbegriffe der Soziologie.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeg. von Erich Bodzenta. 3., unveränd. Aufl., Springer, Wien 1970, S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Zwei Personen, die zusammenarbeiten oder einander bekämpfen, stehen in einem sozialen Prozess miteinander, der mehr ist als ihre Status- oder ihre Rollenbeziehung. Sowohl die Beziehung auf Grund eines sozialen Prozesses als auch die Beziehung auf Grund der sozialen Rollen setzen Interaktionsverhalten voraus, das heißt, ein Verhalten zweier oder mehrerer Personen, das von beiden Seiten des Beziehungsverhältnisses &amp;#039;&amp;#039;gemeinsam verwirklicht&amp;#039;&amp;#039; wird, doch der Ähnlichkeit zwischen den vorgenannten beiden Arten von Beziehungen stehen Verschiedenheiten gegenüber, die einer genaueren Analyse bedürfen. Der &amp;#039;&amp;#039;soziale Prozess&amp;#039;&amp;#039; transzendiert nämlich die &amp;#039;&amp;#039;soziale Rolle&amp;#039;&amp;#039;:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fichter_Grundbegriffe_Seite_136&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die gegenseitige [[Kommunikation]] und [[Interaktion]] von Menschen, die ihre sozialen Rollen einnehmen, konstituiert die Rollenbeziehung. Dieser Typus [[Soziale Beziehung|sozialer Beziehung]] umfasst alle abgrenzbaren und immer wiederholten Muster sozialer Interaktion, an der sich zwei oder mehr Personen in Erfüllung [[Soziale Funktion|sozialer Funktionen]] beteiligen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fichter_Grundbegriffe_Seite_137&amp;quot;&amp;gt;Joseph H. Fichter: &amp;#039;&amp;#039;Grundbegriffe der Soziologie.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeg. von Erich Bodzenta. 3., unveränd. Aufl., Springer, Wien 1970, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter einer &amp;#039;&amp;#039;sozialen Rolle&amp;#039;&amp;#039; wird ein Bündel von Verhaltensmustern verstanden, die um eine abgrenzbare soziale Funktion geschart sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fichter_Grundbegriffe_Seite_137&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;soziale Prozess&amp;#039;&amp;#039; ist immer als Verhaltensweise zu analysieren, an der eine Anzahl von Personen beteiligt ist. Mit anderen Worten: der Inhalt des sozialen Prozesses umfasst immer ein Verhalten, das &amp;#039;&amp;#039;zwischen&amp;#039;&amp;#039; zwei oder mehr Menschen abläuft und von ihnen &amp;#039;&amp;#039;gleichzeitig&amp;#039;&amp;#039; gemeinsam verwirklicht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fichter_Grundbegriffe_Seite_138&amp;quot;&amp;gt;Joseph H. Fichter: &amp;#039;&amp;#039;Grundbegriffe der Soziologie.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeg. von Erich Bodzenta. 3., unveränd. Aufl., Springer, Wien 1970, S. 138.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Joseph H. Fichter]] sind die wichtigsten Arten sozialer Prozesse die [[Zusammenarbeit]], die [[Akkommodation]], die [[Assimilation (Soziologie)|Assimilation]], der [[Konflikt]], die [[Kontravention]] und der [[Wettbewerb (Soziologie)|Wettbewerb]].&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph H. Fichter: &amp;#039;&amp;#039;Grundbegriffe der Soziologie.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeg. von Erich Bodzenta. 3., unveränd. Aufl., Springer, Wien 1970, S. 136 und S. 138.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kultur]] hat einen sehr wichtigen Einfluss auf die Art und Weise, wie in einer konkreten [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] die sozialen Prozesse ablaufen. Die für die Menschen wesentlichen sozialen Werte bestimmen zum Beispiel, ob der Wettbewerb stärker hervortritt als die Zusammenarbeit, und in welchem Ausmaß bestimmte [[soziale Schicht]]en oder [[Minderheit]]en an den sozialen Prozessen teilnehmen dürfen. Die Kultur bestimmt auch die Regeln und Grenzen, die für die verschiedenen sozialen Prozesse gelten, und den Wert der [[Sache|Objekte]], die ihren Gegenstand bilden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fichter_Grundbegriffe_Seite_147&amp;quot;&amp;gt;Joseph H. Fichter: &amp;#039;&amp;#039;Grundbegriffe der Soziologie.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeg. von Erich Bodzenta. 3., unveränd. Aufl., Springer, Wien 1970, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[sozialer Wandel]]&amp;#039;&amp;#039; auf den &amp;#039;&amp;#039;Gesamtprozess&amp;#039;&amp;#039; der gesellschaftlichen Veränderung über einen längeren Zeitraum abzielt, ist bei sozialen Prozessen der Betrachtungszeitraum selten auf derart längerfristige Vorgänge sowohl auf [[Makrosoziologie|makro-]] als auch auf [[Mikrosoziologie|mikrosoziologischer]] Ebene ausgerichtet, die unter Umständen auf Veränderung abzielen können oder dies auch nicht tun.&amp;lt;br /&amp;gt;Die [[Dependenz|Abhängigkeit]] des [[Mensch]]en von seiner sozialen [[Umwelt]] prägt sein [[Bewusstsein]]. So ist auch die Art und Weise, wie ein Mensch seinen [[Alltag]] strukturiert, Bestandteil eines sozialen Prozesses mit Blick auf das Verhältnis von [[Person]] und [[Soziales System|sozialem System]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff &amp;#039;sozialer Prozess&amp;#039; werden Elemente, Aspekte, sich unterstützende und gegenläufige Tendenzen, gleichgeartete oder widerständige System- und Umweltbedingungen sowie das [[Soziales Handeln|Handeln]] von Menschen und [[Interessengruppe]]n innerhalb der Machtverteilung in der Veränderung in den Blick genommen. Soziale Prozesse laufen ständig und überall in den sozialen Bereichen. Nicht immer führen sie zu einem Wandel im Sinne fortschreitender Entwicklung, möglich sind ebenso rückläufige Veränderungen, Anpassungsprozesse innerhalb eines Systems oder an Umweltbedingungen oder auch stagnierende und Veränderung hemmende Entwicklungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joseph H. Fichter]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundbegriffe der Soziologie.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeg. von [[Erich Bodzenta]]. 3., unveränd. Aufl., Springer, Wien 1970, Kap. X.: „Soziale Prozesse“: S. 135–149.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialer Prozess| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-66182-7</name></author>
	</entry>
</feed>