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	<title>Sozialdumping - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:36:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sozialdumping&amp;diff=548563&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Blondbaer06: /* Sozialstandards */</title>
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		<updated>2024-12-16T11:28:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sozialstandards&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sozialdumping&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist im [[Außenhandel]] der [[Kostenvorteil]] eines [[Exporteur]]s durch niedrigere [[Sozialstandard]]s, der sich in niedrigeren Exportpreisen für [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] oder [[Dienstleistung]]en im Vergleich zu anderen Exporteuren zeigt, welche die Sozialstandards erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das Sozialdumping beruht auf vergleichsweise niedrigeren [[Lohnnebenkosten]] (insbesondere [[Sozialabgaben]]),&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kompakt_Lexikon_Wirtschaftstheorie/9CokBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Sozialdumping+lexikon&amp;amp;pg=PA380&amp;amp;printsec=frontcover Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaftstheorie&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 380]&amp;lt;/ref&amp;gt; die im Land des Exporteurs herrschen. Es ist deshalb ein Sonderfall des [[Lohndumping]], das sich aus geringeren [[Arbeitskosten]] durch [[Niedriglohn]] in einem [[Niedriglohnland]] ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozialdumping ist die Unterschreitung internationaler Sozialstandards als Folge unterschiedlicher Entwicklungsstände verschiedener Staaten, die hierdurch auf dem [[Weltmarkt]] [[Wettbewerbsvorteil]]e erzielen können.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_Politikwissenschaft/HJL6nGyBq8IC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Sozialdumping+lexikon&amp;amp;pg=PA964&amp;amp;printsec=frontcover Dieter Nohlen, &amp;#039;&amp;#039;Sozialdumping&amp;#039;&amp;#039;, in: Dieter Nohlen/Rainer-Olaf Schultze (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Politikwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 964]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.orf.at/#/stories/3322361/ „Unter Lohn- und Sozialdumping versteht man die Unterbezahlung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie die Nichteinhaltung sozialrechtlicher Bestimmungen.“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialstandards ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sozialstandard}}&lt;br /&gt;
Sozialstandards sollen [[soziale Sicherheit]] für [[Arbeitnehmer]] schaffen oder aufrechterhalten. Die [[soziale Sicherung]] zeigt sich konkret in [[Arbeitslosenversicherung]], [[Krankenversicherung]], [[Gesetzliche Rentenversicherung (Deutschland)|Rentenversicherung]] und [[Unfallversicherung]], wenn sie mit einer [[Versicherungspflicht]] verbunden sind. Sie sichern Arbeitnehmer weitgehend vor den [[Finanzrisiko|finanziellen Risiken]] aus [[Arbeitslosigkeit]], [[Krankheit]], [[Altersvorsorge]] und [[Arbeitsunfall]]. Zum Sozialstandard wird die soziale Sicherung erst recht, wenn die [[Arbeitgeber]] einen Teil der [[Versicherungsprämie]]n übernehmen ([[Arbeitgeberbeitrag]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen monetären Sozialstandards gibt es auch qualitative wie [[Humanität|humane]] [[Arbeitsbedingungen (Betriebsverfassungsgesetz)|Arbeitsbedingungen]] ([[Arbeitssicherheit]], [[Arbeitsschutz]], [[Arbeitsumgebung]], [[Arbeitszeit]], [[betrieblicher Gesundheitsschutz]], [[Gleichstellung]], [[Kündigungsschutz]], [[Mehrarbeit]], [[Sozialleistung]]en, [[Urlaub]]), [[Umweltzustand|Umweltbedingungen]] ([[Lärmschutz|Lärm-]], [[Wetter]]- oder [[Klima]]belästigungen) oder [[Verbot]] der [[Kinderarbeit]] und [[Schwarzarbeit]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland ergeben sich Sozialstandards aus dem [[Sozialstaatsprinzip]] des {{Art.|20|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]], das über den [[Unternehmer]]freiheiten des [[Eigentum]]s, der [[Kapitalverkehrsfreiheit]] und des [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerbs]] steht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Urteile_des_Europ%C3%A4ischen_Gerichtshofes/wREoAQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=lohndumping+sozialstandards&amp;amp;pg=PA25&amp;amp;printsec=frontcover Gotthard Krupp/Heinz-Werner Schuster/Carla Boulboullé, &amp;#039;&amp;#039;Urteile des Europäischen Gerichtshofes gegen nationale und internationale Arbeitnehmerrechte&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 25]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sozialdumping ist deshalb mit dem Sozialstaatsprinzip unvereinbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Fehlen für [[Unternehmen]] die [[Sozialkosten]] oder sind sie sehr niedrig, so sind entsprechend die [[Arbeitskosten]] und damit die [[Selbstkosten]] als Grundlage für die [[Preiskalkulation]] niedriger. Hierdurch wird die [[Wettbewerbsfähigkeit]] in einem Exportstaat erhöht, der einen [[Kostenvorteil|Kosten-]] und [[Wettbewerbsvorteil]] gegenüber anderen Staaten aufweist, welche die Sozialstandards einhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Verdecktes Sozialdumping&amp;#039;&amp;#039; liegt vor, wenn vorhandene Sozialstandards partiell außer Acht gelassen werden z. B. im Falle von Schwarzarbeit außerhalb der [[Arbeitszeit]] durch sozialversicherte [[Vollzeitbeschäftigung|Vollzeitbeschäftigte]]. Der günstige Endpreis kann nur deswegen angeboten werden, weil der Leistungserbringer die Kosten der sozialen Sicherung nicht auch auf die Schwarzarbeit umlegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozialdumping ist – wie auch das [[Lohndumping|Lohn-]], [[Ökodumping|Öko-]] und [[Valutadumping]] – kein [[Dumping]] im Sinne des {{Art.|VII|GATT|RIS-B|DokNr=NOR40081368}} Abs. 1 [[GATT]], weil es sich um echte Kostenvorteile handelt und nicht um eine räumliche [[Preisdifferenzierung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, 1984, Sp. 1281 f.; ISBN 3409303839&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geringfügige Beschäftigung]] oder [[Arbeitsverhältnis]]se mit [[Mindestlohn]] tragen zur [[Kostensenkung]] beim Arbeitgeber bei den Lohnnebenkosten bei. Dem hierbei erhobenen Vorwurf des Sozialdumpings wird entgegengehalten, dass durch diese [[Prekäre Arbeit|prekären Arbeitsverhältnisse]] zusätzliche [[Arbeitsplatz|Arbeitsplätze]] geschaffen werden und dass viele hierin Beschäftigten einen möglichst hohen Nettolohn erhalten wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Lexikon_Personal/svrNBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Sozialdumping+lexikon&amp;amp;pg=PA160&amp;amp;printsec=frontcover Ulrich Büdenbender/Hans Strutz, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Personal&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 160]&amp;lt;/ref&amp;gt; Derartige Arbeitsverhältnisse befinden sich oft an der Grenze zum Sozialdumping.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] gibt es seit Mai 2011 ein „Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz“. Es erfasst Arbeitsverhältnisse in der [[Privatwirtschaft]] und überprüft unter anderem anhand der Lohnunterlagen, ob die Arbeitnehmer entsprechend dem nach Gesetz, Verordnung oder [[Tarifvertrag]] zustehenden Mindestlohn unter Beachtung der jeweiligen Einstufungskriterien entlohnt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird gelegentlich behauptet, hinter dem moralischen Anspruch und Forderungen nach [[Wirtschaftssanktion]]en wegen Sozialdumping verberge sich eine neue Form von [[Protektionismus]]. Weniger entwickelte Länder kämen durch verstärkten [[Außenhandel]] zu steigendem [[Wohlstand]], was eine Ausweitung ihrer Sozialpolitik erlauben würde. Es gebe auch keinen Grund dafür, warum in allen Ländern die gleichen Standards gelten sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.internationalepolitik.de/archiv/jahrgang1997/april1997/der-neue-protektionismus--aus-alten-fehlern-nichts-gelernt.html Jörg Hilpert/Norbert Berthold, &amp;#039;&amp;#039;Der neue Protektionismus&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;Internationale Politik&amp;#039;&amp;#039;, Zeitschrift der [[Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik|DGAP]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Lohndumping und Sozialdumping werden manchmal synonym verwendet&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kompakt_Lexikon_Wirtschaft/xDCvBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Sozialdumping+lexikon&amp;amp;pg=PA507&amp;amp;printsec=frontcover Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 507]&amp;lt;/ref&amp;gt;, sie unterscheiden sich jedoch voneinander. Während vom Lohndumping alle Arbeitskosten erfasst werden, betrifft das Sozialdumping lediglich die Lohnnebenkosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ziellandprinzip (EU-Recht)]]&lt;br /&gt;
* [[Niedriglohn]]&lt;br /&gt;
* [[Niedriglohn-Job]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Sozialdumping|TYP=Literatur über}}   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialstaat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches Schlagwort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsliberalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Blondbaer06</name></author>
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