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	<title>South Stream - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mailtosap: korr.</title>
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		<updated>2026-02-18T21:08:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt das Pipeline-Projekt. Für den gleichnamigen Schmelzwasserfluss im antarktischen Viktorialand siehe [[South Stream (Antarktika)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:South Stream map.png|mini|hochkant=1.6|Varianten des Verlaufs der geplanten Pipeline, der Ast nach Süditalien wurde verworfen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;South Stream&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Южный поток}}, Transkription &amp;#039;&amp;#039;Juschny potok,&amp;#039;&amp;#039; {{bgS|Южен поток}}) war ein von 2009 bis 2014 betriebenes [[Pipeline]]-Projekt, um russisches [[Erdgas]] nach Europa zu transportieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Warna Gasröhren.JPG|Gasröhren in [[Warna]] (2014)|mini]]&lt;br /&gt;
Die Pipeline sollte ab frühestens 2015 Südost- und Südeuropa versorgen. Das Projekt bestand aus drei Komponenten: dem Ausbau der Transportkapazitäten in Russland bis zur [[Schwarzes Meer|Schwarzmeerküste]] bei [[Anapa]], dem Bau einer Pipeline durch das Schwarze Meer sowie dem Weiterbau der Erdgas-[[Pipeline]] vom bulgarischen [[Warna]]. Den [[Offshorebauwerk|Offshore]]-Teil bildeten vier parallel verlaufende Röhren mit einer geplanten Durchleitungskapazität von 63 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr, die auf einer Länge von 931 Kilometern durch das Schwarze Meer verlaufen sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wintershall.com/presse-news/energie-fuer-europa.html |titel=South Stream – Energie für Europa |hrsg=Pressemitteilung Wintershall |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140705153509/http://www.wintershall.com/presse-news/energie-fuer-europa.html |archiv-datum=2014-07-05 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
South Stream sollte die Lieferrouten von russischem Erdgas nach Europa diversifizieren und die Abhängigkeit Russlands von den derzeit dominierenden Transitstaaten Ukraine und Belarus reduzieren (siehe [[russisch-ukrainischer Gasstreit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Februar 2009 wurde das Abkommen zum Bau der Pipeline durch das Schwarze Meer zwischen Gazprom und der bulgarischen Energieholding unterzeichnet. Es sah vor, die ursprünglich geplanten 31&amp;amp;nbsp;Milliarden Kubikmeter Durchleitungskapazität um weitere 16&amp;amp;nbsp;Milliarden zu erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://de.rian.ru/business/20090205/119996749.html|title=Abkommen über South Stream und Atomenergie zwischen Russland und Bulgarien signiert|publisher=[[RIA Novosti]]|date=2009-02-05|accessdate=2009-02-09|archiveurl=https://web.archive.org/web/20090208195807/http://de.rian.ru/business/20090205/119996749.html|archivedate=2009-02-08 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2009 fand ein weiteres Treffen zwischen [[Eni (Unternehmen)|Eni]] und Gazprom statt. Eni erwog zu dieser Zeit, Gazprom auch am libyschen Elephant-Feld zu beteiligen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://in.reuters.com/article/oilRpt/idINMAT00940020090407 |titel=Eni CEO sees talks soon on South Stream, Elephant field |hrsg=[[Reuters]] |datum=2009-04-07 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Juli 2009 teilte die russische Nachrichtenagentur [[RIA Novosti]] mit, Bulgarien habe die Kooperation mit Gazprom eingefroren und sei an weiteren Planungen dieser Pipeline sowie weiteren russischen Energieprojekten derzeit nicht interessiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://de.ria.ru/business/20090713/122319526.html |titel=South Stream: Bulgariens neue Regierung ändert Kurs – „Kommersant“ |hrsg=[[RIA Novosti]] |datum=2009-07-13 |abruf=2014-12-05 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20141207102937/http://de.ria.ru/business/20090713/122319526.html |archiv-datum=2014-12-07   }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ankündigung [[Turkmenistan]]s, sich entweder durch bereits existierende iranische Pipelines oder mittels noch zu bauender transkaspischer Pipelines an der [[Nabucco-Pipeline]] beteiligen zu wollen, galt als ein weiterer Rückschlag für das russische South-Stream-Projekt. Bis dahin hatte Russland versucht, Turkmenistan von einer Nabucco-Beteiligung fernzuhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.iwpr.net/?p=rca&amp;amp;s=f&amp;amp;o=354297&amp;amp;apc_state=henprca |titel=Turkmenistan: New Pipeline, Old Horizons? |autor=Inga Sikorskaya |hrsg=[[Institute for War and Peace Reporting]]|datum=2009-07-10 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20090806124906/http://www.iwpr.net/?p=rca&amp;amp;s=f&amp;amp;o=354297&amp;amp;apc_state=henprca |archiv-datum=2009-08-06|abruf=2014-12-05 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. August 2009 unterzeichneten Russland und die Türkei einen Kooperationsvertrag, in dem die Türkei dem Bau der russischen Gaspipeline South Stream in ihren Hoheitsgewässern zustimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://de.ria.ru/business/20090806/122600847.html |titel=Türkei erlaubt Bau der South-Stream-Pipeline |hrsg=[[RIA Novosti]] |datum=2009-08-06 |abruf=2014-12-05 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20141207103357/http://de.ria.ru/business/20090806/122600847.html |archiv-datum=2014-12-07  }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. August 2009 trat das [[Drittes Energiepaket der EU|Dritte Energiepaket der EU]] in Kraft, das die Entflechtung von Lieferant und Pipelinebetreiber vorsieht. Dies ist eine maßgebliche Ursache für das Scheitern der Pipeline.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.handelsblatt.com/politik/international/south-stream-pipeline-eu-staaten-machen-front-gegen-gazprom/10775716.html | titel=South-Stream-Pipeline: EU-Staaten machen Front gegen Gazprom | autor= | hrsg=handelsblatt.com | werk=Handelsblatt | datum=2014-09-30 |abruf=2015-06-09 | format= | offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. April 2010 genehmigte Österreich bei Verhandlungen mit Russland den Bau der Pipeline.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/225994_Putin-zu-Kurzbesuch-in-Wien.html |titel=Putin zu Kurzbesuch in Wien |hrsg=[[Wiener Zeitung|wienerzeitung.at]] |datum=2010-04-24 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2011 erfolgte eine Änderung hinsichtlich der Anteilseigner. Neben dem bisherigen Anteilseigner Gazprom mit 50 % Beteiligung werden Eni 20 %, EdF und [[Wintershall]] jeweils 15 % der Anteile halten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://de.ria.ru/business/20110906/260427783.html |titel=EdF und Wintershall steigen mit je 15 Prozent in Gasprojekt South Stream ein |hrsg=[[RIA Novosti]] |datum=2011-09-06 |abruf=2014-12-05 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131207213154/http://de.ria.ru/business/20110906/260427783.html |archiv-datum=2013-12-07  }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2011 berichteten russische Medien, Gazprom werde die Route im Westen nicht zum existierenden Verteiler nach [[Baumgarten an der March]] in Nordost-Österreich und auch nicht nach Süditalien, sondern nur nach Norditalien führen, da Österreich mit der [[OMV]] die konkurrierende Nabucco-Pipeline betreibe. Russland forderte eine 50-Prozent-Beteiligung an der OMV-dominierten Gasbörse [[CEGH]], die Einfluss auf Nabucco geschaffen hätte, was von der EU-Kommission durch gestellte Bedingungen verhindert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://orf.at/stories/2094796/2094799/ |titel=Verlierer im Gaspoker |hrsg=[[orf.at]] |datum=2011-12-15 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Monat gab die Türkei ihre endgültige Zustimmung zum Bau der Pipeline durch das Schwarze Meer. Als Gegenleistung sicherte Russland dem Land Gaslieferungen bis 2025 zu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,806108,00.html |titel=Gasleitung South Stream: Türkei genehmigt russische Mega-Pipeline |hrsg=[[Spiegel Online]] |datum=2011-12-28 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Dezember 2012 wurde in der südrussischen Stadt [[Anapa]] am Schwarzen Meer offiziell mit dem Bau der Erdgasleitung begonnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.tagesschau.de/wirtschaft/southstream114.html | titel=Der Pipeline-Triumph von Gazprom |autor=Horst Kläuser |hrsg=[[Tagesschau.de]] |datum=2012-12-07 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20121210021543/http://www.tagesschau.de/wirtschaft/southstream114.html |archiv-datum=2012-12-10 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2013 wurde das Konkurrenzprojekt [[Nabucco-Pipeline]] für beendet erklärt. Diese Pipeline sollte Erdgas aus dem [[Kaspisches Meer|kaspischen]] Raum in die EU transportieren und dabei russisches Territorium umgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. November 2013 wurde auch in Serbien mit dem Bau begonnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://orf.at/stories/2207710/ |titel=Bauarbeiten für Gaspipeline in Serbien begonnen |hrsg=[[orf.at]] |datum=2013-11-24 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Annexion der Krim 2014]] kündigte [[Kommissar für Energie|EU-Energiekommissar]] [[Günther Oettinger]] im März 2014 an, dass er für eine Verzögerung des South-Stream-Projekts sorgen werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/wirtschaft/article125605615/EU-bremst-Pipeline-Verhandlungen-mit-Moskau.html |titel=EU bremst Pipeline-Verhandlungen mit Moskau |hrsg=[[Die Welt#Online-Ausgabe|Welt.de]] |datum=2014-03-09 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bulgarien stellte die Vorbereitungsarbeiten Anfang Juni 2014 nach Druck der EU-Kommission und einem Besuch einer amerikanischen Abordnung um Senator [[John McCain]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/koalition-gegen-rohstoff-lieferant-gazprom-bulgarien-geraet-im-gasstreit-zwischen-die-fronten/10011760.html | titel=Koalition gegen Rohstoff-Lieferant Gazprom | titelerg=Bulgarien gerät im Gasstreit zwischen die Fronten | autor=Elke Windisch | hrsg=tagesspiegel.de | werk=Tagesspiegel | datum=2014-06-10 |abruf=2015-06-09 |zitat=Mit klar politischen Motiven, so jedenfalls stellten es russische Medien dar, soll sich eine Gruppe ranghoher US-Senatoren in dieses Geschäft eingemischt haben. Die Delegation um den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten John McCain habe Bulgariens Premier Orescharski am Wochenende „bearbeitet“, hieß es. In der Tat gab dieser den South-Stream-Rückzieher gleich nach dem Treffen mit Washingtons Unterhändlern bekannt. | format= | offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 24.&amp;amp;nbsp;Juni 2014 wurde zwischen der [[OMV]] und Gazprom ein Vertrag über den Bau des österreichischen Teilstücks der South-Stream-Pipeline unterzeichnet. Unter anderem wurde nun doch eine Abzweigung der Pipeline zum zentralen Verteilerzentrum der OMV für Erdgas in  [[Baumgarten an der March]] vereinbart.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/south-stream-deal-besiegelt-handschlag-zwischen-omv-und-gazprom/10093188.html |titel=South-Stream-Deal: Handschlag zwischen OMV und Gazprom erntet Kritik |hrsg=[[Handelsblatt|handelsblatt.com]] |datum=2014-06-24 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einstellung des Projekts ==&lt;br /&gt;
Am 1. Dezember 2014 gab der russische Präsident [[Wladimir Wladimirowitsch Putin|Wladimir Putin]] bekannt, das Projekt werde aufgrund der Blockadehaltung Bulgariens vorerst eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.n-tv.de/politik/Russland-stoppt-South-Stream-article14073226.html |titel=Putin: Bulgarien bremst uns aus: Russland stoppt South Stream |hrsg=ntv.de |datum=2014-12-01 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sp1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/southstream-putin-droht-mit-stopp-der-pipeline-nach-suedeuropa-a-1006044.html |titel=Konflikt mit der EU: Russland gibt Pipeline-Projekt South Stream auf |hrsg=[[Spiegel Online]] |datum=2014-12-02 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am selben Tag konferierte er mit dem türkischen Staatspräsidenten [[Recep Tayyip Erdoğan|Erdoğan]]; die beiden unterzeichneten ein [[Memorandum]], das die Lieferung großer Gasmengen an die Türkei vorsieht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/politik/ausland/south-stream-tuerkei-profitiert-von-russlands-pipeline-stopp-a-1006162.html |titel=South-Stream-Leitung gestoppt: Russland düpiert, Türkei profitiert |autor=Benjamin Bidder, [[Hasnain Kazim]]|hrsg=[[Spiegel Online]] |datum=2014-12-02 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der türkische Energieminister [[Taner Yıldız (Politiker)|Taner Yıldız]] sagte, er wolle den russischen Vorschlag prüfen; es sei aber noch zu früh, um in der Angelegenheit „ein letztes Wort zu verkünden“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/wirtschaft/2014-12/erdgas-russland-tuerkei-south-stream |titel=Erdoğans Abhängigkeit von Russland |hrsg=[[Die Zeit#Zeit Online|Zeit Online]] |datum=2014-12-02 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen den beiden Ländern gibt es bereits eine [[Gaspipeline]] namens [[Blauer Strom|Blue Stream]]. Der russische Energieminister [[Alexander Nowak]] gab der EU die Schuld für die Aufgabe der South-Stream-Pipeline durch Russland.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/wirtschaft/article134948965/Pipeline-Stopp-legt-Russlands-grosse-Schwaeche-offen.html |titel=Pipeline-Stopp legt Russlands große Schwäche offen |autor=Eduard Steiner |hrsg=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] |datum=2014-12-02 |abruf=2014-12-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kern der Differenzen zwischen der Europäischen Union und Russland ist die Liberalisierung und Öffnung der jeweiligen Energiemärkte für externe Investoren. Die [[Vertrag über die Energiecharta|Europäische Energiecharta]] schreibt eine solche Öffnung vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Russland und die Europäische Union&amp;#039;&amp;#039; in  Heiko Pleines, [[Hans-Henning Schröder]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Länderbericht Russland,&amp;#039;&amp;#039; Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2010, ISBN 978-3-8389-0066-7, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt; Russland hat sie nicht ratifiziert, sondern seine Unterschrift 2009 wieder zurückgezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20151001154156/http://de.sputniknews.com/wirtschaft/20090806/122600004.html &amp;#039;&amp;#039;Russland lehnt EU-Energiecharta offiziell ab&amp;#039;&amp;#039;], [[Sputnik (Nachrichtenportal)|Sputnik]], 6. August 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EU bestand bei den russischen South-Stream-Plänen auf Regeln, die seit November 2010 für alle [[Fernleitungsnetzbetreiber]] in der EU gelten: Wer eine Pipeline auf EU-Boden baut, der muss unter anderem Konkurrenten diskriminierungsfreien Zugang gewähren; Netz und Vertrieb müssen getrennt sein. Der Transporteur darf nicht die Preise kontrollieren. Gazprom wollte bei South Stream sowohl Gasproduzent als auch Gasnetzbetreiber werden; die EU-Kommission sah deshalb die genannten Regeln verletzt. Schon 2013 hatte sie die EU-Länder, durch die die Pipeline führen sollte, nachdrücklich darauf hingewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.dw.de/streit-um-south-stream-pipeline/a-17299253 |titel=Streit um South-Stream-Pipeline |autor=Nemanja Rujević |hrsg=[[Deutsche Welle]] |datum=2013-12-16 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/politik/ausland/2014-12/south-stream-russland-eu-tuerkei-folgen/komplettansicht |titel=Das lässt Europa kalt |autor=Marlies Uken, Till Schwarze-Thurm |hrsg=[[Die Zeit#Zeit Online|Zeit Online]] |datum=2014-12-02 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2014 leitete die EU-Kommission ein [[Vertragsverletzungsverfahren]] gegen Bulgarien ein, das Land stoppte daraufhin die Arbeiten an der Pipeline.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.handelsblatt.com/politik/international/south-stream-pipeline-russland-zieht-wegen-pipeline-streit-vor-wto/10041812.html |titel=Russland zieht wegen Pipeline-Streit vor WTO |hrsg=[[Handelsblatt|handelsblatt.com]]|datum=2014-06-13 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bulgarien ([[EU-Erweiterung 2007|EU-Mitglied seit 2007]]) erklärte im Juni, an dem Bau festzuhalten, das Projekt aber erst nach Zustimmung der [[EU-Kommission]] fortsetzen zu wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://derstandard.at/2000002009587/Russland-bringt-South-StreamStreit-mit-EU-ueber-vor-WTO |titel=Russland bringt South-Stream-Streit vor WTO |hrsg=[[DerStandard.at]] |datum=2014-06-13 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140614031701/http://derstandard.at/2000002009587/Russland-bringt-South-StreamStreit-mit-EU-ueber-vor-WTO |archiv-datum=2014-06-14 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alternativprojekt ===&lt;br /&gt;
Der türkische Wirtschaftsminister [[Nihat Zeybekçi]] betonte in einem am 27. Januar 2015 veröffentlichten Interview, das kurz zuvor von der Gasprom vorgestellte Alternativprojekt  &amp;#039;&amp;#039;[[TurkStream]]&amp;#039;&amp;#039; auch finanziell zu unterstützen. Die Türkei ist schon zu 30 % an der [[Transanatolische Pipeline|Transanatolischen Pipeline]] (TANAP) beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://orf.at/stories/2262864/ |titel=Türkei will sich an Gasprom-Pipeline beteiligen|werk=orf.at |datum=2015-01-27 |abruf=2024-03-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beteiligte Unternehmen ==&lt;br /&gt;
Partner des [[Joint Venture]]s für den Offshore-Teil der Fernleitung waren bis Ende 2014 [[Gazprom]] (50 %), der italienische Energieversorger [[Eni (Unternehmen)|Eni]] (20 %), die französische [[Électricité de France|EDF]] (15 %) sowie die [[BASF]]-Tochter [[Wintershall]] (15 %). Die Kosten wurden im Mai 2009 auf 19 bis 24&amp;amp;nbsp;Milliarden Euro geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/international/business/0,1518,625697,00.html |titel=Russia&amp;#039;s South Stream Project Gets a Boost |autor=Jason Bush |hrsg=[[Spiegel Online]] |datum=2009-05-19 |abruf=2014-12-05 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 29. Dezember 2014 veräußerten Eni&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/erdgasleitung-eni-verkauft-south-stream-anteile-an-gazprom/11170016.html |titel=Eni verkauft South-Stream-Anteile an Gazprom |hrsg=[[Handelsblatt|handelsblatt.com]] |datum=2014-12-30 |abruf=2015-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, EDF&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://press.edf.com/press-releases/all-press-releases/2014/agreement-with-gazprom-for-the-acquisition-of-edfys-stake-in-south-stream-293119.html |titel=Agreement with Gazprom for the acquisition of EDF’s stake in South Stream |hrsg=Pressemitteilung EdF |datum=2014-12-29 |abruf=2015-01-05 |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150105150847/http://press.edf.com/press-releases/all-press-releases/2014/agreement-with-gazprom-for-the-acquisition-of-edfys-stake-in-south-stream-293119.html |archiv-datum=2015-01-05   }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Wintershall&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.basf.com/de/company/news-and-media/news-releases/2014/12/p-14-440.html |titel=Wintershall veräußert Anteile an South Stream Transport B.V. |hrsg=Pressemitteilung Wintershall |datum=2014-12-29 |abruf=2015-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ihre Anteile an Gazprom. Somit ist nur noch letztere für die Finanzierung des Offshore-Teils verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Onshore]]-Teil der Fernleitung waren beteiligt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.south-stream.info/en/pipeline/structure/ |titel=Project Structure |hrsg=The South Stream project official website |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131206113238/http://www.south-stream.info/en/pipeline/structure/ |archiv-datum=2013-12-06 |abruf=2014-12-05 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{AUT}} Österreich – South Stream Austria GmbH; Anteilseigner Gazprom (50 %) und [[OMV]] (50 %)&lt;br /&gt;
* {{BUL}} – South Stream Bulgaria AD; Anteilseigner Gazprom (50 %) und [[Bulgarian Energy Holding]] (50 %)&lt;br /&gt;
* {{CRO}} – Joint Venture in Vorbereitung; Anteilseigner Gazprom und [[Plinacro]]&lt;br /&gt;
* {{GRE}} – South Stream Greece S.A.; Anteilseigner Gazprom (50 %) und [[DESFA]] (50 %)&lt;br /&gt;
* {{HUN}} – South Stream Hungary Zrt; Anteilseigner Gazprom (50 %) und [[Magyar Villamos Művek]] (MVM) (50 %)&lt;br /&gt;
* {{SER}} – South Stream Serbia AG; Anteilseigner Gazprom (51 %) und [[Srbijagas]] (49 %)&lt;br /&gt;
* {{SLO}} – South Stream Slovenia LLC; Anteilseigner Gazprom (50 %) und [[Plinovodi]] (50 %)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gaspreis, ökonomische Aspekte, Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Die Gasnachfrage in der EU ist von 2010 bis 2014 um rund zehn Prozent gefallen. Ob South Stream – unter den damaligen Marktverhältnissen – wirtschaftlich zu betreiben wäre, erscheint laut Medienberichten fraglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/wirtschaft/south-stream-103.html |titel=Aus für Pipeline-Projekt South Stream: Ein Entschluss Putins? Oder Gazproms?|hrsg=[[Tagesschau.de]] |datum=2014-12-02 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20141202144224/http://www.tagesschau.de/wirtschaft/south-stream-103.html |archiv-datum=2014-12-02 |abruf=2014-12-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-44753.html |titel=Till Rüger, ARD Wien, zum Aus für das Pipeline-Projekt South Stream |autor=[[Till Rüger]] |hrsg=[[Tagesschau.de]] |datum=2014-12-02 |abruf=2014-12-05 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150427223430/http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-44753.html |archiv-datum=2015-04-27   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,529346,00.html Pipelineprojekt: Putin nimmt Europa in die Zange]&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,491120,00.html Russland-Italien]&lt;br /&gt;
* FAZ.net vom 2. Dezember 2014: [https://www.faz.net/aktuell/politik/gasprojekt-south-stream-putins-niederlage-13298607.html Putins Niederlage – Für den russischen Präsidenten war die Gasleitung durchs Schwarze Meer ein Projekt zur Einflusssicherung in Europa. Ihr Scheitern ist kein Grund zum Feiern] (ein Kommentar)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdgaspipeline in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdgaspipeline in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdgaspipeline in Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versorgungsbauwerk in Bulgarien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versorgungsbauwerk in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versorgungsbauwerk in Serbien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Versorgungsbauwerk in Slowenien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geplantes Versorgungsbauwerk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energiepolitik der Europäischen Union]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Schwarzes Meer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gazprom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nicht realisiertes Bauprojekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energiewirtschaft (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energiewirtschaft (Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energiewirtschaft (Serbien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Energiewirtschaft (Slowenien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mailtosap</name></author>
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