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	<title>Sousse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Scholless: /* Söhne und Töchter der Stadt */ + 1 Person</title>
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		<updated>2026-03-17T05:30:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Söhne und Töchter der Stadt: &lt;/span&gt; + 1 Person&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Stadt in Tunesien&lt;br /&gt;
|Stadtname    = Sousse&lt;br /&gt;
|Ar-Ortsname  = {{ar|سوسة&amp;amp;lrm;}}&lt;br /&gt;
|Wappen       = Logo commune Sousse.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad  = 35/49/28/N&lt;br /&gt;
|Längengrad   = 10/38/20/E&lt;br /&gt;
|Gouvernement = [[Gouvernement Sousse|Sousse]]&lt;br /&gt;
|Höhe         = 2&lt;br /&gt;
|Fläche       = 45&lt;br /&gt;
|Einwohner    = 173047&lt;br /&gt;
|Jahr         = 2004&lt;br /&gt;
|Postleitzahl = 4000&lt;br /&gt;
|Website      = http://www.commune-sousse.gov.tn/&lt;br /&gt;
|Bild         = Tunezja,panorama Sousse - panoramio.jpg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sousse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|suːs}}], {{arS|سوسة&amp;amp;lrm;|DMG=Sūsa}}) ist eine [[Hafenstadt]] am [[Mittelmeer]] und zugleich die [[Liste der Städte in Tunesien|drittgrößte Stadt]] in [[Tunesien]]. Der Name ist [[berber]]ischen Ursprungs; entsprechende Parallelen finden sich in [[Libyen]]. Im Süden [[Marokko]]s wird eine ganze Region als &amp;#039;&amp;#039;[[Souss-Ebene|Bilād as-Sūs]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;H. H. ʿAbdalwahhāb,&amp;#039;&amp;#039;Waraqāt&amp;#039;&amp;#039; 15-16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt rund 130 Kilometer südlich der tunesischen Hauptstadt [[Tunis]] im Süden des [[Golf von Hammamet]] am Mittelmeer. Die Stadt hat 221.530&amp;amp;nbsp;Einwohner, mit ihrem weiteren Umland 559.876&amp;amp;nbsp;(2014). Sie ist Hauptstadt des [[Gouvernement Sousse|Gouvernorat Sousse]] ({{arF|ولاية سوسة&amp;amp;lrm;|wilāyat Sousse|DMG=wilāyat sūsa}}) (2014: 699.001&amp;amp;nbsp;Einwohner) und Metropole des [[Sahel (Tunesien)|tunesischen Sahel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Phoinikisches und Karthagisches  Altertum ===&lt;br /&gt;
Sousse wurde im 9. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. von Siedlern aus Tyros (Phoinikien)&amp;lt;ref&amp;gt;Enc. Brit. (1911), S. 802&amp;lt;/ref&amp;gt; als Handelsstützpunkt und Wegepunkt mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;drmt&amp;#039;&amp;#039; (= die Südliche)&amp;lt;ref&amp;gt;Sallust, Jug., 19&amp;lt;/ref&amp;gt; noch vor Karthago gegründet. Ähnlich wie bei anderen phoinikischen Namen wie Cadiz (Gadir = Festung) oder Agadir (= die Festung) lassen sich daraus Transkriptionen wie &amp;#039;&amp;#039;Adrymes&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hadrumetum&amp;#039;&amp;#039; ableiten. Die Stadt ist seit ihrer Stiftung &lt;br /&gt;
durchgängig besiedelt geblieben, wurde allerdings wie viele phoinikische Kolonien spätestens nach der Belagerung von Tyros durch Nebukadnezar II. In den 580er und 570er Jahren Teil des Karthagischen Reiches.&amp;lt;ref&amp;gt;Enc. Brit. (1911), S. 802&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Agathokles von Syracosai]] eroberte die Stadt 310&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. während eines Krieges, um die Belagerung von Syrakus in Sizilien zu entlasten. Später während des [[2. Punischer Krieg|Zweiten Karthagisch-römischen Krieges]] hat die Stadt [[Hannibal Barkas]] und einigen weiteren Soldaten nach der verlorenen [[Schlacht von Zama]] 202&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. Zuflucht gewährt.&lt;br /&gt;
Die Gesamtlänge der Stadtmauern betrug angeblich 6410 m, wovon noch heute ein paar Ruinen zu besichtigen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Enc. Brit. (1911), S. 803&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im [[3. Punischer Krieg|3.&amp;amp;nbsp;Karthagisch-römischen Krieg]] entging Hadrumetum der Zerstörung durch die [[Römisches Reich|Römer]], weil es sich rechtzeitig von [[Karthago]] losgesagt hatte. &lt;br /&gt;
=== Römisches Altertum ===&lt;br /&gt;
Unter der römischen Herrschaft erlebte die Stadt bis ins 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. eine wirtschaftliche Blütezeit. Repressionen wegen der Teilnahme am [[Gordian I.|Gordianus]]-Aufstand von 238 führten zum allmählichen Niedergang. &lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Im 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert folgte die Herrschaft der [[Vandalen]] und die Umbenennung in „&amp;#039;&amp;#039;Hunerikopolis&amp;#039;&amp;#039;“ (nach König [[Hunerich]]). Nach der [[Byzantinisches Reich|byzantinischen]] Rückeroberung durch [[Belisar]] im 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde die Stadt in „&amp;#039;&amp;#039;Justinianopolis&amp;#039;&amp;#039;“ (nach Kaiser [[Justinian I.]]) umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Great Mosque of Sousse tower.jpg|mini|Eckturm der Großen Moschee in der Medina von Sousse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 7. Jahrhundert erfolgte die [[Araber|arabische]] Eroberung der Stadt durch [[ʿUqba ibn Nāfiʿ]]. Erst um 800 wurde sie von den [[Aghlabiden]] unter dem eingangs genannten Namen Sūsa neu gegründet und erlebte einen raschen Aufstieg als Hafen von [[Kairouan]] und Ausgangsbasis für die arabische Eroberung [[Sizilien]]s. Während der Zeit der Aghlabiden entstanden der [[Ribāt]] im Jahr 821, die Festung ([[Kasbah]]) 844 und die Hauptmoschee 851. Im Frühjahr 946 wurde die Stadt für mehrere Monate von dem [[Ibaditen|ibaditischen]] Aufständischen [[Abū Yazīd Machlad ibn Kaidād]] belagert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinz Halm]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Reich des Mahdi&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 1991, S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 12. Jahrhundert wurde Sousse von den [[Normannen]] besetzt. Während der [[Osmanisches Reich|türkischen]] Herrschaft war es wie andere Hafenstädte ein Stützpunkt der [[Barbaresken-Korsaren|Korsaren]], die von den maghrebinischen [[Barbareskenstaat]]en aus operierten. Dies hatte Angriffe der [[Spanien|Spanier]], [[Frankreich|Franzosen]] und [[Republik Venedig|Venezianer]] zur Folge, die zum allmählichen Niedergang der Stadt führten. &lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Der Wiederaufstieg erfolgte erst in der französischen [[Kolonialzeit]] ab 1881 mit dem Bau der Neustadt und des Hafens, der vor allem der Ausfuhr von [[Phosphat]] diente und nur während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] vorübergehend unterbrochen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. Juni 2015 sind bei dem [[Anschlag in Port El-Kantaoui 2015]] auf eine Hotelanlage rund zehn Kilometer nördlich der Stadt mindestens 39&amp;amp;nbsp;Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Deutsche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.sueddeutsche.de/politik/is-terror-in-tunesien-deutsche-urlauber-sterben-bei-anschlag-in-sousse-1.2540749 |titel=Deutsche unter den Toten bei Anschlag in Sousse |datum=2015-06-27 |abruf=2015-06-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sousse Ribat Aussicht.JPG|mini|Blick von Turm des Ribat auf die Stadtmauer der Medina und die Neustadt]]&lt;br /&gt;
Die [[Medina (Stadtteil)|Medina]] (Altstadt) von Sousse geht auf das 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zurück und wird von einer 2,25&amp;amp;nbsp;Kilometer langen Stadtmauer umgeben. Sie gehört seit 1988 zum [[UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe]] der [[UNESCO]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ostrand der Medina erstreckt sich der ab 1899 angelegte Hafen. Nördlich davon liegt die von den Franzosen angelegte Neustadt. Entlang einer Uferpromenade sind in nördlicher Richtung Touristenhotels am Strand aneinandergereiht. Diesen Stadtteil entlang der Küste nennt man – im tunesischen Dialekt – Bou Dschaʿfar. Der Name geht auf einen nur wenig bekannten Gelehrten der Stadt [[Abū Dschaʿfar Aḥmad ibn Saʿdūn al-Urbusī]] zurück, der im Jahre 935 in Sousse starb und auf dem Friedhof [[Qubbat ar-Raml]] (Kuppel am Sand) an der Küste beigesetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;H. H. ʿAbdalwahhāb, Waraqāt, Band 2, S. 61–62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke ==&lt;br /&gt;
=== Ribat ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sousse Ribat.JPG|mini|Der [[Ribāt]] von Sousse]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gründungsinschrift.JPG|mini|Die Gründungsinschrift des Ribats]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sousse Ribat inside.JPG|mini|Betsaal im Obergeschoss]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sousse Grosse Moschee.JPG|mini|Die Große Moschee, vom Ribatturm gesehen]]&lt;br /&gt;
Unter den Aghlabiden entstand der [[Ribāt]] im Jahr 821, dessen ursprünglicher Name &amp;#039;&amp;#039;Ḥiṣn Sūsa (Die Festung von Sousse)&amp;#039;&amp;#039; war und der nach der Errichtung der Stadtmauer im Jahr 859&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. seine militärische Funktion allmählich verloren hat. Die Anlage diente als Speicher des benachbarten Arsenals.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Halm (1992), S. 142.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gründungsinschrift auf einer Marmortafel ist über dem Tor zum Wachturmaufgang eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;H. H. ʿAbdalwahhāb, &amp;#039;&amp;#039;Waraqāt&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, S. 26; Sulaimān Muṣṭafā Zbīss: &amp;#039;&amp;#039;Sūsa. Ǧauharat as-sāḥil&amp;#039;&amp;#039; (Sousse. Der Juwel der Küstenregion). Tunis 1965, S. 21: mit einer Reproduktion der [[kufi]]schen Schrift&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes. (Der) Segen kommt von Gott (allein). Das ist es, (dessen Bau) der Emir [[Ziyādat Allāh I.|Ziyādat Allāh ibn Ibrāhīm]], Gott möge ihm langes Leben schenken, durch seinen Diener und Freigelassenen Masrūr im Jahre 206 angeordnet hat. Herrgott, ‚gewähre mir eine gesegnete Unterkunft! Du kannst am besten für Unterkunft sorgen.‘&lt;br /&gt;
 |Quelle=siehe Abbildung der Gründungsinschrift}}&lt;br /&gt;
Der letzte Satz – bis auf das erste Wort &amp;#039;&amp;#039;Allāhumma&amp;#039;&amp;#039; – entspricht [[Sure 23]], [[Āya|Vers]] 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben einer kleinen Moschee im Obergeschoss mit einem [[Mihrāb]] sind im Untergeschoss weitere Räumlichkeiten, Magazine und Reste einer Olivenpresse erkennbar. Der imposante Eingang, von zwei [[Korinthische Ordnung|korinthischen]] Säulen flankiert, ist als Doppeltor konzipiert und konnte nach dem Eintritt sowohl von hinten als auch von vorn gesperrt und somit der weitere Zugang zur Festung verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hauptmoschee ===&lt;br /&gt;
Die Haupt[[moschee]] ist nach der erhaltenen Bauinschrift, die um die Hoffassaden in [[kufi]]schem Duktus herumläuft, im Jahre 236&amp;amp;nbsp;d.H. (zwischen 850 und 851) vom Aghlabiden-Emir [[Abū ʾl-ʿAbbās Muhammad I.]] erbaut worden. Den Betsaal hat man zwischen 894 und 897 in Richtung [[Qibla]]-Wand um drei Schiffe erweitert. Der als [[Minarett]] dienende Kuppelpavillon auf dem nördlichen Eckturm der Moschee ist ein späterer Anbau, stammt aber – entgegen der Ansicht von Creswell – aus der ersten Hälfte des 10.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexandre Lézin: &amp;#039;&amp;#039;Sousse les monuments musulmans.&amp;#039;&amp;#039; Tunis (o. J.), S. 35–40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Kuppel findet schon in der Biographie des Richters von Sousse al-Hasan b. Nasr al-Susî, der 952 starb, wie folgt Erwähnung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;„Zur Zeit des Jahrmarktes, wenn die Kairouaner zum Ribat (nach Sousse) kamen, pflegte er (der Richter) in der Grossmoschee von Sousse unter der Kuppel (qubba) zu sitzen, von der aus zum Gebet gerufen wird und die auf die Tore zum Meer hinausgeht.Immer wenn er einen Mann kommen sah, der einen Jungen bei sich hatte, ließ er ihn kommen. Wenn der Junge mit seinem Vater oder sonst einem Verwandter war, ließ er ihn weitergehen. Wenn er (der Richter) ihn aber (der Homosexualität)verdächtigte, hinderte er ihn, über den Jungen frei zu verfügen.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Halm (1992), S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bou-Fatata-Moschee ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bou Fatata.jpg|mini|Gründungsinschrift der Bou-Fatata-Moschee]]&lt;br /&gt;
Die Bou-Fatata-Moschee {{arF|مسجد بو فتاتة&amp;amp;lrm;|DMG=masǧid Bū Fatāta}} ist die älteste Moschee der Stadt. Sie liegt in der Nähe des Südtors, am Rande der Märkte, und hat eine vorgelagerte [[Musallā]]. Sehenswert ist die älteste sakrale Inschrift in kufischem Duktus in Nordafrika an der Außenwand der Anlage. Der Überlieferung zufolge stammt diese kleine Moschee von nur acht Metern Seitenlänge aus der Zeit des Aghlabidenherrschers Abū ʿIqāl al-Aghlab ibn Ibrāhīm (regiert zwischen 838 und 841)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Encyclopaedia of Islam&amp;#039;&amp;#039;. New Edition. Band&amp;amp;nbsp;2, S. 247, Nr. 4&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist nach seinem Freigelassenen Fatata benannt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Sulaimān Muṣṭafā Zbīss: Sūsa, S. 22. Tunis 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die auffällig kleinen Ausmaße dieser Moschee, die zwanzig Jahre vor der Entstehung der Hauptmoschee errichtet wurde, sprechen für eine damals noch niedrige Bevölkerungszahl der Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;H. H. ʿAbdalwahhāb, Waraqāt, Band 2, S. 65–66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hufeisenbogenstrukturen im Innern sind mit der Betsaalaufteilung der späteren Hauptmoschee vergleichbar.&amp;lt;ref&amp;gt;H. H. ʿAbdalwahhāb, Waraqāt, Band 2, S. 66; Alexandre Lézin: &amp;#039;&amp;#039;Sousse les monuments musulmans&amp;#039;&amp;#039;. Tunis (o. J.), S. 34–35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Koranschule az-Zaqqāq ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sousse Postkarte Rue de la Sicilie.JPG|mini|Historische Postkarte:Minarett der Madrasa az-Zaqqāq]]&lt;br /&gt;
In der Nähe der Hauptmoschee, in der Rue de la Sicile, wo die Wohnviertel der Altstadt in die Märkte übergehen, befindet sich die „Madrasa az-Zaqqāqiya“ {{arF|المدرسة الزقاقية&amp;amp;lrm;|DMG=al-madrasa az-Zaqqāqiya}}, deren eigene Moschee von einem Minarett im türkischen Stil flankiert wird. Lokalen Überlieferungen zufolge geht der Name dieser ehemaligen Schule auf den marokkanischen Gelehrten ʿAlī ibn Qāsim az-Zaqqāq († 1506 in [[Fès]]) zurück. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass der Name mit dem wenig bekannten lokalen Gelehrten Abū Dscha&amp;#039;far Aḥmad az-Zaqqāq aus dem späten 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zu verbinden ist. In den kleinen Trakten der Schule waren die Schüler untergebracht, die neben dem Koran Grammatik und Rhetorik studiert haben. Ursprünglich handelte es sich wohl um ein Privathaus, das unter den [[Hafsiden]] in eine Schule umgewandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich geht dieser Bau ursprünglich ebenfalls auf eine [[Aghlabiden|aghlabidische]] Gründung zurück und ist dann unter den [[Sanhadscha]], d.&amp;amp;nbsp;h. während der [[Ziriden]]-Herrschaft in [[Ifrīqiya]] erweitert worden; denn in einem der Räume befindet sich ein Grab mit einer Inschrift aus dem 11. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;Sulaimān Muṣṭafā Zbīss: Sousse, S. 28; H. H. ʿAbdalwahhāb, Waraqāt, Band 2, S. 76–78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kasbah ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sousse Kasbah.JPG|mini|Blick vom Ribatturm über die Medina auf die Kasbah]]&lt;br /&gt;
Die Festung ([[Kasbah]]) stammt aus dem Jahr 844 und liegt an der höchsten Stelle der Altstadt. Ihr wurde im Jahre 853 der 30&amp;amp;nbsp;Meter hohe Leuchtturm Khalaf al-Fatâ – benannt nach einem [[Eunuch]]en des Aghlabidenherrschers Ziyadat Allah I. – hinzugefügt. Heute ist in den Räumen der Kasbah das [[Archäologisches Museum (Sousse)|Archäologische Museum von Sousse]] untergebracht, in dem [[Punier|punische]], [[Römisches Reich|römische]] und [[Christentum|frühchristliche]] Exponate ausgestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile der Kasbah bildeten die Kulisse der Stadt [[Jerusalem]] in [[Franco Zeffirelli]]s [[Bibelverfilmung]] [[Jesus von Nazareth (Film)|Jesus von Nazareth]] von 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== as-Sufra ===&lt;br /&gt;
Mitten in den Märkten (al-aswāq) der Altstadt steht ein kleines Gebäude mit einer imposanten Kuppel und vorgesetztem Hof, das heute unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;as-Sufra&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich: „Esstisch“) bekannt ist. Ursprünglich stand hier die größte [[Zisterne]] der Stadt, deren Fundamente mit großen Gewölben in die Zeit der [[Römisches Reich|Römer]] zurückreichen. Unter den Aghlabiden diente die Anlage zunächst als Gefängnis. Gemäß den Lokalhistorikern Nordafrikas entstand die zum Teil heute noch erhaltene Zisterne unter dem Emir [[Abū Ishāq Ibrāhīm II.]], regiert von 875 bis 902, der die Stadt mehrfach aufsuchte, um die Bauarbeiten vor Ort zu verfolgen. Auf Wunsch eines der Gelehrten der Stadt schaffte er das Gefängnis ab, ließ die alte Gewölbenanlage renovieren und eine Zisterne für die Bevölkerung einrichten. Aus zwei Auffangbecken bei Sousse – heute al-Moureddin – ist die Zisterne mit Regenwasser gespeist worden.&amp;lt;ref&amp;gt;H. H. ʿAbdalwahhāb, Waraqāt, Band 2, S. 63–65; Alexandre Lézine: &amp;#039;&amp;#039;Sousse. Les monuments musulmans.&amp;#039;&amp;#039; S. 51–52.&amp;lt;/ref&amp;gt; In die gleiche Zeit fällt auch die Erweiterung der Hauptmoschee der Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Halm (1992), S. 140–141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute dient die renovierte Anlage als Museum mit dem angeschlossenen Café al-Qubba („Das Café zur Kuppel“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sousse.jpg|mini|Sousse; Bou Dscha&amp;#039;far. Die Mittelmeerküste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Train station Sousse-2008-23-09.jpg|mini|Der Bahnhof von Sousse]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sousse Shopping Center.jpg|mini|In den Tourismus-Zentren entlang der Mittelmeerküste finden sich zahlreiche moderne Einkaufszentren.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon in der [[Antike]] und im [[Mittelalter]] gründet sich Sousses wirtschaftliche Bedeutung heute hauptsächlich auf seine Rolle als Ausfuhrhafen. Daneben haben sich in Sousse vor allem die [[Textilindustrie]] und die Nahrungsmittel verarbeitende Industrie angesiedelt. Als wichtiger Wirtschaftsfaktor hat sich der [[Tourismus]] etabliert. Im Norden von Sousse befinden sich im Strandbereich Hotels mit einer Kapazität von 40.000&amp;amp;nbsp;Betten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2019 wurde einige Kilometer außerhalb von Sousse im Vorort Kalâa Kebira ein modernes [[Einkaufszentrum]] &amp;#039;&amp;#039;(Mall of Sousse)&amp;#039;&amp;#039; eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Der Bahnhof von Sousse liegt an der [[Société nationale des chemins de fer tunisiens|SNCFT]]-Hauptstrecke von [[Tunis]] nach [[Sfax]], die auch Ligne de la Côte bezeichnet wird. Es verkehren mehrere Züge täglich bis [[Gabès]] und Tunis. Die Stadt verfügt über eine [[Sammeltaxi|Louage]]-Station. Die Taxis fahren täglich nach Tunis, [[Monastir (Tunesien)|Monastir]], [[Kairouan]], Sfax-Gabès, [[Kasserine]], [[Gafsa]] und in die umliegenden Siedlungen. Es gibt auch nach [[Tripolis]], [[Libyen]] direkte Verbindungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren betreibt die SNCFT eine Nahverkehrsbahn, die sogenannte [[Métro du Sahel]]. Sie verbindet Sousse über Skanes und [[Monastir (Tunesien)|Monastir]] mit [[Mahdia]]. Der Ausgangspunkt der Metro liegt am südlichen Hafen am alten Stadttor Bab Djedid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1882 bis 1896 war die von den Franzosen innerhalb von 3½ Monaten auf einer [[Römerstraße]] errichtete &amp;#039;&amp;#039;[[Chemin de fer Decauville de Sousse à Kairouan]]&amp;#039;&amp;#039; mit einer [[Spurweite (Bahn)|Spurweite]] von 600&amp;amp;nbsp;mm in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sousse kann sowohl vom zehn&amp;amp;nbsp;Kilometer entfernten [[Flughafen Monastir]] als auch vom etwa 30&amp;amp;nbsp;Kilometer entfernten [[Flughafen Enfidha-Hammamet]] erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städtepartnerschaften ==&lt;br /&gt;
* {{SEN|#}} [[Thiès]], [[Senegal]] seit 1965&lt;br /&gt;
* {{SVN|#}} [[Ljubljana]], [[Slowenien]] seit 1967&lt;br /&gt;
* {{CZE|#}} [[Poděbrady]], [[Tschechien]] seit 1969&lt;br /&gt;
* {{DEU|#}} [[Braunschweig]], [[Deutschland]] seit 1980&lt;br /&gt;
* {{MAR|#}} [[Marrakesch]], [[Marokko]] seit 1982&lt;br /&gt;
* {{DZA|#}} [[Constantine]], [[Algerien]] seit 1984&lt;br /&gt;
* {{MRT|#}} [[Atar]], [[Mauretanien]] seit 1989&lt;br /&gt;
* {{FRA|#}} [[Boulogne-Billancourt]], [[Frankreich]] seit 1993&lt;br /&gt;
* {{USA|#}} [[Miami]], [[Vereinigte Staaten]] seit 1994&lt;br /&gt;
* {{OMN|#}} [[Salalah]], [[Oman]] seit 1994&lt;br /&gt;
* {{SYR|#}} [[Latakia]], [[Syrien]] seit 1995&lt;br /&gt;
* {{TUR|#}} [[Izmir]], [[Türkei]] seit 2006&lt;br /&gt;
* {{CHN|#}} [[Weihai]], [[China]] seit 2007&lt;br /&gt;
* {{RUS|#}} [[Serpuchow Rajon]], [[Russland]] seit 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Stadt ==&lt;br /&gt;
* [[Oscar Ghez]] (1905–1998), Unternehmer, Kunstsammler und Mäzen&lt;br /&gt;
* [[Sleim Ammar]] (1927–1999), Psychiater und Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Hamed Karoui]] (1927–2020), Politiker und Premierminister&lt;br /&gt;
* [[Sophie El Goulli]] (1931–2015), Schriftstellerin und Kunsthistorikerin&lt;br /&gt;
* [[Luca Ronconi]] (1933–2015), italienischer Theaterregisseur&lt;br /&gt;
* [[Zine el-Abidine Ben Ali]] (1936–2019), Politiker und Präsident Tunesiens&lt;br /&gt;
* [[Abdelmajid Chetali]] (* 1939), Fußballspieler und -trainer&lt;br /&gt;
* [[Mohamed Ghannouchi]] (* 1941), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Ahmed Bahaeddine Attia]] (1946–2007), Filmproduzent, Filmregisseur und Drehbuchautor&lt;br /&gt;
* [[Habib Essid]] (* 1949), Ökonom und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Hamadi Jebali]] (* 1949), Ingenieur, Journalist und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Marcel Dadi]] (1951–1996), französischer Gitarrist&lt;br /&gt;
* [[Mohammed Sahbi Basly]] (* 1952), Politiker und Diplomat&lt;br /&gt;
* [[Georges Fenech]] (* 1954), französischer Politiker und Richter&lt;br /&gt;
* [[Lotfi Ayed]] (* 1959), schwedischer Boxer&lt;br /&gt;
* [[Dov Alfon]] (* 1961), israelischer Journalist und Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Olfa Youssef]] (* 1964), Universitätsprofessorin und Autorin&lt;br /&gt;
* [[Raouf Bouzaiene]] (* 1970), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Ziad Jaziri]] (auch Zied) (* 1978), Fußballspieler, Sportdirektor&lt;br /&gt;
* [[Hamdi Kasraoui]] (* 1983), Fußballtorhüter&lt;br /&gt;
* [[Mejdi Traoui]] (* 1983), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Mohamed Ali Nafkha]] (* 1986), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Mohamed Sghaier]] (* 1988), Hürdenläufer&lt;br /&gt;
* [[Aymen Abdennour]] (* 1989), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Haifa Guedri]] (* 1989), Fußballspielerin&lt;br /&gt;
* [[Rami Bedoui]] (* 1990), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Aymen Toumi]] (* 1990), Handballspieler&lt;br /&gt;
* [[Mohamed Amine Ben Amor]] (* 1992), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Rami Gharsali]] (* 1993), Hürdenläufer&lt;br /&gt;
* [[Mortadha Ben Ouanes]] (* 1994), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Mootez Zaddem]] (* 2001), Fußballspieler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Portal: Tunesien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* K. A. C. Creswell: &amp;#039;&amp;#039;Early Muslim Architecture.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 1932–1940.&lt;br /&gt;
* {{RE|VII,2|2178|2180|Hadrumetum|[[Hermann Dessau]]|RE:Hadrumetum}}&lt;br /&gt;
* Alexandre Lézine: &amp;#039;&amp;#039;Sousse. Les monuments musulmans.&amp;#039;&amp;#039; Éditions Ceres Productions, Tunis (o.&amp;amp;nbsp;J.).&lt;br /&gt;
* Alexandre Lézine: &amp;#039;&amp;#039;Le ribat de Sousse, suivi de notes sur le ribat de Monastir.&amp;#039;&amp;#039; Tunis 1956&amp;#039;&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Heinz Halm]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten zu Bauten der Aġlabiden und Fatimiden in Libyen und Tunesien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt des Orients.&amp;#039;&amp;#039; Band 23, 1992, S. 129–157.&lt;br /&gt;
* Ḥasan Ḥusnī ʿAbdalwahhāb: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ar-Latn|Waraqāt ʿan al-ḥaḍāra al-ʿarabiyya bi-Ifrīqiya al-tūnisiyya}}&amp;#039;&amp;#039; ({{ar|حسن حسني عبد الوهاب : ورقات عن الحضارة العربية بافريقية التونسية&amp;amp;lrm;}}) Band II, Tunis 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sousse|Sousse}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Sousse}}&lt;br /&gt;
* {{Weblink Welterbe |Nummer=498}}&lt;br /&gt;
* [http://www.commune-sousse.gov.tn/ &amp;#039;&amp;#039;Webseite der Stadt Sousse&amp;#039;&amp;#039;] (arabisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.planetware.com/tourist-attractions-/sousse-tun-so-s.htm &amp;#039;&amp;#039;Sousse, Sehenswürdigkeiten Fotos + Infos&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Welterbe Tunesien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4118914-0|LCCN=n80050193|VIAF=168418765}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sousse| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Tunesien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Afrika]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Scholless</name></author>
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