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	<title>Sougia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T09:21:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sougia&amp;diff=962387&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;W. Edlmeier: -BKL</title>
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		<updated>2025-05-01T10:14:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;-BKL&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sougia, von Westen gesehen.jpg|mini|hochkant=1.4|Sougia, von Westen gesehen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sougia - 02.jpg|mini|hochkant=1.4|Sougia, von Osten gesehen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:sougiastrand.jpg|mini|Strand von Sougia]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sougia - 01.jpg|mini|Fernsicht auf Sougia]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sougia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Σούγια}} [{{IPA|ˈsuʝa}}] {{F.Sg.}}) ist ein Ort mit 136&amp;amp;nbsp;Einwohnern&amp;lt;ref name=&amp;quot;VZ2011&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.statistics.gr/portal/page/portal/ESYE/BUCKET/General/resident_population_census2011rev.xls | wayback=20150627221846 | text=Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ)}} (Excel-Dokument, 2,6 MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; im [[Chania (Regionalbezirk)|Regionalbezirk Chania]] an der Südwestküste der [[Griechenland|griechischen]] Insel [[Kreta]]. Etliche kleinere Unterkünfte, zahlreiche [[Tafernwirtschaft|Tavernen]] und gute [[Fähre|Fährverbindungen]] zu den Nachbarorten machen den Ort im Sommerhalbjahr zu einem beliebten Standort für Wanderer.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rolf Goetz]]: &amp;#039;&amp;#039;Rother Wanderführer Kreta.&amp;#039;&amp;#039; Bergverlag Rother, München 2025, ISBN 978-3-7633-1409-6, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Schneider (Reiseschriftsteller)|Andreas Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Kreta.&amp;#039;&amp;#039; DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2014, ISBN 978-3-7701-7433-1, S. 77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltung ==&lt;br /&gt;
Verwaltungsmäßig bildet Sougia zusammen mit den Bergdörfern &amp;#039;&amp;#039;[[Koustogerako]]&amp;#039;&amp;#039; (Κουστογέρακο), &amp;#039;&amp;#039;Livadas&amp;#039;&amp;#039; (Λιβαδάς) und &amp;#039;&amp;#039;Moni&amp;#039;&amp;#039; (Μονή) die Ortschaft Sougia im Gemeindebezirk [[Anatoliko Selino]] der Gemeinde [[Kandanos-Selino]]. Alle vier Dörfer haben zusammen 220 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die kleine Ortschaft liegt am Ausgang der [[Agia-Irini-Schlucht]] und ist von steilen [[Felswand|Felswänden]] umgeben. Das Bett des nur nach starken Regenfällen im Winter wasserführenden [[Sturzbach]]es „Lakos Zografou“ begrenzt den Ort nach Osten. Das heutige Dorf wurde erbaut auf und zwischen den Ruinen der antiken Stadt &amp;#039;&amp;#039;[[Syia]]&amp;#039;&amp;#039;, welche zusammen mit [[Lisos (Kreta)|Lisos]] einer der Häfen der weiter oberhalb gelegenen großen antiken Stadt &amp;#039;&amp;#039;[[Elyros]]&amp;#039;&amp;#039; war (für die bis zu 16.000 Einwohner in römischer Zeit angenommen werden). Da sich die Landmasse Westkretas [[Geotektonik|geotektonisch]] bedingt seit der Zeitenwende in dieser Region um etwa fünf Meter gehoben hat (in Sougia gut ersichtlich an der ehemaligen Spülkante an den Felsen am Meer) ist der ehemalige Hafen trockengefallen und gehört teilweise zum heute bebauten Gebiet. Der heutige kleine Fischereihafen am westlichen Ende der Sougia-Bucht ist neuzeitlichen Datums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Das antike Syia ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sougia Basilika Ruins.jpg|mini|Ruine einer frühbyzantinischen Basilika]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Denkmal für Koustogerako.jpg|mini|hochkant|Denkmal für Koustogerako]]&lt;br /&gt;
Der alte Name des Ortes „Syia“ (Συία seltener auch Συγία) ist vermutlich vom [[altgriechisch]]en Wort &amp;#039;&amp;#039;sys&amp;#039;&amp;#039; (‚Sau‘) abgeleitet. Die Blütezeit des antiken Ortes war in den römischen und frühbyzantinischen Jahren, sein Hafen genoss einen guten Ruf. Teile der antiken Stadt sind östlich des Flussbetts hangaufwärts zu begehen. Unter anderem sind die Überreste von zwei frühchristlichen [[Basilika (Bautyp)|Basiliken]], römischen Gräbern, Häusern und Mauern zu sehen. Vermutlich wurde die Stadt von [[Sarazene]]n zerstört und entvölkert. Funde aus Syia sind im archäologischen Museum in Chania ausgestellt. Der Mosaikboden einer an Stelle der heutigen Kirche stehenden dritten Basilika aus dem 6. Jahrhundert ist erhalten und in der neuen Kirche im westlichen Teil des Ortes zu besichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Der englische Reisende und Altertumsforscher [[Robert Pashley]] beschreibt den Ort Sougia 1835 als vollkommen unbewohnt. Schon er vermutete, dass die vorgefundenen Ruinenfelder die Überreste eines Hafens des antiken Elyros seien, dessen Standort zu dieser Zeit noch nicht sicher identifiziert war. Dabei bezieht er sich auf eine Küstenbeschreibung eines anonymen Autors aus byzantinischer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg waren deutsche Truppen in Sougia stationiert, wohingegen die nahegelegenen Bergdörfer als Rückzugspunkt des kretischen Widerstands galten. Die vormals deutlich bevölkerungsreicheren Nachbardörfer [[Koustogerako]], Livadás und Moní wurden als Vergeltung für ein von Widerstandskämpfern verhindertes Erschießungskommando zerstört und dem Erdboden gleichgemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Die Fähre von [[Paleochora]] nach [[Agia Roumeli]] (am Ausgang der [[Samaria-Schlucht]]) und [[Chora Sfakion]] macht Halt in Sougia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Mal täglich fährt eine Buslinie der [[KTEL]] während der Touristen-Saison nach Chania, im Winter nur etwa 5 Mal pro Woche. Die enge und kurvenreiche Straße nach Chania wurde 2009 bus-tauglich ausgebaut. In der Hochsaison bringen Linienbusse zudem mehrmals pro Woche am frühen Morgen Wanderer zum Eingang der Samaria-Schlucht (mit PKW oder Bus circa eine Stunde Fahrzeit). Es gibt eine Straße durch die Berge nach Paleochora (etwa eine Stunde Fahrzeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sougia heute ==&lt;br /&gt;
Da das gesamte meeresnahe Gebiet des Ortes als Archäologische Zone ausgewiesen ist, darf in Sougia nur sehr begrenzt an der Zufahrtsstraße Richtung Norden gebaut werden. Die abgelegene Lage etwa 70&amp;amp;nbsp;km südlich von [[Chania]] und der mangelnde Baugrund hat das Aufkommen von Pauschaltourismus größeren Stils bislang verhindert. Trotzdem gibt es Übernachtungsmöglichkeiten in Pensionen oder Hotels und einige Tavernen an der Strandpromenade oder im Ort sowie zwei Diskotheken. Neben Landwirtschaft und Fischerei ist der Tourismus der wichtigste Wirtschaftsfaktor. Die gesamte &amp;#039;&amp;#039;Bucht von Sougia&amp;#039;&amp;#039; wird von einem Kieselstrand gesäumt. Der östliche Teil dieses Strandes ist einer der letzten Ortsstrände auf Kreta, an dem Wildcampen geduldet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wanderwege ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Agia Irini Schlucht1.jpg|mini|hochkant|In der Agia-Irini-Schlucht]]&lt;br /&gt;
Sougia ist einer der besten Ausgangspunkte für Wanderungen entlang der Südküste Kretas, im Hinterland gibt es zudem mehrere Schluchten zu entdecken.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Goetz: &amp;#039;&amp;#039;Rother Wanderführer Kreta.&amp;#039;&amp;#039; Bergverlag Rother, München 2025, ISBN 978-3-7633-1409-6, S. 113 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine etwa 1,5 Stunden lange Wanderung führt von Sougia auf dem [[Europäischer Fernwanderweg E4|Europawanderweg E4]] nach Westen zu den Ruinen der antiken Hafenstadt Lisos. Der Weg beginnt direkt hinter dem Hafen von Sougia und ist ausgeschildert. Von Lisos aus führt der E4 weiter bis Paleochora. In östlicher Richtung teilt sich der E4 in einen küstennahen Abschnitt nach Agia Roumeli und einen Bergabschnitt bis zur [[Omalos|Omalos-Hochebene]] in den [[Lefka Ori]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel begangen ist die 12 km lange Wanderung von Sougia durch die Agia-Irini-Schlucht bis zum gleichnamigen Dorf.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Goetz: &amp;#039;&amp;#039;Rother Wanderführer Kreta.&amp;#039;&amp;#039; Bergverlag Rother, München 2025, ISBN 978-3-7633-1409-6, S. 126–129&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie verläuft durch eine Landschaft, die botanisch und geologisch der Samaria-Schlucht ähnelt. Mit der [[Fygou-Schlucht]] kann in der Region eine weitere Schlucht erwandert werden. Ein beliebtes Wanderziel ist zudem die nordöstlich von Sougia gelegene Polifimos-Höhle, in der die mythologische Gestalt [[Polyphem]], ein einäugiger [[Kyklop]], gelebt haben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Goetz: &amp;#039;&amp;#039;Rother Wanderführer Kreta.&amp;#039;&amp;#039; Bergverlag Rother, München 2025, ISBN 978-3-7633-1409-6, S. 122–125&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Grant]], John Hazel: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der antiken Mythen und Gestalten.&amp;#039;&amp;#039; 14. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1999, ISBN 3-423-32508-9, S. 345&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Robert Pashley]]: &amp;#039;&amp;#039;Travels in Crete&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge, Pitt Press by John. W. Parker, 1837 ([https://books.google.de/books?id=HmIGAAAAQAAJ&amp;amp;hl=de Google Books])&lt;br /&gt;
* Mediteraneo Editions: Kreta, 2007, ISBN 978-960-8227-88-0&lt;br /&gt;
* Antonis G. Plymakis: &amp;#039;&amp;#039;Die Schlucht der heiligen Irene&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Lambert Schneider (Archäologe)|Lambert Schneider]] |Titel=Kreta – 5000 Jahre Kunst und Kultur: Minoische Paläste, byzantinische Kapellen und venezianische Stadtanlagen |Sammelwerk=DuMont Kunstreiseführer |Verlag=DuMont |Datum=1998 |Kapitel=Kap. &amp;#039;&amp;#039;Sougia und die Ruinen des antiken Lissos&amp;#039;&amp;#039; |Seiten=321 f. |ISBN=3-770-13801-5 |Online={{Google Buch |BuchID=zfuaM-fNBvsC |Seite=321}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sougia}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kreta-wiki.de/wiki/Koustogerako Näheres zu Koustogerako]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|text= |article= |NS= 35.248524|EW= 23.810973|type= landmark|pop= |elevation= |dim= |name= |region=GR-M |sortkey= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Region Kreta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz auf Kreta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike griechische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kandanos-Selino]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrerorte Griechenlands]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;W. Edlmeier</name></author>
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