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	<title>Sorge - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sorge&amp;diff=106439&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-13939-00: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-03-04T06:28:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sorge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschreibt ein durch vorausschauende Anteilnahme gekennzeichnetes Verhältnis des menschlichen [[Subjekt (Philosophie)|Subjektes]] zu seiner [[Umwelt]] und zu sich selbst. Eine subjektiv erwartete [[Not]] ([[Bedürfnis]], [[Gefahr]]) wird gedanklich vorweggenommen und wirkt sich im [[Fühlen (Psychologie)|Fühlen]], [[Denken]] und [[Handeln]] des Besorgten oder Sorgenden aus. Das Spektrum reicht dabei von innerlichem Besorgt- oder Beängstigt-Sein bis zur tätigen Sorge für oder um etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Im allgemeinen Sprachgebrauch ist die &amp;#039;&amp;#039;Sorge&amp;#039;&amp;#039; in erster Linie eine mehr oder weniger konkrete, mitunter länger anhaltende [[Furcht|Befürchtung]] oder seelische Bedrückung. Das Wort wird in dieser Bedeutung oft im [[Plural]] verwendet, zum Beispiel: „Ich mache mir Sorgen …“ Anhaltende schwere Sorgen lassen sich auch als &amp;#039;&amp;#039;Kummer&amp;#039;&amp;#039; bezeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus bezeichnet die Sorge für etwas oder jemanden (auch [[Fürsorge]]) eine Verantwortungsbeziehung zwischen Menschen oder Lebewesen, in der sich ein (Für-)Sorgender verantwortlich um ein ihm anvertrautes anderes Wesen (etwa ein [[Haustier]], ein [[Kind]] oder eine bedürftige Person) kümmert (vgl. auch [[Sorgerecht (international)|Sorgerecht]], [[Seelsorge]]). Kümmert sich ein Wesen sorgend und vorsorgend um sich selbst, lässt sich von Selbstsorge bzw. [[Selbstfürsorge]] sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der eher der Schriftsprache zuzurechnenden Wendung „für etwas Sorge tragen“ (vgl. auch „[[Prävention|Vorsorge]] treffen“) lässt sich die &amp;#039;&amp;#039;Sorge&amp;#039;&amp;#039; in einer dritten Bedeutung als das willentliche Herbeiführen oder Begünstigen eines angestrebten Zielzustands auffassen und entspricht dem allgemeinsprachlichen „dafür sorgen, dass …“, bzw. dem eher umgangssprachlichen „sich darum kümmern, dass …“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiewohl andere Sprachen teilweise unterschiedliche Begriffe für das &amp;#039;&amp;#039;kummervolle Besorgtsein&amp;#039;&amp;#039;, das &amp;#039;&amp;#039;fürsorgende Kümmern&amp;#039;&amp;#039; und das schlichte &amp;#039;&amp;#039;Besorgen&amp;#039;&amp;#039; von Dingen oder Angelegenheiten verwenden (vgl. etwa die englischen Verben &amp;#039;&amp;#039;to worry&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;to provide for&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;to procure&amp;#039;&amp;#039;), spiegelt sich die enge begriffsgeschichtliche Verbindung dieser Bedeutungsnuancen des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Sorge&amp;#039;&amp;#039; nicht nur im Deutschen wider. So bezieht etwa auch der [[latein]]ische Wortstamm &amp;#039;&amp;#039;cura&amp;#039;&amp;#039; alle drei Bedeutungen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich im Gegenteil keine oder nur geringe Sorgen macht, wird als &amp;#039;&amp;#039;sorglos&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;unbekümmert&amp;#039;&amp;#039; oder gegebenenfalls auch &amp;#039;&amp;#039;leichtsinnig&amp;#039;&amp;#039; beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung Sorge zu Angst und Angststörung ==&lt;br /&gt;
Alltägliche Sorgen (englisch &amp;#039;&amp;#039;worries&amp;#039;&amp;#039;) sind bei nahezu allen Personen zumindest gelegentlich gegenwärtig. Der Psychologe T.D. Borkovec u.&amp;amp;nbsp;a. definieren Sorgen als eine Gedanken- und Vorstellungskette ([[Assoziationskette]]), die mit negativen Gefühlen einhergeht (1983). Dabei handelt es sich um eine Aufmerksamkeitsverschiebung auf Befürchtungen und mögliche negative Folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[pathologisch]] werden unrealistische Sorgen empfunden, wenn sie als unkontrollierbar erlebt werden. Oft sind diese durch [[Hypervigilanz]] und Einschränkung der [[Aufmerksamkeit]] gekennzeichnet. Die betroffene Person fühlt sich ruhelos und unfähig, sich zu entspannen, bis schließlich die quälenden Sorgen im Mittelpunkt stehen und auf andere [[Situation]]en übertragen werden können ([[Generalisierte Angststörung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sorge in der Philosophie ==&lt;br /&gt;
Nach einer alten [[Genealogiae|Fabel]] des [[Hyginus Mythographus|Hyginus]] sollen auf eine Anordnung Saturns hin nach dem Tod des Menschen [[Jupiter (Mythologie)|Jupiter]] seinen Geist und [[Tellus]] (die Erde) seinen Leib erhalten; solange er lebt, soll jedoch die Sorge ihn besitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.klassphil.uni-muenchen.de/~waiblinger/texte/hyglat.html#cur | wayback=20080701024906 | text=Originaltext der &amp;#039;&amp;#039;Hyginus-Fabel.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;Ludwig-Maximilians-Universität München&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glück, Selbstsorge, Tugend und Askese waren in der Antike zentrale Begriffe der [[Philosophie]] und Lebenskunst. Der Begriff der Selbstsorge ist aus Platons sokratischen Dialogen bekannt. So ermahnt Sokrates in &amp;quot;[[Alkibiades]]&amp;quot; den jungen angehenden Politiker zur Sorge um sich selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wilhelm Schmid (Philosoph)|Wilhelm Schmid]] |Titel=Selbstsorge |Verlag=Schwabe online |Sammelwerk=Historisches Wörterbuch der Philosophie online |DOI=10.24894/HWPh.3842 |Online=https://www.schwabeonline.ch/schwabe-xaveropp/elibrary/start.xav?start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27verw.selbstsorge%27%20and%20%40outline_id%3D%27hwph_verw.selbstsorge%27%5D |Abruf=2025-10-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Epikur]] und in der [[Stoa]] ist die Selbstsorge Grundlage für die Selbstbildung und die fortwährende Korrektur der eigenen Lebensführung. Später greift [[Michel Foucault]] das Konzept der „Sorge um sich“ aus der Tradition der „cura sui“ und des griechischen „epimeleia heautou“ neu auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/faszinierende-streiflichter-auf-eine-unkuschelige-subjektivitaet-1179894.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2 |titel=Faszinierende Streiflichter auf eine unkuschelige Subjektivität |werk=faz.net |datum=2004-07-30 |abruf=2023-03-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Sorge&amp;#039;&amp;#039; wurde im Werk des Philosophen [[Martin Heidegger]] ein zentrales Thema. Es wird vor allem in seinem Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;[[Sein und Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; umfänglich behandelt. Für ihn bestimmt Sorge das [[Dasein]] des Menschen – sie macht ihm sein Dasein erst bewusst. Er bestimmt Sorge – im Hinblick auf die drei Dimensionen der Zeit als &amp;#039;&amp;#039;„Sich-vorweg-sein – im Schon-sein-in-der Welt – als Sein bei innerweltlich begegnendem Seienden.“&amp;#039;&amp;#039; In Bezug zu seiner Lebenswelt zeigt sie sich als „Besorgen“ (d.&amp;amp;nbsp;h. den faktischen Gebrauch der Dinge wahrnehmen), in Bezug zu seinen Mitmenschen als (&amp;#039;&amp;#039;„einspringende“&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;„vorspringende“&amp;#039;&amp;#039;) [[Fürsorge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Albert Camus]] sieht die Existenz des Menschen als generelle Absurdität an, dennoch führt dies nicht zu einem naheliegenden [[Nihilismus]], sondern nach Auffassung von Camus zur &amp;#039;&amp;#039;Sorge&amp;#039;&amp;#039; um das Glück des Nächsten und zum opferbereiten Einsatz für andere, gleichbedeutend mit menschlicher [[Solidarität]]. &amp;#039;&amp;#039;„Die einfache ‚Sorge‘ ist aller Dinge Anfang.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Camus: &amp;#039;&amp;#039;Der Mythos des Sisyphos.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt Taschenbuch, 2000. ISBN 3499227657, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Sorgen der Deutschen (ein empirisches Beispiel) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sorgen deutschland.png|mini|500px|Was die Bürger Deutschlands 2005 bedrückte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Bürgern Deutschlands gab es nach einer im Jahre 2005 von [[McKinsey]] veröffentlichten Studie zunehmend Sorgen und gedrückte Stimmung. Die Sorge um den Arbeitsplatz war bei 42 % der Hauptauslöser für Zukunftsängste. Lediglich 28 % der Befragten gaben ihre Erwartung zu Protokoll, fünf bis zehn Jahre später in Deutschland noch gut leben zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während im Jahre 2003 laut Umfragen noch 65 % der Bürger zufrieden waren, waren es 2005 nur noch 60 %. Dass sich die finanzielle Situation der Bürger in Deutschland verschlechtere, glauben 2005 rund 60 % der Befragten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umfrage &amp;#039;&amp;#039;[[Perspektive-Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; (Schirmherr: Altbundespräsident [[Richard von Weizsäcker]]) war die weltweit größte gesellschaftspolitische [[Online-Umfrage]] mit einer Teilnehmerzahl von 500.000 Bürgern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belletristik ==&lt;br /&gt;
Das Thema der Sorge wird in der Dichtung vielfach behandelt. Der tödliche Ausgang schwerster Sorgen wird z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Gottfried August Bürger]]s [[Ballade (Gedicht)|Ballade]] &amp;#039;&amp;#039;[[Lenore (Ballade)|Lenore]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1774 geschildert („Lenore fuhr im Morgenrot / Empor aus schweren Träumen.“). In [[Johann Wolfgang von Goethe]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Faust. Der Tragödie zweiter Teil|Faust]]&amp;#039;&amp;#039; ereilt „die Sorge“ am Ende den [[Protagonist]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Angst]]&lt;br /&gt;
* [[Angststörung]]&lt;br /&gt;
* [[Furcht]]&lt;br /&gt;
* [[Sorgfalt]]&lt;br /&gt;
* [[Versorgung]] (Begriffsklärungsseite)&lt;br /&gt;
* [[Verzweiflung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070609084956/http://www.bautz.de/bbkl/c/camus_a.shtml |autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|artikel=CAMUS, Albert|band=1|spalten=904-907}}&lt;br /&gt;
* Jürgen Gerhards: &amp;#039;&amp;#039;Soziologie der Emotionen. Fragestellungen, Systematik, Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;. Juventa, München 1988.&lt;br /&gt;
* Gerda Lazarus-Mainka; Stefanie Siebeneick (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Angst und Ängstlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; Hogrefe, Göttingen 2000.&lt;br /&gt;
* Bernard Stiegler: &amp;#039;&amp;#039;Die Logik der Sorge: Verlust der Aufklärung durch Technik und Medien&amp;#039;&amp;#039;, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4181855-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emotion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-13939-00</name></author>
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