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	<title>Sorelzement - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T17:04:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Grundausstattung: lf</title>
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		<updated>2024-11-21T11:33:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sorelzement&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein in den 1850er/1860er-Jahren von dem französischen Ingenieur [[Stanislas Sorel]] entwickelter Säure-Base-[[Zement]], aus dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sorelbeton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als ein spezieller [[Salzbeton]] hergestellt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Salzbeton&amp;quot;&amp;gt;Eintrag &amp;#039;&amp;#039;[https://beton.wiki/index.php?title=Salzbeton Salzbeton]&amp;#039;&amp;#039; in beton.wiki sowie [https://harzer-beton.com/produkte/sorelbeton/ &amp;#039;&amp;#039;Sorelbeton&amp;#039;&amp;#039;] bei Harzer Betonwarenwerke (harzer-beton.com)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Säure]] fungiert eine wässrige Magnesiumchloridlösung, als [[Base (Chemie)|Base]] [[Magnesiumoxid]] (&amp;#039;&amp;#039;gebrannte Magnesia&amp;#039;&amp;#039;, MgO), welches in technischer Qualität als &amp;#039;&amp;#039;kaustisch gebrannter Magnesit (KM)&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dietrich Braun |Titel=Kleine Geschichte der Kunststoffe |Verlag=Carl Hanser Verlag &amp;amp; Company KG |Ort= |Datum=2018 |ISBN=978-3-446-45922-9 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl H. Fritzsche |Titel=Lehrbuch der Bergbaukunde mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaues: Zweiter Band |Verlag=Springer-Verlag |Ort= |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-52781-4 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Je nach Reaktivität des verwendeten Magnesiumoxids kommt es innerhalb von Minuten oder aber auch erst nach Stunden zu einem Erhärten des Gemisches:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5 MgO + MgCl&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; + 13 H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O → 5Mg(OH)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;·MgCl&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;·8H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entstehende Verbindung ist ein [[Magnesiumoxychlorid|Magnesiumchloridhydroxid-Hydrat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Magnesiazement verbindet sich gut mit organischen, porösen Substanzen wie Holz, Kork und Leder und konserviert diese.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marbun&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=Bonar Marbun | Online=[https://d-nb.info/979684390/34 PDF] | Titel=Kinetik der Hydratation von CaO und MgO | Seiten=9 | Kommentar=Dissertation | Datum=2006-02 | Hrsg=Fakultät für Natur- und Materialwissenschaften der Technischen Universität Clausthal | Ort=Clausthal-Zellerfeld | Abruf=2021-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Wohnungsbau und Industrie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorelzement wird für die Herstellung von Industriefußböden und von – trocken anzuwendenden – Schleif- und Poliersteinen für die [[Marmor]]industrie verwendet. Vorteilhaft ist die schnelle Festigkeitsentwicklung und die hohe Endfestigkeit, nachteilig die Auswaschbarkeit des [[Chlorid]]s aus dem abgebundenen Zement bei Wassereinwirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Bodenbeläge werden als Magnesia- oder Magnesitbeläge bezeichnet. Gegenüber herkömmlichen zementgebundenen [[Estrich]]en kann Magnesiaestrich großflächig fugenlos verlegt werden, da er beim Abbinden wenig schrumpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Variante der Magnesitestriche sind die als [[Steinholz (Werkstoff)|Steinholz]] bekannte Bodenbeläge. Sie wurden vor allem in der Nachkriegszeit viel im Wohnungsbau – aber auch für gering beanspruchte Böden im gewerblichen Bereich – verwendet. Dem Magnesitbinder bzw. Sorelzement werden erhebliche Mengen [[Holzmehl]] (Sägemehl) als Füllstoff beigefügt. Steinholzböden sind fußwarm und angenehm zu begehen, sie besitzen eine gewisse Elastizität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erheblicher Nachteil aller Magnesitbeläge ist deren geringe Wasserbeständigkeit. Bei Durchfeuchtung quillt das [[Bindemittel]] und kann sich großflächig vom Untergrund lösen. Außerdem muss – wegen des im Binder enthaltenen Chlorids – Kontakt mit korrosionsempfindlichen Metallen unbedingt vermieden werden. Auch rostfreier [[Edelstahl]] ist in der Regel nicht chloridbeständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der österreichische Hersteller [[Heraklith]] bindet [[Holzwolle]] mit Sorelzement zur Herstellung von [[Holzwolle-Leichtbauplatte|Leichtbauplatten]] (die aber auch mit herkömmlichem [[Zement|Grau-]] und [[Weißzement]] hergestellt werden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfüllung im Salzbergbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermischt mit lokal vorhandenem [[Steinsalz]] als Zuschlag wird Sorelbeton als spezielle Art des [[Salzbeton]] auch zur Verfüllung von Grubenräumen in Salzbergwerken verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Salzbeton&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barrieren im Salzbergbau-Atommülllager ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorelzement wird in der [[Schachtanlage Asse]] für Strömungsbarrieren verwendet. Es wurden Mischanlagen in deren Nähe errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://asse-archiv.de/asse-archiv/arbeitsschwerpunkte/betrieb/index.html | wayback=20130725130957 | text=Betrieb}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Baustoffe aus gewöhnlichem Zement werden im Laufe der Zeit durch wasserlösliche Salze zersetzt. Sorelbeton ist hingegen resistent gegenüber den lokal auftretenden Kalisalzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Alan D. Wilson, John W. Nicholson | Titel=Acid-base cements. Their biomedical and industrial applications. | Verlag=Cambridge University Press | Ort=Cambridge | Datum=1993 | ISBN=0-521-37222-4 | Sammelwerk=Chemistry of solid state materials | Band=3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zementart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grundausstattung</name></author>
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