<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sophie_Sander</id>
	<title>Sophie Sander - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sophie_Sander"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sophie_Sander&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T15:04:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sophie_Sander&amp;diff=576198&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertiewooster: Gründung einer Töchterschule</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sophie_Sander&amp;diff=576198&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-03-26T16:09:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gründung einer Töchterschule&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sophie Sander&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geb. Diederichs (* [[26. Oktober]] [[1768]] in [[Bad Pyrmont|Pyrmont]]; † [[21. März]] [[1828]] in [[Berlin]]) war eine deutsche [[Literarischer Salon|Salonnière]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophie Sander war jüngste Tochter des Hannoverschen Brunnen-Kommissarius Diederichs in Bad Pyrmont. Sie erhielt eine sorgfältige Erziehung und verlebte ihre Jugend abwechselnd in Bad-Pyrmont und in [[Hannover]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früh wurden ihre Schönheit, ihr Charme und ihre Fähigkeit zu geistreicher Ironie bemerkt. Nachdem sie lange als alleinstehende Frau gelebt hatte, heiratete sie im Jahre 1795 den Verleger [[Johann Daniel Sander]], über den sie vielfältige Kontakte mit jungen Schriftstellern knüpfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sophie Sander gelang es –&amp;amp;nbsp;auf Anregung ihres Mannes&amp;amp;nbsp;– schnell einen eigenen literarischen Salon aufzubauen, der in den Jahren um 1800 primär von Autoren besucht wurde, die bei ihrem Ehemann unter Vertrag standen. Zwar war die Gründung des Salons auf die Initiative Daniel Sanders zurückgegangen, der sein Haus zu einem Treffpunkt für Berliner Gelehrte und Literaten machen wollte, doch schon bald bildete die hübsche, lebhafte und schlagfertige Sophie den Mittelpunkt des Salons.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WiDo-82&amp;quot;&amp;gt;Wilhelmy-Dollinger: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Salons&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2000, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1800 und 1806 war der Salon der Sophie Sanders in der [[Breite Straße (Berlin-Mitte)|Breiten Straße Nummer 23]] von großer Bedeutung für die Berliner [[Frühromantik]]. Sophie Sanders Salon war der erste [[Bildungsbürgertum|bildungsbürgerliche]] Salon, der von einer Frau unterhalten wurde, die nicht jüdischer Herkunft war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WiDo-82&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie empfing andere bekannte Salonièren wie [[Rahel Levin]] und die Dichter des „[[Nordsternbund]]es“. Zu den Paten ihrer 1801 geborenen Tochter Emilie zählten [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]], den Sophie Sander in Leipzig kennengelernt hatte und mit dem sie korrespondierte, und [[Jean Paul]], der bei ihr zu Gast gewesen war und sie sehr schätzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blütezeit des Salons der Sanders war bereits im Jahre 1805 Vergangenheit. Geschäftliche Probleme ihres Ehemanns, die sich mit der napoleonischen Besetzung und der Niederlage Preußens im Jahre 1806 noch verschlimmerten, führten zu schweren psychischen Problemen bei Johann Daniel Sander. Um eine weitere Einnahmequelle zu erhalten, eröffnete Sophie Sander im Jahre 1809 ein Mädchenpensionat. Im Jahre 1810 versuchte sie, ihren früheren geselligen Salon auferstehen zu lassen, konnte jedoch nicht an ihre alten Erfolge anknüpfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Gaus: &amp;#039;&amp;#039;Geselligkeit und Gesellige&amp;#039;&amp;#039;. Weimar/Stuttgart 1998, S. 138&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den 1. Oktober 1813 kündigte sie unter der Adresse der Buchhandlung, inzwischen Kurstraße 51, eine private [[Mädchengymnasium|Töchterschule]] mit Pension an.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Spenersche Zeitung|Berlinische privilegirte Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen]] Nr. 115, 25. September 1813, Beilage ([https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fcontent.staatsbibliothek-berlin.de%2Fzefys%2FSNP27913090-18130925-0-0-0-0.xml&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=16&amp;amp;cHash=b4ae6a6e7ae6f8074cda7a994f435f52 Web-Ressource]).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Frauenrechtlerin [[Else Lüders (Frauenrechtlerin)|Else Lüders]] handelt es sich um eine Urenkelin, die sich im Jahr 1940 dem Leben der Sanders in dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Sanders&amp;#039;&amp;#039; widmete.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; vom 27. Juli 1947, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Habitués ===&lt;br /&gt;
Zu den Gästen der Sanders gehörten u.&amp;amp;nbsp;a. die Brüder [[Alexander von Humboldt|Alexander]] und [[Wilhelm von Humboldt]], [[Heinrich von Kleist]], [[Karl August Böttiger]], [[Friedrich Schlegel]], [[Clemens Brentano]], [[Johannes von Müller]], [[Johann Friedrich Zöllner]], [[Carl Friedrich Zelter]], [[Adam Heinrich Müller]], [[Jean Pierre Frédéric Ancillon|Johann P. F. Ancillon]], [[Franz Theremin]], [[Adelbert von Chamisso]], [[Karl August Varnhagen von Ense]], [[August Wilhelm Schlegel]], [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] und [[Jean Paul]]. Sie war befreundet mit [[Joachim Heinrich Campe]] und [[Johann Wilhelm Ludwig Gleim]] und stand im Briefwechsel mit Heinrich von Kleist, Adam Heinrich Müller, [[Zacharias Werner]] und [[Johann Gottfried Herder]], sowie dessen Ehefrau [[Maria Karoline Flachsland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund eines unvorteilhaften Berichts von [[Ludwig Geiger]] über Sophie Sander steht ihr Salon in der Rezeption hinter den [[Literarischer Salon|Literarischen Salons]] von [[Henriette Herz]] und [[Rahel Varnhagen von Ense|Rahel Levin]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Detlef Gaus: &amp;#039;&amp;#039;Geselligkeit und Gesellige. Bildung, Bürgertum und bildungsbürgerliche Gesellschaft um 1800.&amp;#039;&amp;#039; J.B.Metzler, Weimar/Stuttgart 1998&lt;br /&gt;
* Petra Wilhelmy-Dollinger: &amp;#039;&amp;#039;Die Berliner Salons.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin 2000&lt;br /&gt;
* {{LuiseBMS |Autor=Zitta Übel |Titel=„Abends bei Sanders“ |ID=gesb |Nr=3 |Jahr=1997 |Seite=103–105}}&lt;br /&gt;
* Dirk Sangmeister:  &amp;#039;&amp;#039;Heinrich von Kleists verhinderter Verleger. Der angeblich verrückte Johann Daniel Sander und der Salon seiner schönen Frau Sophie.&amp;#039;&amp;#039; In: Monika Estermann, Ernst Fischer u. Ute Schneider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Buchkulturen&amp;#039;&amp;#039;. Beiträge zur Geschichte der Literaturvermittlung. Festschrift für Reinhard Wittmann. Wiesbaden: Harrassowitz 2005, S. 321–354.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116781025|VIAF=10606038}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sander, Sophie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Salonnière (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1768]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1828]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sander, Sophie&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Diederichs, Sophie (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Salonnière&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Oktober 1768&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Pyrmont|Pyrmont]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. März 1828&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertiewooster</name></author>
	</entry>
</feed>