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	<title>Sophie Chotek von Chotkowa - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T19:26:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sophie_Chotek_von_Chotkowa&amp;diff=264773&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Ursula Prutsch und Klaus Zeyringer; Kleinkram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sophie_Chotek_von_Chotkowa&amp;diff=264773&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-26T21:24:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Ursula Prutsch und Klaus Zeyringer; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:1868 Sophie.JPG|mini|Sophie Herzogin von Hohenberg (1910)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sophie Maria Josephine Albina Gräfin Chotek von Chotkowa und Wognin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. März]] [[1868]] in [[Stuttgart]]; † [[28. Juni]] [[1914]] in [[Sarajevo]]), ab 1900 Fürstin, ab 1909 Herzogin von [[Hohenberg (Niederösterreich)|Hohenberg]], war eine böhmische Adelige und Ehefrau des [[österreich]]ischen Thronfolgers [[Franz Ferdinand von Österreich-Este|Franz Ferdinand]]. Sie fiel mit ihm zusammen dem [[Attentat von Sarajevo]] zum Opfer, das den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] auslöste. Von ihr stammt das Geschlecht der [[Hohenberg (österreichisches Adelsgeschlecht)|Herzöge und Fürsten von Hohenberg]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sophievonchotek.jpg|mini|hochkant|Sophie Chotek von Chotkowa]]&lt;br /&gt;
Sophie wurde 1868 als Tochter des [[Österreich-Ungarn|österreichischen]] Diplomaten [[Boguslaw Chotek von Chotkow|Boguslaw Graf Chotek von Chotkow und Wognin]], aus dem alten [[Böhmen|böhmischen]] Adelsgeschlecht [[Chotek von Chotkow und Wognin]], und dessen Gattin Wilhelmine Gräfin [[Kinsky]] von Wchinitz und [[Von Tettau|Tettau]] geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Vater war in Dresden, wo er seinen letzten dienstlichen Standort hatte, verblieben und sorgte mit seiner Pension für ein standesgemäßes Leben seiner noch unverheirateten Töchter Sophie und Marie Henriette. Letztere wurde Stiftsdame am [[Hradčany (Prag)|Hradschin]] in Prag und übernahm die Mutterstelle bei den drei Waisenkindern nach der Ermordung des Thronfolgerpaares im Jahr 1914. Als Sophie und Franz Ferdinand einander kennenlernten, waren von den sieben Töchtern des Diplomaten bereits vier verheiratet, eine war [[Hofdame]] bei Stephanie, Kronprinz Rudolfs Witwe. Der einzige Sohn Wolfgang (1860–1926) hatte die Beamtenlaufbahn eingeschlagen. Die Tochter Oktavia (1873–1946) ehelichte den sächsischen Grafen [[Joachim von Schönburg-Glauchau (1873–1943)|Joachim von Schönburg-Glauchau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ihre sieben Geschwister hatte Sophie eine gute Erziehung erhalten und wurde von Hauslehrern ausgebildet. Die fünftgeborene Sophie besaß zusätzlich noch einen ausgesprochenen Sinn für Häuslichkeit. Nach dem Tod der Mutter führte sie den Haushalt für ihren Vater und die jüngeren Geschwister und lernte frühzeitig, mit vorhandenen Mitteln sparsam umzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie [[Chotek von Chotkow und Wognin]] gehörte zum alten böhmischen Adel, dessen nachweisliche Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückreichte.&amp;lt;ref&amp;gt;Weissensteiner: &amp;#039;&amp;#039;Franz Ferdinand.&amp;#039;&amp;#039; 1983, S. 114–118.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bedeutende [[Rosenzüchtung|Rosenzüchterin]] [[Marie Henriette Chotek|Marie Henriette Gräfin Chotek]] war ihre Cousine zweiten Grades&amp;lt;ref&amp;gt;Ihre Großväter Karl von Chotek (* 1783, † 1868) und Hermann von Chotek (* 1786, † 1822) waren Brüder.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1896 (manche Quellen sprechen von 1894 oder 1897) lernte sie [[Franz Ferdinand von Österreich-Este|Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich]] auf einem Ball in [[Prag]] kennen, und die beiden verliebten sich ineinander. Die Beziehung wurde bis 1899 geheim gehalten. Auf Vermittlung der Gräfin Clementine von Lützow, einer früheren Hofdame der [[Elisabeth von Österreich-Ungarn|Kaiserin Elisabeth]], verbrachten Franz Ferdinand und Sophie Chotek um 1898 einige Tage incognito im Kurort [[Bad Neuenahr]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Duchess Maria Josepha in Bavaria with her big family.jpg|mini|Sophie als Hofdame (hinterste Reihe, mit Hut) im Kreise von Mitgliedern des Kaiserhauses]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1898 begann die noch immer bei ihrem Vater in Dresden Wohnende darauf zu drängen, ihrem Geliebten näher zu sein. Nachdem man über die Affären seines Bruders Otto und auch die Freundschaft des Kaisers mit [[Katharina Schratt]] in Wien tuschelte, wollte Franz Ferdinand keinen Aufenthaltsort in Wien, sondern nur möglichst in der Nähe von Wien. Erzherzogin [[Isabella von Croy-Dülmen]], die Frau von [[Friedrich von Österreich-Teschen|Erzherzog Friedrich]], der ein Armeekorps in [[Bratislava|Pressburg]] befehligte, suchte eine Hofdame und Franz Ferdinand schlug Sophie vor, sich darum zu bewerben. Isabella galt als schwierig und als unangenehme Dienstgeberin und Sophie Chotek war von dem Vorschlag nicht begeistert, bewarb sich aber um den Posten und erhielt ihn.&lt;br /&gt;
Isabella hatte sechs zu verheiratende Töchter und Franz Ferdinand, der mit der Familie Friedrichs auf bestem Fuß stand, nahm nun jede Einladung an und fuhr zwei- bis dreimal in der Woche nach Pressburg. Hier ritt er mit den Töchtern des Hauses aus und machte der ältesten Tochter des Hauses, der 18-jährigen Maria Christina, den Hof, was die Hoffnungen der Mutter, Erzherzogin Isabellas, schürte, sie könne die zukünftige Schwiegermutter des österreichischen Kaisers werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Weissensteiner: &amp;#039;&amp;#039;Franz Ferdinand.&amp;#039;&amp;#039; 1983, S. 121–122.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eine „unstandesgemäße“ Ehe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sophiechotek1868-2.jpg|mini|hochkant|Sophie Chotek]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Franz Ferdinand with his family.jpg|mini|hochkant|Franz Ferdinand mit seiner Familie, um 1908]]&lt;br /&gt;
Zunächst hatte man versucht, über Sophies Bruder, der inzwischen als Landesregierungsrat in kaiserlichen Diensten stand und so um seine Karriere bangen musste, seine Schwester zu beeinflussen. Dann schaltete der Kaiser [[Godfried Marschall]] ein, der die religiöse Erziehung des Erzherzogs geleitet hatte und auf bestem Fuß mit diesem stand. Der ehrgeizige Marschall, der Weihbischof in Wien werden wollte, brauchte eben dazu die Zustimmung des Kaisers und versuchte erst, den Thronfolger umzustimmen, verscherzte sich aber dessen Gunst, ohne sein Ziel erreicht zu haben. Schließlich appellierte er an Sophie, ihrer Liebe zum Thronfolger zu entsagen, wobei er versuchte, die tiefe Religiosität Sophies für seine Zwecke auszunutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach einer Audienz von Franz Ferdinands Stiefmutter [[Maria Theresa von Portugal|Maria Theresa]] beim Kaiser erhielt das Paar am 8. April 1900 die Erlaubnis zur [[Morganatische Ehe|morganatischen Ehe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Weissensteiner: &amp;#039;&amp;#039;Franz Ferdinand.&amp;#039;&amp;#039; 1983, S. 114–139.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1900 heirateten Sophie und Franz Ferdinand in [[Zákupy|Reichstadt]]. Sophie verzichtete für sich und die künftigen gemeinsamen Kinder auf die Thronfolge. Das Schloss Reichstadt diente Maria Theresa, Franz Ferdinands Stiefmutter, als Witwensitz. Bei der Hochzeit waren weder seine Brüder [[Otto Franz Joseph von Österreich|Otto]] und [[Ferdinand Karl von Österreich (1868–1915)|Ferdinand Karl]] anwesend noch Schwester [[Margarete Sophie von Österreich|Margarete Sophie]], jedoch seine Stiefmutter mit ihren Töchtern [[Maria Annunziata von Österreich|Maria Annunziata]] und [[Elisabeth Amalie von Österreich|Elisabeth Amalie]]. Sophie bekam vom Kaiser den Titel „Fürstin von Hohenberg“ verliehen. Obwohl sie die Frau des Thronfolgers war, wurde sie bei Hof als zweitklassig behandelt. Sie durfte zum Beispiel nicht in der Hofloge im Theater sitzen oder bei Paraden in der Kutsche des Erzherzogs mitfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der kaiserlichen Familie stand den beiden nur die Kronprinzen-Witwe [[Stephanie von Belgien|Stephanie]] nah, die Franz Ferdinand und Sophie immer wieder in ihr Schloss nach Ungarn einlud.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich besserte sich die Position Sophies in der Hofgesellschaft. Nach Beilegung der [[Bosnische Annexionskrise|bosnischen Annexionskrise]] wurde ihr beim Stapellauf eines Kriegsschiffes der österreichisch-ungarischen Marine gestattet, als Taufpatin zu fungieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Weissensteiner: &amp;#039;&amp;#039;Franz Ferdinand.&amp;#039;&amp;#039; 1983, S. 138.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juli 1909 besuchte das Thronfolgerpaar auf Einladung von König [[Karl I. (Rumänien)|Karl I.]] offiziell [[Sinaia]] in Rumänien. Dies war der erste Staatsbesuch der beiden&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ursula Prutsch]], [[Klaus Zeyringer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Leopold von Andrian]] (1875–1951). Korrespondenzen, Notizen, Essays, Berichte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs&amp;#039;&amp;#039; 97). Böhlau, Wien 2003, ISBN 3-205-77110-9, S. 161.&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Fürstin wurde von der rumänischen Königin [[Elisabeth zu Wied|Elisabeth]] äußerst liebenswürdig empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die protokollarischen Komplikationen zu mildern, verlieh ihr der Kaiser am 4. Oktober 1909 den Titel &amp;#039;&amp;#039;Herzogin von Hohenberg&amp;#039;&amp;#039; und gestattete ihr, ab sofort den Titel &amp;#039;&amp;#039;Hoheit&amp;#039;&amp;#039; zu führen. Zahlreiche Glückwunschtelegramme waren die Folge, u.&amp;amp;nbsp;a. vom deutschen Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]], der seit vielen Jahren mit Franz Ferdinand befreundet war.&amp;lt;ref&amp;gt;Weissensteiner: &amp;#039;&amp;#039;Franz Ferdinand.&amp;#039;&amp;#039; 1983, Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;Persönliche Doppelmonarchie: Der Kaiser und sein Thronfolger.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
==== Attentat und Folgen ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Attentat von Sarajevo}}&lt;br /&gt;
[[Datei:auto franz ferdinand.jpg|mini|Das Auto, in dem die Herzogin von Hohenberg erschossen wurde, im [[Heeresgeschichtliches Museum|Heeresgeschichtlichen Museum, Wien]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heeresgeschichtliches Museum Wien Attentat in Sarajevo Auto 201704.jpg|mini|Einschussloch der ersten Kugel, welche die Herzogin von Hohenberg tödlich traf]]&lt;br /&gt;
Am 28. Juni 1914 fielen Sophie und Franz Ferdinand in Sarajevo einem Attentat serbischer Nationalisten zum Opfer. Ein Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Schwarze Hand|Schwarzen Hand]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Gavrilo Princip]], schoss auf das Ehepaar, als ihr Wagen ein Wendemanöver durchführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von Princip aus seiner 9-mm-[[FN Browning Modell 1910|FN-Browning-Modell-1910]]-Pistole abgefeuerte Stahlmantelgeschoss durchdrang zunächst die Fahrzeugwand, wobei sich das Geschoss verformte, scharfkantig wurde und sich zu drehen begann. Danach traf es Sophie in den Unterleib und fügte ihr dort eine Reihe von Verletzungen zu, an denen sie innerhalb kürzester Zeit, noch im Wagen selbst, innerlich verblutete. Franz Ferdinand, der an der Halsvene und der Luftröhre getroffen worden war, erlag kurz darauf seinen Verletzungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Allmayer&amp;quot;&amp;gt;[[Johann Christoph Allmayer-Beck]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Führer durch das Museum.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Saal VI. Die k.(u.)k. Armee von 1867–1914.&amp;#039;&amp;#039; Kiesel, Salzburg 1989, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gavrilo Princip erklärte später, dass sein Anschlag nur Franz Ferdinand gegolten habe. Er habe nicht gewollt, dass Sophie ebenfalls starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ermordung des österreich-ungarischen Thronfolgers war letztendlich der Auslöser für das darauffolgende Ultimatum an Serbien und die Kriegserklärung, die den Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] einleiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bestattung ====&lt;br /&gt;
[[File:Vorstenhuizen, Oostenrijk, SFA022822439.jpg|mini|Aufbahrung von Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie in der [[Hofburgkapelle]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hohenberg family vault, Artstetten, tomb of Franz Ferdinand and Sophie 01.jpg|mini|Gruft in [[Schloss Artstetten]] mit den Marmorsarkophagen von Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie]]&lt;br /&gt;
Die Leichen von Erzherzog Franz Ferdinand und Herzogin Sophie wurden im [[Konak (Sarajevo)|Konak]] [[Obduktion|obduziert]] und [[Leichenkonservierung#Einsatz von Formaldehyd|konserviert]], auch wurden ihnen [[Totenmaske]]n abgenommen. Am Abend des 29. Juni wurden die beiden Särge vom Konak mit militärischen Ehren zum [[Bosnische Ostbahn#Sarajevo–Pale|Bahnhof Sarajevo-Bistrik]] geleitet, von wo sie ein Sonderzug zum Hafen [[Metković]] brachte. Am Morgen des 30. Juni wurden sie von Metković aus an Bord der &amp;#039;&amp;#039;[[Ossero (Schiff)|Dalmat]]&amp;#039;&amp;#039;  zu dem an der [[Neretva]]mündung wartenden Flottenflaggschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Viribus Unitis (Schiff)|Viribus Unitis]]&amp;#039;&amp;#039; überführt, welches die beiden Särge nach [[Triest]] brachte. In Triest wurden die beiden Särge am Morgen des 2. Juli beim [[Piazza dell’Unità d’Italia|Hauptplatz]] an Land gebracht und nach einem Trauerakt zum [[Bahnhof Trieste Centrale|dortigen Südbahnhof]] geleitet. Am Abend des 2. Juli trafen sie per [[Südbahn (Österreich)|Südbahn]] am [[Wien Südbahnhof#1874: 2. Südbahnhof|Wiener Südbahnhof]] ein, wo [[Karl I. (Österreich-Ungarn)|Erzherzog Karl]] sie in Empfang nahm. Sie wurden mit militärischen Ehren über [[Schwarzenbergplatz]] und [[Äußeres Burgtor (Wien)|Äußeres Burgtor]] in die [[Hofburgkapelle]] (damals [[Pfarrkirche]] der [[exemt]]en [[k.u.k. Hof- und Burgpfarre]]) gebracht, wo der [[Friedrich Gustav Piffl|Fürsterzbischof von Wien]] am Nachmittag des 3. Juli in Anwesenheit [[Kaiser Franz Joseph]]s und des Hofstaates das [[Requiem]] zelebrierte. Am Abend des 3. Juli wurden die beiden Särge mit militärischen Ehren über die [[Mariahilfer Straße]] zum [[Wien Westbahnhof|Westbahnhof]] geleitet und per [[Westbahn (Österreich)|Westbahn]] nach [[Pöchlarn]] überführt, wo sie kurz nach Mitternacht eintrafen. Bei strömendem Regen setzte eine Fähre die beiden Särge über die Donau, ehe sie gegen fünf Uhr früh das [[Schloss Artstetten]] erreichten, wo sie in der [[St. Jakobus der Ältere (Artstetten)|Schlosskirche]] aufgebahrt wurden. Die Beisetzungsfeier für Erzherzog Franz Ferdinand und Herzogin Sophie begann am 4. Juli um 11 Uhr, gegen Mittag wurden ihre Särge in die [[Schloss Artstetten#Hohenberg’sche Familiengruft|Familiengruft]] getragen und am vorbestimmten Platz abgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wladimir Aichelburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Sarajevo – das Attentat 28. Juni 1914. Das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este in Bilddokumenten&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Wien 1999, S. 71–87.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da für die Herzogin von Hohenberg aufgrund ihrer Herkunft eine Bestattung in der [[Kaisergruft|Kapuzinergruft]] nicht möglich war, hatte Franz Ferdinand schon früher verfügt, zusammen mit ihr in der neu errichteten [[Schloss Artstetten#Hohenberg’sche Familiengruft|Familiengruft in Schloss Artstetten]] beigesetzt zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Weissensteiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Franz Ferdinand – Der verhinderte Herrscher.&amp;#039;&amp;#039; Österreichischer Bundesverlag, Wien 1983, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkommen ==&lt;br /&gt;
* [[Sophie von Hohenberg]], verehelichte [[Nostitz (Adelsgeschlecht)|Gräfin von Nostitz-Rieneck]] (1901–1990)&lt;br /&gt;
* [[Maximilian von Hohenberg]] (1902–1962)&lt;br /&gt;
* [[Ernst von Hohenberg]] (1904–1954)&lt;br /&gt;
* Totgeborener Sohn (*/† 1908)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:SophieDuchessHohenbergArms.svg|mini|hochkant|Persönliches Wappen als Herzogin von Hohenberg, 1909]]&lt;br /&gt;
Herzogin Sophie von Hohenberg hatte als Gemahlin des künftigen Kaisers ein persönliches Wappen: Geviert, die Felder 1 und 2 des Hauptschildes belegt mit dem Schild des [[Habsburg-Lothringen|Hauswappens Habsburg-Lothringen]] (= zweimal gespalten; vorn in Gold ein blaugekrönter, blaubewehrter und blaugezungter roter Löwe [= Habsburg], mittig auf rotem Grund ein silberner Balken [= Österreich], hinten in Gold ein roter Schrägbalken, der Richtung des Balkens nach belegt mit drei silbernen gestümmelten Adlern [= Lothringen]), die Felder 3 und 4 des Hauptschildes belegt mit dem Schild des Stammwappens [[Chotek von Chotkow|Chotek]] (= geteilt; oben von Silber und Rot gespalten, unten in Rot ein unterhalbes Wagenrad, das an die Teilungslinie anstößt); in Feld 1 und 4 des Hauptschildes  in Gold ein gekrönter schwarzer Doppeladler (= aus dem reichsgräflichen Wappen Chotek), in Feld 2 und 3 des Hauptschildes in Blau einwärts gekehrt ein goldener Bär (= aus dem reichsgräflichen Wappen Chotek). Herzogskrone und -mantel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wappen&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.wappenbuch.de/hohenberg-herzog-wappen.htm |titel=Wappenrolle. Prachtwappenrolle von Sophie Reichsgräfin Chotek |werk=wappenbuch.de |abruf=2023-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benennungen ==&lt;br /&gt;
Nach der Herzogin wurden unter anderem der [[Raddampfer]] „Herzogin von Hohenberg“ (nach 1918 &amp;#039;&amp;#039;Franz Schubert&amp;#039;&amp;#039;) der [[Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft|DDSG]] sowie die „Sofia Hohenberg“ der Reederei [[Austro-Americana]] benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://earlofcruise.blogspot.com/2017/07/history-austro-americana-austro-hungary.html |titel=HISTORY – AUSTRO AMERICANA the Austro-Hungary shipping line into the new world |werk=blogspot.com |abruf=2023-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie selbst fungierte (in Vertretung) als Taufpatin des Bodensee-Schaufelraddampfers [[Stadt Bregenz (Schiff, 1910)|Stadt Bregenz]] sowie eines Kriegsschiffes der [[Österreichische Marine|k.u.k Marine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museale Rezeption ==&lt;br /&gt;
Das Automobil, in dem Sophie und ihr Gemahl erschossen wurden, kann im [[Heeresgeschichtliches Museum|Heeresgeschichtlichen Museum]] in Wien besichtigt werden, wobei das Durchschussloch jenes Geschosses, das Sophie tödlich traf, deutlich zu sehen ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RauchensteinerLitscher&amp;quot;&amp;gt;[[Manfried Rauchensteiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien.&amp;#039;&amp;#039; Fotos: Manfred Litscher. Verlag Styria, Graz u.&amp;amp;nbsp;a. 2000, ISBN 3-222-12834-0, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso sind eine Rose und ein blutbeflecktes Spitzentuch ausgestellt. Diese Artefakte wurden von Herzogin Sophie am Tag des Attentats getragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heeresgeschichtliches Museum / Militärhistorisches Institut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Heeresgeschichtliche Museum im Wiener Arsenal&amp;#039;&amp;#039;. [[Verlag Militaria]], Wien 2016, ISBN 978-3-902551-69-6, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmische Darstellung ==&lt;br /&gt;
1940 wurde die Herzogin von Hohenberg von [[Edwige Feuillère]] erstmals im von [[Max Ophüls]] inszenierten Historienfilm [[Von Mayerling bis Sarajewo]] dargestellt. Im 1955 von [[Fritz Kortner]] inszenierten [[Um Thron und Liebe]] wird Sophie von [[Luise Ullrich]] gespielt. In [[Der Tag, der die Welt veränderte]] (1975) spielt [[Florinda Bolkan]] und im Fernsehfilm [[Weltuntergang (1984)]] [[Dorothea Parton]] die Herzogin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wladimir Aichelburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este und Artstetten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Via imperialis&amp;#039;&amp;#039;). Verlagsbüro Johann Lehner, Wien 2000, ISBN 3-901749-18-7.&lt;br /&gt;
* [[Erika Bestenreiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Franz Ferdinand und Sophie von Hohenberg. Verbotene Liebe am Kaiserhof.&amp;#039;&amp;#039; Piper, München u.&amp;amp;nbsp;a. 2005, ISBN 3-492-24639-7.&lt;br /&gt;
* [[Gordon Brook-Shepherd]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Opfer von Sarajevo. Erzherzog Franz Ferdinand und Sophie von Chotek.&amp;#039;&amp;#039; Engelhorn-Verlag, Stuttgart 1988, ISBN 3-87203-037-X.&lt;br /&gt;
* [[Janko Ferk]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kaiser schickt Soldaten aus. Ein Sarajevo-Roman.&amp;#039;&amp;#039; [[Styria Verlag]], Wien 2014, ISBN 978-3-222-13408-1.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Weissensteiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Franz Ferdinand. Der verhinderte Herrscher. Zum 70. Jahrestag von Sarajewo&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Ein Österreich-Thema aus dem Bundesverlag&amp;#039;&amp;#039;). Österreichischer Bundesverlag, Wien 1983, ISBN 3-215-04828-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Countess Sophie Chotek|Sophie Chotek von Chotkowa}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118675990}}&lt;br /&gt;
* {{Nömuseum|person|chotek-herzogin-von-hohenberg|Gräfin Sophie von Chotek, Herzogin von Hohenberg}}&lt;br /&gt;
* Marc von Lüpke: [http://www.spiegel.de/einestages/attentat-in-sarajevo-1914-dilettantischer-mord-loeste-weltkrieg-aus-a-976198.html &amp;#039;&amp;#039;Attentat von Sarajevo – „Wir werden heut’ noch ein paar Kugerln bekommen“.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[einestages]]&amp;#039;&amp;#039; vom 27. Juni 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118675990|LCCN=no2005013539|VIAF=156690371}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Chotek von Chotkowa, Sophie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Attentat von Sarajevo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franz Ferdinand von Österreich-Este]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehepartner einer berühmten Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer eines Attentats]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer einer Untergrundorganisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Böhmischer Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hofdame (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titulargraf (Chotek von Chotkow und Wognin)|Sophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titularherzog]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trägerin des Sternkreuzordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Hauses Habsburg-Lothringen|⚭Sophie]]&amp;lt;!-- Doppelkategorisierung als Gattin eines Angehörigen dieser Linie und Gründers einer morganatischen Nebenlinie --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des österreichischen Adelsgeschlechts Hohenberg|⚭Sophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Chotek von Chotkow und Wognin|Sophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1868]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Chotek von Chotkowa, Sophie&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Chotkova und Wognin, Sophie Maria Josephine Albina Chotek Gräfin von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Ehefrau des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. März 1868&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Juni 1914&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sarajevo]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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