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	<title>Soos - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-09-25T12:06:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Eine Übersicht über die Bedeutungen findet sich unter [[Soos (Begriffsklärung)]]}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Schutzgebiet&lt;br /&gt;
| IUCN_Kategorie = IV&lt;br /&gt;
| Name = Národní přírodní rezervace Soos&lt;br /&gt;
| Bild = Soos-Landschaft.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Die Landschaft des Soos-Mineralmoors&lt;br /&gt;
| Lage =  [[Okres Cheb]], [[Karlovarský kraj]], [[Tschechien]]&lt;br /&gt;
| Fläche = 2.21&lt;br /&gt;
| Kennung = &lt;br /&gt;
| WDPA-ID = 342080&lt;br /&gt;
| Kennung-N2000 = &lt;br /&gt;
| Fläche-FFH = &lt;br /&gt;
| Fläche-Vogelschutz = &lt;br /&gt;
| Breitengrad = 50.149583&lt;br /&gt;
| Längengrad = 12.403611&lt;br /&gt;
| Region-ISO = CZ-41&lt;br /&gt;
| Höhe-Min = 432&lt;br /&gt;
| Höhe-Max = 442&lt;br /&gt;
| Höhe-Mittel = &lt;br /&gt;
| Einrichtungsdatum = 1964-11-07&lt;br /&gt;
| Planung = &lt;br /&gt;
| Verwaltung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Soos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein bedeutendes [[Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz|Nationales Naturreservat]] im [[Egerbecken]] in [[Tschechien]]. Unter Schutz steht ein Moor, welches durch seine natürlichen [[Mofette]]n und [[Mineralquelle]]n international bekannt geworden ist. Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Soos&amp;#039;&amp;#039; bedeutet im deutschen Egerländer Dialekt Moor oder Sumpf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das Soos-Becken befindet sich nordöstlich des Kurortes [[Františkovy Lázně]] im [[Okres Cheb]] des [[Karlovarský kraj]] im westlichen [[Tschechien]]. Zu erreichen ist es über die Ortschaften [[Třebeň]] (&amp;#039;&amp;#039;Trebendorf&amp;#039;&amp;#039;) und [[Nový Drahov]] (&amp;#039;&amp;#039;Rohr&amp;#039;&amp;#039;). Das Soos-Becken erstreckt sich auf einer Länge von 2200&amp;amp;nbsp;m und etwa 1400&amp;amp;nbsp;m Breite und umfasst eine Fläche von 221&amp;amp;nbsp;ha. Nach Süden wird das Soos durch den Vonšovský potok (&amp;#039;&amp;#039;Fonsauer Bach&amp;#039;&amp;#039;) begrenzt, im Norden durch den [[Scheidebach (Eger)|Sázek (&amp;#039;&amp;#039;Soosbach&amp;#039;&amp;#039;)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe liegt auch der gleichnamige Ort Soos (tschechisch [[Hájek (Skalná)|Hájek]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Der [[Egergraben]] besteht aus verschiedenen kastenförmigen [[Einbruchsbecken|Einbruchstrukturen]], die auf Verschneidungen von [[Störung (Geologie)|Störungen]] zurückzuführen sind. Eines dieser Teilbecken ist das Soos. In diesem Bereich der Grabenstruktur dichten [[tertiär]]e [[Ton (Bodenart)|Tone]] das Becken an seiner Basis und Rändern ab und begünstigen [[Vernässung|Staunässe]] sowie die Bildung eines Moores. Die Beckenstruktur wird durch zwei Mulden, die durch einen Sattel voneinander getrennt sind, untergliedert. In der südlichen Mulde befindet sich ein aus [[Mineralquelle]]n gespeister See, dem sich nach Norden das Mineralmoor Soos anschließt. Das Mineralmoor Soos stellt die [[Fazies|Randfazies]] des Sees dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hochmoor Soos Mofetten.ogg|Video: Mofetten in Soos|miniatur]]&lt;br /&gt;
Etwa 200 Mineralquellen unterschiedlicher Mineralisation sind im Naturschutzgebiet Soos bekannt. Die Mineralisation des Seewassers begünstigt das Wachstum von [[Diatomeen]] (Kieselalgen). So befinden sich im Becken mächtige [[Kieselgur]]-Ablagerungen. Die Kieselgurschicht ist mit Mineralsalzen gesättigt, die beim Trockenfallen der Nassstellen ausblühen. Teils konnte sich im Bereich des stark mineralisierten Sees eine Flora bilden, die sonst nur an Meeresrändern gedeiht, sogenannte [[Halophyten]]. Jedoch kann auch an manchen Stellen durch die ständige [[Oxidation]] ein Milieu entstehen, das [[Gift|toxisch]] wirkt, so dass keinerlei Pflanzenwachstum möglich ist ([[Vitriol]]-Wässer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese heute im Bereich des [[Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz|Naturreservats]] ({{csS|Národní přírodní rezervace Soos}}) an die Oberfläche tretenden mineralisierten Wässer wurden früher in Sudhütten zu Salzen eingesotten und in Soos sowie in Franzensbad angewendet. Die Salze weisen einen hohen Sulfatgehalt auf. Zudem wurde in Soos die Moortherapie entwickelt, bei der Moorbäder aus mineralhaltigem Schlamm in den Bädern angeboten wurden. Auch die Diatomeenerde und der [[Torf]] wurden früher abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich des Mineralmoores Soos sind an vielen Stellen [[Mofette]]n zu beobachten, natürliche [[Kohlenstoffdioxid]]-Entgasungen, die sowohl unter Wasser als auch im Trockenen auftreten. Die verstärkten Kohlenstoffdioxid-Entgasungen hängen mit dem jungen [[Vulkanismus]] zusammen und sind an stark [[Tektonik|tektonisch]] beanspruchte Gebiete gebunden. Hier liegen sie im Verschneidungsbereich des Eger-Grabens mit dem Cheb-Domázlice-Graben. Das Gas steigt in Trichtern aus Schlamm auf. Teils sind die Schlammtrichter linienförmig angeordnet, so dass angenommen werden kann, dass sie den Verlauf kleinerer [[Störung (Geologie)|Störungen]] nachzeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die starke Kohlenstoffdioxid-Entgasung ist auch an einigen der im Moorgebiet austretenden Quellen zu sehen. Das an der Kaiserquelle zu Tage geförderte Wasser kann als Eisen-Schwefel-Hydrogenkarbonat-Chlorid- und Sodahaltiger [[Mineralwasser|Sauerbrunnen]] bezeichnet werden. Die Gesamtmineralisation beträgt 5,7&amp;amp;nbsp;g/L bei einer Temperatur von 14–18&amp;amp;nbsp;°C je nach Jahreszeit. Die erhöhte Temperatur bei geringer Fördertiefe ist auf einen erhöhten [[Geothermische Tiefenstufe|geothermischen Gradienten]] (5,5&amp;amp;nbsp;°C/100&amp;amp;nbsp;m), sowie auf den Einfluss von Thermalwasser zurückzuführen. Der im Wasser der Kaiserquelle enthaltene Schwefelwasserstoff wird nicht durch Thermalwässer eingebracht, sondern bildet sich durch mikrobielle Umwandlung im Moor. Dabei wird Sulfat unter stark reduzierendem Milieu in Sulfit und später in Sulfid und Schwefelwasserstoff umgewandelt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Quelle Věra.ogv|miniatur|Video: Schaumbildung an der Quelle Věra]]&lt;br /&gt;
Eine weitere Quelle am Rande des Soos-Beckens im Übergangsbereich zwischen [[Moor]] und [[Torf]] ist die Quelle Věra. Sie ist ein kalter Kalk- und Sodahaltiger Sauerbrunnen mit einer wesentlich geringeren Mineralisation. Gelöste Bestandteile aus dem [[Humus]] sorgen für eine starke Schaumbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
Das Moor ist ein vielbesuchtes Ausflugsziel bei Touristen und Einheimischen. Direkt am Soos befindet sich die Bahnstation Nový Drahov an der [[Bahnstrecke Tršnice–Luby u Chebu]]. Dort beginnt die Museumseisenbahn der [[Museumseisenbahn Kateřina–Soos|Werkbahn Kateřina]], die an bestimmten Wochenenden durch das Soos fährt. In der Nähe des Bahnhofes befindet sich ein Museum, das die geschichtliche Entwicklung zeigt. Für Spaziergänge durch das Soos sind Wege und Holzstege ausgebaut (Eingang gegenüber dem Museum). Diese führen an informativen Stationen vorbei.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lehrpfad.jpg|alternativtext=Lehrpfad, Zustand Februar 2025|ohne|mini|Lehrpfad, Zustand Februar 2025]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johannes Baier: &amp;#039;&amp;#039;Die Mofetten von Soos&amp;#039;&amp;#039;. In: Fossilien, Jg. 39 (2022), Heft 2, S. 33–39.&lt;br /&gt;
* Johannes Baier, Peter Suhr: &amp;#039;&amp;#039;Der quartäre Vulkanismus im Cheb-Becken&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Der Aufschluss]], Jg. 74 (2023) Heft 3, S. 178–188.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Soos}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kamennevrchy.cz/pamatky-a-zajimavosti/narodni-prirodni-rezervace-soos/ Offizielle Webseite der Mikroregion Kamenné Vrchy]&lt;br /&gt;
* Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH: [https://www.ufz.de/index.php?de=6141 &amp;#039;&amp;#039;Erstmals Anzeichen für magmatische Aktivität in Mitteleuropa beobachtet&amp;#039;&amp;#039;]. Pressemitteilung vom 22.&amp;amp;nbsp;September 2005 auf www.ufz.de (deutsch, tschechisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4344081-2|VIAF=39145244377174480365}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkangebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Okres Cheb)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skalná]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moor in Tschechien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Eger (Elbe)|FSoos]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebietsgründung 1964]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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