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	<title>Sonderführer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T16:05:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sonderf%C3%BChrer&amp;diff=1491692&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MicBy67: /* SS-Sonderführer/Fachführer */</title>
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		<updated>2026-03-01T03:25:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;SS-Sonderführer/Fachführer&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-255-1189-07, Frankreich, deutsche Besatzung.jpg|mini|Frankreich: &amp;#039;&amp;#039;Sonderführer (O)&amp;#039;&amp;#039; (mi.) als Dolmetscher ([[Hans Fallada]]?), mit &amp;#039;&amp;#039;[[Litze (Geflecht)|altpreußischer Kragenlitze]]&amp;#039;&amp;#039;, der Offizier (li.) mit [[Kapellenlitze]], 1940/41]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-786-0347-28, Nordafrika, Rommel und Bayerlein bei Interview Recolored.jpg|mini|Nordafrika: &amp;#039;&amp;#039;Sonderführer (Z)&amp;#039;&amp;#039; als [[Propagandakompanie|PK]]-Tonberichter, mit [[Generalfeldmarschall|Gfm]] [[Erwin Rommel]], 1942]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv N 1603 Bild-321, Rom, Horst Grund (cropped).jpg|mini|[[Horst Grund]], Sonderführer (Z), Kriegsmarine, [[Propagandakompanie|PK]]-Filmberichter und Kameramann, in der ab Mai 1940 verfügten Sf-Uniform mit [[Anker (Heraldik)|„unklarem“ Kragenanker]], 1941/42]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sonderführer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine Funktion, die von der [[NS-Staat|deutschen]] [[Wehrmacht]] im Jahr 1937 ([[Mobilmachung]]splan für das [[Heer (Wehrmacht)|Heer]] vom 12. März 1937) für den Mobilmachungsfall geschaffen wurde; analog existierten Sonderführer-Laufbahnen bei [[Kriegsmarine]] und [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]]. Im November 1941 übernahm die [[Waffen-SS]] diese Einrichtung, benannte sie aber im Juni 1942 um in &amp;#039;&amp;#039;Fachführer&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Fachunterführer&amp;#039;&amp;#039;. Ebenso griff man in der [[Organisation Todt]] auf Sonderführer zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Heranziehung als Sonderführer sollten die zivilen Spezialkenntnisse von Soldaten bzw. SS-Angehörigen nutzbar gemacht werden, die keine oder nur eine ungenügende militärische Ausbildung hatten. Dieser Personenkreis wurde in einen [[Offizier]]s- oder [[Unteroffizier]]sdienstrang übernommen, bei der Waffen-SS in einen Führer- bzw. Unterführerrang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gebräuchlichen Abkürzungen waren:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.71nord.de/Abkuerzungen.html 71nord.de] Abkürzungen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sdf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; = Sonderführer&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; = Sonderführer mit militärischer Befehlsbefugnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonderführer-Kategorien ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sonderführer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; existierten in allen Waffengattungen und zwar mit Diensträngen (nicht [[Dienstgrade der Wehrmacht|Dienstgraden]]!) analog jenen der…&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Offiziere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
** Sonderführer (R), entsprechend einem [[Regiment|Regimentsführer]] im Range eines [[Oberst]]en oder [[Kapitän zur See|Kapitäns zur See]],&lt;br /&gt;
** Sonderführer (B), entsprechend einem [[Bataillon|Bataillonsführer]] im Range eines [[Major]]s oder [[Korvettenkapitän]]s,&lt;br /&gt;
** Sonderführer (K), entsprechend einem [[Kompanie (Militär)|Kompanieführer]] im Range eines [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmanns]]/[[Rittmeister]]s oder [[Kapitänleutnant]]s,&lt;br /&gt;
** Sonderführer (Z), entsprechend einem [[Zugführer (Militär)|Zugführer]] im Range eines [[Leutnant]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unteroffiziere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
** Sonderführer (O), auch Dolmetscher&amp;amp;nbsp;O, entsprechend einem &amp;#039;&amp;#039;[[Oberfeldwebel der Truppe|Oberfeldwebel (der Truppe)]]&amp;#039;&amp;#039;,&lt;br /&gt;
** Sonderführer (G), entsprechend einem [[Gruppe (Teileinheit)|Gruppenführer]] oder [[Unteroffizier]].&lt;br /&gt;
Dem Sonderführer (G) bei Heer und Luftwaffe entsprach der Sonderführer (C) der Kriegsmarine, im Dienstrang Maat ([[Gruppe (Teileinheit)|Corporalschaftsführer]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Kriegsmarine lautete ab Mai 1940 die Dienstbezeichnung „Sonderführer“ mit der in Klammern beigefügten Dienstgradbezeichnung ihrer Stellung, also bspw. &amp;#039;&amp;#039;Sonderführer ([[Leutnant zur See|Leutnant z. S.]])&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Sonderführer (Obermaschinist)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ideologisch ausgerichtete besondere Aufgabenstellung für Wehrmacht-Sonderführer ist nicht zu belegen. Allerdings war der „nationalsozialistische Schirm“ über jedwede Aufgabenstellung gespannt.&lt;br /&gt;
So wurden Sonderführer hauptsächlich eingesetzt:&lt;br /&gt;
* als [[Dolmetscher]],&lt;br /&gt;
* im [[Bauingenieurwesen]],&lt;br /&gt;
* bei [[Finanzwesen|Finanz]]- und [[Verwaltung]]saufgaben,&lt;br /&gt;
* bei wissenschaftlichen Aufgabenstellungen wie [[Archäologie]] und [[Kultur]]-[[Konservierung#Kunst und Kulturgut|Konservierung]],&lt;br /&gt;
* in der [[Landwirtschaft]],&lt;br /&gt;
* im [[Eisenbahn|Eisenbahnwesen]], speziell [[Feldbahn]]en.&lt;br /&gt;
Russische Emigranten, die als Dolmetscher in der Wehrmacht dienten, erhielten mitunter ebenfalls den Rang eines Sonderführers.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oleg Beyda |Titel=For Russia with Hitler. White Russian Émigrés and the German-Soviet War |Verlag=University of Toronto Press |Datum=2024 |ISBN=978-1-4875-5648-8 |Abruf=2025-09-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Vorliegen literarischer oder fotografisch-zeichnerischer Eignungsmerkmale [[Militärdienst|dienten]] Sonderführer in einer [[Propagandatruppe]] der Wehrmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Einflussnahme bis in die Sprache des okkupierten Gebiets belegt der Fall des Sonderführers [[Leo Weisgerber]], der die [[bretonische Sprache]] vereinheitlichen wollte, was bis heute Nachwirkungen in der Auseinandersetzung mit diesem Thema in der französischen Region [[Bretagne]] hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://membres.lycos.fr/leguenne/etudes/bzh/bzh.htm |text=Archivierte Kopie |wayback=20091011112043 |archiv-bot=2019-05-14 16:16:43 InternetArchiveBot}} L’origine historique et politique du &amp;gt;H&amp;lt; de BHZ.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Stellung ==&lt;br /&gt;
Sonderführer waren Soldaten im Sinne des [[Wehrgesetz]]es und damit auch [[Kombattant]]en. Die Einberufung als Sonderführer war eine jederzeit widerrufliche Übergangsmaßnahme mit dem Zweck, Stellen zu besetzen, für die kein reguläres militärisches Personal zur Verfügung stand. Änderte sich dies, wurde der Sonderführer jetzt wieder als regulärer Soldat in den „normalen“ militärischen Ablauf eingegliedert. Dabei war die Dienststellung als Sonderführer&amp;amp;nbsp;– diese beinhaltete keinen Dienstgrad, sondern nur den Dienstrang&amp;amp;nbsp;– nicht zu berücksichtigen. Entsprechend konnte es geschehen, dass nach Verlust seiner Dienststellung bspw. auch ein ranghoher vormaliger Sonderführer im Dienstgrad Gefreiter usw. weiterdienen musste, sofern er als Soldat nur diesen Dienstgrad vor seiner Ernennung zum Sonderführer erreicht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 wurde befohlen, dass die Sonderführer im Offizier-Rang militärisch ausgebildet werden sollten, um in das [[Reserveoffizier|Reserve-Offizierskorps]] übernommen werden zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;Förderung von Sonderführern: HM 26.10.1942, HM 1942. zitiert nach: Dirk Richardt, &amp;#039;&amp;#039;Auswahl und Ausbildung junger Offiziere 1930–1945&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation Marburg, 2002, S. 504.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Versorgungsrecht (Deutschland)|Versorgungsrecht der Bundesrepublik Deutschland]] waren die Sonderführer ausdrücklich den Soldaten gleichgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |date=2017-01-29 |url=http://www.lagus.mv-regierung.de/land-mv/LAGuS_prod/LAGuS/Soziales/PublikationenMerkblaetter/Broschueren_und_Gesetze_zum_Sozialen_Entschaedigungsrecht/Bundesversorgungsgesetz.pdf |text=www.lagus.mv-regierung.de}} Gesetz über die Versorgung der Opfer des Krieges, S. 7, Nr. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== SS-Sonderführer/Fachführer ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;SS-Führer im Sonderdienst&amp;#039;&amp;#039;, amtlich abgekürzt als &amp;#039;&amp;#039;SS-Sonderführer (S)&amp;#039;&amp;#039; hat einen anderen Bezug als der Sonderführer in der Wehrmacht. Der Sonderführer der Waffen-SS schloss sich an die Dienstrangordnung der SS an, die durchweg die gleiche Endung „-führer“ nutzte. Der „Sonderdienst“ referierte auf den jeweiligen Fachsektor, in dem ein Sonderführer der Waffen-SS eingesetzt war: SS-Richter, SS-Führer der technischen Dienste, SS-Musikführer, SS-Wehrgeologe usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Ursprung besaß der „SS-Führer im Sonderdienst“ in den [[SS-Ehren- und Rangführer#SS-Rangführer|militärischen Rangführern]] der [[SS-Verfügungstruppe]] und der [[SS-Totenkopfverbände]]. Im Juni 1942 änderte man vonseiten der SS-Führung die Bezeichnung und die Reichsführung führte anstelle der bisherigen verwendeten Formulierung die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;SS-Fachführer&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;SS-Fachunterführer der [[Waffen-SS]]&amp;#039;&amp;#039; ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zur Wehrmacht führte das SS-eigene Fachpersonal reguläre [[Dienstgrade der SS|SS-Ränge]], mit dem Zusatz „Sonder-“ bzw. „Fach(unter)führer“, in Kurzform mit einem ausgeklammerten „S“, ab 1942 einem ausgeklammerten „F“, hinter dem Dienstgrad. Die korrekte Bezeichnung lautete dann beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;SS-Obersturmführer (Sonderführer der Waffen-SS)&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;SS-Ostuf (S)&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;SS-Unterscharführer (F)&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gab es in jedem SS-Dienstrang SS-Sonderführer bzw. SS-Fachführer. Sie wurden aus den eigenen Reihen rekrutiert und nicht gesondert einberufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Uniform und Rangabzeichen ==&lt;br /&gt;
=== Heer ===&lt;br /&gt;
[[File:13 article-hdbk-TM-E-30-451 Page 886 Handbook on German military forces US War Dep March 1945--XIII Air Force WW2 Colors of the Arm and Services, Sonderführer, Administrative officials. No known copyright. Contrast.jpg|mini|300px|Uniform und Dienstgradabzeichen &amp;#039;&amp;#039;Sonderführer&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ende 1938 verfügte Uniform der Sonderführer&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wdienstgrade.tripod.com/heer-sonderabt.htm] Rangabzeichen der deutschen Wehrmacht (1935–1945).&amp;lt;/ref&amp;gt; entsprach weitestgehend jener der regulären Unteroffiziere und Offiziere. Statt der Schulterstücke (Offiziere) und Schulterklappen (Unteroffiziere und Mannschaften) kennzeichneten jedoch schmale Schnüre den Rang. Diese waren ab Sonderführer Z silberfarben, ab Sonderführer B zusätzlich geflochten; bei Sonderführer O und G waren die Schnüre bläulichdunkelgrün. Sonderführer R und K führten zusätzlich zwei geflochtene Schieber aus goldgelber Kunstseidenschnur, Sonderführer O ebenso, jedoch die Schieber aus silberfarbenem Aluminiumgespinst und dazu die Ärmeltressen („Kolbenringe“) des [[Hauptfeldwebel]]s. Der Sonderführer (G) besaß einen silberfarbenen Schieber, die Sonderführer (B) und (Z) besaßen keine Schieber. Eine Unterlage war nicht vorgesehen, doch wurden gelegentlich solche aus bläulichdunkelgrünem Tuch getragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1940 wurde als [[Waffenfarbe]] Graublau bestimmt. Dies betraf bspw. die [[Kragenpatten]], die Unterlage der [[Schulterstück (Uniform)|Schulterstücke]] bzw. [[Schulterklappe|-klappen]] sowie des auf der rechten Brustseite getragenen [[Hoheitszeichen|Hoheitsabzeichens]] (Brustadler), die Vorstöße und das Besatzband der Schirmmütze, bei Sonderführern mit Offiziersrang auch die Vorstöße der langen Hose. Sonderführer mit Offiziersrang erhielten die Schulterstücke der Offiziere, die Plattschnüre jedoch V-förmig schwarz-weiß-rot durchwirkt; Sonderführer mit Unteroffiziersrang behielten die bisherigen Schulterschnüre. Die [[Kragenspiegel]] bei ersteren nun aber nicht mehr mit der [[Kapellenlitze]] der Offiziere, sondern mit mattsilberner &amp;#039;&amp;#039;altpreußischer Litze&amp;#039;&amp;#039; (mit einem Mittelstreifen bzw. Litzenspiegel aus doppelter Aluminiumschnur), also nach hinten spitz auslaufend, ähnlich den &amp;#039;&amp;#039;Beamten auf Kriegsdauer&amp;#039;&amp;#039;. Für Sonderführer mit Unteroffiziersrang wurden 1940 keine besonderen Kragenspiegel verfügt, so dass diese vermutlich die Doppellitzen weitertrugen (sowie die silberfarbene [[Tresse|Kragentresse]]); vereinzelt waren aber auch altpreußische Kragenspiegel aus grauer Weblitze üblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dezember 1942 brachte den Sonderführern mit Offiziersrang die Wiedereinführung der schmalen Schulterschnüre von 1938/39. Die Kordel der Schirmmütze war nun aus graublau durchwirktem Aluminiumgespinst. Dolch und Säbel entfielen. Die Maßnahme sollte die betroffenen Sonderführer deutlicher von den Offizieren unterscheiden, da für sie inzwischen die Möglichkeit der Übernahme als Offizier existierte. Bei Bekleidungsstücken ohne Schulterstücke waren ab Dezember 1943 die Ärmelabzeichen der Offiziere zu tragen. Vermutlich wurde ähnliches auch bei den Sonderführern ohne Offiziersrang praktiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Adolf Schlicht, John R. Angolia |Titel=Das Heer |Reihe=Die deutsche Wehrmacht – Uniformierung und Ausrüstung |BandReihe=1 |Verlag=Motorbuch-Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=1992 |ISBN=3-613-01390-8 |Seiten=304-307}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kriegsmarine ===&lt;br /&gt;
Sonderführer trugen die Uniform ihrer Stellengruppe, doch ohne deren Schulterstücke, Schulterklappen und Offiziersärmeltressen. Sonderführer mit Offiziersrang hatten Schulterschnüre analog jenen der Sonderführer von Heer und Luftwaffe. Ebenso die Sonderführer (O), die Schnüre jedoch hellblau mit zwei geflochtenen Schiebern aus Goldgespinst (statt dunkelgrün mit Silberschiebern, wie beim Heer), dazu die Ärmeltressen des Hauptfeldwebels. Sonderführer (C) auf dem linken Ärmel des Überziehers sowie von blauem und weißem Hemd ein [[Anker (Heraldik)|klarer Anker]] mit aufgelegtem „S“ (= Sonderführer). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Mai 1940 führten alle Sonderführer an Schultern und Ärmeln die Rangabzeichen der Soldaten ihres Dienstgrades, nun auch analog bspw. dem Obermaat oder Feldwebel ([[Schiffsmechaniker|Maschinist]] usw.). Die Schulterstücke und -klappen mit dem jeweiligen Laufbahnabzeichen, das außerdem bei Sonderführern mit Offiziersrang oberhalb der Ärmelrangtressen angebracht war. Die Kennzeichnung als Sonderführer erfolgte nun anhand eines in den vorderen Kragenecken angebrachten, unklaren Ankers (ohne aufgelegtes „S“!), bei Maaten befand sich dieser im vorderen Feld der hellblauen Kragenpatte. Der Anker war stehend anzubringen, wurde gelegentlich aber auch liegend geführt. Bei Sonderführern mit dem Rang von Offizieren und Portepeeunteroffizieren prangte zusätzlich ein „S“ auf Schulterstück oder Schulterklappe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Adolf Schlicht, John R. Angolia |Titel=Die Kriegsmarine |Reihe=Die deutsche Wehrmacht – Uniformierung und Ausrüstung |BandReihe=3 |Verlag=Motorbuch-Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=1995 |ISBN=3-613-01656-7 |Seiten=331–334}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Luftwaffe ===&lt;br /&gt;
Die Bestimmungen über die besonderen Abzeichen der Sonderführer waren quasi analog jenen, die beim Heer Anwendung fanden. Die Sonderführer führten die Kragenspiegel der entsprechenden Stellengruppe bzw. Rangklasse der Soldaten (bei Offizieren mit, bei allen anderen ohne Eichenlaubkranz), jedoch ohne die Doppelschwingen, die bei letzteren den Dienstgrad anzeigten. Sonderführer (O) und (G) führten ab Dezember 1940 einen einzelnen silberfarbenen Winkel, anstelle der den Sonderführern verwehrten Schwingen. Vermutlich geschah dies, um die bis dahin abzeichenlosen Kragenpatten jener beiden Sonderführer-Stellengruppen optisch aufzuwerten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Adolf Schlicht, John R. Angolia |Titel=Die Luftwaffe |Reihe=Die deutsche Wehrmacht – Uniformierung und Ausrüstung |BandReihe=3 |Verlag=Motorbuch-Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=1999 |ISBN=3-613-02001-7 |Seiten=175–178}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waffen-SS ===&lt;br /&gt;
Sonder- bzw. Fach(unter)führer trugen die Uniform ihres Truppenteils und die Rangabzeichen ihres Dienstgrades. Die Schulterstücke bzw. Schulterklappen fasste jedoch eine rot-weiße Paspelierung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allgemeinen SS führte 1935 [[Uniformen der SS|Ärmelrauten]] („Sonderlaufbahnabzeichen“) ein, welche über die Tätigkeit Auskunft gaben, z.&amp;amp;nbsp;B.:&lt;br /&gt;
* Äskulapstab = Führer im [[Medizin|medizinischen Dienst]]&lt;br /&gt;
* Negativer Äskulapstab = [[Medizin|medizinisches Personal]]&lt;br /&gt;
* Gotisches Z = Führer im [[Dentaltechnik|dentalmedizinischen Dienst]]&lt;br /&gt;
* Gotisches A = [[Apotheker]]&lt;br /&gt;
* Schlange = Führer und Unterführer im [[Veterinär]]dienst&lt;br /&gt;
* Harfe = [[Militärmusik|Musikführer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte ehemalige Sonderführer ==&lt;br /&gt;
* [[Lothar-Günther Buchheim]], Maler, Fotograf, Schriftsteller, Verleger und Kunstsammler, war als Sonderführer Kriegsberichterstatter in einer [[Propagandakompanie]] der Kriegsmarine. Aus den Erlebnissen vor allem während der U-Boot-Fahrten schöpft sein bekannter, auch verfilmter Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Das Boot (Roman)|Das Boot]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Dege]], Sonderführer (O) als Dolmetscher im [[Norwegen unter deutscher Besatzung|besetzten Norwegen]], nachmalig Sonderführer Z Leutnant MA [[Unternehmen Haudegen|Wettertrupp Haudegen]]&lt;br /&gt;
* [[Hans von Dohnanyi]], Sonderführer im Stab von Admiral [[Wilhelm Canaris]], als Widerstandskämpfer 1945 hingerichtet.&lt;br /&gt;
* [[Edwin Erich Dwinger]], Schriftsteller, 1939/40 zunächst Sonderführer (Z) des Heeres, ab Sommer 1941 als SS-Obersturmführer wechselweise (!) auch Sonder- bzw. Fachführer der Waffen-SS (dazu von seinem Heeres-Divisionskommandeur zeitweise freigestellt).&lt;br /&gt;
* [[Hans Fallada]], Roman-Autor, Sonderführer (B) beim [[Reichsarbeitsdienst]] in Frankreich, lebte nach dem Krieg in der [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetischen Besatzungszone]], starb 1947 seelisch und gesundheitlich zerrüttet.&lt;br /&gt;
* [[Joachim Fernau]], war Kriegsberichterstatter als SS-Sonderführer in der Propagandatruppe, nach dem Krieg sehr erfolgreicher Sachbuch-Autor (u. a. &amp;#039;&amp;#039;Deutschland, Deutschland über alles...&amp;#039;&amp;#039;) und Maler.&lt;br /&gt;
* [[Hans Bernd Gisevius]], wurde als Sonderführer in der Abteilung Ausland/Abwehr im [[Oberkommando der Wehrmacht|OKW]] unter Admiral Canaris eingezogen, war beteiligt am [[Attentat vom 20. Juli 1944]], schrieb das Buch &amp;#039;&amp;#039;Bis zum bitteren Ende&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Heller]], war Sonderführer bei der Propaganda-Staffel Paris, zuständig für literarische Zensur und Papierzuteilung; nach dem Krieg Verlagsleiter.&lt;br /&gt;
* [[Eberhard von der Heyden]], Sonderführer (Z) und Kameramann beim [[XI. Fliegerkorps]]. Starb bei der Eroberung der [[Kanal von Korinth|Kanalbrücke von Korinth]] am 26. April 1941 bei einem Fallschirmabsprung.&lt;br /&gt;
* [[Robert Pilchowski]], als Tee- und Gummi-Pflanzer prädestiniert für die Aufgabe als Sonderführer in der Dienststelle „Arbeitsgemeinschaft niederländisch-indischer Firmen“ in Amsterdam zur Verwaltung überseeischer Teefirmen; nach dem Krieg Schriftsteller.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Piersig]], ein Musikwissenschaftler, überwachte und steuerte als Sonderführer Z seit Ende 1940 das französische Musikleben.&lt;br /&gt;
* [[Eberhard Taubert]], ranghoher Mitarbeiter des [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda]], war als Sonderführer für die Propaganda im besetzten [[Norwegen]] tätig. Er schrieb das [[Drehbuch]] zu dem antisemitischen Hetzfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Der ewige Jude]]&amp;#039;&amp;#039;. Nach dem Krieg zunächst untergetaucht, war er ab 1958 Berater im damals neuen Referat „[[Psychologische Kampfführung]]“ im [[Bundesministerium für Verteidigung]], dessen Minister [[Franz Josef Strauß]] war.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Willrich]], fanatischer Verfechter der nationalsozialistischen Kunst-Auffassung.&lt;br /&gt;
* [[Günther Niethammer]], Fachführer der Waffen-SS. Er nahm an Expeditionen der [[Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe]] teil, die wissenschaftliche Beweise für die [[Rassentheorie#20. Jahrhundert|NS-Rassentheorie]] finden sollte. Im Mai 1944 wurde er als Zoologe zum [[Hygiene-Institut der Waffen-SS]] abkommandiert.&lt;br /&gt;
* [[Horst Grund]], Kameramann und Fotograf, Sonderführer (Z) Kriegsberichterstatter in einer [[Propagandakompanie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Absolon]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wehrmacht im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039; (= Schriften des Bundesarchivs), Band 5: &amp;#039;&amp;#039;1. September 1939 bis 18. Dezember 1941&amp;#039;&amp;#039;. Harald Boldt Verlag, Boppard am Rhein 1988, ISBN 3-7646-1882-5, S. 161 und 183 ff. (Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Die Sonderführer&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Adolf Schlicht, John R. Angolia: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Wehrmacht: Uniformierung und Ausrüstung 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Das Heer&amp;#039;&amp;#039;. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1992, S. 304 f (Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Sonderführer&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Werner Müller: &amp;#039;&amp;#039;Sonderführer Günter Krüll&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfram Wette]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Zivilcourage. Empörte, Helfer und Retter aus Wehrmacht, Polizei und SS&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-596-15852-4, S. 128–144. – Günter Krüll rettete als Sonderführer einen jungen Juden aus dem Getto [[Pinsk]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Wette: &amp;#039;&amp;#039;Zivilcourage in Uniform&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Die Zeit]] vom 9. November 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarische Darstellungen ==&lt;br /&gt;
* [[Willi Bredel]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Sonderführer&amp;#039;&amp;#039;. Dietz-Verlag, Berlin 1948.&lt;br /&gt;
* [[Walter Kempowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Alles umsonst&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Knaus, München 2006, ISBN 978-3-8135-0264-0. Die Romanfigur Eberhard von Globig war Sonderführer im Zweiten Weltkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
In [[Die letzte Nacht (1949)|&amp;#039;&amp;#039;Die letzte Nacht&amp;#039;&amp;#039;]] spielt [[Peter Schütte]] 1949 den Sonderführer und Dolmetscher Hauptmann Vener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Sonderführer“ als Bezeichnung von Publikationen ==&lt;br /&gt;
Der Begriff „Sonderführer“ wird auch für Druckwerke aus Anlass von Ausstellungen oder Messen verwendet, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Sonderführer der Gruppe Landwirtschaft&amp;#039;&amp;#039; zur Internationalen Hygiene-Ausstellung Dresden 1930 und 1931.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sonderführer der Gruppe Landwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von der Landwirtschaftskammer für den Freistaat Sachsen. Verlag Internationale Hygiene-Ausstellung Dresden 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Dienstgrade der Wehrmacht]]&lt;br /&gt;
* [[Uniformen der SS]]&lt;br /&gt;
* [[Uniformen der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sonderführer|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sonderfuhrer}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienststellung (Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzstaffel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MicBy67</name></author>
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