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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sommerruhe</id>
	<title>Sommerruhe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T21:09:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sommerruhe&amp;diff=432518&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille: /* Auftreten */</title>
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		<updated>2025-08-24T17:21:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Auftreten&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sommerruhe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sommerschlaf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Trockenschlaf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ästivation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Form der herabgesetzten Aktivität als Anpassung an heiße oder trockene Umweltbedingungen, zum Beispiel in einer Hitzeperiode oder einer [[Trockenzeit]] unter [[Arides Klima|ariden]] Klimabedingungen. Ihr ökologischer Nutzen liegt in der Senkung des Energieverbrauchs. Physiologisch handelt es sich bei Säugetieren um eine Form des [[Torpor]]s, bei dem der [[Stoffwechsel]] auf Sparflamme geschaltet wird und die Körpertemperatur auf Umgebungstemperatur sinkt. [[Wechselwarmes Tier|Wechselwarme Tiere]] zeigen oft eine Wärme- oder Trockenstarre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sommerruhe ist eine Form der [[Dormanz]] und wird deshalb gelegentlich auch &amp;#039;&amp;#039;Sommerdormanz&amp;#039;&amp;#039; genannt. Sie kann entweder direkt durch ungünstige Umweltbedingungen ausgelöst werden (dann [[Quieszenz]] genannt) oder, bei regelmäßig im Jahresverlauf eintretenden ungünstigen Bedingungen, durch einen äußeren [[Zeitgeber]] wie die Tageslänge ausgelöst werden, dann ist es eine [[Diapause]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Autoren unterscheiden eine echte Sommerruhe (einen viele Tage andauernden Torpor-Zustand) von kürzeren, oft täglich auftretenden kürzeren Torpor-Episoden von meist nur einigen Stunden Dauer (manchmal &amp;#039;&amp;#039;Tagesschlaflethargie&amp;#039;&amp;#039; genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologie ==&lt;br /&gt;
Physiologisch unterscheidet sich die Sommerruhe nicht von anderen Torpor-Formen.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Geiser: &amp;#039;&amp;#039;Aestivation in Mammals and Birds.&amp;#039;&amp;#039; In: Carlos Arturo Navas, José Eduardo Carvalho (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aestivation. Molecular and Physiological Aspects.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Progress in Molecular and Subcellular Biology.&amp;#039;&amp;#039; 49). Springer Verlag, 2010, S. 95 bis 111. [[doi:10.1007/978-3-642-02421-4_5]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Unterschied zum [[Winterschlaf]] sind die Umgebungstemperaturen in der Regel höher, wodurch die Körpertemperatur nicht so stark sinkt. Dadurch ist die Energieeinsparung, aufgrund des höheren Ruhestoffwechsels, geringer. Durch die Vermeidung z.&amp;amp;nbsp;T. sehr energieintensiver Funktionen der [[Thermoregulation]] und der Regulation der Körperfeuchte ist die Energieeinsparung gegenüber dem aktiven Zustand aber immer noch substantiell. Viele Tierarten mit Trockenschlaf scheiden vorher Substanzen ab, die eine schützende Körperhülle aufbauen, beispielsweise verschließen Gehäuseschnecken ihr Haus mit einem [[Epiphragma]]. Ästivierende Froscharten nehmen außerdem vorher große Wassermengen auf, um Wasserverluste im Ruhezustand besser ausgleichen zu können. Besondere Anpassungen sind auch in Bezug auf den [[Stickstoff]]-Stoffwechsel erforderlich. [[Lungenfische]] und andere ästivierende Arten lagern oft [[Harnstoff]] ein, da die Exkretion mit Wasserverlusten verbunden wäre. Bei der Steuerung des Stoffwechsels kann das Enzym [[AMP-aktivierte Proteinkinase]] eine Schlüsselrolle spielen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kenneth B. Storey, Janet M. Storey: &amp;#039;&amp;#039;Aestivation: signaling and hypometabolism.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Experimental Biology.&amp;#039;&amp;#039; 215, 2012, S. 1425–1433. [[doi:10.1242/jeb.054403]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aufwachen aus dem Torporzustand kann, bei geeigneten Umweltreizen, sehr schnell, binnen Minuten, erfolgen. Der Torporzustand hat nichts mit dem normalen Schlaf zu tun. Es werden, bis auf zelluläre Ebene die meisten Stoffwechselfunktionen entweder abgeschaltet oder zumindest auf ein zur Lebenserhaltung notwendiges Mindestmaß heruntergefahren. Eine Reihe besonderer Anpassungsmechanismen des Winterschlafs, wie etwa die Verbrennung von [[Fettgewebe#Braunes Fettgewebe|braunem Körperfett]] zum Aufwachen, sind bei der Ästivation nie ausgeprägt. Typisch ist eine Anpassung an verminderten Sauerstoffgehalt ([[Hypoxie (Medizin)|Hypoxie]]), der im Torpor-Zustand weitaus besser ertragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auftreten ==&lt;br /&gt;
Ästivation tritt bei [[Kleinsäuger]]n ([[Erdhörnchen]], [[Rennmäuse]]), [[Vögel]]n, [[Reptilien]], [[Amphibien]], [[Insekten]], [[Krabben]], [[Schnecken]] und sogar Fischen ([[Afrikanischer Lungenfisch]]) auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/aestivation/5643 Ästivation] In: spektrum.de&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sommerruhe von Reptilien ===&lt;br /&gt;
Während der Sommerruhe vergraben sich manche [[Reptilien]]arten im Erdboden. Einige ([[Schildkröte]]n, [[Schlangen]], [[Echse]]n) nutzen manchmal auch verlassene [[Tierbau|Nagerbauten]] als Unterschlupf. Manche (Echsen, Schlangen) verbergen sich in schützenden Felsspalten. In dieser Zeit nehmen die Tiere keinerlei Nahrung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sommerruhe stellt für diese Tiere die einzige Möglichkeit dar, die sommerliche Hitzeperiode unversehrt zu überstehen. In ihrem regenarmen [[Habitat]] ([[Macchie|Macchia]], [[Halbwüste]] oder [[Wüste]]) wären diese [[wechselwarm]]en [[Wirbeltiere]] im Hochsommer ohne die Sommerruhephase wegen Überhitzungsgefahr und Nahrungs- und Wassermangel nicht überlebensfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant dabei ist, dass sich bei den Tieren trotz sehr hoher Umgebungstemperaturen von über 30&amp;amp;nbsp;°C bis teilweise über 40&amp;amp;nbsp;°C Lufttemperatur ihr [[Stoffwechsel]] so stark reduziert, dass sie während der gesamten Sommerruhezeit nicht an Gewicht verlieren. Wie das aus [[physiologisch]]er Sicht möglich ist, ist derzeit noch nicht geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich wird die Einleitung der Sommerruhe hormonell gesteuert. Die auslösenden Faktoren dazu sind ausbleibende Regenfälle, starke Sonneneinstrahlung, ansteigende Umgebungstemperaturen (i. d. R. über 30&amp;amp;nbsp;°C) und dadurch bedingtes zunehmendes Vertrocknen der Futterpflanzen (betrifft Landschildkröten) bzw. Verschwinden der Futter[[insekten]] (betrifft Echsen) oder anderer, als Nahrung genutzter Lebewesen (betrifft Schlangen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dauer der Sommerruhe richtet sich nach den Witterungsbedingungen und kann von 2 Wochen bis 2 oder sogar 3 Monate gehen. Vermutlich die sinkenden Außentemperaturen veranlassen das ruhende Tier zur erneuten Aufnahme seiner Aktivitäten. Die exakten physiologischen Vorgänge im Organismus sommerruhender Reptilien wurden bisher noch nicht erforscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Reptilienarten, die Sommerruhe halten:&lt;br /&gt;
* [[Ägyptische Landschildkröte]] (&amp;#039;&amp;#039;Testudo kleinmanni&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Maurische Landschildkröte|Tunesische Landschildkröte]] (&amp;#039;&amp;#039;Testudo graeca nabeulensis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Echse]]n aus der Familie der Agamen (&amp;#039;&amp;#039;Laudakia spec.&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kryptobiose]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Matthias Schaefer]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Ökologie.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Springer Verlag, 2012, ISBN 978-3-8274-2562-1. Stichworte: Ästivation, Quieszenz, Dormanz, Torpor.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Heldmaier]], [[Gerhard Neuweiler]]: &amp;#039;&amp;#039;Vergleichende Tierphysiologie.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-18950-0. Estivation auf Seite 148.&lt;br /&gt;
* David J. Randall, Roger Eckert, Warren Burggren, Kathleen French: &amp;#039;&amp;#039;Tierphysiologie&amp;#039;&amp;#039;. Georg Thieme Verlag, 2002, ISBN 3-13-664004-7. Ästivation auf Seite 818 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.wissenschaft-online.de/abo/lexikon/biok/10926 Sommerruhe] im Kompaktlexikon der Biologie.&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/aestivation/5643 Ästivation] Lexikon der Biologie, www.spektrum.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verhaltensbiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
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