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	<title>Sommergewinn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Siechfred: Änderung 253843876 von 2A01:75C2:BD04:F30:991:8770:D7D1:9754 rückgängig gemacht; steht schon unter &quot;Historischer Ursprung&quot;</title>
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		<updated>2025-03-03T10:42:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/253843876&quot; title=&quot;Spezial:Diff/253843876&quot;&gt;253843876&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2A01:75C2:BD04:F30:991:8770:D7D1:9754&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2A01:75C2:BD04:F30:991:8770:D7D1:9754&quot;&gt;2A01:75C2:BD04:F30:991:8770:D7D1:9754&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; steht schon unter &amp;quot;Historischer Ursprung&amp;quot;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ESA SOMMERGEWINN2.jpg|miniatur|Aus Papierblüten gestaltete Tafel]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sommergewinn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Eisenach]] gilt als eines der größten [[Frühlingsfest]]e in [[Deutschland]]. Es wird am Wochenende vor dem Sonntag [[Laetare]] gefeiert. Die [[Deutsche UNESCO-Kommission]] hat den Sommergewinn im Dezember 2016 in das [[Bundesweites Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes|Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/immaterielles-kulturerbe-deutschland/sommergewinn&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Ursprung ==&lt;br /&gt;
Bereits in vorchristlicher Zeit kannte man den Brauch des Winteraustreibens und Sommereinholens, welcher seit dem [[Mittelalter]] unter dem Begriff [[Todaustragen]] geläufig ist. Der Brauch soll auf das heidnische Neujahrsfest zurückgehen, wie es vorwiegend in slawischen Ländern begangen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;J. W. Wolf (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für deutsche Mythologie und Sittenkunde&amp;#039;&amp;#039; Erster Band, Verlag der Dieterichschen Buchhandlung, Göttingen 1853, S.&amp;amp;nbsp;103 ({{Google Buch|BuchID=lwELAAAAQAAJ|Seite=103}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Zeit kannte man nur die Jahreszeiten Sommer und Winter, weshalb dieser Brauch nach heutiger Jahreszeitenteilung zum Frühlingsanfang begangen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im frühen Mittelalter rollte man Räder, an denen eine brennende Strohpuppe befestigt war, von den Berghängen des [[Metilstein]] über die noch unbestellten Felder ins Tal hinab. Junge Männer versuchten, etwas von dem Feuer zu fangen, um es als Herdfeuer zu verwenden. Der [[Legende]] nach sollten so die bösen Geister durch den Schornstein verjagt werden. Danach wurde auf dem Eisenacher Festplatz eine mit bunten Bändern geschmückte Tanne aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Emil Haertel (1835-1904) Der Sommergewinn in Eisenach - 1865.jpg|miniatur|Zeitgenössisches Ansicht des Festplatzes in der Weststadt um 1865]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ESA Schiffplatz.jpg|miniatur|Das Sommergewinns-Denkmal mit Hahn, Brezel und Ei]]&lt;br /&gt;
Der Brauch wurde erstmals Ende des 13. Jahrhunderts erwähnt und soll seit dem 15. Jahrhundert regelmäßig durchgeführt worden sein. Seine erste schriftliche Erwähnung als &amp;#039;&amp;#039;Sommergewinn&amp;#039;&amp;#039; fand das Fest um 1704 in der von &amp;#039;&amp;#039;Johann Michael Koch&amp;#039;&amp;#039;, damals Rektor des Eisenacher Gymnasiums, begonnenen, aber nicht vollendeten Stadtchronik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Westen Eisenachs gelegene &amp;#039;&amp;#039;Georgenvorstadt&amp;#039;&amp;#039; rund um den &amp;#039;&amp;#039;Ehrensteig&amp;#039;&amp;#039; gilt als Wiege des heutigen Brauchtums; viele der Gedichte und Theaterstücke sind daher in der &amp;#039;&amp;#039;Stiegker Mundart&amp;#039;&amp;#039; verfasst. Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit wurde der erste Sommergewinnsumzug am 25. April 1897 vom &amp;#039;&amp;#039;Weststädtischen Bezirksverein Eisenach&amp;#039;&amp;#039; veranstaltet. Schauplatz des Umzuges und des Volksfestes war die &amp;#039;&amp;#039;Katharinenstraße&amp;#039;&amp;#039; westlich des Zentrums der Stadt. Von da an wurde das Fest regelmäßig jedes Jahr am Wochenende um [[Laetare]] gefeiert, bis die Veranstaltung wegen des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] fast ein Jahrzehnt nicht stattfand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren wurden die in den Wochen vor [[Laetare]] gefeierten, aus der Tradition des [[Kommers]] hervorgegangenen &amp;#039;&amp;#039;Kommerschabende&amp;#039;&amp;#039;, gesellige Abende bei Musik und Tanz, die zumeist im [[Stern (Eisenach)|Volkshaus Stern]] abgehalten wurden, zum festen Bestandteil des Sommergewinns. Anlässlich dieser Veranstaltungen wurden eine Reihe von volkstümlichen Theaterstücken aufgeführt, so u.&amp;amp;nbsp;a. „Sommers Wettstreit mit dem Winter“ von der Eisenacher Pädagogin [[Auguste Möder]] (1830–1897). Die am 8. März 1931 uraufgeführte Komödie „Miele“ von Fritz Reinhardt gilt als Geburtsstunde der Sommergewinns-Figuren &amp;#039;&amp;#039;Henner&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Frieder&amp;#039;&amp;#039;, gespielt von den Eisenacher Volksschauspielern Albert Fehr (1898–1979) und Kurt Hesse (1898–1975).&amp;lt;ref&amp;gt;Urania Kultur- und Bildungsverein Gotha e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eisenacher Persönlichkeiten. Ein biografisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; RhinoVerlag, Weimar 2004, ISBN 3-932081-45-5, S. 60&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] versucht hatten, das Fest zu ideologisieren, fand es während und nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] nicht statt. Erst 1950 wurde der Sommergewinn wieder gefeiert. Bis 1953 drehten sich die Festumzüge thematisch um die Figuren des Sommergewinns, ab 1954 standen auch geschichtliche und kulturelle Ereignisse der Stadtgeschichte Eisenachs auf dem Programm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sommergewinn-eisenach.de/brauchtum/themenchronik.html |titel=Themenchronik Sommergewinn |abruf=2023-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1967 verlagerte sich das Fest auf den [[Markt (Eisenach)|Marktplatz]], der seitdem Kulisse des Streitgesprächs zwischen Frau Sunna und Herrn Winter ist. Seit 1974 steht der Festumzug unter einem jeweils aktuellen Motto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1985 wurde das von [[Günther Laufer]] geschaffene Sommergewinns-Denkmal eingeweiht. Es zeigt die traditionellen Symbole Hahn, Ei und Brezel und steht vor dem Eingang der Stadtbibliothek. 1990 wurde der Sommergewinn abgesagt, nachdem es zwischen den Organisatoren und der SED-Kreisleitung Unstimmigkeiten gegeben hatte, die mit dem Rücktritt des Sommergewinns-Vorstandes endeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Katja Schmidtberger: [https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/eisenach/article228743849/Eine-Umarmung-mit-dem-Klassenfeind-bringt-einst-Eisenacher-Sommergewinn-ins-Wanken.html Vor 30 Jahren fällt das Eisenacher Volksfest schon einmal aus], Thüringer Allgemeine/Eisenacher Allgemeine vom 21. März 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1992 wurde der Verein &amp;#039;&amp;#039;Sommergewinnszunft Eisenach e. V.&amp;#039;&amp;#039; gegründet, der seitdem für die Organisation des Festes verantwortlich zeichnet. 2010 wurde das historische Feuerradrollen wieder in das Festprogramm aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.eisenachonline.de/kultur/festumzug-mit-1100-mitwirkenden-gibt-einblicke-in-die-stadtgeschichte-26183&amp;lt;/ref&amp;gt; 2020 und 2021 wurde das Fest wegen der [[COVID-19-Pandemie]] abgesagt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mdr.de/thueringen/west-thueringen/eisenach/sommergewinn-abgesagt-corona-virus-absage-100.html Eisenacher Sommergewinn fällt wegen Coronavirus aus], mdr.de, aufgerufen am 4. März 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ESA Sommergewinn 2017 (10).jpg|miniatur|Häuserschmuck]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ESA mHENNER FRIEDER.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;Henner&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Frieder&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
=== Häuserschmuck ===&lt;br /&gt;
Ursprünglich war die &amp;#039;&amp;#039;Georgenvorstadt&amp;#039;&amp;#039; mit grünen Tannenzweigen geschmückt, die mit bunten Bändern dekoriert waren. In den 1950er Jahren wurden die Häuser am &amp;#039;&amp;#039;Ehrensteig&amp;#039;&amp;#039;, an der &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Straße&amp;#039;&amp;#039; sowie der &amp;#039;&amp;#039;Katharinenstraße&amp;#039;&amp;#039; erstmals mit von Hand geformten Blumen aus [[Krepppapier]] geschmückt. Dieser Brauch ist seit den 1990er Jahren auch in anderen Straßen Eisenachs zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frau Sunna und Herr Winter ===&lt;br /&gt;
Der vergehende Winter wird durch &amp;#039;&amp;#039;Herrn Winter&amp;#039;&amp;#039; symbolisiert, der seinen Ursprung in der Vorstellung eines „Eiskönigs“ hat. Seine Gegenspielerin ist die [[Sol (nordische Mythologie)|Sonnengöttin]], &amp;#039;&amp;#039;Frau Sunna&amp;#039;&amp;#039; genannt. Beide liefern sich am Ende des Festumzugs ein Streitgespräch, das stets Frau Sunna gewinnt. Als Symbol des weichenden Winters wird nach dem Streitgespräch eine Strohpuppe verbrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hahn, Ei und Brezel ===&lt;br /&gt;
Zu den Symbolen des Sommergewinns gehören der [[Haushuhn|Hahn]] als Verkünder des Lichtes und des Tagesbeginns, ein mit [[Binsen]] verziertes [[Hühnerei|Ei]] als Symbol der Fruchtbarkeit und die [[Brezel]] als Symbol der Unendlichkeit im Wechsel der Jahreszeiten. Die Binseneier wurden erstmals 1823 erwähnt. Im Zusammenhang mit dieser Tradition entstand der Ruf der Sommergewinnszunft „Gut Ei und Kikeriki“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuerrad ===&lt;br /&gt;
Ein weiteres Symbol sind die Feuerräder; ein ähnlicher Brauch besteht noch heute im „[[Lügde#Osterräderlauf|Osterräderlauf]]“ von [[Lügde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Originale ===&lt;br /&gt;
Der Sommergewinn hat eine Reihe von [[Stadtoriginal|Originalen]] hervorgebracht. Die ältesten sind &amp;#039;&amp;#039;Henner&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Frieder&amp;#039;&amp;#039;, denn schon Ende des 19. Jahrhunderts waren die „Henner-und-Frieder-Witze“ in der Stadt verbreitet. Der Eisenacher Karikaturist [[Paul Hempe]] gab den Figuren 1928 erstmals ein Gesicht, 1931 erwachten sie im Volksstück „Miele“ zum Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge kamen Mäxer (1964), Tante Frieda (1971) und Mäxens Sohn Mike (1974) hinzu. Tante Frieda erhielt 1989 mit Minchen eine Freundin, 2002 schließlich kamen mit Schorsch und Hermine zwei Kinder von Tante Frieda hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [https://www.sommergewinn-eisenach.de/ Historie des Sommergewinns auf der Website der Sommergewinnszunft Eisenach e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* Scholz, Martin und Lorenz, Reinhard: &amp;#039;&amp;#039;Kulturkonzeption der Stadt Eisenach 2003–2020&amp;#039;&amp;#039;, Stand Oktober 2003, S. 176 ff.&lt;br /&gt;
* Küster, Jürgen: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Feste und Bräuche im Jahreslauf. Eine Einführung in den Festkalender.&amp;#039;&amp;#039; 1985, S. 44&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Wiesigel, Anne und Jochen |Titel=Feste und Bräuche in Thüringen |Seiten=30ff |Verlag=Verlagshaus Thüringen |Ort=Erfurt |Jahr=1994 |ISBN=3-86087-080-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sommergewinn Eisenach|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Immaterielles Kulturerbe Deutschland}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=v|GND=2066501-5|VIAF=133191942}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frühlingsfest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volksfest in Thüringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Eisenach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immaterielles Kulturerbe (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung in Eisenach]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Siechfred</name></author>
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