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	<title>Somatiker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T13:29:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Somatiker&amp;diff=2403037&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Halbgeviertstrich, Kleinkram</title>
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		<updated>2019-06-09T21:15:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Halbgeviertstrich, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Somatiker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; nennt man die Vertreter des verallgemeinernden theoretischen Ansatzes, dass psychische Krankheit stets eine somatische Krankheit darstellt. Der Begriff ist abgeleitet von [[altgriechische Sprache|altgriechisch]] [[somatisch|Soma]] ({{lang|grc|σῶμα}}) = Körper. Diese Auffassung stellt die medizinhistorische Gegenposition zur Auffassung der [[Psychiker (Psychiatrie)|Psychiker]] dar, wonach psychische Krankheit als Ausdruck einer Erkrankung der [[Seele]] bzw. des [[Geist]]s anzusehen ist. Gemäß den Vorstellungen der Somatiker kann die Seele nicht erkranken, da sie göttlich sei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim Bodamer]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Phänomenologie des geschichtlichen Geistes in der Psychiatrie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Nervenarzt.&amp;#039;&amp;#039; Band 19, 1948, S. 299–310, hier: S. 305.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Wilhelm Griesinger]] (1817–1868) präzisierte den somatischen Standpunkt insoweit, dass es sich bei psychischen Krankheiten um Krankheiten des [[Gehirn]]s handele.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PSK&amp;quot; /&amp;gt; Dabei ist zu bedenken, dass bereits seit der Antike ein Somatismus in Form der [[Humoralpathologie|Humoral-]] und [[Solidarpathologie]] bestand. Die neuen naturwissenschaftlichen Forschungsergebnisse begünstigten eher die solidarpathologische Denkweise.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KGP&amp;quot; /&amp;gt; Im Gegensatz zu den naturphilosophisch orientierten Vertretern der Medizin, waren die Somatiker häufiger auch praktisch in der Pflege von psychiatrischen Patienten tätig und auch die meisten Anstaltsleiter dieser Zeit (wie [[Maximilian Jacobi]], [[Carl Friedrich Flemming]], [[Christian Friedrich Wilhelm Roller]], [[Ernst Gottlob Pienitz]] und [[Christian Friedrich Nasse]]) waren Somatiker, so dass sie für die Entwicklung der Psychiatrie von besonderer Bedeutung waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Magdalena Frühinsfeld: &amp;#039;&amp;#039;Kurzer Abriß der Psychiatrie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anton Müller. Erster Irrenarzt am Juliusspital zu Würzburg: Leben und Werk. Kurzer Abriß der Geschichte der Psychiatrie bis Anton Müller.&amp;#039;&amp;#039; Medizinische Dissertation Würzburg 1991, S. 9–80 (&amp;#039;&amp;#039;Kurzer Abriß der Geschichte der Psychiatrie&amp;#039;&amp;#039;) und 81–96 (&amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Psychiatrie in Würzburg bis Anton Müller&amp;#039;&amp;#039;), S. 62 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abkehr der Somatiker von ontologischen und theologischen Vorstellungen und somit die Befreiung der psychisch Kranken etwa von religiöser Schuld förderte die Entwicklung einer psychiatrischen Wissenschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Dörner]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürger und Irre. Zur Sozialgeschichte und Wissenschaftssoziologie der Psychiatrie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Frankfurt am Main 1984, S. 276.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Psychiatrie ==&lt;br /&gt;
Für die Somatiker wichtigste Forschungsergebnisse waren die Physiologie von [[Johannes Müller (Mediziner)|Johannes Müller]] sowie die Zellenlehre von [[Theodor Schwann]] und [[Matthias Jacob Schleiden]].&lt;br /&gt;
Somatiker waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts Carl Friedrich Flemming (1799–1880), [[Johann Baptist Friedreich]] (1796–1862), Maximilian Jacobi (1775–1858), Christian Friedrich Nasse (1778–1851), [[Johann Christian Reil]] (1759–1813), später hauptsächlich [[Wilhelm Griesinger]] (1817–1868), [[Theodor Meynert]] (1833–1892) und [[Kurt Schneider]] (1887–1967).&amp;lt;ref name=&amp;quot;PSK&amp;quot;&amp;gt;[[Rudolf Degkwitz (junior)|Rudolf Degkwitz]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Psychisch krank. Einführung in die Psychiatrie für das klinische Studium.&amp;#039;&amp;#039; Urban &amp;amp; Schwarzenberg, München 1982, ISBN 3-541-09911-9 – (a)&amp;amp;nbsp;zu „Begriffsdefinition und theoretischer Ansatz“: Seiten 451&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;, 16-1-2; (b)&amp;amp;nbsp;zu „wesentliche Vertreter“: Seite 451&amp;lt;sup&amp;gt;b&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Johann Christian August Grohmann]] und [[Carl Philipp Möller]] gehören zu den Somatikern.&amp;lt;ref&amp;gt;Magdalena Frühinsfeld: &amp;#039;&amp;#039;Kurzer Abriß der Psychiatrie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anton Müller. Erster Irrenarzt am Juliusspital zu Würzburg: Leben und Werk. Kurzer Abriß der Geschichte der Psychiatrie bis Anton Müller.&amp;#039;&amp;#039; Medizinische Dissertation Würzburg 1991, S. 9–80 (&amp;#039;&amp;#039;Kurzer Abriß der Geschichte der Psychiatrie&amp;#039;&amp;#039;) und 81–96 (&amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Psychiatrie in Würzburg bis Anton Müller&amp;#039;&amp;#039;), S. 55 und 62.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Vorläufern der Somatiker werden außerdem auch [[Franz Josef Gall]] (1758–1828) und [[Andrew Combe]] (1797–1848) gerechnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WPP&amp;quot;&amp;gt;[[Uwe Henrik Peters|Peters, Uwe Henrik]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Psychiatrie und medizinischen Psychologie&amp;#039;&amp;#039;. Urban &amp;amp; Schwarzenberg, München &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1984; Wörterbuch Stw. Somatiker, Seite 523 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;B&amp;amp;I&amp;quot;&amp;gt;[[Klaus Dörner]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürger und Irre. Zur Sozialgeschichte und Wissenschaftssoziologie der Psychiatrie.&amp;#039;&amp;#039; (1969) Fischer Taschenbuch, Bücher des Wissens, Frankfurt / M 1975, ISBN 3-436-02101-6; (a)&amp;amp;nbsp;zu „Übersicht“: Seiten 180–189, 287, 291, 295–303, 305, 316, 324; zu Stw. „Andrew Combe“: Seite 111; (b)&amp;amp;nbsp;zu Stw. „Sprechstunden- und Anstaltspsychiatrie“: Seiten 317, 325&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gedanke des Somatismus war ausgegangen von [[Georg Ernst Stahl]] (1659–1734) und seiner Theorie der doppelten Möglichkeit der Krankheitsentstehung entsprechend der [[René Descartes|cartesianischen]] Unterscheidung in Seele und Körper, siehe das [[Leib-Seele-Problem]] und die von Stahl begründete Lehre des [[Animismus (Psychosomatik)|Animismus]]. Dementsprechend ergab sich auch die Lehre der Psychiker als eine Verabsolutierung einer der beiden von Stahl unterschiedenen Möglichkeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KGP&amp;quot;&amp;gt;[[Erwin H. Ackerknecht|Ackerknecht, Erwin H.]]: &amp;#039;&amp;#039;Kurze Geschichte der Psychiatrie&amp;#039;&amp;#039;. Enke, Stuttgart &amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;1985, ISBN 3-432-80043-6; (a)&amp;amp;nbsp;zu Stw. „Neuer vs. alter Somatismus“ Seite 36; (b)&amp;amp;nbsp;zu Stw. „Stahls Lehre“ Seite 36 f.; (c-d)&amp;amp;nbsp;zu Stw. &amp;quot;Somatiker&amp;quot; Seiten 15, 36 f., 42, 52, 53, 57, 59 61, 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Lehre der körperlichen Verursachung von psychischen Krankheiten hatte sich zuerst in Schottland durch [[Robert Whytt]] (1714–1766) und [[William Cullen]] (1710–1790) einen Namen gemacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KGP&amp;quot; /&amp;gt; Wilhelm Griesinger hat durch die Begründung der [[Sprechstundenpsychiatrie]] dem Standpunkt des Somatismus in Deutschland zur praktischen Geltung verholfen, zumal hierdurch die damaligen in der [[Anstaltspsychiatrie]] üblichen Methoden der [[Moralische Behandlung|moralisch]] begründeten [[Zwangsbehandlung]] in ihre Grenzen gewiesen wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;B&amp;amp;I&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Stand ==&lt;br /&gt;
Die logisch zwingende Schlussfolgerung des Standpunkts der Somatiker gipfelt in dem Glauben an die ausschließliche Wirksamkeit einer [[Somatotherapie]]. Die oft ideologisch ausgeführten Auseinandersetzungen zwischen Somatikern und Psychikern sind bisweilen auch heute noch spürbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KGP&amp;quot; /&amp;gt; Die beide Ansätze vereinigende Sichtweise der [[Psychophysische Korrelation|psychophysischen Korrelation]] kann als Resultat der oft unfruchtbaren früheren Auseinandersetzungen angesehen werden. Beide Einstellungen stehen heute gleichberechtigt nebeneinander.&amp;lt;ref name=&amp;quot;APP&amp;quot;&amp;gt;[[Karl Jaspers|Jaspers, Karl]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Psychopathologie&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin &amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt;1973, ISBN 3-540-03340-8; Anhang: Historisches über Psychopathologie als Wissenschaft Seite 709 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Psychiatrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiatrie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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