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	<title>Solus Christus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T14:46:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Solus_Christus&amp;diff=581508&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dado39: Dass Maria Gnadenmittlerin ist, muss man erklären. Nennt man sie und Christus „Mittler“, und schließt dann darauf, dass sie auf gleiche Weise Gnade vermitteln, liegt eine irreführende Äquivokation vor. Also habe ich die Gnadenmittlerschafts Mariens nach katholischer Lehre erklärt.</title>
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		<updated>2025-05-11T17:28:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dass Maria Gnadenmittlerin ist, muss man erklären. Nennt man sie und Christus „Mittler“, und schließt dann darauf, dass sie auf gleiche Weise Gnade vermitteln, liegt eine irreführende Äquivokation vor. Also habe ich die Gnadenmittlerschafts Mariens nach katholischer Lehre erklärt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die lateinische Formel {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;solus Christus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}} (allein Christus) ist ein kurzer Ausdruck für einen theologischen Grundsatz der [[Reformation]]. Dieser Grundsatz lautet, dass [[Jesus Christus]] der alleinige Heilsmittler ist. Häufig wird dazu folgende Aussage des [[Neues Testament|Neuen Testaments]] herangezogen: „Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Christus Jesus“ ({{B|1 Tim|2,5}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evangelische Kirche ==&lt;br /&gt;
Die [[Evangelische Kirche in Deutschland|EKD]] erläuterte „solus Christus“ als einen Kernpunkt reformatorischer Theologie: In Christus allein sei [[Gott]] eindeutig zu finden, und an Christus allein soll der Mensch glauben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ekd.de/Publikation-Rechtfertigung-und-Freiheit-18744.htm &amp;#039;&amp;#039;Rechtfertigung und Freiheit. 500 Jahre Reformation 2017. Ein Grundlagentext des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Luthers Rechtfertigungslehre n. P. Blickle.PNG|mini|300px|Schematische Darstellung zu [[Rechtfertigung (Theologie)#Rechtfertigung und Reformation|Luthers Rechtfertigungslehre]], modifiziert nach [[Peter Blickle (Historiker)|P. Blickle]] (1992)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Blickle (Historiker)|Peter Blickle]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Reformation im Reich.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl., UTB 1181, Eugen Ulmer, Stuttgart 1992, ISBN 3-8001-2626-5, S.&amp;amp;nbsp;44&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katholische Kirche ==&lt;br /&gt;
Das reformatorische Prinzip &amp;#039;&amp;#039;alleine Christus&amp;#039;&amp;#039; ist in der Auseinandersetzung mit der römisch-katholischen Kirche ([[Heiligenverehrung|Heiligen-]] und [[Marienverehrung]], Mitwirkung des Menschen am [[Erlösung|Heilswerk Gottes]]) wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweite Vatikanische Konzil]] betont einerseits, auf Christus verweisend: „Ein einziger ist unser Mittler“. Andererseits sagt es über die Jungfrau [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]]:&lt;br /&gt;
: „Indem sie Christus empfing, gebar und nährte, im Tempel dem Vater darstellte und mit ihrem am Kreuz sterbenden Sohn litt, hat sie beim Werk des Erlösers in durchaus einzigartiger Weise in Gehorsam, Glaube, Hoffnung und brennender Liebe mitgewirkt zur Wiederherstellung des übernatürlichen Lebens der Seelen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Zweites Vatikanisches Konzil]], Dogmatische Konstitution über die Kirche &amp;#039;&amp;#039;[[Lumen gentium]]&amp;#039;&amp;#039;, [https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/238.html#83 Art. 60 und 61].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Damit drückt das Konzil den Gedanken aus, dass Maria durch Christus (!) moralische Ursache der den Menschen zufließenden Gnade ist; aber nicht etwa, dass Maria Primärursache von Gnade sei – das ist nur Gott –, ja, nicht einmal, dass sie Instrumentalursache der Gnade sei (was zum Beispiel die Menschheit Christi ist). Sondern sie ist nur moralische Ursache von Gnadenvermittlung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franz Diekamp |Titel=Katholische Dogmatik |Hrsg=Klaudius Jüssen |Band=2 |Auflage=11./12. |Datum=1959 |Sprache=de |Seiten=405}}&amp;lt;/ref&amp;gt; – das heißt eine Ursache, die eine per se Ursache „appliziert“, das heißt hier: ihr etwas empfiehlt oder sie wo hereinlässt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Francisco Suarez |url=https://homepage.ruhr-uni-bochum.de/michael.renemann/suarez/ |titel=Disputationes metaphysicae |titelerg=disp. xvii, sect. secunda, § 6 |sprache=la |abruf=2025-05-11 |zitat=Unde semper est aut causa non impediens, cum possit ac debeat, aut causa applicans causam per se vel inducens illam, sive per consilium, sive per preces, sive per modum meriti, sive interdum etiam per localem motum, ut cum quis applicat ignem domu.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; –, nämlich insofern, als der Erlöser aus ihr geboren ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franz Diekamp |Titel=Katholische Dogmatik |Hrsg=Klaudius Jüssen |Band=2 |Auflage=11./12. |Datum=1959 |Sprache=de |Seiten=397}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass die Bibel ({{B|1 Tim|2|5}}) Christus den einzigen Mittler zwischen Gott und Menschen nennt, widerspricht dem nicht, weil dies nicht ausschließt, dass es andere &amp;#039;&amp;#039;secundum quid&amp;#039;&amp;#039; (relative) Mittler gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas von Aquin |url=https://bkv.unifr.ch/de/works/sth/compare/summa-theologiae/3174/summe-der-theologie |titel=Summa Theologiae |titelerg=III, 26 a 1 |abruf=2025-05-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So ist beispielsweise auch der Mensch, der einem von Jesus erzählt, eine Ursache der Gnadenvermittlung – sogar der Rettung – &amp;#039;&amp;#039;secundum quid&amp;#039;&amp;#039;, vgl. {{B|1 Tim|4|16}}: „Achte auf dich selbst und auf die Lehre; halte daran fest! Wenn du das tust, &amp;#039;&amp;#039;rettest du dich und alle, die auf dich hören&amp;#039;&amp;#039;.“ Wir nennen nämlich das &amp;#039;&amp;#039;Ursache&amp;#039;&amp;#039;, „was auf eine positive Weise zum Dasein eines andern beiträgt“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ludwig Schütz |url=https://www.corpusthomisticum.org/tlc.html#causa |titel=Thomas-Lexikon |titelerg=causa |abruf=2025-05-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, was laut Katholiken hier der Fall sei, wie auch bei Maria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freikirchen ==&lt;br /&gt;
In seiner Definition von „[[Freikirche]]n“ verwendet [[Franz Graf-Stuhlhofer]] drei Kriterien, beginnend mit &amp;#039;&amp;#039;Christus allein&amp;#039;&amp;#039;. Den Bezug dieses Kriteriums auf die Freikirchen erläutert er folgendermaßen:&lt;br /&gt;
: „In konsequenter reformatorischer Gesinnung wird die Errettung alleine durch den Glauben an Jesus Christus vertreten. Damit grenzt sich die Freikirche sowohl von der Volkskirche als auch von der Sekte ab, denn beide praktizierten – jedenfalls in der Vergangenheit – die Haltung ‚außerhalb der [[Ekklesiologie|Kirche]] kein Heil‘.“&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Graf-Stuhlhofer: &amp;#039;&amp;#039;Freikirche zwischen Volkskirche und Sekte Versuch einer Definition anhand dreier Kennzeichen.&amp;#039;&amp;#039; In: Freikirchenforschung 17 (2008), S. 290–296.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier reformatorische „Soli“ ==&lt;br /&gt;
Neben dem &amp;#039;&amp;#039;solus Christus&amp;#039;&amp;#039; („allein Christus“) stehen in den reformatorischen Kirchen die gleichfalls lateinischen Prinzipien [[sola scriptura]] (deutsch „allein durch die [[Bibel|Schrift]]“), [[sola fide]] („allein durch [[Glaube (Religion)|Glaube]]“) und [[sola gratia]] („allein aus [[Gnade (Theologie)|Gnade]]“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Grundsätze der Reformation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Theologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dado39</name></author>
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