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	<title>Soltaniye - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Soltaniye&amp;diff=759936&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kultureule: /* Bauwerke */ Titel sowie Reihenfolge der Abschnitte geändert</title>
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		<updated>2026-03-24T09:34:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bauwerke: &lt;/span&gt; Titel sowie Reihenfolge der Abschnitte geändert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Stadt. Zum Verwaltungsbezirk siehe [[Soltaniye (Verwaltungsbezirk)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort im Iran&lt;br /&gt;
|Name                 = Soltaniye&lt;br /&gt;
|NamePersisch         = سلطانیه&lt;br /&gt;
|NS                   = 36/26/2.4/N&lt;br /&gt;
|EW                   = 48/47/45.2/E&lt;br /&gt;
|Bild                 = Soltaniyeh dome by Mardetanha 6355.JPG&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung     = [[Öldscheitü-Mausoleum]]&lt;br /&gt;
|Position             = bottom&lt;br /&gt;
|Provinz              = [[Zandschan (Provinz)|Zandschan]]&lt;br /&gt;
|Höhe                 = 1.784&lt;br /&gt;
|Fläche               = &lt;br /&gt;
|Einwohner            = 7638&amp;lt;ref name=&amp;quot;amar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|EinwohnerStand       = 2016&lt;br /&gt;
|Bevölkerungsdichte   = &lt;br /&gt;
|Vorwahl              = &lt;br /&gt;
|Stadtgliederung      = &lt;br /&gt;
|Website              = www.soltaniyeh.ir&lt;br /&gt;
|Bürgermeister        = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Soltaniye&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Soltanieh&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Soltanije&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; {{faS|سلطانیه|w=Soltaniyeh|d=Solṭānīye}}) ist eine Stadt in der [[iran]]ischen Provinz [[Zandschan (Provinz)|Zandschan]], etwa 45&amp;amp;nbsp;km südöstlich der Provinzhauptstadt [[Zandschan]] und 240&amp;amp;nbsp;km nordwestlich von [[Teheran]]. Der Name bedeutet sinngemäß „die Kaiserliche“ oder „die Sultanische“ und bezieht sich auf den Titel [[Sultan]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 27&amp;quot; /&amp;gt; Sie ist Verwaltungssitz des [[Schahrestan Soltaniye]] und zugleich des zentralen [[Bachsch|Kreises]] dieses Bezirks. Die Stadt war im frühen 14. Jahrhundert zeitweise Hauptstadt der [[Ilchane]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Soltaniye befindet sich im Übergangsgebiet der abflachend gestaffelten, östlichen Ausläufer der Gebirgsketten des [[Zagros]] einerseits und des [[Elburs-Gebirge|Elburs]]-Randgebirges andererseits. Die Stadt liegt auf etwa 1780&amp;amp;nbsp;m Höhe über dem Meeresspiegel&amp;lt;ref&amp;gt;[[OpenTopoMap]] und [[Google Earth]]&amp;lt;/ref&amp;gt; in einer offenen Talebene nördlich des Soltaniye-Gebirges und südlich der Tarom-Berge. Unweit verläuft die Fernstraße Teheran–Zandschan–[[Bāzargān (Bāzargān)|Bazargan]], eine wichtige Transitroute zwischen [[Zentraliran]] und den Grenzgebieten zu [[Aserbaidschan]] und der [[Türkei]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;visitiran&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.visitiran.ir/fa/destination/سلطانیه |titel=سلطانیه |werk=visitiran.ir |hrsg=[[Organisation für Kulturerbe, Handwerk und Tourismus]] |sprache=fa |abruf=2026-03-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund wasserundurchlässiger Bodenschichten staut sich Niederschlagswasser im Untergrund, was die seit Jahrhunderten genutzten Naturwiesen von Soltaniye, die sich auf einer Fläche von etwa 35&amp;amp;nbsp;km² erstrecken, zu einem besonders ergiebigen Weidegebiet machte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;icomos&amp;quot; details=&amp;quot;S. 68&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Klima ist gemäßigt, tendenziell kühl und halbtrocken. Die windexponierte Lage führt zu kalten Wintern und vergleichsweise milden Sommern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;visitiran&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruins of a palace in Sultanieh by Eugène Flandin.jpg|mini|links|Palastruinen in Soltaniye um 1840]]&lt;br /&gt;
Archäologische Befunde belegen eine Besiedlung des Gebietes seit vorgeschichtlicher Zeit. Im Raum Soltaniye wurden unter anderem bemalte [[Keramik]] des 4. Jahrtausends v. Chr. sowie [[Grauware|graue Keramik]] des 3. und 2. Jahrtausends v. Chr. gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 9&amp;quot; /&amp;gt; Im [[Mittelalter]] war das Gebiet von Soltaniye vor der Stadtgründung als ausgedehntes Weideland bekannt und wird in zeitgenössischen Quellen unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Qonqur Olāng&amp;#039;&amp;#039; oder „[[Prärie]] der [[Falbe (Pferd)|Falben]]“ beziehungsweise als „[[Falkenjagd]]revier“ überliefert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 18&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Arghun]] begann um 1290 die erste Bebauung des Ortes: Er ließ dort eine Sommerresidenz anlegen, da das Gebiet gute Jagdgründe und ertragreiche Weideflächen für die Pferdezucht bot.&amp;lt;ref name=&amp;quot;icomos&amp;quot; details=&amp;quot;S. 69&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 22&amp;quot; /&amp;gt; Arghuns Sohn und Nachfolger [[Ghazan Ilchan|Ghazan]] ließ auf dem Hügel Tappeh Nur ein Mausoleum errichten. [[Öldscheitü]], der 1304 die Herrschaft antrat, ließ den Platz wenig später zur Residenz- und Hauptstadt Soltaniye ausbauen. Die Hauptphase des Ausbaus war bis 1313 abgeschlossen und dauerte damit nur knapp ein Jahrzehnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 26–27&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://whc.unesco.org/uploads/nominations/1188.pdf |titel=Nominierungsdossier |hrsg=[[Organisation für Kulturerbe, Handwerk und Tourismus|Organisation für Kulturerbe des Iran]] |datum=2005 |format=PDF; 6,0 MB |sprache=en |abruf=2026-03-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;icomos&amp;quot; details=&amp;quot;S. 69&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=همایون رضوان, حسن کریمیان |Titel=طلوع و غروب یک پایتخت: شکل‌یابی، توسعه، اقتدار و اضمحلال شهر سلطانیه (The Rise and Fall of a Capital: Soltanieh Through History) |Sammelwerk=مطالعات باستان شناسی (Journal of Archaeological Studies) |Band=6 |Nummer=1 |Datum=2014-08 |Sprache=fa |DOI=10.22059/jarcs.2014.52672 |Seiten=39–54}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Hauptstadt war als groß angelegter Residenzkomplex mit verschiedenen Stadtvierteln, Palästen, Mausoleum, Befestigungen, [[Moschee]]n, Schulen, [[Hospital]], [[Basar]] und [[Karawanserei]] geplant und galt als eines der ambitioniertesten Städtebauprojekte der [[Ilchane]]nzeit. Durch ihre Lage an den überregionalen Verkehrswegen entwickelte sich Soltaniye im frühen 14. Jahrhundert neben [[Täbris]] zu einem wichtigen Handelszentrum auf den Fernhandelsverbindungen zwischen [[Asien]] und [[Europa]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Suaad Hadi Hassan Al-Taai |Titel=The Construction of Al-Sultaniyyah City and Its Most Important Urban Manifestations During the Ilkhanid Mongol Period (651-756 AH/ 1253-1355 AD) |Sammelwerk=Jordan Journal for History and Archaeology |Band=19 |Nummer=1 |Datum=2025-03-05 |ISSN=1996-9546 |DOI=10.35516/jjha.v19i1.2152 |Online=https://jjournals.ju.edu.jo/index.php/jjha/article/view/2152 |Abruf=2026-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 22&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;icomos&amp;quot; details=&amp;quot;S. 69&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://whc.unesco.org/document/151985 |titel=Advisory Body Evaluation |hrsg=[[ICOMOS]] |datum=2005 |format=PDF; 320 KB |sprache=en |abruf=2026-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Residenzstadt der Ilchane war Soltaniye auch in diplomatische Kontakte mit Europa eingebunden. Ab 1318 bestand hier zeitweise ein [[Titularerzbistum Soltania|lateinisches Erzbistum]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.iraniandomes.eu/domes/ |titel=Soltaniyeh |werk=iraniandomes.eu |sprache=en |abruf=2026-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.catholic-hierarchy.org/diocese/ds611.html |titel=Soltania (Soltaniyeh) (Archdiocese) |werk=Catholic-Hierarchy |sprache=en |abruf=2026-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Öldscheitüs Tod im Jahr 1316 verlor die Stadt allmählich an politischer Bedeutung. 1384 wurde sie von [[Timur]]s Heer eingenommen und geplündert, während das Mausoleum verschont blieb. Noch im frühen 15. Jahrhundert wurde Soltaniye jedoch als bedeutender Handelsplatz beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 14&amp;quot; /&amp;gt; Im 16. und 17. Jahrhundert setzte ein weiterer Niedergang ein, so dass schließlich nur noch ein dörflicher Siedlungskern über den Ruinen der alten Hauptstadt bestand. Im 19. Jahrhundert wurden erste Restaurierungsarbeiten am Mausoleum vorgenommen. Zugleich diente die Ebene als Übungsplatz für das Heer der [[Kadscharen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;icomos&amp;quot; details=&amp;quot;S. 69&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltung und Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Soltaniyeh village.JPG|mini|Ortsbild]]&lt;br /&gt;
Die Stadt ist Verwaltungssitz des gleichnamigen [[Schahrestan Soltaniye]], der 2013 durch Abtrennung des bisherigen Bezirks Soltaniye vom [[Abhar (Verwaltungsbezirk)|Schahrestan Abhar]] geschaffen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Mohammad Reza Rahimi]] |datum=2013-06-19 |titel=اصلاحات تقسیماتی در استان زنجان |url=https://davoudabadi.ir/page/79673104 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20250625165518/https://davoudabadi.ir/page/79673104 |archiv-datum=2025-06-25 |zugriff=2026-03-22 |werk=davoudabadi.ir |hrsg=Iranisches Innenministerium |sprache=fa}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Volkszählung|Zensus]] 2016 hatte Soltaniye 7.638 Einwohner in 2.319 Haushalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;amar&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |titel=Allgemeine Volks- und Wohnungszählung 2016: Provinz Zandschan |sprache=fa |hrsg=Statistisches Zentrum Irans |url=https://www.amar.org.ir/Portals/0/census/1395/results/abadi/CN95_HouseholdPopulationVillage_19.xlsx |archiv-url=https://web.archive.org/web/20220427114852/https://www.amar.org.ir/Portals/0/census/1395/results/abadi/CN95_HouseholdPopulationVillage_19.xlsx |archiv-datum=2022-04-27 |format=Excel; 124 KB |zugriff=2026-03-22|werk=amar.org.ir}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei früheren Volkszählungen wurden 5.484 Einwohner (1996), 6.458 Einwohner (2006) und 7.116 Einwohner (2011) ermittelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;citypopulation&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://citypopulation.de/en/iran/zanjan/sol%E1%B9%AD%C4%81niyeh/1910011527__sol%E1%B9%AD%C4%81niyeh/ |titel=Solṭāniyeh (Solṭāniyeh, Zanjan, Iran) |werk=citypopulation.de |datum=2017-07-01 |sprache=en |abruf=2026-03-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bevölkerung spricht überwiegend [[Aserbaidschanisch-Türkisch]] und gehört mehrheitlich der [[Zwölfer-Schia|schiitischen Zwölferrichtung]] des [[Islam]]s an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmäler und archäologische Stätten ==&lt;br /&gt;
Das heutige Soltaniye ist eine Kleinstadt, deren Siedlungsgebiet Teile der Ruinen der ilchanidischen Hauptstadt überlagert. Vom mittelalterlichen Stadtkomplex ist vor allem das Öldscheitü-Mausoleum als bedeutendster erhaltener Bau erhalten. Es prägt bis heute das Ortsbild inmitten der historischen Weideflächen von Soltaniye.&amp;lt;ref name=&amp;quot;whc&amp;quot;&amp;gt;{{Weblink Welterbe|Nummer=1188}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öldscheitü-Mausoleum ===&lt;br /&gt;
Das [[Öldscheitü-Mausoleum]] – persisch auch &amp;#039;&amp;#039;Gonbad-e Soltaniyeh&amp;#039;&amp;#039; ({{fa|گنبد سلطانیه |de=Kuppel von Soltaniye}}) genannt – wurde zwischen 1302 und 1312 errichtet. Der achteckige Bau wird von einer rund 50&amp;amp;nbsp;m hohen, [[türkisblau]] gefliesten [[Kuppel]] bekrönt und gilt als frühestes erhaltenes Beispiel einer doppelschaligen Ziegelkuppel im Iran. Ihr Außendurchmesser beträgt 38&amp;amp;nbsp;m, der innere Durchmesser etwa 25&amp;amp;nbsp;m. Mit dieser Spannweite zählt die Kuppel zu den größten des Mittelalters. Acht schlanke [[Minarett]]e umgeben den Bau und unterstreichen den monumentalen Charakter des Bauwerks.&amp;lt;ref name=&amp;quot;whc&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Bau gehören neben der eigentlichen Kuppelhalle die südlich anschließende &amp;#039;&amp;#039;Torbat-chāne&amp;#039;&amp;#039; und eine darunterliegende Gruftkammer (&amp;#039;&amp;#039;sardāb&amp;#039;&amp;#039;). Die &amp;#039;&amp;#039;Torbat-chāne&amp;#039;&amp;#039; war als eigentliche Grabkapelle angelegt. Zeitgenössische Quellen überliefern, dass Öldscheitü in der Gruftkammer bestattet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 20&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Backstein]]architektur ist durch umfangreiche [[Fliese]]n-, [[Stuck]]- und [[Wandmalerei]]dekorationen ausgezeichnet, darunter [[Kalligrafie|kalligrafische]] Bänder und geometrische Muster. Die dekorierten Innen- und Außenflächen umfassen schätzungsweise 9.000&amp;amp;nbsp;m² und gehören damit zu den umfangreichsten Dekorationsprogrammen der iranischen Architektur. Die Ausstattung entstand in zwei Hauptphasen: Zunächst dominierten Sichtziegel und dunkelblaue [[Fayence]]fliesen mit [[kufi]]schen Schriftbändern, später erhielt der Innenraum eine weitere Schicht aus verputzten und polychrom bemalten Stuckdekorationen, die Teile des älteren Fliesendekors überzieht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;icomos&amp;quot; details=&amp;quot;S. 68–69&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 20–21&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lida Balilan Asl, Saeid Hasanpour Loumer, Hannaneh Fayyaz Moghaddam |Titel=Interpretation of Numerical Concepts and Geometric Codes Hidden in the Decoration and Architecture of Soltaniyeh Dome |Sammelwerk=نگره |Band=17 |Nummer=62 |Datum=2022-06 |Sprache=fa |ISSN=2676-7244 |DOI=10.22070/negareh.2021.5825.2590 |Seiten=55–79}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bauwerk war ursprünglich als [[schiitisch]]e [[Wallfahrtsstätte]] für die [[Reliquie]]n der [[ʿAlī ibn Abī Tālib|Imame Ali]] und [[al-Husain ibn ʿAlī|Husain]] konzipiert, diente letztlich jedoch als Grabmal Öldscheitüs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;icomos&amp;quot; details=&amp;quot;S. 69&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 20, 27&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mausoleum gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der ilchanidischen Zeit und als ein Hauptwerk der [[Islamische Architektur|islamischen Architektur]] in Iran. Seine innovative Kuppelkonstruktion wirkte auf spätere Kuppelbauten der [[Timuriden]] und [[Safawiden]] ein. In der architekturhistorischen Forschung wird die Kuppel zudem mit der späteren Kuppel des [[Dom zu Florenz]] in [[Florenz]] verglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;whc&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;icomos&amp;quot; details=&amp;quot;S. 70&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1969 bis 1979 wurde das Mausoleum in Zusammenarbeit mit einem italienischen Team unter Leitung von Piero Sanpaolesi restauriert. Seit 1994 führt die [[Organisation für Kulturerbe, Handwerk und Tourismus|iranische Kulturerbeverwaltung]] ein systematisches Forschungs- und Konservierungsprogramm durch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;icomos&amp;quot; details=&amp;quot;S. 69–70&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Soltanieh Dome fall 2014.jpg|Kuppel des Mausoleums&lt;br /&gt;
Gombad-e-Soltaniye.jpg|Restaurierungsarbeiten am Mausoleum&lt;br /&gt;
SoltAniye 01.jpg&lt;br /&gt;
Soltaniyeh interiors.jpg|Ornamentale Schriftzüge im Öldscheitü-Mausoleum, Soltaniye&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalterliche Stadtanlage ===&lt;br /&gt;
Die ilchanidische Hauptstadt bestand aus mehreren räumlich miteinander verbundenen Zonen. Ihr Mittelpunkt war das Mausoleum Öldscheitüs mit der umgebenden Zitadelle. Außerhalb davon lagen weitere Stadtbereiche mit Wohn- und Funktionsvierteln, religiösen Bauten, Werkstätten und Verkehrsflächen. Archäologische Grabungen außerhalb des Mausoleums erbrachten Reste steinerner Strukturen, architektonischer Einheiten sowie Keramik- und [[Ostrakon|Ostraka]]-Funde, die auf organisierte Stadtquartiere hinweisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 22&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar um das Mausoleum erstreckte sich eine steinerne Zitadellenplattform von etwa 295&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;315&amp;amp;nbsp;m. Sie war von einem rund 30&amp;amp;nbsp;m breiten Graben umgeben. Archäologisch wurden Reste der Plattform, von 16 Türmen und eines Tores nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 21&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;icomos&amp;quot; details=&amp;quot;S. 68&amp;quot; /&amp;gt; Das Zusammenspiel von Stadt und Weidelandschaft gilt als charakteristisch für Soltaniye, weil hier die Anforderungen einer mongolisch geprägten Reiterherrschaft mit denen einer sesshaften iranischen Stadtgesellschaft verbunden wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 3, 15–16, 18&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere erhaltene Monumente ===&lt;br /&gt;
In der Umgebung des Mausoleums haben sich weitere Bauten der Ilchanenzeit erhalten. Dazu gehören das etwa 500&amp;amp;nbsp;m südwestlich gelegene [[Tschalabioghlu-Mausoleum|Mausoleum]] des Sufi-Scheichs [[Tschalabi Oghlu]] mit angeschlossener [[Chānegāh]] aus der Zeit um 1330. Der Grabbau ist achteckig und enthält eine [[Gruft]]kammer. Die angrenzende Chānegāh diente als Ort religiöser Gemeinschaft und Wallfahrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 22–23&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;icomos&amp;quot; details=&amp;quot;S. 68&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das rund 2,5&amp;amp;nbsp;km südlich gelegene Mausoleum des Gelehrten und Dichters [[Molla Hassan Kāschī]], der am Hof Öldscheitüs wirkte, besitzt eine doppelte Ziegelkuppel. Die [[Stalaktitengesims|Stalaktitendekoration]] im Innenraum stammt dagegen aus früher [[Kadscharen]]-Zeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 23&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
View from second floor gallery toward the plain.jpg|Lehmbauten&lt;br /&gt;
Chalapy oghly 2.JPG|[[Tschalabioghlu-Mausoleum]]&lt;br /&gt;
Molla Hassan Kashi Mausoleum.jpg|Mausoleum des [[Molla Hassan Kāschī]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archäologische Stätten ===&lt;br /&gt;
Neben den erhaltenen Monumenten und der Stadtanlage gehören zahlreiche weitere Ruinen- und Denkmalzonen zur historischen Stätte von Soltaniye. Sie umfassen Siedlungshügel, Grabbauten, Werkstattareale und Teile der historischen Weidelandschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maps&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://whc.unesco.org/en/list/1188/maps/ |titel=Soltaniyeh – Maps |werk=UNESCO World Heritage Centre |sprache=en |abruf=2026-03-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 18–26&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den ausgewiesenen Stätten gehören:&lt;br /&gt;
* [[Seh Tappeh]], mehrere Siedlungshügel im nördlichen Bereich der Stätte mit Funden aus der Ilchanenzeit&lt;br /&gt;
* [[Tappeh Qal&amp;#039;eh]], eine Ruinenzone mit Funden aus der [[Partherreich|Partherzeit]] und den Resten einer Lehmziegelfestung des 19. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
* Karvangah, zwei Siedlungshügel nordöstlich der Stadt mit Funden aus dem 1. Jahrtausend v. Chr. und der Ilchanenzeit &lt;br /&gt;
* Qush Khaneh, eine Hügelgruppe südwestlich der Stadt mit den Resten einer kleinen quadratischen Festung aus der Ilchanenzeit &lt;br /&gt;
* ein Areal mit Ruinen sowie Überresten von Töpfer- und Ziegelbrennöfen&lt;br /&gt;
* Tappeh Dur, ein kleiner Hügel mit Keramik- und Ziegelfunden aus der Ilchanenzeit &lt;br /&gt;
* Emamzadeh Dur, ein freistehendes Mausoleum aus Ziegeln nordwestlich von Soltaniye&lt;br /&gt;
* Fenjanabad, ein archäologisches Areal mit Resten alter Mauern und [[Qanat]]en aus der Ilchanenzeit nordöstlich von Soltaniye&lt;br /&gt;
* Tappeh Nur Kuchak und [[Tappeh Nur]], wo sich die Reste des Mausoleums von [[Ghazan Ilchan|Ghazan]] befinden&lt;br /&gt;
* die historischen Weideflächen von Soltaniye einschließlich der Fundstelle Mostafa Khan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== UNESCO-Welterbe ==&lt;br /&gt;
{{Infobox Welterbe&lt;br /&gt;
|Name          = Soltaniye&lt;br /&gt;
|Bild          = &lt;br /&gt;
|Beschriftung  = &lt;br /&gt;
|Staats-Gebiet = {{Iran}}&lt;br /&gt;
|Typ           = Kultur&lt;br /&gt;
|Kriterien     = (ii)(iii)(iv)&lt;br /&gt;
|Fläche        = 790,146&lt;br /&gt;
|Puffer        = 349,720&lt;br /&gt;
|Referenz-Nr   = 1188&lt;br /&gt;
|Link          = &lt;br /&gt;
|Region        = Asien und Pazifik&lt;br /&gt;
|Jahr          = 2005&lt;br /&gt;
|Erweiterung   = &lt;br /&gt;
|Gefährdung    = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
2005 wurde Soltaniye auf der 29. Sitzung des [[Welterbekomitee]]s in die [[Welterbeliste]] aufgenommen. Die Eintragung erfolgte nach den Kriterien (ii), (iii) und (iv). Im Nominierungsdossier des Iran waren ursprünglich nur die Kriterien (ii) und (iv) beantragt worden, Kriterium (iii) wurde in der endgültigen Entscheidung zusätzlich berücksichtigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 15–16&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;whc&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;icomos&amp;quot; details=&amp;quot;S. 71&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welterbestätte ist eine aus 14 räumlich getrennten Komponenten bestehende serielle Stätte. Die Kernzone des Hauptmonuments, des Öldscheitü-Mausoleums mit seiner Zitadellenterrasse, umfasst 14,8&amp;amp;nbsp;ha. Hinzu kommen unter anderem Seh Tappeh, Tappeh Qal&amp;#039;eh, Karvangah, Tschalabi Oghlu, Qush Khaneh, das Grab des Molla Hassan Kāschī, ein Areal mit Ruinen und Brennöfen, Tappeh Dur, Emamzadeh Dur, Fenjanabad, Tappeh Nur Kuchak, Tappeh Nur sowie die Soltaniye-Weide mit der Fundstelle Mostafa Khan.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maps&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fläche der seriellen Kernzonen beträgt insgesamt rund 790&amp;amp;nbsp;ha. Für einen Teil der Komponenten bestehen zusätzliche Pufferzonen. Die UNESCO-Kartierung weist für mehrere, aber nicht für alle Teilstätten Pufferzonen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maps&amp;quot; /&amp;gt; Im Nominierungsdossier wurde darüber hinaus eine großräumige Landschaftspufferzone von 4547,38&amp;amp;nbsp;ha dargestellt, die die historischen Wechselbeziehungen zwischen Stadt, Monumenten und Weidelandschaft berücksichtigen soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nominierung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 4, 7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Welterbestätte ist Staatseigentum und wird nach dem iranischen Gesetz zum Schutz nationaler Denkmäler von 1930 sowie dem Gesetz über städtische Grundstücke von 1982 geschützt. Zuständige Verwaltungsbehörde ist die iranische Kulturerbeverwaltung über ihre Außenstelle in [[Zandschan]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;icomos&amp;quot; details=&amp;quot;S. 69–70&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;whc&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Soltaniyeh|Soltaniye}}&lt;br /&gt;
* {{Weblink Welterbe |Nummer=1188}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=https://www.soltaniyeh.ir/ |wayback=20251215235356 |text=Offizielle Website |original=1 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Welterbe Iran}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Hauptstadt (Iran)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Provinz Zandschan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Serielle Welterbestätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soltaniye| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte im Iran]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkulturerbestätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kultureule</name></author>
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