<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Solowezki-Kloster</id>
	<title>Solowezki-Kloster - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Solowezki-Kloster"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Solowezki-Kloster&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-24T02:38:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Solowezki-Kloster&amp;diff=1530634&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Icy2008 am 31. März 2026 um 14:35 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Solowezki-Kloster&amp;diff=1530634&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-31T14:35:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Соловецкий монастырь.jpg|mini|350px|]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Solovetsky Monastery drone 1.jpg|mini|350px|Luftbild des Solowezki-Klosters]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Solowezki-Kloster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Соловецкий монастырь}}) ist eines der wichtigsten Zentren der [[Orthodoxes Christentum|orthodoxen Christenheit]] im russischen Norden. Es liegt auf den [[Solowezki-Inseln]] im [[Weißes Meer|Weißen Meer]]. In seiner wechselhaften Geschichte erfuhr es sowohl Epochen der Förderung durch weltliche Machthaber als auch schwere Konflikte mit dem Staat, bis hin zu Belagerungen und zeitweiliger Auflösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 wurde es mit dem [[Sonderlager Solowezki]] in das landesweit erste Arbeitslager umfunktioniert und so zum Prototyp des sowjetischen [[Gulag]]-Systems.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hubertus-knabe.de/der-erste-gulag/ |titel=Hubertus Knabe: Solowki – Der erste Gulag |datum=2019-04-05 |zugriff=2019-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Kloster wurde 1436 durch die beiden Mönche German und Sawwatij aus dem [[Kirillo-Beloserski-Kloster]] gegründet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGG 1431&amp;quot;&amp;gt;Aleksandr Troitski: &amp;#039;&amp;#039;Soloveckij Kloster&amp;#039;&amp;#039;. In: RGG, 4. Aufl., Bd. 7, Sp. 1431.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 15. und 16. Jahrhundert konnte das Kloster seine Ländereien erweitern. Es erwarb – meist durch Schenkungen – große Landstriche auf dem Festland, vor allem entlang der in das Weiße Meer mündenden Flüsse. Durch eine geschickte Produktions- und Handelspolitik wurde es bald zum wirtschaftlichen und politischen Mittelpunkt der Region um das Weiße Meer. Die Geschäftstätigkeiten des Solowezki-Klosters beinhalteten unter anderem die Gewinnung von [[Speisesalz|Salz]], die [[Fischerei]], [[Pelztier]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;jagd, [[Glimmer]]- und [[Eisen]]verarbeitung, [[Perle]]ngewinnung. Das Kloster beschäftigte zahlreiche Menschen aus dem Umland. Für viele von ihnen war die Arbeit im Kloster ihre Lebensgrundlage. Im 16. Jahrhundert zählte das Solowezki-Kloster 350 Mönche, dazu rund 700 [[Handwerk]]er, [[Landwirt|Bauern]] und [[Knecht]]e. Es wurde auch als Ort theologischer Bildung bedeutsam, denn im Laufe der Zeiten wuchs eine sehr große Bibliothek mit zahlreichen [[Handschriften]] heran. Einer seiner Mönche, [[Theodoret von Kola]], wirkte im zweiten Viertel des 16. Jahrhunderts als [[Missionar]] unter den [[Samen (Volk)|Samen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde das Kloster nach dem [[Schisma]] der [[Russisch-Orthodoxe Kirche|Russisch-Orthodoxen Kirche]] zu einer der Hochburgen der [[Altorthodoxe|Altgläubigen]]. Denn das Kloster widersetzte sich den von [[Patriarch]] [[Nikon (Patriarch)|Nikon]] ab 1652 angeordneten Reformen. Daraufhin wurde es von 1668 bis 1676 durch ein Heer des [[Zar]]en belagert, hielt diesem jedoch stand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGG 1431&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1765 ist das Kloster [[Stauropegia|stauropegial]], d.&amp;amp;nbsp;h., es untersteht nicht mehr dem Ortsbischof, sondern ist unmittelbar dem [[Heiliger Synod|Heiligen Synod]] unterstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGG 1431&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Archimandrit]]en des Klosters wurden vom Zaren und vom Patriarchen ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Corner tower of the Trinity Cathedral in en-Solovetsky Monastery (Prokudin-Gorsky 20348).jpg|links|mini|Ein Klosterturm im Jahr 1915, fotografiert von [[Sergei Michailowitsch Prokudin-Gorski]]]]&lt;br /&gt;
Zusammen mit den beiden Befestigungsanlagen in Sumskoi und in Kem bildete das Solowezki-Kloster eine wichtige russische Grenzfestung. Es verfügte über Dutzende von [[Kanone]]n und hatte eine starke [[Garnison]]. Es konnte mehrere Angriffe und Belagerungen durch den livländischen [[Schwertbrüderorden]] und durch die [[Schwedisches Reich|Schweden]] in den Jahren 1571, 1582 und 1611 erfolgreich abwehren. Während des [[Krimkrieg]]s wurde das Kloster im Juli 1854 von zwei [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|britischen]] Fregatten angegriffen, doch nach vergeblichem Beschuss verließen diese das Weiße Meer.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Gemalt für die Ewigkeit. Geschichte der Ikonen in Russland&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Köln 2009, ISBN 978-3-412-20285-9, S. 174.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert diente das Kloster auch als [[Verbannung]]stätte für Gegner der [[Russisches Kaiserreich|zaristischen]] [[Selbstherrschaft]] und der orthodoxen Kirche und umfasste auch ein Gefängnis.&amp;lt;ref&amp;gt;Gabor T. Rittersporn: {{Webarchiv|url=http://www.solovki.org/de/html/Artikel_Rittersporn_de.html |wayback=20080705041128 |text=Die undokumentierte Geschichte des Solovecker Lagers |archiv-bot=2024-05-12 07:38:43 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Oktoberrevolution]] schlossen die [[Sowjetunion|sowjetischen]] Machthaber 1920 das Kloster, das damals 430 Mönche zählte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGG 1431&amp;quot; /&amp;gt; Sie verwandelten es 1923 in das landesweit erste Arbeitslager des [[GULAG]]-Systems. Die rund 3000 Häftlinge im Jahr der Eröffnung, darunter etwa 60 Bischöfe, mussten unter anderem die Wälder des Umlandes abholzen. Das Lager wuchs auf bis zu 50.000 Internierte und bis ins Jahr 1939, als zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] das Lager wegen der Nähe zur Grenze geschlossen wurde,&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGG 1431&amp;quot; /&amp;gt; kamen zehntausende der Häftlinge ums Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegelspecial/a-272665-2.html Stille Tage am Polarkreis], Spiegel, 1. Oktober 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; An seiner Stelle wurde eine Marine-Kadetten-Schule eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Kloster als architektonisches Ensemble ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Solovki-2--07.2004.jpg|right|mini|hochkant|Ein anderer Turm 2004]]&lt;br /&gt;
Das Solowezki-Klosters liegt an der Küste der Prosperitätsbucht (&amp;#039;&amp;#039;бухта Благополучия&amp;#039;&amp;#039;). Das Territorium des Klosters ist von massiven Mauern (Höhe: 8 bis 11 Meter, Dicke: 4 bis 6 Meter) umgeben, mit sieben Toren und acht Türmen (zwischen 1584 und 1594 erbaut). Die riesigen Steinbrocken, aus denen die Mauern bestehen, haben bis zu fünf Meter Länge. Die meisten Kirchen und Klosteranlagen sind miteinander durch überdachte Säulenpassagen verbunden, umgeben von zahlreichen Haushaltsgebäuden und Wohnquartieren, einschließlich eines 500 m² großen [[Refektorium]]s. Ein Großteil der bis heute erhaltenen Bauten wurde im 16. Jahrhundert während der Amtszeit des [[Igumen]] Filip Kolytschew errichtet. Zu den das Bild des Klosters prägenden Bauwerken gehören die Uspenski-Kathedrale (1552–1557), die Preobraschenski-Kathedrale (1556–1564), die Verkündungskathedrale (1596–1601), eine [[Wassermühle]] (frühes 17. Jahrhundert), ein [[Glockenturm]] (1777) und die Nikolai-Kirche (1834).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Solowezki-Kloster heute ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1990 beschloss der Heilige Synod die Wiedererrichtung des Klosters.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGG 1432&amp;quot;&amp;gt;Aleksandr Troitski: &amp;#039;&amp;#039;Soloveckij Kloster&amp;#039;&amp;#039;. In: RGG, 4. Aufl., Bd. 7, Sp. 1432.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1992 kehrte eine kleine Gruppe von Mönchen dorthin zurück. Die Gemeinschaft ist seither auf etwa 30 Mönche angewachsen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RGG 1432&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Solowezki-Kloster beherbergt ein historisches und architektonisches [[Museum]]. Es war eine der ersten russischen Stätten, die in das [[Weltkulturerbe]] der [[UNESCO]] aufgenommen wurden. In den letzten Jahren erfuhr das Kloster eine großangelegte Renovierung, viele Bauten befinden sich noch in der Rekonstruktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Solowezki-Märtyrer]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Klöstern in Russland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Aleksandr Troitski: &amp;#039;&amp;#039;Soloveckij Kloster&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Religion in Geschichte und Gegenwart]]&amp;#039;&amp;#039; (RGG), 4. Aufl., Bd. 7: &amp;#039;&amp;#039;R–S&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2004, ISBN 978-3-16-149634-9, Sp. 1431–1432.&lt;br /&gt;
* Andrea Gullotta: &amp;#039;&amp;#039;Intellectual Life and Literature at Solovki 1923-1930&amp;#039;&amp;#039;. Legenda, 2018&lt;br /&gt;
* [[Matthias Alexander Castrén]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleinere Schriften&amp;#039;&amp;#039;, St. Petersburg 1862, S. 64–85  ([https://books.google.de/books?id=_FZDAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA64 Online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Solovki|Solowezki-Kloster}}&lt;br /&gt;
* [http://www.solovki.museum.ru/solov_eng.asp Onlinemuseum]&lt;br /&gt;
* [http://www.solovki.ru/ Information in Russisch]&lt;br /&gt;
* [http://www.solovki-monastyr.ru/ Offizielle Website des Klosters]&lt;br /&gt;
* [https://expositions.nlr.ru/facsimile/SolovkiManuscripts/RA6167/solovetsky-monastery-collection?l=eng Solovetsky Monastery Collection]&lt;br /&gt;
* [http://digitalgallery.nypl.org/nypldigital/dgkeysearchresult.cfm?parent_id=100137&amp;amp;word= Solowezki-Kloster im 19. Jahrhundert]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kugelpanorama&lt;br /&gt;
** [http://www.360cities.net/image/holy-lake-lies-to-the-east-of-the-solovetsky-monastery Solowezki-Kloster, Blick aus dem heiligen See ]&lt;br /&gt;
** [http://www.360cities.net/image/solovetsky-monastery-view-from-northsolovetsky-archipelago-solovki-in-the-white-sea-russia Solowezki-Kloster, Blick von Norden.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=65/1/28.43/N |EW=35/42/37.63/E |type=landmark |region=RU}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russisch-orthodoxes Kloster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Oblast Archangelsk)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männerkloster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbekonvention in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gulag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klöster, die als Gefängnisse genutzt wurden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründung 1436]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Welterbestätte in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Icy2008</name></author>
	</entry>
</feed>