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	<title>Solidarpathologie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-01-31T08:08:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Solidarpathologie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Lehre, der zufolge jedes [[Krankheit]]sgeschehen auf einer fehlerhaften Beschaffenheit, Veränderung oder Störung der festen Bestandteile („&amp;#039;&amp;#039;Solida&amp;#039;&amp;#039;“) und Strukturen des Körpers beruht, im Unterschied zur [[Humoralpathologie]] (&amp;#039;&amp;#039;Viersäftelehre&amp;#039;&amp;#039; der [[Hippokratiker]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu etwa die Einleitung in: [[Jutta Kollesch]], [[Diethard Nickel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Antike Heilkunst. Ausgewählte Texte aus den medizinischen Schriften der Griechen und Römer.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-15-014249-3, S. 9–49.&amp;lt;/ref&amp;gt;), die sich auf die „Körpersäfte“ („Fluida“) bezieht. Beide Richtungen wurden bereits seit der Antike vertreten und können als [[Somatismus]] zusammengefasst werden. Die neuere Solidarpathologie bzw. Solidarbiologie&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 11 und 37.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde hauptsächlich durch die neuen [[naturwissenschaft]]lichen Forschungsergebnisse begünstigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KGP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Asklepiades von Bithynien]] (1. Jh. v. Chr.) war der erste Vertreter der Lehre einer Solidarpathologie.&amp;lt;ref&amp;gt;Wissenschaftlicher Dienst Hoffmann-La Roche: &amp;#039;&amp;#039;Roche Lexikon Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Sonderausgabe von Urban &amp;amp; Fischer von Elsevier, München (© Urban &amp;amp; Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin 5. Auflage) [https://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon online] Stichworteingabe „Solidarpathologie“ erforderlich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jutta Kollesch]], [[Diethard Nickel]]: &amp;#039;&amp;#039;Antike Heilkunst. Ausgewählte Texte aus den medizinischen Schriften der Griechen und Römer.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Reclam jun., Leipzig 1979 (= &amp;#039;&amp;#039;Reclams Universal-Bibliothek.&amp;#039;&amp;#039; Band 771); 6. Auflage ebenda 1989, ISBN 3-379-00411-1, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Georg Ernst Stahl]] (1660–1737) griff die Lehre der Solidarpathologie auf, die damals hauptsächlich in Form von [[Iatrophysik]] und [[Iatrochemie]] bestand. Er ergänzte sie jedoch, indem er Krankheit als einen Kampf der Seele (Anima) gegen schädliche Einflüsse ansah, vgl. seine Lehre des [[Animismus (Psychosomatik)|Animismus]]. Die Seele unterhielt die chemischen und physikalischen Reaktionen des Körpers gegen schädliche Einflüsse. Die solidarpathologischen Gesichtspunkte berücksichtigte Stahl als „[[Sympathie (Medizin)|&amp;#039;&amp;#039;sympathische&amp;#039;&amp;#039;]]“ Erkrankungen der Organe. Diese unterschied er von „&amp;#039;&amp;#039;pathetischen&amp;#039;&amp;#039;“ Störungen, die sowohl als allgemeine funktionelle Störungen im heutigen Sinne der [[Physiologie]] zu verstehen sind als auch [[psychogen]]e Krankheitsursachen darstellen ([[Funktionelle Syndrome|Psychogenie]]). Stahl trug somit dazu bei, dass sich der solidarpathologische Standpunkt auch in der [[Psychiatrie]] durchsetzte. Die solidarpathologische Sichtweise wurde so zum Standpunkt der späteren [[Somatiker]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;KGP&amp;quot;&amp;gt;[[Erwin H. Ackerknecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Kurze Geschichte der Psychiatrie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Enke, Stuttgart 1985, ISBN 3-432-80043-6; (a)&amp;amp;nbsp;zu Stw. „Neuer vs. alter Somatismus“ S. 36; (b)&amp;amp;nbsp;zu Stw. „Stahls Lehre“ S. 36 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Einfluss des Animismus blieb jedoch nicht auf die Psychiatrie beschränkt, sondern wirkte sich weiter auf [[Vitalismus|vitalistische]] Konzepte vor allem der französischen Medizin aus ([[Schule von Montpellier]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;B&amp;amp;I&amp;quot;&amp;gt;[[Klaus Dörner]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürger und Irre&amp;#039;&amp;#039;. Zur Sozialgeschichte und Wissenschaftssoziologie der Psychiatrie. (1969) Fischer Taschenbuch, Bücher des Wissens, Frankfurt / M 1975, ISBN 3-436-02101-6; S. 121 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Giorgio Baglivi]] (1668–1707) wird häufig als Begründer oder „Prophet“ der neuen Solidarpathologie beschrieben. Er vertrat die Ansicht, &amp;#039;&amp;#039;„dass die Bedeutung der Solida für die Entstehung von Krankheiten größer sei als die der Fluida“&amp;#039;&amp;#039;. In [[Giovanni Battista Morgagni]]s (1682–1771) „&amp;#039;&amp;#039;Pathologie der Solida&amp;#039;&amp;#039;“ wurden die Ursachen bestimmter Krankheitssymptome in einzelne [[Organ (Biologie)|Organe]] verlegt. Grundlage dieser Lehre waren exakte [[Pathologie|pathologische]] [[Obduktion]]sbefunde.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Eckart, Geschichte der Medizin, Springer-Verlag Berlin, Heidelberg, New York 1990, ISBN 3-540-51982-3, S. 187f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der französische Anatom und Physiologe [[Marie François Xavier Bichat]] (1771–1802) entwickelte schließlich eine erste Morphopathologie, in der er das [[Gewebe (Biologie)|Gewebe]] und nicht mehr das ganze Organ in den Mittelpunkt der Physiologie stellte. Damit war der Boden für die Entwicklung der [[Zellularpathologie]] gebahnt.&amp;lt;ref&amp;gt; Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Solidarpathologie. Von Morgagni zu Bichat.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang U. Eckart: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Geschichte der Medizin. Von der französischen Revolution bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Springer 2010, S. 27 ([https://books.google.de/books?id=t1Puzrtuun8C&amp;amp;pg=PA27&amp;amp;hl=de Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin (griechische Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Psychiatrie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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