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	<title>Soldatensprache - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Phrontis: /* Deutsches Kaiserreich */ +Hanns Martin Elster</title>
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		<updated>2025-08-30T08:39:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Deutsches Kaiserreich: &lt;/span&gt; +&lt;a href=&quot;/index.php/Hanns_Martin_Elster&quot; title=&quot;Hanns Martin Elster&quot;&gt;Hanns Martin Elster&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Soldatensprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet den unter [[Soldat]]en üblichen [[Jargon]]. Sie ist zu unterscheiden von der [[Kommandosprache]] und der [[militär]]ischen Fachsprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--kein Bild zum Lemma!--&amp;gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-09307, Sigmund Knaus.jpg|mini|hochkant|Im Zweiten Weltkrieg wurden Stabsoffiziere oder Generäle „Raupenschlepper“ genannt, wegen der an Raupen erinnernden geflochtenen Schulterstücke ihrer Uniform (Heeresinspektor des österreichischen Bundesheeres ab 1930, Sigmund Knaus)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrike Haß-Zumkehr |Titel=Deutsche Wörterbücher - Brennpunkt von Sprach- und Kulturgeschichte |Auflage= |Verlag=Walter de Gruyter |Ort= |Datum=2012 |ISBN=978-3-11-084918-9 |Seiten=195 |Online=https://books.google.de/books?id=om4YcaojbgUC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Deutsche+W%C3%B6rterb%C3%BCcher+-+Brennpunkt+von+Sprach-+und+Kulturgeschichte+von+Ulrike+Ha%C3%9F-Zumkehr&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjTh8PiytfhAhVD2aQKHcQGDqUQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=caterpillar%20Raupenschlepper%20offiziere&amp;amp;f=true |Abruf=2019-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die „Soldatensprache“ ist eine von [[Mannschaften|Mannschaftssoldaten]] entwickelte Sondersprache. Im Gegensatz zur Gefechts- und Kommandosprache wird sie inoffiziell verwendet. Je härter der Militäralltag von Soldaten empfunden wird, desto ausgeprägter und differenzierter ist das sprachliche Aufbegehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soldatensprache umfasst: Neubildungen, Prägung neuer Wörter und Wortbedeutungen, [[Mundart]], [[Vulgärsprache|vulgäre]] [[Umgangssprache]], [[Rotwelsch]], Berufssprachen (wie z.&amp;amp;nbsp;B. Jägersprache), Schüler- und Studentensprache usw.&amp;lt;ref&amp;gt;Ariane Slater: &amp;#039;&amp;#039;Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;. (&amp;#039;&amp;#039;Einzelschriften zur Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 49.). Rombach, Freiburg i. Br. 2015, S. 227.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soldatensprache dient dazu, den Dienstalltag mit [[Humor]] zu erleichtern. Sie kann das Gefühl von Gruppenzugehörigkeit fördern und Frust abbauen. Themen der Soldatensprache sind das Leben in der [[Kaserne]], die Ausbildung, [[Militärseelsorge]], Urlaub, Freizeitgestaltung, die Beziehungen zum anderen Geschlecht, aber auch der [[Tod]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;S228&amp;quot;&amp;gt;Ariane Slater: &amp;#039;&amp;#039;Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;. (&amp;#039;&amp;#039;Einzelschriften zur Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 49.). Rombach, Freiburg i. Br. 2015, S. 228.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]], insbesondere bei der [[Bundeswehr]], wurden Komposita mit dem Erstglied „[[NATO]]“ gebildet. Der [[Gefechtshelm (Bundeswehr)|Gefechtshelm]] hieß „NATO-Knitterfreier“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S228&amp;quot; /&amp;gt; Die Soldaten der [[Bundesmarine]] waren „NATO-Fischer“. „NATO-Zement“ bezeichnete den Kartoffelbrei auf Basis von Kartoffelflocken. NATO wurde von den Soldaten auch als [[Akronym]] benutzt: „No action, talk only“, „Never ask the officer“, „No action, travel only“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S229&amp;quot;&amp;gt;Ariane Slater: &amp;#039;&amp;#039;Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;. (&amp;#039;&amp;#039;Einzelschriften zur Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 49.). Rombach, Freiburg i. Br. 2015, S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres wichtiges Thema im Kalten Krieg war der Wehrdienst. Die [[Wehrpflicht in Deutschland|Wehrpflichtigen in der Bundesrepublik Deutschland]] „gammelten beim Bund“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S229&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Nationale Volksarmee|NVA]]-Soldaten in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] mussten „zur Fahne“ als Wehrdienstleistende, „zum Spaten“ als „[[Bausoldat]]en“, umgangssprachlich „Spatis“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S229&amp;quot; /&amp;gt; Wortschöpfungen entstanden in der NVA auch aus der besonders stark ausgeprägten [[Hierarchie]] unter den Wehrpflichtigen. Je nach Entlassungsquartalen waren sie „Rotärsche“, „Vize“ und „[[Reservist]]en“. Es entstanden abfällige Namen für neue [[Rekrut]]en wie „Springpups“, „Rotarsch“, „Glatter“, „Spruz“ oder „Heißdüse“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S229&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soldatensprache reagiert manchmal direkt auf aktuelle Situationen und Ereignisse. Soldatensprachliche Elemente, Begriffe und Ausdrücke können dabei sehr kurzlebig sein und beschränken sich oft nur auf eine kleine Region oder eine einzelne Truppengattung.&amp;lt;ref&amp;gt;Ariane Slater: &amp;#039;&amp;#039;Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;. (&amp;#039;&amp;#039;Einzelschriften zur Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 49.). Rombach, Freiburg i. Br. 2015, S. 229&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute sind [[Auslandseinsätze der Bundeswehr|Auslandseinsätze]] ein dauerhaft präsentes Thema. Politiker und Journalisten gehen daher als „Gefechtsfeldtouristen“ auf „Jukuhu-Fahrten“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S230&amp;quot;&amp;gt;Ariane Slater: &amp;#039;&amp;#039;Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;. (&amp;#039;&amp;#039;Einzelschriften zur Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 49.). Rombach, Freiburg i. Br. 2015, S. 230.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gebräunte Haut an nicht uniform-bedeckten Stellen wird als „NATO-Bräune“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S230&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Unterschiede zwischen [[Luftstreitkräfte|Luftwaffe]], [[Marine]] und [[Heer]]. In der Marine gibt es einen Marineslang, der auch „Decksdeutsch“ genannt wird. „Anheuern“ wird auch im Kontext der Frauenumwerbung genutzt. Im zivilen Leben sind für einige Marineangehörige die Türen „Schotten“, die Fenster „Bulleyes“ oder das zweite Stockwerk eines Hauses ist das „B-Deck“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S230&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemein ist allen Varianten eine „eigentümliche Bildkraft, Witz und Humor“. Insbesondere ältere Wörter gingen auch in den allgemeinen Wortschatz über.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich Stroh |Titel=Handbuch der germanischen Philologie |TitelErg=Unveränderter photomechanischer Nachdruck, Berlin, 1952 |Verlag=Walter de Gruyter |Ort=Berlin u. a. |Datum=1985 |ISBN=3-11-010497-0 |Seiten=383}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es entstanden im Lauf der Zeit viele Modewörter, die kurz darauf wieder verschwanden. Viele Wortneuschöpfungen und [[Metapher]]n gingen aber auch in den allgemeinen Sprachgebrauch über und werden heute losgelöst von den zeitlichen und militärischen Hintergründen verwendet, zum Beispiel „[[ins Gras beißen]]“, „[[Blindgänger]]“ oder „[[Zapfenstreich]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karlheinz Jakob]] |Hrsg=[[Heinrich Löffler (Germanist)|Heinrich Löffler]], Karlheinz Jakob, Bernhard Kelle |Titel=Die Bedeutung der transitorischen Gruppensprachen für den Sprachwandel |Sammelwerk=Texttyp, Sprechergruppe, Kommunikationsbereich. Studien zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Festschrift für Hugo Steger zum 65. Geburtstag |Verlag=Walter de Gruyter |Ort=Berlin u. a. |Datum=1994 |ISBN=3-11-014305-4 |Seiten=197–207, hier S. 203}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Beispiele von Soldatensprache sind militärische Abkürzungen: &amp;quot;AküFiBw&amp;quot; (Abkürzungsfimmel Bundeswehr), &amp;quot;agfa&amp;quot; (&amp;quot;alles glatt für den Arsch&amp;quot;), &amp;quot;Haggi&amp;quot; ([[Hauptgefreiter]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;S231&amp;quot;&amp;gt;Ariane Slater: &amp;#039;&amp;#039;Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;. (&amp;#039;&amp;#039;Einzelschriften zur Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 49.). Rombach, Freiburg i. Br. 2015, S. 231.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einfluss von Frauen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss von Frauen auf die von Männern geprägte Soldatensprache war und ist nicht unerheblich. Gerade in früheren Zeiten wurde das [[Gewehr]] als Frauenersatz gesehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S233&amp;quot;&amp;gt;Ariane Slater: &amp;#039;&amp;#039;Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Einzelschriften zur Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039; Band 49). Rombach, Freiburg i.&amp;amp;nbsp;Br. 2015, S. 233.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher bekam es die Bezeichnung „Soldatenbraut“ oder „Herzensdame“. Das Thema Frau fand auch in den Gesprächen der Soldaten Einzug, meist mit abwertenden Konnotationen: „Fachkraft: leicht zugängliches Mädchen, die als Fachkraft in praktischer Sexualität gilt“, „S-1-Mieze: zivile Angestellte im Geschäftszimmer“, „Regimentsmatratzen: Frauen, die sich in der NVA freiwillig zum Dienst meldeten“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S233&amp;quot; /&amp;gt; Die Soldatensprache war lange „reine Männersprache“, die als weiblich wahrgenommene Denkmuster von Liebe oder Nähe verspottete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S233&amp;quot; /&amp;gt; Eine schleichende Wandlung der „Soldatensprache“ fand mit der Zulassung von [[Frauen im Militär|Frauen in allen militärischen Bereichen]] durch das Urteil des [[Europäischer Gerichtshof|Europäischen Gerichtshofs]] aus dem Jahr 2000 statt (&amp;#039;&amp;#039;siehe auch&amp;#039;&amp;#039; [[Kreil-Entscheidung]]).&amp;lt;ref&amp;gt;EuGH, Urteil vom 11. Januar 2000, Az. C-285/98, [http://curia.europa.eu/juris/showPdf.jsf?text=&amp;amp;docid=44931&amp;amp;pageIndex=0&amp;amp;doclang=DE&amp;amp;mode=lst&amp;amp;dir=&amp;amp;occ=first&amp;amp;part=1&amp;amp;cid=2682441 Volltext].&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Urteil wurde durch das [[Gesetz zur Durchsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern]] vom 30. November 2001 und das [[Gesetz zur Durchsetzung der Gleichstellung von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr]] vom 27. Dezember 2004 ergänzt (siehe [[Bundeswehr#Frauen|Frauen in der Bundeswehr]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Ariane Slater: &amp;#039;&amp;#039;Militärsprache: Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Einzelschriften zur Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039; Band 49). Rombach, Freiburg i.&amp;amp;nbsp;Br. 2015, S. 234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese rechtlichen Regelungen sollten neben der beruflichen auch die sprachliche Gleichstellung mittels des Suffixes &amp;#039;&amp;#039;-in&amp;#039;&amp;#039;, beispielsweise Kommandant&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;in&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, herstellen (eine [[Movierung]], vergleiche [[Berufsbezeichnung#Berufsbezeichnungen in Europa aus genderlinguistischer Perspektive|Weibliche Berufsbezeichnungen in Europa]]). Dies führte zu paarweisen Auflistungen, die dem auf Einfachheit und Funktionalität ausgelegten militärischen Sprachgebrauch zuwiderliefen. Daher entstand 2009 mit der &amp;#039;&amp;#039;G1/A1-Information&amp;#039;&amp;#039; ein Leitfaden zur sprachlichen Gleichbehandlung von Soldaten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S235&amp;quot;&amp;gt;Ariane Slater: &amp;#039;&amp;#039;Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Einzelschriften zur Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039; Band 49). Rombach, Freiburg i.&amp;amp;nbsp;Br. 2015, S. 235.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Geschlechtergerechte Sprache#Beidnennung|Beidnennung (Paarform)]] von femininer und maskuliner Bezeichnung sollten {{&amp;quot;|nur gezielt […] und insgesamt sparsam}} eingesetzt werden. Bevorzugt sollten Pluralformen wie „die Disziplinarvorgesetzten“ sowie [[Geschlechtergerechte Sprache#Neutralisierung|geschlechtsneutrale Ausdrücke]] wie „die Truppenführung“ verwendet werden. Ausnahmen bilden Dienstgrade; Funktions-, Ausbildungs-, Tätigkeitsbezeichnungen, die Dienstgradbezeichnung enthalten (z.&amp;amp;nbsp;B. -bootsmann) oder auf -offizier oder -unteroffizier enden; die Zusatz „vom Dienst“ oder „der Wache“ enthalten (z.&amp;amp;nbsp;B. „Maat der Wache“) und zusammengesetzte Begriffe, die keine Person bezeichnen („Artilleristenlied“, „Reservistenkrug“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;S235&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Frauen innerhalb der Streitkräfte eine Minderheit bilden, übernehmen sie teils bewusst, teils unbewusst die Wertevorstellungen der Mehrheit. Viele Soldatinnen haben daher ihre [[Waffe]] ganz bewusst „am Mann“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ariane Slater: &amp;#039;&amp;#039;Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Einzelschriften zur Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 49). Rombach, Freiburg i.&amp;amp;nbsp;Br. 2015, S. 237.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie nehmen sogar männliche [[Gestik]] sowie Gewohnheiten an. Einige Soldatinnen nutzen soldatensprachliche Vulgärsprache wie „Arsch runter“ oder scheuen sich nicht vor despektierlichen Ausdrücken für andere Soldatinnen wie „Weiber“ oder „Weibsen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ariane Slater: &amp;#039;&amp;#039;Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Einzelschriften zur Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 49). Rombach, Freiburg i.&amp;amp;nbsp;Br. 2015, S. 238.&amp;lt;/ref&amp;gt; Generell bewirkt die Anwesenheit von Frauen den Rückgang von [[Zote]]n, [[Beleidigung]]en und Vulgärsprache als Bestandteil der „Soldatensprache“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ariane Slater: &amp;#039;&amp;#039;Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Einzelschriften zur Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 49). Rombach, Freiburg i.&amp;amp;nbsp;Br. 2015, S. 237 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtlicher Hintergrund und Forschungsstand in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Die Soldatensprache hat ihre geschichtlichen Wurzeln zur Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Kriegs]] und entwickelte sich unter den damaligen [[Landsknecht]]en. Sie wird als verwandt mit dem Rotwelsch beschrieben. Weitere Elemente entstammten der Mundart und der [[Burschensprache]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Sprachwissenschaft]] befasste sich erstmals um 1900 mit der Sprache der Soldaten. Neben der Soldatensprache traten auch alle anderen sogenannten [[Sondersprache]]n wie die [[Studentensprache]] und Rotwelsch in den Blickpunkt der Wissenschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karlheinz Jakob |Hrsg=Heinrich Löffler, Karlheinz Jakob, Bernhard Kelle |Titel=Die Bedeutung der transitorischen Gruppensprachen für den Sprachwandel |Sammelwerk=Texttyp, Sprechergruppe, Kommunikationsbereich. Studien zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart. Festschrift für Hugo Steger zum 65. Geburtstag |Verlag=Walter de Gruyter |Ort=Berlin u. a. |Datum=1994 |ISBN=3-11-014305-4 |Seiten=197–207, hier S. 201}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beschäftigung mit der Soldatensprache war geprägt vom [[Militarismus]]. Die damalige Sprachwissenschaft unterschied dementsprechend zwischen Fachsprache, Reglements und dem [[Argot]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SW&amp;quot;&amp;gt;Georg-Maria Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Rhetorisch-stilistische Eigenschaften der Sprache des Militärs.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ulla Fix]], Andreas Gardt, [[Joachim Knape]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rhetorik und Stilistik.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Rhetoric and Stylistics&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Handbooks of Linguistics and Communication Science.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 31, Halbbd. 2). Walter de Gruyter, Berlin u. a. 2009, ISBN 978-3-11-017857-9, S. 2274–2289, [[doi:10.1515/9783110213713.1.7.2274]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurde die Soldatensprache zum einen als [[Kommandosprache]], zum andern als Sprache der Militärorganisation gesehen. Unterschieden wurde die Sprache von der sogenannten „Kommisssprache“, dem was man heute als Soldatensprache versteht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersucht wurde ebenso das „Soldatendeutsch“ innerhalb der deutschen Bundeswehr, die zu Anfang geprägt war von der [[Landsersprache]] des [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], zum andern aber auch durch eine Verbreitung von [[Anglizismen]] über die Kontakte zur NATO. Ein [[Soldatensprache der NVA|spezifischer Sprachgebrauch]] entwickelte sich auch in der NVA und war wesentlich geprägt von den Hierarchieebenen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SW&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste seemännischer Fachwörter (A bis M)]] und [[Liste seemännischer Fachwörter (N bis Z)|(N bis Z)]]&lt;br /&gt;
* [[Kanone (Metapher)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Deutsches Kaiserreich ===&lt;br /&gt;
* Paul Horn: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Soldatensprache.&amp;#039;&amp;#039; 1. Aufl. 1899 ([https://archive.org/details/diedeutschesold04horngoog/page/n4 online]), 2. Aufl. Alfred Töpelmann, Gießen 1905. Nachdruck: Melchior-Verlag, Wolfenbüttel 2010, ISBN 978-3-941555-42-6&lt;br /&gt;
* {{ANNO|odr|15|08|1914|10|AUTOR=[[Hanns Martin Elster]]|Die deutsche Soldatensprache|NAME=Deutsches Tagblatt. Ostdeutsche Rundschau |HERVORHEBUNG=Die&amp;amp;#32;deutsche&amp;amp;#32;Selduieusprsche}}&lt;br /&gt;
* Otto Maußer: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Soldatensprache. Ihr Aufbau und ihre Probleme.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Karl J. Trübner, Straßburg 1917 (Reprint De Gruyter Mouton 2019, ISBN 978-3-11-118285-8)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
* [[Heinz Küpper (Schriftsteller)|Heinz Küpper]]: &amp;#039;&amp;#039; Am A… der Welt. Landserdeutsch 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; Claassen, Hamburg [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1970, ISBN 3-546-45828-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrepublik Deutschland ===&lt;br /&gt;
* Heinz Küpper: &amp;#039;&amp;#039;Von Anschiss bis Zwitschergemüse. Das Bundessoldatendeutsch von A–Z.&amp;#039;&amp;#039; Lizenzausgabe. Heyne, München 1986, ISBN 3-453-02225-4 (&amp;#039;&amp;#039;Heyne-Bücher&amp;#039;&amp;#039; 1–6630)&lt;br /&gt;
* Christian Dewitz: &amp;#039;&amp;#039;Y-Reisen. Der kleine Bundeswehr-Ratgeber.&amp;#039;&amp;#039; Heel, Königswinter 2001, ISBN 3-89365-928-5&lt;br /&gt;
* Ariane Slater: &amp;#039;&amp;#039;Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung.&amp;#039;&amp;#039; Rombach, Freiburg i.Br. 2015, ISBN 978-3-7930-9817-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== DDR ===&lt;br /&gt;
* Jürgen Gebauer, Egon Friedrich Krenz: &amp;#039;&amp;#039;Maritimes Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Militärverlag der DDR, Berlin 1989, ISBN 3-327-00679-2&lt;br /&gt;
* Klaus-Peter Möller: &amp;#039;&amp;#039;Der wahre E. Wörterbuch der DDR-Soldatensprache.&amp;#039;&amp;#039; Lukas-Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-931836-22-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Verzeichnis:Deutsch/Soldatensprache|suffix=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Verzeichnis:Deutsch/Soldatensprache der Schweizer Armee|suffix=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Leerzeile.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Matthias Gebauer: [https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-annegret-kramp-karrenbauer-raeumt-streit-um-weibliche-dienstgrade-ab-a-8982a033-f511-428b-a4b9-8353374472e0 &amp;#039;&amp;#039;Bundeswehr: Kramp-Karrenbauer räumt Streit über weibliche Dienstgrade ab.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]].&amp;#039;&amp;#039; 16. September 2020 ({{&amp;quot;|Zuvor hatte es Proteste gegeben}}).&lt;br /&gt;
* &amp;lt;!--reputabel?--&amp;gt;{{Internetquelle |autor=AGAnauten |url=http://aganauten.de/index.htm?/fun/lexikon_a.htm |titel=Bundeswehr-Lexikon: Als Nachschlagewerk und zum besseren Einstieg in die „Soldatensprache“ |werk=AGAnauten.de |datum=2006-01-21 |abruf=2020-09-18 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* &amp;lt;!--reputabel?--&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Markus Gansel |url=http://www.unmoralische.de/bundeswehr_light.htm |titel=Bundeswehrlexikon light: Der Schnelleinstieg in die Kasernenhofsprache |werk=Unmoralische.de |datum=2002-01-20 |abruf=2020-09-18 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* &amp;lt;!--reputabel?--&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sprachnudel |url=https://www.sprachnudel.de/sprachvarietaeten/soziolekt/sondersprache/jargon/soldatensprache |titel=Soldatensprache  |werk=sprachnudel.de |datum=2023-03-23 |abruf=2023-03-23 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Englisch:&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* pdoggbiker: [https://cherrieswriter.com/2014/02/13/military-speak-during-the-vietnam-war/ &amp;#039;&amp;#039;Military Slang during the Vietnam War.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;CherriesWriter.com.&amp;#039;&amp;#039; 13. Februar 2014 (englisch; Soldatensprache im [[Vietnamkrieg]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärisches Brauchtum und Ritual]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziolekt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phrontis</name></author>
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