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	<title>Solarisation (Fotografie) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T19:21:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Solarisation_(Fotografie)&amp;diff=525172&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Skranon am 23. November 2025 um 22:33 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-23T22:33:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Solarisation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Echte Solarisation)&amp;#039;&amp;#039; ist in der Analogfotografie ein Effekt, bei dem der Punkt der maximalen Schwärzung des Filmes durch starke Überbelichtung überschritten wird. Dadurch wird das Filmnegativ stark verfremdet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frieser&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franz Tomamichel |Titel=&amp;lt;!--Kapitel 8.6.--&amp;gt;Photographische Effekte durch den Abbau eines vorgelegten latenten Bildes |Sammelwerk=Band 3: Die photographische Empfindlichkeit |Verlag=Akademische Verlagsgesellschaft |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1968 |Reihe=Die Grundlagen der photographischen Prozesse mit Silberhalogeniden |HrsgReihe=Hellmut Frieser, Günter Haase, Eberhard Klein |OCLC=310490074 |Seiten=1217–1232}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist nicht mit der [[Pseudo-Solarisation]] (eigentlich: &amp;#039;&amp;#039;Sabattier-Effekt)&amp;#039;&amp;#039; zu verwechseln. Die &amp;#039;&amp;#039;echte Solarisation&amp;#039;&amp;#039; betrifft nur die [[Analogfotografie]], da der Effekt nur bei [[Fotografischer Film|fotografischem Film]] auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Phänomen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dichtekurve.svg|mini|Charakteristische Schwärzungskurve eines Films]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fotografische Materialien weisen einen typischen Verlauf der [[Schwärzungskurve]] auf. Diese beschreibt das Verhältnis zwischen der [[Belichtung (Fotografie)|Belichtung]] und der daraus folgenden Schwärzung, der [[Dichte (Fotografie)|Dichte]], ist aber unter anderem auch von den [[Filmentwicklung|Entwicklungsbedingungen]] abhängig.&lt;br /&gt;
Die vereinfachte Grafik rechts zeigt zwischen den Punkten A und B den Bereich der [[Unterbelichtung]] eines Negativfilms sowie den normalen Arbeitsbereich B bis D. Rechts vom Punkt D kann die lichtempfindliche Schicht die weiter zunehmende Belichtungsstärke nicht mehr adäquat umsetzen, bis schließlich beim Punkt E die maximal mögliche Dichte erreicht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird die Belichtung noch weiter erhöht, tritt der Effekt der Solarisation ein: Die Schwärzung des Films nimmt wieder ab. Durch diesen Effekt können extrem helle Partien eines Fotos, häufig die Sonne, wenn sie mit aufs Bild kommt, im Negativ zunächst heller und im Positiv dann dunkler erscheinen als die Umgebung. Exemplarisch für dieses Phänomen sind &amp;#039;&amp;#039;The Black Sun, Owens Valley, California&amp;#039;&amp;#039; von [[Ansel Adams]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.harlanerskine.com/blog/2008/04/the-black-sun-by-ansel-adams-and-minor-white.html The Black Sun, Owens Valley, California]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;The Black Sun&amp;#039;&amp;#039; (1955) von [[Minor White (Fotograf)|Minor White]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.moma.org/collection/works/47096 |titel=The Black Sun |datum=1955 |autor=Minor White |abruf=2022-11-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die Serie &amp;#039;&amp;#039;1h&amp;#039;&amp;#039; (2005–2010) von [[Hans-Christian Schink]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.hc-schink.de/1h.html |text=HC Schink: 1h (2003–2010) |wayback=20160304043123}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erklärungsmodelle ==&lt;br /&gt;
Die Solarisation war schon [[Louis Daguerre|Daguerre]] bekannt und ist wohl eines der frühesten bekannten Phänomene der [[Photographie]]. [[John William Draper]] war der erste, der den Effekt „Solarisation“ nannte. 1840 schon beobachtete [[John Herschel|J.W.F. Herschel]], dass durch starke [[Überbelichtung]] eine Umkehrung des Bildes von [[Negativfilm|Negativ]] zum [[Positiv (Fotografie)|Positiv]] erfolgen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frieser&amp;quot; /&amp;gt; Auch [[Noël Marie Paymal Lerebours|N.M.P. Lerebours]] beobachtete 1842 dieses Phänomen (ohne dass er erkannte, was es war), als er eine [[Daguerreotypie]] von der [[Sonne]] erstellte. Das Resultat wurde als unbefriedigend angesehen, weil die Sonnenscheibe (das Sonnenbild auf der Daguerreotypieplatte) überbelichtet und solarisiert war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eder&amp;quot;&amp;gt;{{cite book |last=Eder |first=Josef Maria |title=History of Photography |chapter=LXIX. Photographic Analysis of Movement by Janssen and Marey |location=New York |publisher=Dover Publications, Inc. |year=1972 |page=506 |language=en |isbn=978-0-486-23586-8 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1843 berichtete L. Moser&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frieser&amp;quot; /&amp;gt;: „.[…] dass das Licht in der Camera obscura das zuerst längst bekannte negative Bild liefert; bei fortgesetzter Wirkung des Lichts geht das Bild in ein zweites positives über […] und in neuester Zeit habe ich in der Tat schon einige Male das dritte Bild erhalten, welches negativ ist.“ Dies wurde 1880 von Janssen bestätigt, der bei stärkstem Sonnenlicht das Repetieren des Solarisationsphänomens erhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eder&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |author=François Launay |title=The Astronomer Jules Janssen |chapter=The Method of Stellar Circles |url=https://books.google.co.il/books?id=3YaAup49nqoC&amp;amp;pg=PA116&amp;amp;lpg=PA116&amp;amp;dq=janssen+solarization&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=voZg3JMgBs&amp;amp;sig=AjsoYs1MKWN6Zpf4zkIk3WjIbUE&amp;amp;hl=en&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiSo8O3-93fAhXJZ1AKHcIWC1UQ6AEwBHoECAUQAQ#v=onepage&amp;amp;q=janssen%20solarization&amp;amp;f=false |location=New York Dordrecht Heidelberg London |publisher=Springer |year=2012 |page=116 |language=en |isbn=978-146140-697-6 |accessdate=2019-01-08 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahre 1857 wurde die Solarisation von William Henry Jackson beschrieben, wobei die extreme Überbelichtung eine genaue Umkehrung der chemischen Prozesse auslöste.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Martin Hochleitner]], 1h – Eine Einführung zu einem fotografischen Projekt Hans-Christian Schinks, in: Schink, Hans-Christian, 1h, Ostfildern: Hatje Cantz, 2010, S. 6–9. Hier: S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso zeichnete der Fotopionier [[Hermann Krone]] 1888 den scheinbaren Verlauf der Sonne auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schink&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Hans-Christian Schink im Gespräch mit Dorothea Ritter, in: Schink, Hans-Christian, 1h, Ostfildern : Hatje Cantz, 2010, S. 82 – 87. Hier: S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der [[Digitalfotografie|digitalen Fotografie]] tritt die Solarisation nicht auf. Außerdem ist bei technologisch modernem Filmmaterial der Effekt der Solarisation weitgehend unterdrückt. Es kann durch eine lange Belichtung zwar die gewünschte Schwärzung der [[Sonnenstand|Sonnenlinie]] erfolgen, jedoch ist die Landschaft meist nur schemenhaft zu erkennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schink&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur wurden anfänglich zwei Theorien diskutiert, die Rehalogenierungstheorie oder Regressionstheorie&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frieser&amp;quot; /&amp;gt; und die Koagulationstheorie. Nach der Rehalogenierungstheorie entwickeln sich die Silberkeime bei Überbelichtung zurück zu [[Silberhalogenid]] und verlieren ihre Entwicklungsfähigkeit. Dieser Prozess kann sich mehrmals wiederholen, so dass die Schwärzungskurve mehrere Höhepunkte aufweisen kann. Durch einen Halogenakzeptor kann die Solarisation aufgehoben werden, was für die Theorie spricht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur  |Autor=Ewald Gerth |Titel=Analytische Darstellung der Kinetik des Keimaufbaus beim photographischen Prozess  |Datum=1971  |Seiten=83f. |Online=https://www.ewald-gerth.de/40dissertation-b.pdf |Format=PDF |KBytes=659}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Gegensatz dazu steht die Koagulationstheorie, mit der Auswirkungen von Lichtintensität und Doppelbelichtungseffekte vereinbar sind. „Die Koagulationstheorie geht von der Vorstellung aus, dass die Keime nur bis zu einer bestimmten Größe als Entwicklungskeime wirken. Bei stärkerer Belichtung (Solarisationsgebiet) [[Koaleszenz|koagulieren]] sie zu größeren Gebilden, die nicht mehr als latentes Bild wirken.“&amp;lt;ref&amp;gt;J. Egger, E. Klein, E. Moisar, Das Verhalten von stark solarisierenden Schichten bei Kombination von Kurz- und Langbelichtung, in: Zeitschrift für wissenschaftliche Photographie, Leipzig: Barth, Bd. 57, 1963, S. 132 – 143. Hier: S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt;  1929 stellte H. Frieser Spekulationen an über die Möglichkeit einer Bromatomwanderung in Form von Defektelektronen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Phänomen der Solarisation ist noch immer nicht völlig geklärt, aber es wird allgemein angenommen, dass Koagulation und Rehalogensierung dafür verantwortlich sind. Rezente Versuche führen aber dazu, das Auftreten eines im Korninnern liegenden latenten Bildes als Anlass für das Auftreten des Umkehreffektes anzusehen. Dieses latente Bild ist offenbar eine viel wirksamere Fangstelle für das in einem späteren Zeitpunkt der Belichtung entstehende latente Bild, als es die Reifkeime der Kristalloberfläche sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frieser&amp;quot; /&amp;gt; Es wird ebenfalls eine Zusammenwirkung von Rehalogenierungstheorie und Koagulationstheorie angenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ewald Gerth |Titel=Analytische Darstellung der Schwärzungskurve unter Berücksichtigung des Schwarzschild-Effekts |Sammelwerk=Zeitschrift für wissenschaftliche Photographie |Ort=Leipzig |Verlag=Barth |Band=59 |Datum=1965 |Online=https://www.ewald-gerth.de/16.pdf |Format=PDF |KBytes=315}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Solarisation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fototechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Skranon</name></author>
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