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	<title>Sogdischer Felsen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T15:46:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sogdischer_Felsen&amp;diff=495859&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WalterNeumann: /* Belagerung */  Personalpronomen deshalb, weil im vorangegangenen Satzteil nur ein einziges Nomen im gleichen Genus und Numerus steht (die Bergsteiger), auf das der grammatische Bezug möglich ist.</title>
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		<updated>2024-04-29T23:33:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Belagerung: &lt;/span&gt;  Personalpronomen deshalb, weil im vorangegangenen Satzteil nur ein einziges Nomen im gleichen Genus und Numerus steht (die Bergsteiger), auf das der grammatische Bezug möglich ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sogdische Felsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch Felsen des [[Ariamazes]] genannt, war ein hohes und allseitig steil abfallendes Felsmassiv im Osten der [[Perserreich|persischen]] Provinz [[Sogdien]], auf dem sich eine wegen ihrer schwer zugänglichen Lage als uneinnehmbar geltende, bislang nicht lokalisierte [[Festung]] befand. [[Alexander der Große]] konnte diese Felsenburg während seines [[Alexanderzug|Asienfeldzuges]] – wohl im Jahre [[327 v. Chr.]] – dennoch einnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Datierung der Eroberung des Sogdischen Felsens durch Alexander den Großen ist unsicher. Laut dem zuverlässigen [[Alexanderhistoriker]] [[Arrian]] fand sie im Frühjahr 327 v. Chr. statt, woraufhin es dem Makedonenkönig gelang, eine weitere, ähnlich starke Bergfestung, jene des [[Sisimithres]] (oder Chorienes), ebenfalls zu bezwingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Arrian, &amp;#039;&amp;#039;Anabasis&amp;#039;&amp;#039; 4, 18, 4 und 4, 21, 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut [[Quintus Curtius Rufus (Historiker)|Quintus Curtius Rufus]] und [[Diodor]] hingegen habe Alexander sich bereits im Frühjahr 328 v. Chr. in den Besitz der auf dem Sogdischen Felsen gelegenen Burg bringen können. Die meisten Althistoriker, so auch [[Alexander Demandt]],&amp;lt;ref name=Demandt237&amp;gt;Demandt, &amp;#039;&amp;#039;Alexander der Große&amp;#039;&amp;#039;, S. 237.&amp;lt;/ref&amp;gt; folgen der Chronologie Arrians, die daher im Folgenden zugrunde gelegt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Alexander der Große Ende 328 v. Chr. Sogdien noch immer nicht vollständig hatte unterwerfen können, beschloss er, mit seinen Truppen in der im Zentrum dieser persischen [[Satrap]]ie gelegenen Stadt [[Nautaka]] zu überwintern. Nach dem Sieg gegen Alexanders gefährlichen Gegenspieler [[Spitamenes]] durch [[Koinos (General)|Koinos]] war der sogdisch-baktrische Widerstand im Wesentlichen gebrochen, und der makedonische Eroberer musste nun noch insbesondere zwei bisher unabhängige Burgherren, Ariamazes (auch als &amp;#039;&amp;#039;Arimazes&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Ariomazes&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) und Sisimithres (von Arrian Chorienes genannt), niederringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lauffer, &amp;#039;&amp;#039;Alexander der Große&amp;#039;&amp;#039;, S. 132.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belagerung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 327 v. Chr. zog Alexander mit seinem Heer von Nautaka aus nach Südosten in Richtung des Sogdischen Felsens, auf dem viele Sogder Zuflucht gesucht hatten. Auch der sogdische oder baktrische Adlige [[Oxyartes]] hatte seine Frau und seine Töchter, darunter [[Roxane (Alexander der Große)|Roxane]], in die dortige Burg geschickt, wo sie vor den Makedonen sicher sein sollten. Diesen schien die natürliche Festung tatsächlich nahezu unbezwingbar und die Sogder hatten sich durch Ansammlung großer Lebensmittelvorräte auch auf eine lange Belagerung vorbereitet, die außerdem durch tiefen Schnee erschwert wurde. Daher wünschte Alexander zunächst eine friedliche Einigung und bot für eine freiwillige Ergebung der Verteidiger freien Abzug für die auf den Felsen Geflüchteten an. Doch die gegnerischen Anführer höhnten nur, er werde Männer mit Flügeln brauchen, um die Burg einzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Spott reizte Alexander. Er wollte die Felsspitze über der Burg durch freiwillige, erfahrene Bergsteiger erklettern lassen und stellte ihnen für ein so riskantes Unternehmen hohe Belohnungen in Aussicht; jener, der als Erster den Gipfel erreichen würde, sollte sogar den enormen Betrag von zwölf [[Talent (Einheit)|Talenten]] Silber bekommen. Es fanden sich 300 Männer bereit, die sich – professionell ausgerüstet – nachts an die Erklimmung einer extrem steilen Felswand heranwagten, die der Burgbesatzung für eine Überwachung zu gefährlich vorgekommen war. Die Kletterer schlugen in den gefrorenen Schnee oder Felsspalten eiserne Zeltpflöcke ein und befestigten daran starke Seile, an denen sie sich empor hangelten. Beim Aufstieg stürzten 30 Männer in den Tod, deren Leichname nicht mehr geborgen werden konnten. Die übrigen kamen schließlich bei Sonnenaufgang am Gipfel an und signalisierten dies den Truppen in der Ebene. Alexander wiederholte nun seine Übergabeaufforderung, die ein Herold den feindlichen Wachen mit der Bemerkung überbrachte, man habe die Männer mit Flügeln auf den Gipfel gesandt. Die überraschte Besatzung der Festung erblickte die Feinde über sich. Sie glaubte, dass das gesamte makedonische Heer die Bergspitze besetzt habe und ergab sich.&amp;lt;ref&amp;gt;Arrian, &amp;#039;&amp;#039;Anabasis&amp;#039;&amp;#039; 4, 18, 4 – 19, 4; Curtius Rufus 7, 11, 1 – 8, 1, 1; Diodor 17, ep. 25; [[Strabon]] 11, 517; [[Polyainos]], &amp;#039;&amp;#039;Strategika&amp;#039;&amp;#039; 4, 3, 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Vulgata-Überlieferung soll Alexander 30.000 Gefangene gemacht und Ariamazes und dessen Verwandte [[Kreuzigung|kreuzigen]] haben lassen, während Arrian nichts von solchen Grausamkeiten berichtet und Ariamazes überhaupt nicht erwähnt.&amp;lt;ref name=Demandt237/&amp;gt; Jedenfalls fiel neben vielen der anderen in die Felsenburg Geflüchteten auch Roxane in die Hand Alexanders, der sich in die schöne Frau verliebte, sie gut behandelte und kurz darauf zur rechtmäßigen Gattin nahm. Mit dieser Ehe setzte er auch ein politisches Signal an die Perser. Mit Roxanes Vater Oxyartes, der sich nicht am Sogdischen Felsen befunden hatte, söhnte sich der Makedonenkönig bald aus. Oxyartes bewog auch den Burgherrn Sisimithres, seine Festung an Alexander zu übergeben. Nach kurzen weiteren militärischen Aktionen konnte Alexander Sogdien als befriedet betrachten und kehrte nach [[Baktra]] zurück, wo er seinen Zug nach [[Indien]] vorzubereiten begann.&amp;lt;ref&amp;gt;Lauffer, &amp;#039;&amp;#039;Alexander der Große&amp;#039;&amp;#039;, S. 133ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alexander Demandt]]: &amp;#039;&amp;#039;Alexander der Große. Leben und Legende&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59085-6, S. 237.&lt;br /&gt;
* [[Robin Lane Fox]]: &amp;#039;&amp;#039;Alexander der Große&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2005, ISBN 3-608-94078-2, S. 414f.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Lauffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Alexander der Große&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. dtv, München 1993, ISBN 3-423-04298-2, S. 134f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung im Iran]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alexanderzug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sogdien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WalterNeumann</name></author>
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