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	<title>Sogdische Sprache - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sogdische_Sprache&amp;diff=419404&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: BKL Fix</title>
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		<updated>2026-04-23T06:33:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
|Sprache= Sogdisch&lt;br /&gt;
|Länder= [[Zentralasien]] ([[Sogdien]])&lt;br /&gt;
|Sprecher= keine ([[Sprachtod|Sprache ausgestorben]])&lt;br /&gt;
|Klassifikation= &lt;br /&gt;
* [[Indogermanische Sprachen]]&lt;br /&gt;
*: [[Indoiranische Sprachen]]&lt;br /&gt;
*:: [[Iranische Sprachen]]&lt;br /&gt;
|Amtssprache= führende Kultur- und Handelssprache entlang der historischen [[Seidenstraße]]&lt;br /&gt;
|ISO1= &lt;br /&gt;
|ISO2= sog&lt;br /&gt;
|ISO3= sog&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sogdisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sogdische Sprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war eine weit verbreitete ost-[[Iranische Sprachen#Mitteliranische Sprachen|mitteliranische Sprache]]. Im Zuge der türkischen Eroberung [[Zentralasien]]s wurde das Sogdische, zusammen mit anderen Sprachen der ostiranischen Sprachfamilie, durch [[Turksprachen]] ersetzt. Die städtische Bevölkerung übernahm die [[persische Sprache]]. Bis auf das eng verwandte [[Jaghnobi]], das gegenwärtig noch von wenigen [[Jaghnoben]] im [[Jaghnob]]tal in [[Tadschikistan]] gesprochen wird, ist die sogdische Sprache nach ihrem Rückgang im 8. Jahrhundert ausgestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitungsgebiet ==&lt;br /&gt;
Sie ist die bekannteste und am reichsten bezeugte ostiranische Sprache der mitteliranischen Periode. Gesprochen wurde sie in [[Sogdien]] (altpersisch &amp;#039;&amp;#039;Sugda&amp;#039;&amp;#039;, sogdisch &amp;#039;&amp;#039;Suγd&amp;#039;&amp;#039;) mit [[Samarkand]] als Mittelpunkt. Zahlreiche neu gegründete Handelskolonien sogdischer Kaufleute entlang der [[Seidenstraße]] führten dazu, dass das Sogdische die allgemeine Verkehrssprache Ostturkestans wurde. Trotz der weiten Verbreitung sogdischer Texte vom Mutterland zwischen &amp;#039;&amp;#039;Oxus&amp;#039;&amp;#039; ([[Amudarja]]) und &amp;#039;&amp;#039;Jaxartes&amp;#039;&amp;#039; ([[Syrdarja]]) bis nach [[Turfan]] und [[Dunhuang]] waren kaum Dialektunterschiede, sondern höchstens chronologische, orthographische oder soziolektische Divergenzen auszumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sogdiana-300BCE.png|mini|Sogdien 300 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
Sogdisch war eine der bedeutendsten mitteliranischen Sprachen mit einer umfangreichen Literatur, die auf eine Stufe mit der [[Mittelpersische Sprache|mittelpersischen]] und der [[Parthische Sprache|parthischen]] zu stellen ist. Es war einst die Handelssprache in ganz [[Zentralasien]] ([[Transoxanien]]) und die &amp;#039;&amp;#039;[[Lingua Franca]]&amp;#039;&amp;#039; [[China|chinesischer]] und [[Iran|iranischer]] Händler. Die Sprache gehörte zum nordöstlichen Zweig der [[Iranische Sprachen|iranischen Sprachen]]. Bislang wurden keine Zeugnisse einer früheren Sprachstufe (*&amp;#039;&amp;#039;Proto-/Alt-Sogdisch&amp;#039;&amp;#039;) gefunden. Allerdings ist, da die Gegend in [[Altpersische Sprache|altpersischen]] Inschriften erwähnt wird, anzunehmen, dass ein separates und als solches erkennbares Sogdisch mindestens seit der Dynastie der [[Achämeniden]] (ca. 550 bis 323 v. Chr.) existierte. Sogdisch hat eine konservativere [[Morphologie (Sprache)|Morphologie]] als Mittelpersisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche und politische Bedeutung der sogdischen Sprache war der Garant für ihr Überleben in den Jahrhunderten nach der Eroberung Sogdiens durch die [[Muslim]]e im achten nachchristlichen Jahrhundert. Da die frühesten Texte des [[Persische Sprache|Neupersischen]] auf sogdischem Territorium unter den [[Samaniden]] geschrieben wurden, fanden viele sogdische Wörter Eingang in die moderne persische Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Ende des 10. Jahrhunderts gab es eine [[Bilingual|zweisprachige]] Oberschicht, danach war das Sogdische aus den Städten verschwunden und überlebte die folgenden Jahrhunderte nur noch auf dem Land, wo sich einzelne Elemente der sogdischen Kultur bis heute erhalten haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Étienne de La Vaissière]]: &amp;#039;&amp;#039;Sogdian Traders. A History&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Handbook of Oriental Studies&amp;#039;&amp;#039;. 8. Abteilung: &amp;#039;&amp;#039;Central Asia.&amp;#039;&amp;#039; Band 10). Brill, Leiden / Boston 2005, S. 289.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Quelle stellen die von [[Aurel Stein]] 1907 westlich von [[Dunhuang]] und östlich von [[Loulan]] an der Chinesischen Mauer gefundenen sogdischen Briefe dar. Diese &amp;#039;&amp;#039;Alten Briefe&amp;#039;&amp;#039; wurden von [[Walter Bruno Henning|Henning]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Bruno Henning]]: &amp;#039;&amp;#039;The Date of the Sogdian Ancient Letters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the School of Oriental and African Studies.&amp;#039;&amp;#039; Band 12, 1948, S. 601–615.&amp;lt;/ref&amp;gt; in das 4. Jahrhundert n. Chr. datiert. In diesen [[spätantike]]n, von Privatpersonen verfassten Texten finden sich wichtige Hinweise zur Wirtschaft entlang der [[Seidenstraße]], wobei die Sogden eine wichtige Rolle spielten, und auch zu politischen Ereignissen (so der Einnahme der chinesischen Hauptstadt [[Luoyang]] im Jahr 311 durch [[Liu Cong (Xiongnu)|Liu Cong]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://depts.washington.edu/silkroad/texts/sogdlet.html The Sogdian Ancient Letters] (Briefe 1–3 und 5 in englischer Übersetzung von Nicholas Sims-Williams).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schrift ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sogdian text Manichaean letter.jpg|mini|[[Manichäismus|Manichäischer]] Text in sogdischer Schrift, schon senkrecht wie die [[Uigurisches Alphabet|uigurische Schrift]] geschrieben]]&lt;br /&gt;
Das eigentliche sogdische Alphabet ist in Münzlegenden seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. bezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carlo G. Cereti: &amp;#039;&amp;#039;Die iranischen Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2001, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine frühe sogdische Schrift wurde in Sogdien gefunden. Diese Schrift basiert auf dem [[Aramäische Schrift|aramäischen Alphabet]]. Der größte Teil des Textkorpus (religiöse Schriften, Briefe, Literatur und administrative Korrespondenz) ist jedoch in einer späteren sogdischen Schrift überliefert, die ebenfalls auf dem aramäischen Alphabet basiert und wie die [[Pahlavi-Schrift]]en viele [[Heterogramm (Sprachwissenschaft)|Heterogramme]] hat. Verschiedene sogdische Texte, nahezu ausschließlich religiöse Schriften [[Manichäismus|manichäischer]] und [[Christentum|christlicher]] Autoren, wurden auch im Textkorpus von [[Turfan]] gefunden. Die sogdische Schrift ist der direkte Vorläufer der [[Uigurisches Alphabet|uigurischen Schrift]], aus der sich wiederum die [[mongolische Schrift]] entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sogdischer Beispieltext (Transliteration): {{lang|sog-Latn|MN sγwδy-k MLK’ δy-w’šty-c ’t x’xsrc xwßw ’pšwnw δrwth γ-rß nm’cyw}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wort-für-Wort-Übersetzung: Von Sogdiens König [[Dēwāštič|Dywashtic]] (frühes 8. Jahrhundert&amp;lt;ref&amp;gt;Carlo G. Cereti: &amp;#039;&amp;#039;Die iranischen Sprachen.&amp;#039;&amp;#039;Wien 2001, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;) an Khakhsar’s Khuv Afshun, (gute) Gesundheit (und) viele Ehrerbietungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Carlo G. Cereti: &amp;#039;&amp;#039;Die iranischen Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des Iranischen Nationalmuseums in Teheran&amp;#039;&amp;#039; (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH, Bonn. Skira editore, Milano, Kunsthistorisches Museum Wien). Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 31–37, hier: S. 32 und 35 f.&lt;br /&gt;
* Badresaman Gharib: &amp;#039;&amp;#039;Sogdian Dictionary. Sogdian-Persian-English&amp;#039;&amp;#039;. Farhangan Publications, Teheran 1995, ISBN 964-5558-06-9.&lt;br /&gt;
* [[Nicholas Sims-Williams]]: &amp;#039;&amp;#039;Sogdian.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Rüdiger Schmitt (Indogermanist)|Rüdiger Schmitt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Compendium Linguarum Iranicarum&amp;#039;&amp;#039;. Reichert, Wiesbaden 1989, ISBN 3-88226-413-6, S. 173–192.&lt;br /&gt;
* [[Émile Benveniste]]: &amp;#039;&amp;#039;Études sogdiennes&amp;#039;&amp;#039;. Reichert, Wiesbaden 1979, ISBN 3-920153-63-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sogdian language|Sogdische Sprache}}&lt;br /&gt;
* {{EIr|sodgian-language-i-loanwords|Artikelname=Sogdische Lehnworter im Persischen}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bbaw.de/forschung/turfanforschung/dta/so/images/so10009.jpg Sogdisches Textbeispiel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sogdien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Iranische Sprachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitteliranische Sprachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korpussprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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