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	<title>Soester Gruppe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T14:45:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Soester_Gruppe&amp;diff=2355643&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-09-29T18:30:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Soester Gruppe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Archäologie|archäologischer]] Begriff, der eine [[Megalithkultur|megalithische]] [[Galeriegrab|Fundgruppe]] im östlichen Bereich der [[Hellwegbörden]] bezeichnet. Sie ist nach der Kernstadt der [[Soester Börde]] benannt. Die [[Soest]]er Gruppe liegt im Grenzbereich der [[Trichterbecherkultur|Trichterbecher-]] und der [[Wartbergkultur]]. Ihre Bauwerke unterscheiden sich von denen der norddeutschen Trichterbecherkultur. Die Soester Galeriegräber nahmen in ihren zwei bis drei Meter breiten, häufig 20 bis 30 m langen Kammern bis zu 250 Bestattungen auf. Der Zugang erfolgte beim &amp;#039;&amp;#039;Typ Züschen&amp;#039;&amp;#039; von der Schmal-, beim &amp;#039;&amp;#039;Typ Rimbeck&amp;#039;&amp;#039; von der Langseite. Ein Türstein mit „[[Seelenloch]]“ trennt den Zugangsbereich von der Grabkammer. Regionale Gruppen ließen sich im Abstand von rund 30 km identifizieren.&lt;br /&gt;
[[Datei:Steinkammergrab Hiddingsen.jpg|mini|[[Galeriegrab von Hiddingsen]]]]&lt;br /&gt;
Zur Soester Gruppe werden [[Megalithgrab|Gräbergruppen]], das [[Galeriegrab von Hiddingsen]], dazu Funde bei Soest-[[Ostönnen]], die Kollektivgrab[[nekropole]] von Erwitte-[[Schmerlecke]] I-III, [[Anröchte]]-[[Uelde]] und [[Erwitte]]-[[Völlinghausen (Erwitte)|Völlinghausen]] gezählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.schwerpunkt-monumente.de/projekte/hessisch-westfaelische-megalithik/ &amp;#039;&amp;#039;Genese und Struktur der hessisch-westfälischen Megalithik am Beispiel der Soester Gruppe&amp;#039;&amp;#039;] DFG-Schwerpunktprogramm 1400 »Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung«.&amp;lt;/ref&amp;gt; Datiert wird die Gruppe in die Zeit ab etwa 3700 v. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funde von Hiddingsen und Schmerlecke finden besondere Berücksichtigung im Rahmen des „Wegs der großen Steine“ der westfälischen Etappe der „[[European Route of Megalithic Culture]]“, eines [[Kulturweg des Europarats|Kulturwegs des]] [[Europarat]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Vera Brieske/Lea Kopner: &amp;#039;&amp;#039;Galeriegräber der Soester Gruppe: Etappen der Europäischen Kulturstrasse&amp;#039;&amp;#039;(sic!) &amp;#039;&amp;#039;Megalithic Routes&amp;#039;&amp;#039;. In: Soester Zeitschrift, Heft 134, S. 9–18; vgl. auch [https://blog.altertumskommission.lwl.org/de/erste-etappen-auf-dem-weg-der-grossen-steine/| Blog der Altertumskommission des LWL mit Hinweisen zum Aufbau der Route], abgerufen am 11. Dezember 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsprojekt, Schmerlecke ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Galeriegräber von Schmerlecke}}&lt;br /&gt;
Gemeinsam führten die [[Westfälische Wilhelms-Universität]] Münster, der LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Olpe, und die Universitätsmedizin der [[Georg-August-Universität Göttingen]] ein Forschungsprojekt durch. Ausgangspunkt dieses DFG-Teilprojekts &amp;#039;&amp;#039;Genese und Struktur der hessisch-westfälischen Megalithik am Beispiel der Soester Gruppe&amp;#039;&amp;#039; im Rahmen des Projekts &amp;#039;&amp;#039;Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung. Zur Entstehung und Entwicklung neolithischer Großbauten und erster komplexer Gesellschaften im nördlichen Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039; ist die Kollektivgrabnekropole von Schmerlecke bei Erwitte. Eine erste geologische Analyse des Grabes von Hiddingsen konnte durchgeführt werden. Bis dahin lag nur eine 14C-Datierung für die Soester Gruppe vor, nämlich für Ostönnen. Sie passt in die Bandbreite früher gewonnener Daten für die Errichtung von Galeriegräbern. Die von Kerstin Schierhold zusammengestellten anthropologischen Daten weisen große Dokumentationslücken insbesondere im Bereich der [[Paläopathologie]] auf. Auch die Erforschung der Siedlungen und die Bedeutung der nahe gelegenen monumentalen Grabenwerke ist noch [[desiderat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erweisen ließ sich in Schmerlecke ein höheres Alter der Soester Gruppe, als bisher angenommen. Einige Knochen konnten auf die Zeit um 3700 cal BC datiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Schierhold et al., S. 423.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit sind sie die ältesten Belege für die Soester Gruppe, deren Beginn bis dahin um 3500/3400 cal BC angesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmerlecke II ist etwa 20 m lang und 2,5 bis 3 m breit, dabei etwa 2 m hoch. Das Gräberfeld war weitaus größer, als vor dem Forschungsprojekt der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|DFG]] angenommen wurde. Zudem fand sich ein exzentrisch gelegener doppelter Pfostenring von 11 m Durchmesser. Mittig befand sich eine Vierpfostenstellung. Möglicherweise stammten versetzte Pfostenringe erst aus der [[Bronzezeit]], so dass es sich vielleicht um eine zweiphasige Anlage handelt. 500 m nordöstlich könnte sich eine größere Hofanlage befunden haben, ebenso wie 500 m nördlich. Auch fand sich ein bisher nicht untersuchter Graben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material der verarbeiteten [[Kalkstein]]platten kommt in der Region nicht vor. Der Kammerboden liegt noch heute 0,8 bis 0,9 m unter dem Bodenniveau. 2007 wurde Grab III entdeckt, das 24 m lang ist und eine lichte Weite von 4 bis 4,5 m aufweist. Es fanden sich menschliche Knochen und Tierzahnanhänger, meist aus Hundezähnen, möglicherweise auch solchen von Wölfen, selten von Füchsen und Dachsen, Wildkatzen und Mardern. Ein Canideneckzahn weist dabei Spuren eines [[Kupfer]]artefakts auf. Damit ist erstmals plausibel gemacht, dass derlei Schmuck mit Kupfer getragen wurde. Selten sind die als Amulette aufgefassten Unterkiefer von Füchsen, die offenbar poliert wurden. Ungewöhnlich ist auch die Trockenmauerwerktechnik aus kleinteiligen Kalksteinplatten. Es weist damit erstmals Ähnlichkeiten mit dem bisher singulären Kollektivgrab von Völlinghausen auf. Den Boden bildeten rötliche [[granit]]ische Splitter. Insgesamt liegen aus Grab&amp;amp;nbsp;II und III über 700 Anhänger aus Tierzähnen vor. Während eine so große Fundzahl in derlei Gräbern einmalig ist, kommen Bestandteile der Kleidung aus [[Bernstein]] und Kupfer nur selten vor. Beide Bernsteinanhänger stellten eine Scheibe von 1,3 cm Durchmesser mit einem 4-mm-Loch dar; der besser erhaltene Bernstein stammte aus dem [[Baltikum]]. Kupfer ist vielfach als grüne Verfärbung an Knochen nachweisbar, jedoch fanden sich auch vollständige Stücke, wie eine 8 cm lange Kupferspirale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Pfeilspitzen erweist sich die Grenzlage zwischen den besagten Kulturen. Während die trapezförmigen Pfeilschneiden ([[Querschneider]]) mit der Trichterbecherkultur verbunden sind, waren die dreieckigen Pfeilspitzen eher auf Kontakte mit der Wartbergkultur zurückzuführen. Artefakte aus Maasfeuerstein stammten wahrscheinlich aus dem etwa 300 km westlich gelegenen [[Rijckholt]], der Gemeinde [[Eijsden-Margraten]]. In Grab III fand man darüber hinaus Schlagfeuerzeuge, in einigen Fällen sogar mit anhaftenden Knollen aus [[Markasit]]. Eine Axtklinge vom &amp;#039;&amp;#039;Hannoverschen Typ&amp;#039;&amp;#039; stellte wohl eher einen Repräsentationsgegenstand dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell ist Keramik in Fundstätten der Soester Gruppe sehr selten. Sie findet sich nur in den Eingangsbereichen, die eher eine gemeinschaftliche Sphäre darstellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Getreidekörner blieben erhalten, hinzu kommen sehr wenige kultivierte Hülsenfrüchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kerstin Schierhold, [[Ralf Gleser]], [[Michael Baales]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Genese und Struktur der hessisch-westfälischen Megalithik am Beispiel der Soester Gruppe&amp;#039;&amp;#039;, in: Martin Hinz, Johannes Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Siedlung, Grabenwerk, Großsteingrab. Studien zu Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt der Trichterbechergruppen im nördlichen Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;, Rudolf Habelt, 2012, S. 411–429.&lt;br /&gt;
* Susan Klingner, Michael Schultz: &amp;#039;&amp;#039;Erste Ergebnisse zu den anthropologisch-paläopathologischen Untersuchungen der Bestatteten in den Galeriegräbern von Erwitte-Schmerlecke&amp;#039;&amp;#039;, in: Martin Hinz, Johannes Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Siedlung, Grabenwerk, Großsteingrab. Studien zu Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt der Trichterbechergruppen im nördlichen Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;, Rudolf Habelt, Bonn 2012, S. 431–444.&lt;br /&gt;
* Ingo Pfeffer: &amp;#039;&amp;#039;Ein Grab für hundert Menschen. Die Steinkiste in Soest-Hiddingsen&amp;#039;&amp;#039;, in: Norbert Wex (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Soester Schau-Plätze. Historische Orte neu erinnert&amp;#039;&amp;#039;, Festschrift zum 125-jährigen Bestehen des Vereins für Geschichte und Heimatpflege Soest, Westfälische Verlagsbuchhandlung Mocker &amp;amp; Jahn, Soest 2006, S. 326–332.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.schwerpunkt-monumente.de/projekte/hessisch-westfaelische-megalithik/ &amp;#039;&amp;#039;Genese und Struktur der hessisch-westfälischen Megalithik am Beispiel der Soester Gruppe&amp;#039;&amp;#039;], DFG-Projekt &amp;#039;&amp;#039;Frühe Monumentalität und soziale Differenzierung. Zur Entstehung und Entwicklung neolithischer Großbauten und erster komplexer Gesellschaften im nördlichen Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.uni-muenster.de/UrFruehGeschichte/forschen/soesterboerde.html Website der Universität Münster]&lt;br /&gt;
* Burkard Steinrücke: [http://www.kopernikus-neubeckum.de/html/GruenesKlassenzimmer/Steinkistengraeber.pdf &amp;#039;&amp;#039;Untersuchung der Galeriegräber von Soest-Hiddingsen und Beckum-Dalmer auf astronomische Auffälligkeiten&amp;#039;&amp;#039;], Forschungsprojekt Vorzeitliche Astronomie, Westfälische Volkssternwarte und Planetarium Recklinghausen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jungsteinzeitliche Kultur in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Kreis Soest)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Westfalens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Fundgruppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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