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	<title>Sodomie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sodomie&amp;diff=33569&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Änderungen von ~2026-75729-1 (Diskussion) auf die letzte Version von Serols zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-02-03T19:12:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-75729-1&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-75729-1&quot;&gt;~2026-75729-1&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-75729-1&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-75729-1 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Serols&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Serols (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Serols&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Bedeutung des historischen Begriffs. Zur sexuellen oder romantischen Zuneigung zu Tieren siehe [[Zoophilie]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Sodom Monreal.jpg|mini|Die Zerstörung von Sodom (Mosaik, 12. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sodomie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Neulateinische Literatur|neulateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;Sodomia&amp;#039;&amp;#039;) wurde in der christlichen Kultur ab dem [[Mittelalter]] bis in die [[frühe Neuzeit]] jegliche sexuelle Handlung beschrieben, die nicht der [[Fortpflanzung]] dient. Abhängig von der vorherrschenden [[Sexualethik|Sexualmoral]] der jeweiligen Zeit und [[Kultur]] wurden und werden Formen der Sodomie unter Strafe gestellt. Während in anderen Sprachen die von &amp;#039;&amp;#039;Sodomia&amp;#039;&amp;#039; abgeleiteten Begriffe heute hauptsächlich den [[Analverkehr]] bezeichnen, steht Sodomie im modernen [[Deutsche Sprache|deutschen Sprachgebrauch]] überwiegend für sexuelle Praktiken mit Tieren ([[Zoophilie]]; lat. &amp;#039;&amp;#039;Sodomia bestialis&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte im Deutschen ==&lt;br /&gt;
Der Begriff ist an die biblische [[Sodom und Gomorra|Sodom-Überlieferung]] angelehnt. Sodom erscheint in fast allen biblischen Nennungen als Inbegriff einer „sündigen“ Stadt. Ein Beispiel von vielen: „Aber die Leute zu Sodom waren böse und sündigten sehr wider den HERRN.“ {{Bibel|Genesis|13|13}}. Anknüpfungspunkt für den Sodomie-Begriff ist {{B|Genesis|19|5-9}}, wo im Kontext der Zerstörung Sodoms die Männer und Jungen Sodoms um das Haus des Lot drängen. Sie fordern Lot auf, seine beiden männlichen Gäste herauszubringen, damit sie mit diesen „verkehren“ (yadaʿ) können. Die Szene wird allgemein als eine versuchte homosexuelle Vergewaltigung durch die Männer von Sodom interpretiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Begriffes &amp;#039;&amp;#039;Sodomie&amp;#039;&amp;#039; im Deutschen ist durch eine starke [[Bedeutungswandel|Bedeutungsverengung]] gekennzeichnet. Während Sodomie heute nur noch sexuelle Handlungen mit Tieren bezeichnet, stand der Begriff im christlichen Mittelalter und der frühen Neuzeit noch für eine ganze Reihe von sexuellen Praktiken mit Nichtchristen bzw. Tieren, die nicht der Fortpflanzung dienten und daher kirchenrechtlich als „widernatürlich“ bzw. [[Paraphilie|pervers]] angesehen wurden. So heißt es in einem Beschluss des [[Konzil von Arles (1275)|Konzils von Arles]] 1275: „[…] die sich im unbesonnenen Übermut vornehmen, mit einer [[Juden|Jüdin]], einer [[Sarazenen|Sarazenin]] oder einem wilden Tier zu verkehren oder sonst etwas gegen die Natur gerichtetes […]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Schnitzler: &amp;#039;&amp;#039;Contra naturam – Sexuelle Devianz und christlich-jüdische Koexistenz im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: Ludger Grenzmann, [[Thomas Haye]], Nikolaus Henkel, [[Thomas Kaufmann (Kirchenhistoriker)|Thomas Kaufmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wechselseitige Wahrnehmung der Religionen im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Konzeptionelle Grundfragen und Fallstudien (Heiden, Barbaren, Juden)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Band 4). De Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2009, ISBN 978-3-11-021352-2, S. 251–281, hier [http://books.google.de/books?id=VLx2K9rxfC0C&amp;amp;pg=PA260&amp;amp;lpg=PA260&amp;amp;dq=Sodomie+Jüdin,+einer+Sarazenin+oder+einem+wilden+Tier+zu+verkehren&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=PbJ-eNx9Zn&amp;amp;sig=SAtrKbB4-ITaTf-FGjmI9_zUekY&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=yKY-VPLaE6e6ygOj4IKACg&amp;amp;ved=0CCcQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=Sodomie%20Jüdin,%20einer%20Sarazenin%20oder%20einem%20wilden%20Tier%20zu%20verkehren&amp;amp;f=false S. 260].&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mittelalter und der frühen Neuzeit wurden [[Sodomiterverfolgung|„Sodomiten“ strafrechtlich verfolgt]] und mit öffentlicher Zurschaustellung, [[Folter]], [[Exil]] oder dem [[Todesstrafe|Tode]] bestraft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Luiz Mott |Titel=Cinco cartas de amor de um sodomita português do século XVII |Sammelwerk=Resgate |Band=1 |Nummer=1 |Datum=1990 |Seiten=91-99 |Online=https://periodicos.sbu.unicamp.br/ojs/index.php/resgate/article/view/8645457/12764}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch neuzeitliche Strafrechtskodifikationen von der [[Constitutio Criminalis Carolina]] (§&amp;amp;nbsp;116) bis zum [[Reichsstrafgesetzbuch]] ([[§ 175]]) erfassten homosexuelle Beziehungen zwischen Männern und sexuelle Beziehungen zu Tieren regelmäßig in ein und demselben Paragraphen. Im Zuge der [[tabu|Enttabuisierung]] der Sexualität sind die ursprünglichen weiteren Bedeutungen des Wortes bis auf den sexuellen Kontakt zu Tieren allmählich verloren gegangen. Als wissenschaftlicher Begriff für sexuelle Handlungen mit bzw. sexuelle Attraktion zu Tieren hat sich mittlerweile die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Zoophilie&amp;#039;&amp;#039; durchgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In anderen Sprachen ==&lt;br /&gt;
In anderen Sprachen bezeichnen die von &amp;#039;&amp;#039;Sodomia&amp;#039;&amp;#039; abgeleiteten Begriffe heute hauptsächlich den Analverkehr im Allgemeinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Französischen versteht man unter &amp;#039;&amp;#039;sodomie&amp;#039;&amp;#039; jegliche Penetration des [[Anus]] im sexuellen Kontext und auch das Verb &amp;#039;&amp;#039;sodomiser&amp;#039;&amp;#039; ist gebräuchlich. Geschlechtlichen Kontakt mit Tieren bezeichnet man im Französischen als &amp;#039;&amp;#039;zoophilie&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im [[Englische Sprache|Englischen]] wird mit &amp;#039;&amp;#039;sodomy&amp;#039;&amp;#039; gewöhnlich der Analverkehr zwischen zwei Männern oder zwischen Mann und Frau bezeichnet, und auch das Verb &amp;#039;&amp;#039;to sodomize&amp;#039;&amp;#039; ist üblich. Jedoch kann die Bedeutung auch Sexualpraktiken wie [[Oralverkehr]] umfassen, d.&amp;amp;nbsp;h. jede sexuelle Handlung, die nicht [[Heterosexualität|heterosexueller]] [[Vaginalverkehr]] ist. Für den Verkehr mit Tieren steht im Englischen eher der Begriff &amp;#039;&amp;#039;bestiality&amp;#039;&amp;#039; (von lat. &amp;#039;&amp;#039;bestia&amp;#039;&amp;#039; ‚Tier, Bestie‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jüdische Überlieferungen ==&lt;br /&gt;
Gemäß einer Überlieferung in der [[Mischna]] bestand die Sünde Sodoms neben der öffentlich und gewalttätig ausgeübten Homosexualität auch in der Verweigerung der Gastfreundschaft. Dies kommt in der Redewendung &amp;#039;&amp;#039;Was mein ist, ist mein, und was dein ist, ist dein&amp;#039;&amp;#039; zum Ausdruck, die in den [[Sprüche der Väter|Sprüchen der Väter]] den Bürgern Sodoms zugeschrieben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikisource.org/wiki/Sprüche_der_Väter#5._Kapitel:_Anhänge Kapitel 5, Vers 13]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[iarchive:isbn 9780195297515/page/40/mode/2up|&amp;#039;&amp;#039;The Jewish Study Bible&amp;#039;&amp;#039;]] Oxford University Press, 2004. S. 41. ISBN 978-0-195-29751-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Kultursodomie“ nach Sigusch ==&lt;br /&gt;
2005 führte der [[Sexualwissenschaft]]ler [[Volkmar Sigusch]] in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Neosexualitäten&amp;#039;&amp;#039; den Begriff der „Kultursodomie“ ein, um die Bedeutung von Mensch-Tier-Beziehungen im Sinne einer „Neoallianz“ bzw. einer Liebes- und Lebensbeziehung in den reichen Ländern des Westens zu betonen.&amp;lt;ref&amp;gt;Volkmar Sigusch: &amp;#039;&amp;#039;Kultursodomie als Neoallianz.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Neosexualitäten. Über den kulturellen Wandel von Liebe und Perversion.&amp;#039;&amp;#039; Campus-Verlag, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2005, ISBN 3-593-37724-1, S. 56–74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sodomiterverfolgung]]&lt;br /&gt;
* [[Chronologie der Sodomiegesetze in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Susanne Hehenberger: &amp;#039;&amp;#039;Unkeusch wider die Natur. Sodomieprozesse im frühneuzeitlichen Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Löcker, Wien 2006, ISBN 3-85409-430-2.&lt;br /&gt;
* Stefanie Krings: &amp;#039;&amp;#039;Sodomie am Bodensee. Vom gesellschaftlichen Umgang mit sexueller Abartigkeit in spätem Mittelalter und früher Neuzeit auf St. Galler Quellengrundlage.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung]].&amp;#039;&amp;#039; Heft 113, 1995, {{ISSN|0342-2070}}, S. 1–46, [http://www.bodenseebibliotheken.eu/page?vgeb-j1995-t-A001 (Digitalisat)].&lt;br /&gt;
* Dominik Lang: &amp;#039;&amp;#039;Sodomie und Strafrecht: Geschichte der Strafbarkeit des Geschlechtsverkehrs mit Tieren&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Europäische Hochschulschriften&amp;#039;&amp;#039;, Reihe 2: &amp;#039;&amp;#039;Rechtswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 4750), Lang, Frankfurt am Main u. a. 2009, ISBN 978-3-631-58343-2 (Dissertation Universität Tübingen 2008, 266 Seiten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4181721-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualpraktik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Homosexualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffe und Motive (Altes Testament)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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