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	<title>Snorra-Edda - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T00:04:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Snorra-Edda&amp;diff=458394&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Acky69: Gliederung, Redundanzen raus</title>
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		<updated>2026-02-11T20:39:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gliederung, Redundanzen raus&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Edda.jpg|mini|Druckausgabe der Snorra-Edda von&amp;amp;nbsp;1666]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Snorra-Edda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Prosa]]-Edda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder unpräzise &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jüngere Edda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist ein ursprünglich nur als [[Edda]] betiteltes [[Handbuch]] für [[Skalde]]n. Die Bezeichnung dient der besseren Unterscheidung von der [[Edda#Lieder-Edda|Lieder-Edda]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Snorra-Edda ist in erster Linie als [[Mythographie|mythographisches]] und dichtungstheoretisches Werk gedacht, stellt jedoch auch eine wichtige Quelle [[altnordisch]]er [[Dichtung]] und [[Nordische Mythologie|Mythologie]] aus dem&amp;amp;nbsp;13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert dar. Sie wurde verfasst von [[Snorri Sturluson]], einem [[Island|isländischen]] [[Dichter]] und [[Historiker]], der von&amp;amp;nbsp;1178 oder&amp;amp;nbsp;1179 bis&amp;amp;nbsp;1241 lebte. Sie ist eine [[Kompilation (Literatur)|Kompilation]] altnordischer Überlieferungen, die zwischen&amp;amp;nbsp;1220 und&amp;amp;nbsp;1225 entstanden sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motivation Snorris, dieses Handbuch zu verfassen, lag in seiner Befürchtung, dass im Zuge der weitreichenden [[Christianisierung]] des Nordens die Kenntnisse der altnordischen Mythologie verloren gehen könnten, die für das Verständnis der [[skaldisch]]en [[Metrische Form|metrischen Formen]] notwendig waren. Die Snorra-Edda verfolgt [[didaktisch]]e und bewahrende Ziele. Snorris Bemühen galt der Überlieferung der zu seiner Zeit wohl hauptsächlich mündlich vorliegenden Skaldenstrophen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überlieferung und Handschriften ==&lt;br /&gt;
Snorri entnahm die nordischen [[Mythos|Mythen]] zum einen der Lieder-Edda, zum anderen heute nicht mehr bekannten Quellen. Er wollte ein Handbuch schreiben, das die altnordische [[Verslehre|Metrik]] und [[Poetik]] dokumentiert sowie die [[Stoff (Literatur)|Stoff]]e der Dichtungen, denen die poetischen Umschreibungen entnommen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erhalten blieb die Snorra-Edda in vier [[Handschrift (Paläographie)|Handschrift]]en. Keine dieser [[Abschrift]]en wurde von Snorri selbst oder zu seinen Lebzeiten angefertigt, so dass nicht bekannt ist, ob alles aus seiner Feder stammt:&lt;br /&gt;
* Die älteste Handschrift, der &amp;#039;&amp;#039;Codex [[Uppsala|Upsaliensis]]&amp;#039;&amp;#039; (U, &amp;#039;&amp;#039;[[Codex]]&amp;amp;nbsp;DG&amp;amp;nbsp;11&amp;#039;&amp;#039;), entstanden um&amp;amp;nbsp;1300.&lt;br /&gt;
* Der am besten erhaltene &amp;#039;&amp;#039;[[Codex Regius (Edda)|Codex Regius]]&amp;#039;&amp;#039; der Snorra-Edda (R, &amp;#039;&amp;#039;Gks&amp;amp;nbsp;2367, [[Quarto (Papierformat)|4to]]&amp;#039;&amp;#039;), entstanden wahrscheinlich&amp;amp;nbsp;1325.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Codex [[Worms|Wormianus]]&amp;#039;&amp;#039; (W, &amp;#039;&amp;#039;[[Arnamagnäanische Sammlung|AM]]&amp;amp;nbsp;242, [[Papierformat #Historische_Formate|fol.]]&amp;#039;&amp;#039;), entstanden um&amp;amp;nbsp;1350.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Codex Trajectinus&amp;#039;&amp;#039; (T, &amp;#039;&amp;#039;[[Utrecht]]&amp;amp;nbsp;1374&amp;#039;&amp;#039;), eine Abschrift auf [[Papier]], entstanden um&amp;amp;nbsp;1600. Die [[Pergament]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;vorlage könnte im&amp;amp;nbsp;13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Name Edda ==&lt;br /&gt;
Snorri soll seiner nordischen Mythographie, inklusive skaldischem Lehrbuch, den Namen Edda gegeben haben, der dann auf die Sammlung der Dichtungen der Lieder-Edda übertragen wurde; diese enthält die meisten der [[Gedichte]], aus denen Snorri seine Snorra-Edda aufgebaut hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste Handschrift von ca.&amp;amp;nbsp;1300 ist betitelt mit „Dieses Buch heißt Edda“. Die Bedeutung und [[Etymologie]] dieses Namens ist umstritten. Die von seinen [[Zeitgenosse]]n gemeinte Bedeutung mag Poetik gewesen sein. Im Laufe der Forschungsgeschichte wurden bis heute vier unterschiedliche Möglichkeiten diskutiert:&lt;br /&gt;
* [[Altisländisch]] &amp;#039;&amp;#039;edda&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die [[Urgroßmutter]] – hier der Altertümlichkeit des Textes wegen, als mythologischer Urmutter, verwendet;&lt;br /&gt;
* eine [[Derivation (Linguistik)|Ableitung]] des altisländischen Wortes &amp;#039;&amp;#039;óðr&amp;#039;&amp;#039; (Poesie, Dichtung) – als Dichtungslehre;&lt;br /&gt;
* eine Ableitung vom [[latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;edo&amp;#039;&amp;#039; (ich verkündige, teile mit, auch: dichte);&lt;br /&gt;
* eine [[Widmung]] an den Ortsnamen [[Oddi (Rangárþing ytra)|Oddi]], wo Snorri lebte – Das Buch von Oddi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei diesen [[Hypothese|Spekulation]]en darf nicht vergessen werden, dass die Bezeichnung nicht aus germanischer Überlieferung stammt, sondern aus dem Kreis gelehrter isländischer Frühgeschichte, die durchaus christlich ausgerichtet war.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Edda #Bedeutung des Namens}}&amp;lt;!--Widerspruch?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Texte und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Snorra-Edda gliedert sich in drei Hauptteile sowie einen vorangestellten Prolog, die in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen:&lt;br /&gt;
* der [[Prolog Snorra-Edda|Prolog]] ([[altisländisch|altisländ.]] &amp;#039;&amp;#039;formáli&amp;#039;&amp;#039;) ordnet die von Snorri präsentierte [[heidnisch]]-nordische [[Weltanschauung]] in den Rahmen der griechisch-römisch geprägten mittelalterlichen [[Gelehrsamkeit]] ein – er präsentiert altisländische gelehrte Vorgeschichte. Die [[germanische Götter|germanischen Götter]] werden darin als menschliche [[Held]]en des [[Trojanischer Krieg|Trojanischen Krieges]] rationalisiert ([[Euhemeros|euhemerisiert]]), die nach dem Fall der Stadt Troja in den Norden wandern und dort als Könige angenommen werden; der Titel Æsir ([[Ase]]n) wird auf [[Asia (Provinz)|Asia]] ([[Kleinasien]]) zurückgeführt.&lt;br /&gt;
* Die [[Gylfaginning]] (Gylfis Täuschung): der Hauptteil der Snorra-Edda, der in der [[Rahmenhandlung]] vom sagenhaften König Gylfi einen didaktischen Abriss der nordischen Mythologie bietet. Er entfaltet nordische Mythographie in einem zeitgenössischen Gewand, tradiert die urzeitlichen Quellen, aus denen die [[Götterlieder]] stammen, entfaltet [[Kosmogonie]] und [[Kosmologie]] der nordisch-germanischen Kultur von deren Beginn bis zu ihrem Ende im [[Ragnarök]].&lt;br /&gt;
* Die [[Skáldskaparmál]] (Sprache der Dichtkunst): eine [[Poetik]] der [[Skaldendichtung]], die eine Theorie und Praxis der [[Kenningar]] sowie ein Verzeichnis poetischer [[Synonym]]e enthält. Sie bietet angehenden Skalden eine Stillehre. Die in ihr zitierten Texte beziehen sich einerseits auf die mythische Urzeit, stehen aber andererseits mit historischen Skalden und [[Fürst]]en in Verbindung.&lt;br /&gt;
* Das [[Háttatal]] (Verzeichnis der [[Vers]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;formen) enthält die skaldische [[Verslehre]], wie sie Snorri für seine Gegenwart als verbindlich angesehen hat, und einen ausführlichen Kommentar Snorris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Abfassung von Gylfaginning und Skáldskaparmál bediente sich Snorri [[lateinisch]]er Vorbilder des didaktischen Dialogs und [[mittelalter]]licher [[Lehrbuch|Lehrbücher]] der [[Poetologie]] und [[Rhetorik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der unterschiedlichen Konzeption ihrer Teile ist die Snorra-Edda in ihrer Gesamtheit ein Lehrbuch für Skalden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Snorris weiteres Werk ==&lt;br /&gt;
Neben seiner prosaischen Edda verdanken wir Snorri weitere Texte, die im Verständnis der altisländischen gelehrten Urgeschichte als historisch galten und deren historischer Wert immer noch diskutiert wird:&lt;br /&gt;
* die [[Heimskringla]] (das heißt Weltkreis), eine umfangreiche [[Chronik]] der norwegischen Könige aus der mythischen Zeit bis in Snorris unmittelbare Vergangenheit;&lt;br /&gt;
* die [[Óláfs saga helga]] (eine gesonderte Saga von [[Olav&amp;amp;nbsp;II. Haraldsson|Olaf dem Heiligen]]);&lt;br /&gt;
* möglicherweise die [[Egils saga Skallagrímssonar]], eine der großen [[biographie|biographisch]]en [[Isländersagas]], die das Leben des Skalden [[Egill Skallagrímsson|Egill]] erzählt, der Snorris Vorfahre war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Snorri Sturluson. Gylfaginning.&amp;#039;&amp;#039; Texte, Übersetzung, Kommentar von [[Gottfried Lorenz]]. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1984, ISBN 3-534-09324-0, Standardwerk zur Gylfaginning.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Edda des Snorri Sturluson.&amp;#039;&amp;#039; Ausgewählt, übersetzt und kommentiert von Arnulf Krause. Philipp Reclam, Leipzig 1947, Stuttgart 1997, ISBN 3-15-000782-8.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Simek]], [[Hermann Pálsson]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der altnordischen Literatur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 490). Kröner, Stuttgart 1987, ISBN 3-520-49001-3.&lt;br /&gt;
* Jan Alexander van Nahl: &amp;#039;&amp;#039;Snorri Sturlusons Mythologie und die mittelalterliche Theologie.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/Boston 2013, ISBN 978-3-11-030691-0 (Ergänzungsbände zum &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 81).&lt;br /&gt;
* Heinrich Beck, Wilhelm Heizmann, Jan Alexander van Nahl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Snorri Sturluson – Historiker, Dichter, Politiker&amp;#039;&amp;#039; (Ergänzungsbände zum &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der Germanischen Altertumskunde.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 85). De Gruyter, Berlin/Boston 2013, ISBN 978-3-11-033631-3.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Die Edda (Simrock 1876)}}&lt;br /&gt;
* [http://www.heimskringla.no/wiki/Edda_Snorra_Sturlusonar &amp;#039;&amp;#039;Snorra-Edda&amp;#039;&amp;#039;] auf heimskringla.no (altnordisch)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4243926-7|LCCN=n/79/46503|VIAF=183466141}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (13. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Snorra-Edda| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Acky69</name></author>
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