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	<title>Skrofulose - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T10:52:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Skrofulose&amp;diff=19357&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Begriff und Symptome */ wohl nicht nur der Volksmedizin</title>
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		<updated>2026-03-28T05:09:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Begriff und Symptome: &lt;/span&gt; wohl nicht nur der Volksmedizin&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Henri IV touche les escrouelles.jpg|mini|Heinrich IV. beim Heilungsritual]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scrofula.jpeg|mini|Skrofulose im Halsbereich (zervikale Lymphadenitis)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Skrofulose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Skrofeln&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Scrofuloderm&amp;#039;&amp;#039;, von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;scrofula&amp;#039;&amp;#039; für „Halsdrüsengeschwulst“; Verkleinerungsform von &amp;#039;&amp;#039;scrofa&amp;#039;&amp;#039;) ist die historische Bezeichnung einer Hauterkrankung. Am ehesten handelte es sich dabei um eine [[Tuberkulose]] der [[Halslymphknoten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Winkle&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur  |Autor=Stefan Winkle |Titel=Kulturgeschichte der Seuchen |Verlag=Komet |ISBN=3-933366-54-2 |Seiten=101}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff und Symptome ==&lt;br /&gt;
Nach [[Otto Dornblüth|Dornblüths]] klinischem Wörterbuch (1927)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.textlog.de/31821.html Skrofulose, Skrofeln] in: Otto Dornblüth: Klinisches Wörterbuch, 13./14. Auflage, 1927&amp;lt;/ref&amp;gt; handelt es sich bei &amp;#039;&amp;#039;Skrofulose&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Skrofeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Bernhard Schnell]]: &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2003 (= &amp;#039;&amp;#039;Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 50), ISBN 3-484-36050-X, S. 397 (&amp;#039;&amp;#039;scrofa&amp;#039;&amp;#039;: Geschwulst, angeschwollene Lymphknoten; &amp;#039;&amp;#039;scrofula&amp;#039;&amp;#039; Verkleinerungsform zu &amp;#039;&amp;#039;scrofa&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; um einen älteren Begriff, der nach damaligem Sprachgebrauch in zwei sich überschneidenden Bedeutungen verwendet wurde: zum einen für eine „exsudative [[Diathese (Medizin)|Diathese]]“, also eine konstitutionelle Neigung, auf unbedeutende Reize mit chronischen Entzündungen zu reagieren, die als Vorstufe, von manchen Autoren auch bereits als Form der [[Tuberkulose]] aufgefasst wurde, zum anderen für eine Tuberkulose des Kindesalters mit chronischen Entzündungen der Lymphdrüsen, Haut, Schleimhaut, Knochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff „Skrofeln“ wurde im Mittelalter ein umfangreiches Krankheitsbild bezeichnet, das auch verschiedene andere Hals- und Gesichtskrankheiten umfasste, die auch bei Erwachsenen auftraten und in einigen Landstrichen wohl [[Endemie|endemisch]] waren. Die Bezeichnung leitet sich aus fratzenartigen Verzerrung des Gesichtes an, die an ein Ferkel&amp;lt;ref&amp;gt;Lateinisch &amp;#039;&amp;#039;scrofa&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „Sau“. Vgl. [[Wildschwein]].&amp;lt;/ref&amp;gt; erinnert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Winkle&amp;quot; /&amp;gt; In der heutigen [[Terminologie]] wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Skrofulose&amp;#039;&amp;#039; nicht mehr verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Ködel: &amp;#039;&amp;#039;Begriffserläuterung: Skrofulose.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Homöopathische Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; 255, 2010, S.&amp;amp;nbsp;13, {{DOI|10.1055/s-0029-1242580}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als ein Heilmittel galt die [[Braunwurzen|Braunwurz]], die daher den Gattungsnamen &amp;#039;&amp;#039;Scrophularia&amp;#039;&amp;#039; erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heilungsrituale ==&lt;br /&gt;
Bereits im 11. Jahrhundert hatte man [[König]]en wundertätige Fähigkeiten zugesprochen. So soll unter anderem [[Robert II. (Frankreich)|Robert II.]] von [[Frankreich]] übernatürliche Heilkräfte besessen haben, aber auch [[Eduard der Bekenner|Eduard dem Bekenner]] werden wunderbare Heilungen zugeschrieben. Ab etwa dem 13. Jahrhundert bis in die [[Frühe Neuzeit]] bestand in Frankreich und [[England]] die Vorstellung, der rechtmäßig [[Salbung|gesalbte]] König könne Skrofeln durch bloßes [[Handauflegen]] heilen (englisch &amp;#039;&amp;#039;the king’s touch&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Cynthia Resor |url=https://teachingwiththemes.com/index.php/2020/03/18/what-is-scrofula-can-it-be-cured/ |titel=What is scrofula? Can it be cured? |werk=Teaching with Themes |hrsg= |datum=2020-03-18 |abruf=2020-11-06 |sprache=en-US}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; vgl. den englischen Krankheitsnamen &amp;#039;&amp;#039;the king’s evil&amp;#039;&amp;#039; oder den niederländischen Namen &amp;#039;&amp;#039;Koningszeer&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ensie.nl/betekenis/koningszeer |titel=Wat is de betekenis van Koningszeer |abruf=2020-12-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Ein entsprechendes [[Wunderheilung|Heilungsritual]] war in beiden Ländern auch Teil der [[Krönung]]sriten und wurde regelmäßig, zeitweise sogar täglich, an Kranken ausgeübt, die oft eigens aus weit entfernt liegenden Gebieten des Königreichs anreisten. Der mit der Kraft des Heilens begabte König wurde auch [[Thaumaturgie|Thaumaturg]] genannt. In Frankreich spielte dabei seit [[Ludwig X. (Frankreich)|Ludwig X.]] der Besuch am Grab des [[Markulf (Heiliger)|heiligen Markulf]] nach der Krönung eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Jakob I. (England)|Jakob I.]] 1603 den englischen Thron bestieg und die dortige [[Haus Stuart|Stuart-Dynastie]] gründete, betrachtete er die durch den Glauben an Wunderwirkung unprotestantisch, katholisch oder abergläubisch erscheinende Tradition zuerst mit Ablehnung und ließ sich nur widerwillig darauf ein, indem er die Wirkung sublimiert als Gebet deutete.&amp;lt;ref&amp;gt;Raymon Crawfurd: &amp;#039;&amp;#039;The King’s Evil.&amp;#039;&amp;#039; Clarendon, Oxford 1911, [https://archive.org/stream/39002010648369.med.yale.edu#page/82/mode/2up S. 82 f.]; Stephen Brogan: &amp;#039;&amp;#039;The Royal Touch as Adapted by James I.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[History Today]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 61, 2011, Nr. 2, S. 46–52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Stuart-Restauration]] 1660 nutzte [[Karl II. (England)|Karl II.]] das Handauflegen besonders intensiv, um die sakrale Dimension der Königsherrschaft (sein Vater und Vorgänger war 1649 hingerichtet worden) als wiederhergestellt zu demonstrieren; mehreren zehntausend, vielleicht bis zu 100.000 seiner Untertanen (zwei Prozent der Bevölkerung) legte er in seiner Regierungszeit die Hand auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ronald G. Asch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Stuarts. Geschichte einer Dynastie.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2011, [https://books.google.de/books?id=bIeZp93Pz90C&amp;amp;pg=PA77&amp;amp;hl=de S. 77].&amp;lt;/ref&amp;gt; Der skeptische Oranier [[Wilhelm III. (Oranien)|Wilhelm III.]], der nach der Vertreibung des Stuarts [[Jakob II. (England)|Jakob II.]] in der [[Glorious Revolution]] von 1689 König von England wurde, verweigerte sich dem Ritual. Das einzige Mal, als er sich zu einer solchen Berührung herabließ, tat er es mit den Worten: „Gott gebe Euch eine bessere Gesundheit und mehr Verstand.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sigmund Freud: &amp;#039;&amp;#039;Totem und Tabu.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Fragen der Gesellschaft – Ursprünge der Religion.&amp;#039;&amp;#039; Studienausgabe. Bd. 9. Frankfurt am Main 1974, S. 334.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;James G. Frazer: &amp;#039;&amp;#039;The Magic Art, and the Evolution of Kings&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;The Golden Bough – a Study in Magic and Religion.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2). 3. Auflage. Mc Millan, London 1911, S. 368–370.&amp;lt;/ref&amp;gt; Königin [[Anne (Großbritannien)|Anne]] nahm das Ritual noch einmal auf, ihr Nachfolger [[Georg I. (Großbritannien)|Georg I.]] (1714–1727) jedoch beendete es endgültig, da er es „zu katholisch“ fand. In Frankreich wurde es zur Krönung des [[Restauration (Frankreich)|Restaurationskönigs]] [[Karl X. (Frankreich)|Karl X.]] (1824–1830) 1825 das letzte Mal praktiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Frank Barlow: &amp;#039;&amp;#039;The King’s Evil.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;English Historical Review.&amp;#039;&amp;#039; Band 49, 1980, S. 3–27.&lt;br /&gt;
* [[Marc Bloch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die wundertätigen Könige.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1998, ISBN 3-406-44053-3 (erste deutsche Übersetzung des mentalitätsgeschichtlichen Klassikers &amp;#039;&amp;#039;Les rois thaumaturges&amp;#039;&amp;#039; von 1924; [https://www.deutschlandfunk.de/die-wundertaetigen-koenige.700.de.html?dram:article_id=79277 Besprechung]).&lt;br /&gt;
* David C. Douglas: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm der Eroberer.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. München 1995, ISBN 3-424-01228-9, S. 258 f.&lt;br /&gt;
* Peter Gienow: &amp;#039;&amp;#039;Die Skrophulose, das vergessene Miasma&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Miasmatische Schriftenreihe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 9). Peter Irl, Buchendorf 2007, ISBN 3-933666-42-2.&lt;br /&gt;
* Walter Schaich: &amp;#039;&amp;#039;Die Tuberkulose.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Heilmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 291 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4531817-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizingeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Dermatologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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