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	<title>Skolion - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wheeke: so?</title>
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		<updated>2026-03-22T20:10:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;so?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Skolion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Altgriechische Sprache|griech.]] σκόλιον zu σκόλιος „krumm, tückisch“) ist ein in der frühen [[Antikes Griechenland|griechischen Antike]] anlässlich eines [[Symposion]]s vorgetragenes Lied, das von allen Teilnehmern am Gastmahl als Beitrag zur geistigen Auseinandersetzung erwartet wurde. Dabei wurden ein [[Myrte]]nzweig oder die [[Lyra (Zupfinstrument)|Lyra]] als Begleitinstrument wie eine Aufforderung zum Vortrag zum nächsten Gast gereicht, meist rechtsherum, manchmal aber auch überraschend kreuz und quer zum besseren Sänger, woraus sich nach [[Plutarch]] der Name begründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus-Dieter Linsmeier: &amp;#039;&amp;#039;Morgenröte der Musik&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Abenteuer Archäologie&amp;#039;&amp;#039; 3/2006, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Versen zeitgenössischer oder älterer Dichter, die hier rezitiert wurden, waren Skolien auch oft Stegreifdichtungen in der [[Versmaß|metrischen]] Form von [[Elegie]] oder [[Epigramm]]; bei volkstümlichen [[Strophe]]n überwogen Zwei- und Vierzeiler. Das Skolion ist, im Gegensatz zur heute verbreiteten Ansicht, kein [[Trinklied]], da es philosophische oder – seinerzeit aktuelle – politische Themen behandelte, Vaterland, Liebe, Wein, die Anrufung der Götter oder Sprichwörter im einen, Preislieder auf Helden und [[Tyrannenmörder]] ([[Harmodios]] und [[Aristogeiton]]) im anderen Fall. Dabei bedienten sich die Sänger gerne [[Ironie|ironischer]] oder [[Satire|satirischer]] Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Terpandros]] gilt als Erfinder des Skolions im 7. Jahrhundert v. Chr.; auch einige Gesänge von [[Alkaios von Lesbos|Alkaios]], [[Anakreon]] und [[Sappho]] zählen zu dieser Gattung. [[Pindar]] verfasste später chorische Skolien als Lobgesänge und erweiterte das Genre. Die Überlieferung originaler Skolien, die in antiker Zeit nach Art eines [[Kommersbuch]]s gesammelt wurden, umfasst in der Gegenwart dennoch nur wenige Texte, darunter die Fragmente des [[Timokreon]] mit dessen [[Polemik]] gegen [[Themistokles]] und die Sammlung der &amp;#039;&amp;#039;Attischen Skolien&amp;#039;&amp;#039;, die [[Athenaios]] in den &amp;#039;&amp;#039;Deipnosophistai&amp;#039;&amp;#039; gab. Umstritten ist, ob das Textfragment auf der [[Seikilos-Stele]] als Skolion angesehen werden darf.&amp;lt;ref&amp;gt;So beispielsweise angenommen von [[Annemarie Jeanette Neubecker|Annemarie J. Neubecker]]: &amp;#039;&amp;#039;Altgriechische Musik. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1994, ISBN 3-534-04497-5, S. 149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Attische Demokratie|Demokratisierung]] des attischen Staates durch [[Kleisthenes von Athen]] im 5. Jahrhundert v. Chr. setzte der [[Aristokratie|aristokratischen]] Sitte des Skolienvortrags ein Ende. Die deutschsprachige Lyrik zwischen später [[Renaissance]] ([[Georg Rodolf Weckherlin]]) und [[Barock]]zeitalter ([[Martin Opitz]]) belebte das Skolion aus Anakreons Vorbild und pseudoanakreontischen Quellen wieder, woraus die deutsche [[Anakreontik]] entstand. Weiterhin bildet es einen Ansatzpunkt der französischen [[Poésie fugitive]]. [[August Wilhelm Schlegel]] befasste sich als erster [[Literaturgeschichte|literaturgeschichtlich]] mit dem Skolion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Richard Reitzenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Epigramm und Skolion. Ein Beitrag zur Geschichte der alexandrinischen Dichtung&amp;#039;&amp;#039;. Gießen 1893 (Reprografische Ausgabe: Hildesheim 1970)&lt;br /&gt;
* Bernhard Abraham van Groningen: &amp;#039;&amp;#039;Pindare au banquet. Les fragments des scolies édités avec un commentaire critique et explicatif&amp;#039;&amp;#039;. Leiden 1960&lt;br /&gt;
* Klaus Fabian (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Oinēra teuchē. Studi triestini di poesia conviviale&amp;#039;&amp;#039;. Alessandria 1991, ISBN 88-7694-081-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrische Form]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (antikes Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Musik (Antike)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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