<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sitzauslastung</id>
	<title>Sitzauslastung - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sitzauslastung"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sitzauslastung&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T03:03:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sitzauslastung&amp;diff=579948&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wowo2008: /* Allgemeines */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sitzauslastung&amp;diff=579948&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-03-11T14:33:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Allgemeines&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sitzauslastung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man in der [[Personenbeförderung]] den [[Auslastungsgrad]] von [[Transportmittel]]n pro Zeiteinheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
In Fahrzeugen zur Personenbeförderung steht eine aus technischen und Sicherheitsgründen begrenzte Anzahl von [[Sitzplatz|Sitz-]] und gegebenenfalls [[Stehplatz|Stehplätzen]] für [[Passagier]]e zur Verfügung. Die zulässige Anzahl der Sitz- und Stehplätze ist die [[Sitzplatzkapazität]] des Transportmittels. Welcher Anteil dieser Sitze und Stehplätze tatsächlich durch Passagiere besetzt sind, wird durch die Sitzauslastung ermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Statistisches Bundesamt]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft und Statistik&amp;#039;&amp;#039;, Ausgaben 4–6, 2009, S. 329.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Luftverkehr]] wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Sitzladefaktor&amp;#039;&amp;#039; (Abkürzung: SLF; {{enS|Seat load factor}})&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sitzladefaktor&amp;#039;&amp;#039; ist eine wörtliche Übersetzung aus dem Englischen, müsste fachlich besser als &amp;#039;&amp;#039;Sitzladequote&amp;#039;&amp;#039; übersetzt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung ==&lt;br /&gt;
Die Sitzauslastung (oder Sitzladefaktor, &amp;lt;math&amp;gt;SLF&amp;lt;/math&amp;gt;) ist der [[Quotient]] der zurückgelegenen [[Passagierkilometer]] (&amp;lt;math&amp;gt;RPK&amp;lt;/math&amp;gt;) und den verfügbaren [[Sitzplatzkilometer]]n (&amp;lt;math&amp;gt;ASK&amp;lt;/math&amp;gt;):&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Aberle: &amp;#039;&amp;#039;Transportwirtschaft: Einzelwirtschaftliche und gesamtwirtschaftliche Grundlagen.&amp;#039;&amp;#039; 2003, S. 26 ([https://books.google.de/books?id=DlvpBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA26&amp;amp;dq=Sitzladefaktor books.google.de] – Leseprobe).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; SLF = \dfrac{RPK}{ASK}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstatt der [[Passagierkilometer]], die tatsächlich zurückgelegt wurden, können auch die verkauften Sitzplatzkilometer herangezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sitzladefaktor sagt einerseits aus, ob die eingesetzte Luftflotte effizient genutzt wird, noch [[Marktpotenzial]]e vorhanden sind oder ob gar die Kapazitätsgrenzen erreicht werden. Diese Zahl wird oftmals für den [[Betriebsvergleich]] verschiedener [[Transportunternehmen]] herangezogen. Er lässt nur bedingt Rückschlüsse auf die [[Wirtschaftlichkeit]] eines Transportunternehmens zu, weil sie keinerlei Angaben zur [[Gewinnschwelle]] enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vielen Fluggesellschaften wird diese [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]] im [[Geschäftsbericht]] dreifach angegeben, nämlich für das gesamte Streckennetz, für die Interkontinentalflüge und für das kontinentale Streckennetz. Die Interkontinentalflüge haben normalerweise eine deutlich höhere Auslastung als z.&amp;amp;nbsp;B. innereuropäische Flüge. Ob ein guter oder schlechter Sitzladefaktor vorliegt, lässt sich nur im [[Betriebsvergleich]] feststellen und ist zudem [[konjunktur]]- und oft [[saison]]abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidet sich eine Fluggesellschaft beispielsweise dazu, eine im Durchschnitt zu 70 % ausgelastete [[Flugstrecke]] (bei einer Sitzkapazität von 100 Sitzplätzen) durch ein größeres Flugzeug mit maximal 200 Sitzplätzen zu bedienen, so sinkt der Sitzladefaktor von 70 % auf 35 %. Diese Auslastung liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit unter der [[Gewinnschwelle]] ({{enS|break even-load factor}}),&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Mensen: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Luftfahrt.&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 1390&amp;amp;nbsp;f. ([https://books.google.de/books?id=UbvBAAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA1389&amp;amp;lpg=PA1389&amp;amp;dq=gewinnschwelle+sitzladefaktor&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=nqJUfD3xNO&amp;amp;sig=ACfU3U1P_YchQYLQDZG8sPiYWzUHI7EU6Q&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjV-LHDiq3kAhUawAIHHWL-AfgQ6AEwD3oECAsQAQ#v=onepage&amp;amp;q=gewinnschwelle%20sitzladefaktor&amp;amp;f=false books.google.de] – Leseprobe).&amp;lt;/ref&amp;gt; so dass Verluste entstehen. Dabei ist zu bedenken, dass sich die Gewinnschwelle sogar erhöht hat (das größere Flugzeug verursacht höhere Fixkosten wie [[Abschreibung]]en und [[Personalkosten]] durch mehr [[Luftfahrtpersonal#Fliegendes Personal|Bordpersonal]]). Größere Sitzkapazitäten sind daher nur sinnvoll, wenn eine überproportional steigende [[Nachfrage]] zu erwarten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gewinnschwelle 1.1.svg|mini|hochkant=1.5|Der zum Erreichen der Gewinnschwelle erforderliche Auslastungsgrad entspricht dem &amp;lt;math&amp;gt;x_{kf}&amp;lt;/math&amp;gt;-Wert des Schnittpunktes der Kostenkurve mit der Erlöskurve]]&lt;br /&gt;
Auslastungsgrad oder [[Beschäftigung (Kostenrechnung)|Beschäftigungsgrad]] sind für Unternehmen wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahlen, welche die Auslastung betrieblicher [[Kapazität (Wirtschaft)|Kapazitäten]] anzeigen. Der Auslastungsgrad ist vor allem in Unternehmen von Bedeutung, die einen hohen Anteil von [[Fixkosten]] an den [[Gesamtkosten]] aufweisen ([[Kapitalintensität|kapitalintensive]] Unternehmen wie etwa in der [[Luftfahrt]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hartmut Berghoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Moderne Unternehmensgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 88 ([https://books.google.de/books?id=5rmvDAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA88&amp;amp;dq=Auslastungsgrad+kapitalintensive+Unternehmen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi6xdaW797jAhVKsaQKHUQiBkUQ6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=Auslastungsgrad%20kapitalintensive%20Unternehmen&amp;amp;f=false books.google.de] – Leseprobe).&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraus entsteht eine relativ hohe Gewinnschwelle ({{enS|break-even point}}), bei der die Gesamtkosten erst bei einem relativ hohen Auslastungsgrad [[Kostendeckung|gedeckt]] werden. Durch Überschreiten der Gewinnschwelle verteilen sich die Fixkosten auf eine größere Stückzahl (Passagiere), wodurch die [[Stückkosten]] sinken und die Gewinne steigen ([[Fixkostendegression]]). Anzustreben sind – zwecks Erfüllung des [[Unternehmensziel]]s der [[Gewinnmaximierung]] – jedoch höhere Auslastungsgrade, im Maximum die Vollauslastung von 100 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sitzauslastung kann durch verschiedene Maßnahmen beeinflusst werden. Wird die Gewinnschwelle etwa durch [[Kostensenkung]] fixer Kosten ermäßigt, verringern sich die Auslastungsrisiken eines Transportunternehmens und umgekehrt. Bei gegebener Gewinnschwelle kann die Sitzauslastung verbessert werden durch Preissenkung (höhere [[Nachfrage]]), [[Preisdifferenzierung]] (Tages- oder Nachtpreise), vertikale [[Produktdifferenzierung]] ([[Qualitätswettbewerb]]), Verlängerung der [[Betriebszeit]]en und Verkürzung der [[Brachzeit]]en, Einführung des [[Saisonbetrieb]]s oder auch durch [[Überbuchung]] (auch zur Vermeidung von [[No-show]]s), die auf eine vollständige Auslastung der Kapazitäten abzielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Management.&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 426 ([https://books.google.de/books?id=5ZkuBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA426&amp;amp;dq=%C3%9Cberbuchung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjZ8-6Rn8XdAhVDiqQKHaNgAgM4ChDoAQgsMAE#v=onepage&amp;amp;q=%C3%9Cberbuchung&amp;amp;f=false books.google.de] – Leseprobe).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Durchschnittskosten]] bilden pro Passagiermeile oder Frachtmeile (unabhängig von Streckenlänge und Flugaufkommen) im [[Linienverkehr]] die Bemessungsgrundlage der Flugpreise, um unter Berücksichtigung einer erwarteten Auslastung eine angestrebte [[Kapitalverzinsung]] zu erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Aberle, &amp;#039;&amp;#039;Transportwirtschaft: Einzelwirtschaftliche und gesamtwirtschaftliche Grundlagen.&amp;#039;&amp;#039; 2003, S. 196 ([https://books.google.de/books?id=DlvpBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA196&amp;amp;dq=Linienverkehr books.google.de] – Leseprobe).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Linienverkehr ist die Sitzauslastung tendenziell geringer als im [[Charterverkehr]]. Bei dauerhaft zu geringer Sitzauslastung liegen [[Überkapazität]]en vor, die bei „Leerfahrten“ zu [[Leerkosten]] führt. Bei Überkapazitäten kann eine Verringerung der [[Taktzeit]], der Einsatz kleinerer Transportmittel oder gar eine Einstellung des Verkehrs in Erwägung gezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transport]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenverkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsstatistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wowo2008</name></author>
	</entry>
</feed>