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	<title>Sitz (Reiten) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T12:13:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sitz_(Reiten)&amp;diff=103601&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-31729-41: Ein Blick auf die Schwerpunktlinie oder Literatur präzisiert die Linie nicht auf den ganzen Kopf. Und der Rücken ist weiter hinten, so dass der Oberkörper zu weit vorne wäre.</title>
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		<updated>2025-11-06T20:04:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ein Blick auf die Schwerpunktlinie oder Literatur präzisiert die Linie nicht auf den ganzen Kopf. Und der Rücken ist weiter hinten, so dass der Oberkörper zu weit vorne wäre.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Patrick Le Rolland sur Galapagos.jpg|mini|Reiter kontrolliert seinen Dressursitz im Spiegel, Schritt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:23-schwerpunkt.jpg|mini|Schwerpunktlinie]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Passage Piaffe perfect.ogv|mini|Dressursitz in der [[Passagieren (Reiten)|Passage]] und [[Piaffe]] ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Canter animated.gif|mini|Dressursitz im [[Pferdegangart#Galopp|Galopp]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist beim [[Reiten]] die Haltung auf dem [[Hauspferd|Pferd]] und das Mitgehen mit Bewegung. Der Sitz die Grundlage des [[Reiten|Reitens]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pferd-aktuell.de/ausbildung/ausbildung-des-reiters/ausbildung-des-reiters Ausbildung des Reiters], auf pferd-aktuell.de&amp;lt;/ref&amp;gt; und hängt von der Reitweise ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reiter sitzt ruhig über dem Schwerpunkt des Pferdes und folgt dessen Bewegungen flexibel. Das Bein liegt locker am Pferd an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.loesdau.de/specials/loesdau-lessons/basics-mit-kati/aufsteigen-auf-ein-westernpferd/ Aufsteigen auf ein Westernpferd], Loesdau Lessons&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rumpf bildet das stabile Zentrum.&amp;lt;ref name=&amp;#039;dietze&amp;#039;/&amp;gt; Unabhängig vom Reitstil ist ein ausbalancierter Sitz für den unabhängigen Einsatz von Armen, Beinen und Gewichtshilfen unerlässlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Reitweisen ==&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit hat sich die Vorstellung vom idealen Sitz gewandelt. Die antiken Griechen kannten keine [[Steigbügel (Reiten)|Steigbügel]] und saßen im Stuhlsitz mit herabhängenden Unterschenkeln während z.&amp;amp;nbsp;B. [[Antoine de Pluvinel|Pluvinel]] den Spaltsitz mit gestrecktem Bein als Ideal beschreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michaela Otte: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Reitens von der Antike bis zur Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; FN Verlag, 1994, ISBN 3-88542-255-7, zu Xenophon siehe Seite 29, zu Pluvinel siehe Seite 70&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob der Unterschenkel in der Regel mehr oder weniger am Pferd anliegt, hängt von der jeweiligen Reitweise ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.felix-buehler.ch/ratgeber/was-ist-westernreiten Was ist Westernreiten?], Abschnitt &amp;quot;Die Haltung&amp;quot;, auf felix-buehler.ch&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dressursitz ==&lt;br /&gt;
Der Dressursitz ist aufrecht und der Rumpf senkrecht. Das Gewicht ist gleichmäßig auf den beiden Sitzbeinhöckern auf dem tiefsten Punkt des Sattels verteilt. Der Reiter sitzt locker „im“ Pferd. Die Hüfte ist richtig gekippt, wenn das Druckgefühl auf den beiden Sitzbeinhöckern maximal ist. Ein zu stark vorgekipptes Becken (also Rückenmuskeln stärker benutzt) führt zum sogenannten Spaltsitz mit steil hängenden Beinen, ein zu weit nach hinten gekipptes Becken (Bauchmuskeln angespannt) zieht die Beine mit hoch und führt dadurch zum Stuhlsitz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dietze&amp;quot;&amp;gt;[https://books.google.ch/books?id=3QCtCwAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=susanne+von+dietze+balance+in+der+bewegung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=susanne%20von%20dietze%20balance%20in%20der%20bewegung&amp;amp;f=false Balance in der Bewegung: Der Sitz des Reiters], Susanne von Dietze, FNverlag, 2016, ISBN 3885429268, Kapitel &amp;quot;Beckenstellung im Sattel&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Schulterblätter sind flach angelegt (keine &amp;quot;Engelsflügel&amp;quot;), leicht nach unten und zurückgenommen, aber nicht nach hinten gezogen. Der Kopf ist etwas nach hinten genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beine hängen seitlich am Pferderumpf elastisch nach unten. Die Knie liegen tief (Knie nicht hochziehen) und sind dicht am Sattel angelegt (weder &amp;quot;offenes&amp;quot; Knie, noch mit den Knien &amp;quot;klammern&amp;quot;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richtlinien Band 1 - Sitz&amp;quot;&amp;gt; Richtlinien Band 1 - Kapitel 4 Sitz und Einwirkung des Reiters&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Unterschenkel hängen locker an der Seite herab und halten Fühlung mit dem Pferdeleib (&amp;quot;atmender&amp;quot; Schenkel). Die Fußgelenke federn dabei locker nach unten durch. Die Fußspitzen zeigen nach vorne, insbesondere wenn [[Sporn (Reiten)|Sporen]] getragen werden. Der Absatz ist der tiefste Punkt des Reiters. Kopf (Ohr), Schulter, Becken und Ferse sollen in etwa in der Schwerpunktlinie des Reiters liegen. Bei Verwendung von [[Steigbügel (Reiten)|Steigbügeln]] ruht der Fuß mit dem Ballen auf dem Bügel, der Steigbügelriemen hängt senkrecht herunter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberarme hängen gerade herunter. Die Ellbogen liegen leicht an den Hüften an. Pferdemaul, [[Zügel]], Hände und Ellenbogen bilden eine gerade Linie, die Hände sind weder nach unten gedrückt noch nach oben gezogen. Die zur Faust geschlossene Hand (keine offene Hand) wird senkrecht getragen (keine verdeckten Fäuste). Die Hände werden vor dem Bauch getragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Reitschule für Anfänger, Kurt Hoffmann, Ausgabe 11, Verlag Kosmos, 2002, ISBN 3440093409, Kapitel &amp;quot;Erste Etappe: Der Sitz&amp;quot;, Abschnitt &amp;quot;Sitz und Haltung&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Parieren#Reiten|Paraden]] bleiben die Hände stehen und werden nicht nach hinten bewegt (unsichtbare Hilfengebung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die korrekte Form hängt von der Gleichgewichtssituation sowie der Anatomie des Reiters ab. Sie kann nicht nur nach Lehrbuch beurteilt werden, sondern muss auch das Wohlbefinden von Reiter und Pferd berücksichtigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Richtlinien Band 1 - Sitz&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abweichungen vom Standardsitz: Die Unterarme können weiter nach unten geführt werden, bis die Fäuste auf den Oberschenkeln aufliegen, wenn das Pferd [[Vorwärts-Abwärtsreiten|vorwärts-abwärts]] geführt werden soll. Bei jungen Pferden in der [[Pferdeausbildung|Ausbildung]] können die Zügel etwas breiter geführt werden. Beim Westernreiten und auch bei jungen Pferden kann der [[Leichtes Reiten#Sitz und Hilfengebung|Druckzügel]] verwendet werden. Die Hände können bei höherer [[Versammlung (Reiten)|Versammlung]] des Pferdes höher getragen werden, sofern die [[Hilfe (Pferdesport)#Gewichtshilfen|Gewichtshilfen]] des Reiters dies ausgleichen können. In der [[Hohe Schule (Reitkunst)|Hohen Schule]] können die Ellbogen etwas weiter nach hinten und die Hände mehr vor den Reiterbauch gestellt werden. In der hohen Schule kann der Steigbügel auch mit den Zehen erfasst werden und der gesamte Schenkel damit etwas weiter nach hinten kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussitzen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:The Cow Boy 1888.jpg|mini|In den Arbeitsreitweisen werden die Steigbügel meist sehr lang eingestellt, um ein entspanntes Aussitzen über viele Stunden zu ermöglichen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fuchs und Führer.jpg|mini|Leichter Sitz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grand Prix amateur Rennes 2019 (2).jpg|mini|Springsitz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bulldog Boss JBC Sprint 2019.jpg|mini|Rennsitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Aussitzen sitzt der Reiter ruhig im Sattel und geht jede Pferdebewegung ohne Kraftaufwand mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cavallo.de/reittraining/aussitzen-meint-nicht-sitzen-bleiben/ Aussitzen meint nicht sitzen bleiben], Susanne von Dietze, Cavallo, 11. Juni 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Dressurprüfung|Dressuraufgaben]] wird angegeben, wenn leichtgetrabt werden muss, ansonsten wird ausgesessen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fnverlag.de/misc/filePush.php?id=3507 Aufgabe RP 2 – Reitpferdeprüfung für 3-Jährige], Änderungen an der Dressurpferdeprüfung der Klasse A – DPA3, Februar 2024, auf www.fnverlag.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl in den Arbeitsreitweisen ([[Westernreiten|Western]], Doma Vaquera, Camargue etc.) als auch in den klassischen Schulreitweisen (Barock, Doma Clásica etc.) wird generell ausgesessen. Ein korrekt nach den Prinzipien der klassischen [[Reitkunst]] ausgebildetes [[Barockpferd]] kann zum [[Abreiten|Lösen]] auch ausgesessen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Freizeitreiterakademie&amp;#039;&amp;#039;, Claus Penquitt, Franckh-Kosmos-Verlag, 1993, ISBN 3440066282 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leichttraben ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Leichttraben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Leichttraben lässt der Reiter sich bei jedem zweiten Trabtritt aus dem Sattel heben, indem er den natürlichen [[Schwung (Reiten)|Schwung]] durch verstärktes Austreten der [[Steigbügel (Reiten)|Bügel]] unterstützt und so einen Takt in der Schwebe bleibt (es sieht so aus, als ob der Reiter aufsteht), bevor er wieder einsitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leichter Sitz ==&lt;br /&gt;
Beim Leichten Sitz, auch Entlastungssitz genannt, geht man mit dem Gesäß etwas aus dem Sattel und neigt den Oberkörper etwas vor, um den Rücken des Pferdes zu entlasten. Der Leichte Sitz kommt meist im Galopp im Gelände zum Einsatz, kann aber auch auf sehr unebenen oder tiefen Strecken, oder in der Lösungsphase im Trab angewandt werden. Dabei ist es wichtig, das Gesäß über dem Sattel in Position zu halten und den Oberkörper etwa parallel zum Pferdehals mitschwingen zu lassen. Der Leichte Sitz ist eine gute Übung für den Springsitz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wn.de/sport/lokalsport/luedinghausen/die-balance-halten-und-nicht-verkrampfen-2143025 Die Balance halten und nicht verkrampfen], Westfälische Nachrichten, 22. Januar 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;#039;pm&amp;#039;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Springsitz ==&lt;br /&gt;
Die Idee des modernen Springsitzes stammt vom italienischen Rittmeister [[Federico Caprilli]]. Gegen Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts entwickelte Caprilli im Gegensatz zum bis dahin üblichen, nach hinten geneigten Springsitz den nach vorn geneigten Springsitz. Dieser neue [[Springreiten|Springstil]] gab dem Pferd mehr Freiheit in der Bewegung; im alten Springstil wurde der Oberkörper zurück und die Beine nach vorne genommen, so dass der Reiter bei der Landung stabilen Stand hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pferd-aktuell.de/shop/downloadable/download/sample/sample_id/112/ Der Caprilli-Test], pferd-aktuell.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Springsitz gleicht dem Leichten Sitz, allerdings sind die Steigbügel kürzer verschnallt und der Reiter beugt sich tiefer übers Pferd.&amp;lt;ref name=&amp;#039;pm&amp;#039;&amp;gt;[https://www.pm-forum-digital.de/project/10-tipps-03-2021/ 10 Tipps für einen sicheren leichten Sitz], auf pm-forum-digital.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rennsitz ==&lt;br /&gt;
Bei [[Galopprennsport|Pferderennen]] steht der [[Jockey]] im sogenannten Rennsitz sehr hoch über dem Sattel, um die Bewegung des Pferdes möglichst wenig zu behindern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.galopprennbahn-magdeburg.de/service/galoppsport-lexikon.html Galoppsport-Lexikon, Stichwort Rennsitz], auf www.galopprennbahn-magdeburg.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;#039;pm&amp;#039;/&amp;gt; Durch die sehr hoch verschnallten [[Steigbügel (Reiten)|Steigbügel]] und die starke Beugung des Knies wirkt der Rennsitz wie ein Knien im Sattel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Damensitz ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Damensitz#Reiten_im_Damensitz}}&lt;br /&gt;
Beim Damensitz, oder Seitsitz, befinden sich beide Beine auf einer Seite des Pferdes, normalerweise links. Der Damensitz hat seinen Ursprung in der Antike und entwickelte sich im Mittelalter in Europa, um Frauen mit langen Röcken das Reiten zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pferd als Reittier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sitzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dressurreiten]]&lt;/div&gt;</summary>
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