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	<title>Sitte - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T12:07:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sitte&amp;diff=43871&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-118616: Grammatikfehler und doppeltes Leerzeichen</title>
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		<updated>2025-07-03T08:38:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatikfehler und doppeltes Leerzeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sitte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine auf sozialer Gewohnheit und Tradition beruhende, nicht erzwingbare, aber in gewissem Maß (durch den Druck der öffentlichen Meinung) verbindliche, äußere Verhaltensregel innerhalb einer Gruppe oder Gesellschaft. „Gesittung“ ist Grundlage der [[Sittlichkeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Lexikon-Institut Bertelsmann |Titel=Die große Bertelsmann Lexikothek |Sammelwerk=Bertelsmann Lexikon in 15 Bänden |Band=13 |Verlag=Bertelsmann Lexikothek Verlag GmbH |Ort=Gütersloh |Datum=1985 |ISBN=3-570-03893-9 |Seiten=231}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [[Ferdinand Tönnies]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sitte.&amp;#039;&amp;#039; 1908&amp;lt;/ref&amp;gt;  Abwertend werden unerwünschte Gewohnheiten manchmal auch als „Unsitte“ bezeichnet. Im Gegensatz zu Recht ist Sitte nicht erzwingbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sitte&amp;#039;&amp;#039; ist zudem die umgangssprachliche Kurzform von [[Sittenpolizei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Sitte“ und „Sitten“ ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Die Sitte&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch: „mos“) &amp;lt;!--  („consuetudo“ bedeutet eigentlich mehr die „Gewohnheit“ als die Sitte) --&amp;gt; im Singular wird als Begriff der Gesamtheit moralischer Werte und Regeln ([[Sittlichkeit]], Gesittung, Sittsamkeit, [[Umgangsformen|Anstand]]) im Sinne einer moralischen [[Autorität]] verstanden ([[Heteronomie]]). Sittlich ist das äußerliche Verhalten in der Gesellschaft, wobei man innerlich anderer Meinung sein kann. Es heißt dann: Etwas &amp;#039;&amp;#039;ist&amp;#039;&amp;#039; Sitte oder die Sitte &amp;#039;&amp;#039;will&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;verlangt&amp;#039;&amp;#039; etwas. In diesem Sinne versteht sich das Motto &amp;#039;&amp;#039;Sitte und [[Tracht (Kleidung)|Tracht]] der Alten / wollen wir erhalten.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Plural werden unter &amp;#039;&amp;#039;Sitten&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch: „mores“; s. a. [[Sitte#Trivia|Trivia]]) Einzelnormen verstanden, z.&amp;amp;nbsp;B. in Form der [[Höflichkeit]], der [[Tischsitte]](n) oder der [[Courtoisie|Hofsitte]](n). Sitten haben [[Kultur]]&amp;amp;shy;bezug, das heißt, sie gelten in der Regel in Bezug auf einen geographisch-zeitlichen Raum (vgl. Sprichwort „Andere Länder, andere Sitten!“, englisch: &amp;#039;&amp;#039;When in Rome, do as the Romans do.&amp;#039;&amp;#039;). Einem Außenstehenden können sie daher sonderbar oder seltsam erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juristische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Sitte&amp;#039;&amp;#039; wird als [[Rechtsbegriff]] verwendet und hat dann [[Recht|juristische]] Bedeutung. Das deutsche [[Grundgesetz]] weist in {{Art.|2|gg|juris}} Abs. 1 GG auf das &amp;#039;&amp;#039;Sittengesetz&amp;#039;&amp;#039; hin, was als [[unbestimmter Rechtsbegriff]] ausgelegt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschen [[Zivilrecht]] regelt beispielsweise {{§|138|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]], was als „sittenwidriges Rechtsgeschäft“ verstanden werden kann. Das Gesetz spricht dabei von einem „Verstoß gegen die [[Gute Sitten|guten Sitten]]“. {{§|817|bgb|juris}} BGB regelt, wie mit Geschäften, die gegen die guten Sitten verstoßen, umgegangen werden muss. [[Verkehrssitte]] ist der Überbegriff für die Sitten, die im [[Rechtsgeschäft|Rechtsverkehr]] gebräuchlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert wurden Brauch und Sitte klar unterschieden. Brauch galt als Mittelglied zwischen der rein individuellen Lebensgewohnheit und der Sitte.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyers Konversationslexikon, Leipzig und Wien 1897, Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Sitte&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Brauch war demnach im Unterschied zur Sitte als ein markiertes Ereignis im Lebens- und Jahreslauf zu sehen. Er hatte demnach seinen Sitz im engeren Familienkreis, in einer begrenzten Gruppe oder im weiteren Kreis einer Gemeinschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Interview mit [[Regina Bendix]] zur Geschichte von Brauchtümern, &amp;#039;&amp;#039;Brauch und Ritual gestern und heute&amp;#039;&amp;#039;, November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelheiten ==&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten|grund=Der Abschnitt liest sich eher wie ein Schüleraufsatz als wie ein Enzyklopädieartikel. Der sollte grundüberholt werden und zwar ausgehend von einschlägiger Fachliteratur, die in Form von Einzelnachweisen auch genannt wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sitte ist zu unterscheiden vom [[Brauch]], der rituelle Aspekte beinhaltet. Sitten beinhalten menschliche [[Umgangsformen]], Verhaltensweisen und -regeln (z. B. [[Umgangsformen|Manieren]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sitten werden von den Bewohnern eines Volkes geachtet, bewahrt und gepflegt. Wer dagegen verstößt, wird als „unsittlich“ bezeichnet. Sie unterliegen dennoch dem [[Sozialer Wandel|sozialen Wandel]]. Wer sich nicht an die Sitten hält dessen Verhalten wird als [[Sittenwidrigkeit (Deutschland)|sittenwidrig]] bezeichnet. Personen, die über die  Sitten wachen, werden  umgangssprachlich als Sittenwächter bezeichnet. Darüber hinaus gab es bis in die 1970er Jahre eine Abteilung der Kriminalpolizei, die sich mit [[Sexualstraftat|Sittendelikten]] befasste. Diese wurde früher umgangssprachlich „die Sitte“ ([[Sittenpolizei]]) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im subjektiven Urteil über eine andere Person kann es passieren, dass man jemandem vorwirft, er habe „keine Sitten“ (Sittenlosigkeit), beispielsweise aufgrund eines freizügigen Sexualverhaltens. Aus dieser Wahrnehmung heraus wird dann auch vom Verfall der Sitten gesprochen. Im 17. Jahrhundert wurde nach dem [[Magdeburger Hochzeit|Massaker von Magdeburg]] der Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Magdeburger Hochzeit|Magdeburgisierung]]&amp;#039;&amp;#039; als [[Synonymie|Synonym]] für die [[Verrohung]] von Sitten (speziell in Kriegen) geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Political Correctness]] kann als moderne Sitte betrachtet werden, da sie soziale Normen und Verhaltensweisen umfasst, die in vielen Gesellschaften als korrekt und angemessen gelten. In vielen Gesellschaften gibt es heute einen weit verbreiteten Konsens darüber, dass diskriminierende oder herabsetzende Sprache und Verhaltensweisen vermieden werden sollten. Oft fungiert der Begriff „Sitte“ synonym zum Begriff des „sozialen Anstands“ und des respektvollen Umgangs miteinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Socialmedia-Plattformen gerät das „sittliche Verhalten“ im europäischen Sprachraum oft auch an seine Grenzen, wie dies bereits im Jahre 2012 der bekannte Zeit-Essayist [[Harald Martenstein]] schrieb: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Jede halbwegs interessante Person und jede alltägliche Handlung [ist] heute ein Gegenstand nahezu ununterbrochener Beobachtung […] nicht zuletzt wegen der Leserreporter, aber auch wegen der tausend Möglichkeiten des Internets und wegen der Handykameras. Vor allem aber deshalb, weil der Mensch ein neugieriges Wesen ist und weil die [[Neugier]]de, wie jedes Bedürfnis, sich in einer Warengesellschaft ökonomisch nutzen lässt. […] Vor der [[Tugend]]wacht ist niemand sicher, nicht der Jugendliche mit alterstypischem Erfahrungshunger, nicht der Ehemann auf Abwegen, auch nicht die junge Mutter.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/2012/24/DOS-Tugend/komplettansicht#player0 &amp;#039;&amp;#039;Der Terror der Tugend. - Du sollst nicht rauchen. Du sollst keine Geheimnisse haben. Du sollst tun, was alle tun. Und denk daran: Du wirst beobachtet! Wie der Glaube an das aufgezwungene Gute mithilfe von Gesetzen, Verordnungen und medialer Überwachung eine moderne Diktatur erschafft.&amp;#039;&amp;#039;] - Die Zeit, 16. Juni 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Tabu]]&lt;br /&gt;
* [[Sittengesetz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  {{Anker|Trivia}} Trivia ==&lt;br /&gt;
Eine heute nur noch selten zu findende Redewendung bezüglich der Sitte ist „[[Mores lehren|jemanden Mores lehren]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Gottlieb Fichte]]: &amp;#039;&amp;#039;Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039; Gabler, 1798 ([https://archive.org/details/dassystemdersit00fichgoog Digitalisat] auf [[Archive.org]])&lt;br /&gt;
* [[Karl Christian Friedrich Krause]]: &amp;#039;&amp;#039;System der Sittenlehre; I. Band, wissenschaftliche Begründung der Sittenlehre.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Leipzig 1810.&lt;br /&gt;
* Ferdinand Tönnies: &amp;#039;&amp;#039;Die Sitte.&amp;#039;&amp;#039; Rütten &amp;amp; Loening, Frankfurt am Main 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4204494-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten (Soziologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Form Sozialer Norm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
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