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	<title>Sisebut - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T20:27:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sisebut&amp;diff=367241&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Equord: /* Herrschaft */</title>
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		<updated>2025-03-01T06:32:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herrschaft&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Toledo - Sisebuto.jpg|mini|Sisebutstatue in [[Toledo]].]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sisebut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Flavius Sisebutus Rex&amp;#039;&amp;#039;; † Februar [[621]]) war [[König]] der [[Westgoten]] von Februar/März 612 bis Februar 621.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herrschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sisebut war der Nachfolger von König [[Gundemar]]. Über die Umstände seines Regierungsantritts nach Gundemars Tod ist nichts Näheres bekannt; wahrscheinlich wurde er gewählt.&amp;lt;ref name=Claude&amp;gt;Dietrich Claude: &amp;#039;&amp;#039;Adel, Kirche und Königtum im Westgotenreich&amp;#039;&amp;#039;, Sigmaringen 1971, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie andere Westgotenkönige versuchte er anscheinend eine Dynastie zu gründen; wahrscheinlich hat er seinen minderjährigen Sohn [[Rekkared II.]] Ende 619/Anfang 620 zum Mitregenten erhoben.&amp;lt;ref name=Claude/&amp;gt; Damit konnte er die Thronfolge sichern, doch scheiterte die Dynastiegründung, da Rekkared schon kurz nach Sisebuts Tod starb. Für die Behauptung, dass der Nachfolger Rekkareds II., [[Suinthila]], ein Schwiegersohn Sisebuts war, gibt es keinen Beleg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Militärisch war Sisebut erfolgreich; im Norden unterwarfen seine Truppen die rebellierenden Asturer, im Süden konnte er die [[Byzantinisches Reich|Oströmer]], die noch immer einen Teil Andalusiens beherrschten (Provinz [[Spania]]), zurückdrängen und ihnen unter anderem die Stadt [[Málaga]] abnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Edward A. Thompson]]: &amp;#039;&amp;#039;The Goths in Spain&amp;#039;&amp;#039;, Oxford 1969, S. 332f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kam den Westgoten der Umstand zugute, dass die Oströmer unter Kaiser [[Herakleios]] in schwere [[Römisch-Persische Kriege|Abwehrkämpfe]] mit dem neupersischen [[Sassanidenreich]] verwickelt waren. Vor 617 schloss Herakleios mit Sisebut Frieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Über die Friedensverhandlungen unterrichtet ein Briefwechsel Sisebuts, in: {{MGH|Epp|3|663|668}} Siehe dazu Walter Emil Kaegi: &amp;#039;&amp;#039;Heraclius&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge 2003, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sisebut schuf die westgotische Flotte; vor seiner Regierung hatten die Westgoten keine Seestreitmacht besessen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thompson S. 161f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Recht, über die Einsetzung von Bischöfen zu bestimmen, nahm er als Selbstverständlichkeit für sich in Anspruch.&amp;lt;ref&amp;gt;Thompson S. 163.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon Rekkared I. (586–601) hatte im Einvernehmen mit den Konzilsvätern des 3. Konzils von Toledo (589) Bestimmungen gegen die Juden erlassen; er verbot ihnen, christliche Sklaven zu halten, untersagte ihnen auch christliche Ehefrauen und [[Konkubine]]n und ordnete an, dass Kinder aus solchen Verbindungen getauft werden mussten. Sisebut bestätigte diese Vorschriften&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lex Visigothorum&amp;#039;&amp;#039; XII.2.13-14, ed. Karl Zeumer, &amp;#039;&amp;#039;[[Monumenta Germaniae Historica|MGH]] Leges&amp;#039;&amp;#039; I.1, Hannover 1902, S. 418–423.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ging noch weit darüber hinaus; er ordnete an, Juden zur Taufe zu zwingen. Dieses rigorose Vorgehen erregte das Missfallen der Bischöfe. Nach Sisebuts Tod verurteilte das 4. [[Konzil von Toledo]] (633) die Zwangstaufen, erklärte sie aber für kirchenrechtlich gültig; den auf Sisebuts Veranlassung zwangsweise getauften Juden wurde verboten, zu ihrem angestammten Glauben zurückzukehren.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Concilium Toletanum IV&amp;#039;&amp;#039;, c. 57, ed. José Vives, &amp;#039;&amp;#039;Concilios visigóticos e hispano-romanos&amp;#039;&amp;#039;, Barcelona 1963, S. 211: oportet ut fidem etiam quam vi vel necessitate susceperunt tenere cogantur (sie müssen gezwungen werden, beim (christlichen) Glauben zu bleiben, auch wenn sie ihn unter Zwang angenommen haben).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sisebut beauftragte [[Isidor von Sevilla]], den „letzten Kirchenvater“, die naturkundliche enzyklopädische Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;[[De natura rerum]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Über die Natur der Dinge&amp;#039;&amp;#039;) zu verfassen. Außerdem betätigte er sich auch selbst als Schriftsteller, was für einen König damals sehr ungewöhnlich war, denn literarische Aktivität war normalerweise eine Domäne der Geistlichkeit. Seine Werke zeigen, dass er über eine für damalige Verhältnisse beachtliche Bildung und relativ gute Lateinkenntnisse verfügte und sogar lateinisch dichtete. Dennoch sind stilistische Mängel unübersehbar; aus philologischer Sicht wird Sisebuts Ausdrucksweise als geziert und schwülstig beurteilt und seine Sprachbeherrschung als unzureichend für die teils anspruchsvolle Thematik.&amp;lt;ref&amp;gt;Bronisch S. 505; Brunhölzl S. 94f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erhalten sind Briefe,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Epistolae Wisigoticae&amp;#039;&amp;#039;, ed. Wilhelm Gundlach, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Monumenta Germaniae Historica|MGH]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Epistolae&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3, Berlin 1957, S. 662–666, 668–675.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein an Isidor gerichtetes [[Briefgedicht]] über die Mondfinsternis (61 [[Hexameter]])&amp;lt;ref&amp;gt;Herausgegeben von Jacques Fontaine, &amp;#039;&amp;#039;Isidore de Seville: Traité de la nature&amp;#039;&amp;#039;, Bordeaux 1960, S. 328–335.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ein [[Hagiographie|hagiographisches]] Werk, die Lebensbeschreibung des heiligen Märtyrers [[Desiderius von Vienne]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Vita vel passio sancti Desiderii episcopi Viennensis&amp;#039;&amp;#039;, in: {{MGH|SSrerMerov|3|630|637}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sisebut baute im Bezirk des Königspalastes von Toledo eine [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] der heiligen Leocadia nach dem Vorbild der [[Hagia Sophia]] in Konstantinopel; dort wurden später Konzilien abgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ADB-Artikel wird hier nicht gebraucht  --&amp;gt; &amp;lt;!-- siehe https://www.deutsche-biographie.de/pnd100960995.html#adbcontent --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{RGA|28|503|506|Sisebut|Alexander Pierre Bronisch}}&lt;br /&gt;
* [[Franz Brunhölzl]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. München 1975, S. 93–95.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste Könige der Westgoten|VORGÄNGER=[[Gundemar]]|NACHFOLGER=[[Rekkared II.]]|ZEIT=612–621}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=100960995|LCCN=nr96041860|VIAF=44200722}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:König (Westgoten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westgotenreich (Toledo)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrscher (7. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 6. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 621]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sisebut&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=König der Westgoten&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=Februar 621&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Equord</name></author>
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