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	<title>Sirventes - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T04:54:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sirventes&amp;diff=929874&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TheRunnerUp: Genitiv korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-11T07:48:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Genitiv korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sirventes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Provenzalische Sprache|prov.]] &amp;#039;&amp;#039;sirven&amp;#039;&amp;#039; „Diener, Kriegsknecht“, etwa „Dienergedicht“; auch [[Altfranzösische Sprache|nordfrz.]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Serventois&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und [[Italienische Sprache|ital.]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Serventese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine der wichtigsten [[Gattung (Literatur)|Gattung]]en der [[Okzitanische Sprache#Das Altokzitanische|altokzitanischen]] [[Trobadordichtung]] des Mittelalters. Es war ursprünglich weder inhaltlich noch durch eine [[Strophenform]] festgelegt – die Form der [[Kanzone (Literatur)|Kanzone]] kam oft vor, war aber nicht zwingend erforderlich – und trägt seinen Namen daraus, dass es als Auftragsdichtung verfasst wurde. Neben einfacheren Strophenformen von drei oder vier Zeilen mit [[Reim#Kettenreim|verketteten Reimen]] nahm das Sirventes später auch die kunstvolle Canso-Form&amp;lt;ref&amp;gt;siehe den einschlägigen Artikel in der englischen Wikipedia: [[:en:Canso (song)|Canso – okzitanische Liedform]]&amp;lt;/ref&amp;gt; an. Es ist als Vorstufe zu [[Dante]]s [[Terzine]]n zu sehen. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Sirventes&amp;#039;&amp;#039; wurde ab der Mitte des [[12. Jahrhundert]]s nur noch für die scherzhaften, [[Satire|satirischen]] oder moralisch-politischen [[Scheltspruch|Schelt- und Rügelieder]] der [[Spielmannsdichtung]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sirventes wurden zunächst von der höfischen Dichtung der [[Trobador]]s, speziell vom provenzalischen [[Minnesang]], streng geschieden. Die ersten Beispiele gehen auf die Lieder der [[Gaukler]] (prov. &amp;#039;&amp;#039;joglars&amp;#039;&amp;#039;) zurück. Diese Tradition wurde später von Guiraut de Bornelh, [[Robert I. (Dauphin von Auvergne)|Dalfin d’Alvernhe]] und [[Raimon de Miraval]] als &amp;#039;&amp;#039;Sirventes joglaresc&amp;#039;&amp;#039; gepflegt. Von der Mitte des 12. Jahrhunderts an wurden die Sirventes zunehmend in die höfische Lyrik integriert. Seit [[Bertran de Born]] sind sie eine anerkannte Kunstform. Die Themenvielfalt entwickelte sich zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* moralisch-zeitkritischen Sirventes, die z.&amp;amp;nbsp;B. den Verfall des [[Rittertum]]s beklagten; viele Lieder sind den [[Planh]]s zuzurechnen.&lt;br /&gt;
* politischen Sirventes, die rivalisierende Fürsten oder Kleriker rügten und Kritik an der politischen Situation übten; unter den kriegs- und [[kreuzzug]]skritischen Dichtern ist vor allem Bertran zu nennen.&lt;br /&gt;
* literaturkritischen Sirventes, die sich mit der zeitgenössischen Dichtung und der [[Minne]]poetik auseinandersetzten; sie überschneiden sich oft mit den [[Ensenhamen]].&lt;br /&gt;
* subjektiven Sirventes, die zugleich die Grenzen des Genres überschreiten und persönliche Auseinandersetzungen der Sänger mit dem Werk anderer [[Trobador]]s thematisierten; neben [[Guilhem de Berguedan]] war auch hier Bertran einer der führenden Dichter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die kritische Funktion erhielt die Trobadordichtung eine neue Richtung, da sie im Gegensatz zur Canso alle Widersprüche des wirklichen Lebens zu den Idealen von Kunst und Gesellschaft tadeln konnte. Diese Tradition wurde auch in der [[Deutsche Literatur des hohen Mittelalters|mittelhochdeutschen Literatur]] aufgenommen, so z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Walther von der Vogelweide|Walther von der Vogelweides]] politischer [[Spruchdichtung]] oder in [[Wolfram von Eschenbach|Wolfram von Eschenbachs]] &amp;#039;&amp;#039;Verteidigung&amp;#039;&amp;#039; am Ende des zweiten &amp;#039;&amp;#039;[[Parzival]]&amp;#039;&amp;#039;-Buchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Einfluss der europäischen [[Mariendichtung]] griff das Sirventes im [[14. Jahrhundert]] auch religiöse Themen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dietmar Rieger]]: &amp;#039;&amp;#039;Gattungen und Gattungsbezeichnungen der Trobadorlyrik. Untersuchungen zum altprovenzalischen Sirventes&amp;#039;&amp;#039;. Niemeyer, Tübingen 1976, ISBN 3-484-52053-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrische Form]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Mittelalters]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TheRunnerUp</name></author>
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