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	<title>Sipahi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Myzemil: Die letzte Textänderung von 2A02:8071:885:FB00:AC52:A40F:8570:EC49 wurde verworfen und die Version 250581568 von Wheeke wiederhergestellt. Unbegründete Löschung.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2A02:8071:885:FB00:AC52:A40F:8570:EC49&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2A02:8071:885:FB00:AC52:A40F:8570:EC49&quot;&gt;2A02:8071:885:FB00:AC52:A40F:8570:EC49&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/250581568&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/250581568&quot;&gt;250581568&lt;/a&gt; von Wheeke wiederhergestellt. Unbegründete Löschung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Battle of Vienna.Sipahis.jpg|mini|Sipahis]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sipahi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{faS|سپاهی&amp;amp;lrm;|Sepāhī}}, Soldat, Reiterei, in [[Indien]] [[Sepoy]]) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spahi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hießen im [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] die von den Inhabern der türkischen Kriegerlehen, den [[Tımar]]s und Zaims, zu stellenden Reiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ihre Ländereien hatten die rotbemantelten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Herm |Titel=Der Balkan |TitelErg=Das Pulverfaß Europas |Verlag=[[Econ Verlag|Econ]] |Ort=Düsseldorf / Wien / New York / Moskau |Datum=1993 |ISBN=3-430-14445-0 |Seiten=155}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sipahi als Berittene im Heer des Sultans zu dienen. Die Sipahi-Abteilungen waren vom [[14. Jahrhundert|14.]] bis zum [[16. Jahrhundert]] eine Kerntruppe der [[Osmanische Armee|osmanischen Armee]]. Stellt man sich das osmanische Heer als einen Halbmond vor, so wurden die Sipahi in den Spitzen dieses Halbmondes aufgestellt. Von dort sollten diese Reitertruppen den Feind umschließen und ihn gegen die Basis des Heeres drücken. An dieser Basis war das Fußvolk des Heeres, die [[Janitscharen]], stationiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise des Sipahisystems ==&lt;br /&gt;
Sipahi gab es seit Anfang des 14. Jahrhunderts. Die osmanischen Herrscher begannen ihre Krieger mit der Vergabe von eroberten Ländereien zu belohnen. Der Sipahi erhielt ein relativ kleines Landgut, das er in der Anfangszeit zum Teil noch selbst bewirtschaftete. Andere Teile wurden von Bauern der unterworfenen Völker (&amp;#039;&amp;#039;ra‘āyā&amp;#039;&amp;#039; = „die vom Herrscher Behüteten“, Untertanen) für ihn bestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenzug waren die Sipahi verpflichtet, für den Sultan in den Krieg zu ziehen, wann immer dieser sie dazu aufforderte. Ausrüstung und Pferd mussten die Sipahi selbst finanzieren. Je nach Größe ihres Tımars hatten sie zusätzlich bis zu sieben Hilfssoldaten &amp;#039;&amp;#039;(cebeli)&amp;#039;&amp;#039; zu stellen. Der Sipahi musste seine &amp;#039;&amp;#039;[[Cebeli]]s&amp;#039;&amp;#039; ausrüsten, für den Kampf trainieren und in der Schlacht führen. Anfang des 16. Jahrhunderts bestand der Kern des osmanischen Heeres aus etwa 40.000 Sipahis und 60.000 Cebelis. Mit diesem System gelang es den Sultanen, erheblich größere Heere als ihre christlichen Gegner aufzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als im europäischen [[Lehnswesen]] durften die Sipahi ihre Tımars nicht vererben oder an Dritte weitergeben. Jedes Tımar wurde direkt vom Sultan an den einzelnen Krieger ausgegeben und blieb dann in der Hand des jeweiligen Inhabers, der dafür die militärische Leistung zu erbringen hatte. Auf diese Weise konnte sich im Osmanischen Reich kein Lehns[[adel]] entwickeln, der als Herrschaftsschicht mit eigenen Vasallen zwischen dem Sultan und dessen Kriegern stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Niedergang der Sipahi ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verfall des Sipahisystems hatte wirtschaftliche und militärische Gründe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standen im 16. Jahrhundert noch knapp 130.000 Mann (Sipahi und Cebelis) zur Verfügung, so waren es im 17. Jahrhundert nur noch 30.000. Der Bedeutungsgewinn der [[Infanterie]] und der [[Artillerie]] im europäischen Militärwesen des 16. Jahrhunderts machte die Reitertruppe der Sipahi zunehmend ungeeignet. Die Sultane konzentrierten ihre Aufmerksamkeit daher auf die [[Janitscharen]], die nunmehr den wichtigsten Teil des Heeres ausmachten. Außerdem hatte das Osmanische Reich den Zenit seiner Macht erreicht. Es wurden kaum noch neue Länder erobert, in denen sich Tımars einrichten ließen. Ebenso fehlte die vorher oft erzielte große Beute, die einen wesentlichen Teil des Einkommens der Sipahi ausgemacht hatte. Schließlich führten wirtschaftliche Krisen dazu, dass die Einkünfte aus den Tımars zurückgingen. Gleichzeitig aber stiegen die Kosten für die Ausrüstung (Feuerwaffen). Dementsprechend geringer wurden Neigung und Vermögen der Sipahi, ihre Leistungen ordnungsgemäß zu erbringen. Die Qualität der Ausrüstung sank, und viele Tımar-Inhaber versuchten, sich dem Heeresdienst zu entziehen, was ihnen auch gelang, weil Korruption und Misswirtschaft in der osmanischen Verwaltung zunahmen, wodurch die Kontrolle der Tımar-Inhaber nicht mehr möglich war. Vor allem im 17. Jahrhundert verkauften oder verpachteten Sipahi Teile ihres Tımars an Großgrundbesitzer, ohne dass die [[Hohe Pforte]] dagegen einschritt. Andere wieder vererbten das Tımar, und oft &amp;#039;&amp;#039;„vergaßen“&amp;#039;&amp;#039; die Behörden dann, die militärischen Leistungen von den Erben einzufordern. Auf diese Weise verfiel dieses System immer mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Cebeli]], früher Gefolgsleute der Sipahi, wurden zu irregulären besoldeten Einheiten, die ihre früheren Herren niemals in Bezug auf Kampfkraft und Disziplin ersetzen konnten, allerdings trotzdem große Mengen an Soldgeldern verbrauchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Selim III.|Selim III]] (1789–1807) gab es nur noch etwa 2.000 Sipahi. Doch blieb die Bezeichnung in vielen arabisch-afrikanischen Staaten für Kavallerietruppen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frankreich: Spahis ==&lt;br /&gt;
Nach der Eroberung [[Algerien]]s gründete man in der [[Französische Streitkräfte|französischen Armee]] Sipahi-Regimenter, dort als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Spahis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, die auch noch im [[20. Jahrhundert]] in Algerien und [[Tunis]] Dienst in orientalischer Tracht taten. Sie wurden regelgerecht organisiert und ausgebildet. [[Offizier]]e und ein Teil der [[Unteroffizier]]e waren stets Nationalfranzosen. Sie wurden auch während der [[Alliierte Rheinlandbesetzung|alliierten Rheinlandbesetzung]] und [[Ruhrbesetzung|Besetzung des Ruhrgebiets]] eingesetzt, etwa in Trier, und dadurch Zielscheibe der rassistischen Kampagne um die „[[Schwarze Schmach]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard May (Journalist)|Richard May]], „Zwischenrufe“, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Das demokratische Deutschland|Das Demokratische Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; 5. Jg., Nr. 5, 3. Februar 1923, S. 101&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sipahis kämpften noch im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gegen das „[[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Dritte Reich]]“. Ein Teil dieser Truppen konnte im Mai/Juni 1940 in die Schweiz übertreten und wurde dort bis 1941 interniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachkriegszeit wurden die Spahis motorisiert als leichte [[Panzeraufklärer]]. Nach dem Ende des [[Algerienkrieg]]es 1962 wurden drei der vier Spahi-Regimenter außer Dienst gestellt. Das letzte Spahi-Regiment, das 1er Spahi, war bis 1984 in Speyer stationiert. Die weitläufige Kasernenanlage beherbergt heute das [[Technikmuseum Speyer]]. Heute ist das [[Regiment]], das am [[Zweiter Golfkrieg|Golfkrieg]] teilnahm, in [[Valence]] im [[Französisches Rhonetal|Rhonetal]] stationiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
=== Museen ===&lt;br /&gt;
In der Dauerausstellung des Wiener [[Heeresgeschichtliches Museum|Heeresgeschichtlichen Museums]] nehmen die Türkenkriege des 16., 17. und 18. Jahrhunderts einen breiten Raum der Ausstellung ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RauchensteinerLitscher&amp;quot;&amp;gt;[[Manfried Rauchensteiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien.&amp;#039;&amp;#039; Fotos von Manfred Litscher. Styria, Graz u.&amp;amp;nbsp;a. 2000, ISBN 3-222-12834-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zahlreiche Objekte sind der Öffentlichkeit zugänglich, darunter auch [[Kompositbogen|Reflexbögen]], [[Pfeil (Geschoss)|Pfeile]], [[Köcher]], Reitzubehör sowie grafische Darstellungen der Sipahi.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Christoph Allmayer-Beck]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Heeresgeschichtliche Museum Wien.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Saal I: Von den Anfängen des stehenden Heeres bis zum Ende des 17. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Kiesel, Salzburg 1982, ISBN 3-7023-4007-6, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
Im Abenteuerroman [[Der Graf von Monte Christo]] von [[Alexandre Dumas der Ältere|Alexandre Dumas]] gehören zwei der Nebenfiguren, Maximillien Morrel und später Albert de Morcerf, zu den Einheiten der französischen Spahis in Algerien, die sich durch besondere Tapferkeit auszeichnen. [[Karl May]] thematisiert im Romanwerk [[Die Liebe des Ulanen]] den Zwiespalt der Spahis zwischen der Treue zu Frankreich und dem Wunsch der Rache an Frankreich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=May Karl |Titel=Die Liebe des Ulanen |Hrsg=Kindle |Sammelwerk=Die Liebe des Ulanen |Band=5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste osmanischer Titel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Klaus-Peter Matschke&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Kreuz und der Halbmond&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Die Geschichte der Türkenkriege&lt;br /&gt;
   |Verlag=Artemis &amp;amp; Winkler&lt;br /&gt;
   |Ort=Düsseldorf&lt;br /&gt;
   |Datum=2004&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-538-07178-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Gerhard Herm&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Balkan&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Das Pulverfaß Europas&lt;br /&gt;
   |Verlag=Econ&lt;br /&gt;
   |Ort=Düsseldorf / Wien / New York / Moskau&lt;br /&gt;
   |Datum=1993&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-430-14445-0}}&lt;br /&gt;
* {{Pierer-1857 |Lemma=Spahis |Band=16 |Seite=325 |zenoID=20010963278}}&lt;br /&gt;
* {{Brockhaus-1809 |DerDieDas=Die |Lemma=Spahis |Band=5 |Seite=326 |SeiteBis=327 |zenoID=20000772801}}&lt;br /&gt;
* {{Herder-1854 |Lemma=Spahis |Band=5 |Seite=260 |zenoID=20003521990}}&lt;br /&gt;
* {{Cite journal|last=Miljković|first=Ema|title=The Christian Sipahis in the Serbian Lands in the Second Half of the 15th Century|journal=Београдски историјски гласник: Belgrade Historical Review|year=2010|volume=1|pages=103–119|url=http://147.91.75.9/manage/shares/BIG/BIG_01_2010.pdf|language=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Simon Koller&lt;br /&gt;
   |Titel=Fremde Freunde. Spahis in Triengen&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Dokumentation&lt;br /&gt;
   |Ort=Schweiz&lt;br /&gt;
   |Datum=2009&lt;br /&gt;
   |Kommentar=35 Minuten, algerische Spahis-Kavalleristen kamen 1940 in das kleine Schweizer Dorf [[Triengen]] bei Luzern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sipahis}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=https://musee-des-spahis-senlis.asso-web.com/&lt;br /&gt;
   |titel=Musee de Spahis&lt;br /&gt;
   |werk=Senlis Frankreich&lt;br /&gt;
   |abruf=2009-10-14}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=http://i-cias.com/e.o/sipahi.htm&lt;br /&gt;
   |titel=Sipahi&lt;br /&gt;
   |werk=Looklex encyklopadia&lt;br /&gt;
   |sprache=en&lt;br /&gt;
   |abruf=2009-10-14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband (Osmanisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Truppengattung (historisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osmanischer Titel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kavallerie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Personenbezeichnung (Militär)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kolonialtruppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Myzemil</name></author>
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