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	<title>Sintitikes - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sintitikes&amp;diff=71034&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Bezeichnung */ tk</title>
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		<updated>2026-01-03T17:51:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bezeichnung: &lt;/span&gt; tk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
| Sprache        = Sintitikes&lt;br /&gt;
| Klassifikation = * [[Indogermanische Sprachfamilie|Indogermanisch]]&lt;br /&gt;
*: [[Indoiranische Sprachen|Indoiranisch]]&lt;br /&gt;
*:: [[Indoarische Sprachen|Indoarisch]]&lt;br /&gt;
*::: [[Romani]]&lt;br /&gt;
| Länder         = Deutschland, Österreich, Niederlande, Belgien, Serbien, Kroatien&lt;br /&gt;
| Sprecher       = 200.000&lt;br /&gt;
| ISO1           = —&lt;br /&gt;
| ISO2           = —&lt;br /&gt;
| ISO3           = rmo&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sintitikes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sinti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sinti-Romani&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Varietät (Linguistik)|Varietät]] des [[Romani]] und Sprache der [[Sinti]]. Im Laufe der Jahrhunderte hat Sintitikes viele Elemente seiner mittel- und osteuropäischen [[Sprachkontakt|Kontaktsprachen]] angenommen. Es lässt sich in mehrere Dialekte einteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
Sinti nennen ihre Sprache &amp;#039;&amp;#039;{{lang|rmo|ròmanes}}&amp;#039;&amp;#039;, was sich auch allgemein auf die Sprache der Roma beziehen kann, &amp;#039;&amp;#039;{{lang|rmo|sìnto}}&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;{{lang|rmo|sintitìkes}}&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Bakker (Linguist)|Peter Bakker]], [[Donald Kenrick]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;What is the Romani language?&amp;#039;&amp;#039; Reihe: &amp;#039;&amp;#039;Interface Collection&amp;#039;&amp;#039;. Centre de recherches tsiganes u. University of Hertfordshire Press, Hatfield (Hertfordshire) 2000, ISBN 1-902806-06-9, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1990er-Jahren bezeichnet die Linguistik die Sprache der Sinti meist als &amp;#039;&amp;#039;Sintitikes&amp;#039;&amp;#039;, was der Eigenbezeichnung durch Angehörige dieses Volkes in oder aus Österreich&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Schrammel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;General and applied Romani linguistics: proceedings from the 6th International Conference on Romani Linguistic.&amp;#039;&amp;#039; Lincom EUROPA, München 2005 (= &amp;#039;&amp;#039;LINCOM studies in Indo-European linguistics.&amp;#039;&amp;#039; Band 29), ISBN 3-89586-741-1, S. 23; Norbert Boretzky, Birgit Igla: &amp;#039;&amp;#039;Kommentierter Dialektatlas des Romani.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1. Harrassowitz, Wiesbaden 2004, ISBN 3-447-05073-X, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Osteuropa, wie Serbien, Kroatien und Slowenien, aber auch Rumänien entspricht, die in diesem Raum eine Minderheit neben anderen Roma bilden. Angesichts der deutlichen Grenzziehung von Sinti gegenüber anderen Gruppen der Roma kann dies der schärferen Abgrenzung dienen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vekerdi József, &amp;#039;&amp;#039;Cigány nyelvjárási népmesék&amp;#039;&amp;#039;, Kossuth Lajos Tudományegyetem, Debrecen 1985 (= Folklór és etnográfia, 19), S. 46, berichtet über ungarische Roma, die nach dem Ersten Weltkrieg aus Österreich zuwanderten: „They sharply differentiate their language from Romani: ‚We speak only sintetikes (...)‘.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternative Bezeichnungen zu &amp;#039;&amp;#039;sintitìkes&amp;#039;&amp;#039; sind &amp;#039;&amp;#039;Sintèngeri/o Ràkipen&amp;#039;&amp;#039; oder das nur selten auftretende &amp;#039;&amp;#039;Sintìkanes&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe z. B.: {{Webarchiv |url=http://www.uni-leipzig.de/~ftf/blickpunkte/blickpunkte4.pdf |text=Archivierte Kopie |wayback=20120620002754}} (PDF-Datei; 1,10&amp;amp;nbsp;MB) oder [http://www.forumromanum.de/member/forum/forum.php?action=ubb_show&amp;amp;entryid=1096338068&amp;amp;mainid=1096338068&amp;amp;USER=user_248293&amp;amp;threadid=1185370515] oder bei: [[Ulrich Friedrich Opfermann]], Ein Brief aus Wittgenstein in Romanes im Jahre 1838, in: Siegener Beiträge. Jahrbuch für regionale Geschichte, 2 (1997), Bd. 2, S. 88–92, überarbeitet in Yanko Weiss-Reinhardt: &amp;#039;&amp;#039;An unsere Rechtsprecher wegen Romanesunterricht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;forumromanum.&amp;#039;&amp;#039; [http://www.forumromanum.de/member/forum/forum.php?action=ubb_show&amp;amp;entryid=1090579278&amp;amp;mainid=1090579278&amp;amp;USER=user_269467&amp;amp;threadid=2&amp;amp;onsearch=1]. Es handelt sich um eine Gemeinschaft im Umfeld der [[Sinti Allianz Deutschland|Sinti-Allianz]].&amp;lt;/ref&amp;gt; (siehe auch das unter Sinti verbreitete &amp;#039;&amp;#039;Gàdžkanes&amp;#039;&amp;#039; für ‚Deutsch‘ (eigentlich: Sprache der &amp;#039;&amp;#039;gadže&amp;#039;&amp;#039; ‚Nichtroma, Bauer‘)).&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe z. B.: [http://istanbul.pauker.at/eintrag.php?id=18062347], {{Webarchiv |url=http://www.uni-leipzig.de/~ftf/blickpunkte/blickpunkte4.pdf |text=Archivierte Kopie |wayback=20120620002754}} (PDF-Datei; 1,10&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Üblich ist es auch, in Abgrenzung zu Nichtsinti einfach von &amp;#039;&amp;#039;mâro Ràkipen&amp;#039;&amp;#039; (‚unsere Sprache‘) zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Zunächst auskommentiert, da die Adverbbildung im Romanes der Sinti noch nicht belegt ist.&lt;br /&gt;
Bei den Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;sintitikes&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;romanes&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich der Form nach um Adverbien mit dem Adverbialsuffix &amp;#039;&amp;#039;-es&amp;#039;&amp;#039;. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der sprachwissenschaftlichen Literatur hat es sich eingebürgert, für die Sprache der Roma abweichend vom Sprachgebrauch der Sinti allgemein die adjektivische Form &amp;#039;&amp;#039;Romani&amp;#039;&amp;#039; zu verwenden, während dort für die Varietät der Sinti seit den 1990er-Jahren &amp;#039;&amp;#039;sintitikes&amp;#039;&amp;#039; aufgenommen ist, aber auch andere Bezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;Sinti-Romanes&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sinti-Romani&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sinte-Romani&amp;#039;&amp;#039; und – im Englischen – einfach die Kurzform &amp;#039;&amp;#039;(in) Sinti&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachpolitik ==&lt;br /&gt;
Gegen die Erforschung und Weitergabe ihrer Sprache durch und an Nichtsinti erheben viele Angehörige der Minderheit Einwände, denn anders als bei anderen Romagruppen ist jede Kommunikation mit Nichtsinti über ihre Sprache bei traditionalistischen Sinti tabuisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meidung&amp;quot;&amp;gt;[http://romani.uni-graz.at/rombase/cgi-bin/art.cgi?src=data/ethn/cerem/mourning.de.xml Meidungs- und Tabusysteme bei Roma- und Sintigruppen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Tabu kann auch das Aussprechen des Gruppennamens oder des Sprachnamens einschließen, sodass man sich in der Kommunikation mit der [[Mehrheitsgesellschaft|Mehrheitsbevölkerung]] als [[Zigeuner]] bezeichnet, der die Zigeunersprache spricht.&lt;br /&gt;
Dies gilt als Schutz. Ein wesentliches Distanzmotiv ist der Missbrauch von Sprachkenntnissen bei der Erfassung, Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus, aber auch in der älteren Verfolgungsgeschichte.&amp;lt;ref&amp;gt;So durch die [[Rassenhygienische Forschungsstelle|Rassenhygienische und bevölkerungsbiologische Forschungsstelle]] unter ihrem Leiter [[Robert Ritter]]. Siehe: [[Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler|BdWi]]: [http://www.bdwi.de/forum/archiv/uebersicht/115538.html Sinti-Erinnerungen an NS-Frauen]. Wolf sieht hier eine Besonderheit des Umgangs der Sinti mit ihrer Sprache, die es vor 1933 nicht gegeben habe: [[Siegmund A. Wolf]], Großes Wörterbuch der Zigeunersprache (romani tšiw), Hamburg 1993 (ND der 2. Aufl. 1987), S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus dem Sprachtabu ergeben sich Schwierigkeiten bei der Umsetzung der [[Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen|Europäischen Sprachencharta]]. Nur Sintilehrern soll nach Auffassung der Interessenvertretungen der Sinti ein Unterricht in der Primärsprache der Sinti gestattet sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
Da es einige größere Unterschiede und keine einheitliche standardsprachliche Grammatik oder Aussprache gibt, wird sich im Folgenden vorrangig an einer etymologisch orientierten Orthographie und konservativer Grammatik bedient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein umfassendes Lehrbuch eines [[Linguistik|Linguisten]] ist das &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch des Dialekts der deutschen Zigeuner&amp;#039;&amp;#039; (1903) von [[Franz Nikolaus Finck]], das über eine Grammatik mit [[Lautlehre]], ein Wörterbuch und kurze Texte als Sprachproben verfügt. Weil dessen [[Urheberrecht]] abgelaufen ist, ist es frei verfügbar, siehe [[#Literatur|Literatur]] unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussprache ===&lt;br /&gt;
Im Romanes existiert keine einheitliche Rechtschreibung. Hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zirkumflex (^): Langer Vokal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* c wie z /t͡s/&lt;br /&gt;
* č wie tsch /t͡ʃ/&lt;br /&gt;
*čh gesprochen wie /č/, wegen Etymologie eigenes Phonem&lt;br /&gt;
* dž wie dsch /d͡ʒ/&lt;br /&gt;
* š wie sch /ʃ/&lt;br /&gt;
* x wie der Ach-Laut /x/&lt;br /&gt;
* y wie /j/ [j], entstanden aus Kontraktion n/l + j&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grammatik ===&lt;br /&gt;
[[Numerus|Numeri]]: [[Singular]] und [[Plural]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Genus|Genera]]: Maskulinum und Femininum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kasus]]: Primäre Kasus sind [[Rektus]] (= Nominativ), [[Obliquus (Kasus)|Obliquus]] (und [[Vokativ]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Obliquus dient als [[Akkusativ]]. Seine Endung ist maskulin meist &amp;#039;&amp;#039;-es&amp;#039;&amp;#039;, feminin meist &amp;#039;&amp;#039;-a&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;-ja&amp;#039;&amp;#039;, im Plural meist &amp;#039;&amp;#039;-en&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;-jen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Anhängen von Endungen an den Obliquus werden weitere Fälle gebildet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* mit &amp;#039;&amp;#039;-ke&amp;#039;&amp;#039; der [[Dativ]], der alleinstehend wie der lateinische [https://www.studienkreis.de/latein/dativ-funktionen/#dativ-des-vorteils-im-lateinischen-dativus-commodi Dativus Commodi] übersetzt werden kann.&lt;br /&gt;
* mit &amp;#039;&amp;#039;-te&amp;#039;&amp;#039; der [[Lokativ]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://romaniprojekt.uni-graz.at/romani-morphology.de.html |titel=&amp;amp;#91;romani&amp;amp;#93; Projekt: Morphologie |abruf=2019-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* mit &amp;#039;&amp;#039;-tar&amp;#039;&amp;#039; der [[Ablativ]].&lt;br /&gt;
* mit &amp;#039;&amp;#039;-sa&amp;#039;&amp;#039; der [[Instrumentalis|Instrumental]]-[[Komitativ|Soziativ]]&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; (Achtung: [h &amp;lt; s]. Čhâvessa &amp;gt; Čhâvêha).&lt;br /&gt;
* mit &amp;#039;&amp;#039;-kero/i&amp;#039;&amp;#039; der [[Genitiv]] (Wie ein Adjektiv).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Kasussystem ähnelt stark dem [[Indoarische Sprachen|indoarischer Sprachen]], insbesondere dem des [[Gujarati]] (das allerdings auch ein Neutrum hat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vokativ (Plural) wird nur noch selten verwendet (Phrâla!, Čhâja!, Džuvjâle!).&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
!Sg. m.&lt;br /&gt;
!Sg. f.&lt;br /&gt;
!Pl. m.&lt;br /&gt;
!Pl. f.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Rek&lt;br /&gt;
|Raklo&lt;br /&gt;
|Rakli&lt;br /&gt;
|Rakle&lt;br /&gt;
|Rakya&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Obl&lt;br /&gt;
|Rakles&lt;br /&gt;
|Rakya&lt;br /&gt;
|Raklen&lt;br /&gt;
|Rakyen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Obl. Inst.&lt;br /&gt;
|Raklêha&lt;br /&gt;
|Rakyâha&lt;br /&gt;
|Raklensa&lt;br /&gt;
|Rakyensa&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einflüsse durch Kontaktsprachen ===&lt;br /&gt;
In den Abweichungen des Sintitikes zu anderen Romanes-Varianten spiegelt sich die lange und starke Prägung durch die Umgebungssprache, also vor allem durch das Deutsche. Hierzu gehören:&lt;br /&gt;
* Die allmähliche Verdrängung des Erbwortschatzes durch Lehngut, z. B. bei Erbwörtern für wichtige Verwandtschaftsbezeichnungen, soweit sie die angeheiratete Familie betreffen (&amp;#039;&amp;#039;švîgasôno&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;švîgatoxtra&amp;#039;&amp;#039;). Im Romanes anderer Gruppen werden nur Lücken im Lexikon durch Übernahme aus der Kontaktsprache gefüllt.&lt;br /&gt;
* Das [[Futur]] ist unter dem Einfluss der deutschen Umgangssprache weitgehend verschwunden. Es wird wie dort das [[Präsens]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
* Es werden [[Präfix]]verba übernommen oder mit den eigenen Formen kombiniert (&amp;#039;&amp;#039;Mê džaua hin&amp;#039;&amp;#039; ‚ich gehe hin’).&lt;br /&gt;
* Während feminine Erbwörter die Endung &amp;#039;&amp;#039;-i/-j&amp;#039;&amp;#039; aufweisen (&amp;#039;&amp;#039;Romni&amp;#039;&amp;#039; ‚Frau’, &amp;#039;&amp;#039;Čhâj&amp;#039;&amp;#039; ,Sinti-Mädchen’, &amp;#039;&amp;#039;Rakli&amp;#039;&amp;#039; ‚Nichtsinti-Mädchen’), lautet die Endung bei femininen Lehnwörtern &amp;#039;&amp;#039;-a&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Blûma&amp;#039;&amp;#039; ‚Blume’, &amp;#039;&amp;#039;Bêrga&amp;#039;&amp;#039; ‚Berg’). Das spricht für ein jüngeres Alter auch der [[Ethnonym]]e &amp;#039;&amp;#039;Sintica&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Sinto&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Norbert Boretzky]], Birgit Igla: &amp;#039;&amp;#039;Kommentierter Dialektatlas des Romani.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1. Harrassowitz, Wiesbaden 2004, ISBN 3-447-05073-X, auch in: [http://books.google.com/books?hl=de&amp;amp;q=%22In+Österreich+findet+man+dafür+auch%22+Sintitikes].&lt;br /&gt;
* Viktor Elšík, [[Yaron Matras]]: &amp;#039;&amp;#039;Markedness and language change: the Romani sample.&amp;#039;&amp;#039; Mouton de Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2006, ISBN 3-11-018452-4. (= Empirical approaches to language typology, 32), auch in: [http://books.google.com/books?id=nZu4YK8MnIUC&amp;amp;pg=PT355].&lt;br /&gt;
* Christiane Fennesz-Juhasz, Dieter W. Halwachs, Mozes F. Heinschink: &amp;#039;&amp;#039;Sprache und Musik der österreichischen Roma und Sinti.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Grazer Linguistische Studien.&amp;#039;&amp;#039; 46 (Herbst 1996), S. 61–110, hier: S. 74, auch in: [http://romani.uni-graz.at/romani/download/files/fen46.pdf].&lt;br /&gt;
* [[Franz Nikolaus Finck]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch des Dialekts der deutschen Zigeuner&amp;#039;&amp;#039;, Marburg 1903. Faksimile der Originalausgabe als gebundenes Buch und als Taschenbuch 2009. Frei verfügbar bei [[archive.org]]: [https://archive.org/details/bub_gb_mzoMAAAAYAAJ/page/n51/mode/2up].&lt;br /&gt;
* Daniel Holzinger: &amp;#039;&amp;#039;Das Romanes. Grammatik und Diskursanalyse der Sprache der Sinte.&amp;#039;&amp;#039; Innsbruck 1993.&lt;br /&gt;
* Yaron Matras: &amp;#039;&amp;#039;Romani: a linguistic introduction.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge UP, Cambridge u.&amp;amp;nbsp;a. 2002, ISBN 0-521-63165-3.&lt;br /&gt;
* Rosita Rindler Schjerve, Peter H. Nelde (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Beitrag Österreichs zu einer europäischen Kultur der Differenz: sprachliche Minderheiten und Migration unter die Lupe genommen.&amp;#039;&amp;#039; Asgard, St. Augustin 2003, ISBN 3-537-86428-0.(= Plurilingua, 26), auch in: [http://books.google.com/books?id=FqUbAQAAIAAJ&amp;amp;q=%22oder+Sintitikes,+wie%22&amp;amp;dq=%22oder+Sintitikes,+wie%22].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* F. N. Finck: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch des Dialekts der deutschen Zigeuner (1903).&amp;#039;&amp;#039; ([[Internet Archive]]): [https://archive.org/details/lehrbuchdesdial00fincgoog/page/n15/mode/2up]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dialekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romani]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sinti]]&lt;/div&gt;</summary>
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