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	<title>Sinnspruch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T22:57:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sinnspruch&amp;diff=249484&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Über-Blick am 12. November 2024 um 04:37 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sinnspruch auf einem Totenbrett bei Brennes, Großer Arber.JPG |mini|340px|Lebensbejahender Sinnspruch auf einem [[Totenbrett]] am Weg zwischen Brennes und Mooshütte, Nähe [[Großer Arber]], [[Bayerischer Wald]]]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sinnspruch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man eine eingängige Formulierung, die sich auf den Sinn des Lebens, den Lebensweg und seine Stationen (z.&amp;amp;nbsp;B. Hochzeit) wie das rechte Verhalten im Leben bezieht, Lebenserfahrungen tradiert oder Ratschläge für die Lebenspraxis gibt, einen Segen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Haussegen]]) formuliert oder eine Erinnerung wachhält (z.&amp;amp;nbsp;B. Totengedenken). Sinnsprüche gehören als [[Spruchweisheit]]en der volkstümlichen Überlieferung an und werden der Bibel oder populären Dichtungen entnommen ([[Geflügeltes Wort]]). Sie spielen in der Literatur wie in der [[Alltagskultur]] eine große Rolle. Analoge Begriffe, wenn auch anders definiert, sind [[Aperçu]], [[Aphorismus]], [[Bonmot]], [[Maxime]] sowie [[Sentenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alltagskultur ==&lt;br /&gt;
In der [[Alltagskultur]] sind Sprüche allgegenwärtig. Sie wurden als Wandschmuck im Wirtshaus und im Haus ([[Haussegen]], [[Wandspruch|Wandsprüche]], Sinnsprüche für den Lebensweg oder Lebensregeln), als Zierrat auf Hausrat ([[Sammeltasse]]n, Gläser, Keramik, Zinngeschirr), Wäsche (Kissenbezug, [[Überhandtuch]]) und Bänder (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Vivatband|Vivatbänder]]) sowie als Totengedenken verwendet und sind noch heute Bestandteil von Abreißkalendern. Weit verbreitet waren Sprüche auch in der Schule (auf [[Fleißbildchen]]) und im kirchlichen Leben (auf [[Andachtsbild#Das kleine Andachtsbild (Andachtsbildchen)|Einlegebildchen]] in [[Gesangbuch]] oder [[Katechismus]]). „Die massenhafte Produktion von Sinnsprüchen entstand parallel zu einem allgemeinen sprunghaften Anwachsen des Wandschmucks in den Jahren vor und nach 1850, bedingt durch Verbesserungen von Drucktechniken im Rahmen der fortschreitenden Industrialisierung.“ (Glauben Daheim, S. 54) Aus dieser reichen Spruchkultur heraus entwickelten sich die [[Spruchkarte]]n im [[Postkarte]]nformat, die gesammelt wurden und auch als Wandschmuck Verwendung fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinrichtungen ==&lt;br /&gt;
Oft fanden sich auf Werkzeugen zur Hinrichtung, insbesondere [[Richtschwert]]er oder [[Richtbeil]]e, entsprechende Sinnsprüche für das Leben nach dem Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Scharfrichterschwert-ffm001.jpg|Richtschwert des Frankfurter Scharfrichters (1484–1537):&amp;lt;br /&amp;gt; „&amp;#039;&amp;#039;Wan Ich Das Schwert thue Auffheben - So Wünsche Ich Dem Sünder Das Ewige Leben&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
Henkerbeil, Steiermark.jpg|Richtbeil aus dem 17. oder 18. Jahrhundert mit Inschrift:&amp;lt;br /&amp;gt; „&amp;#039;&amp;#039;Wann ich thu` mein Beil aufheben wünsch ich dem Sünder das ewige Leben&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarischer Begriff ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Sinnspruch&amp;#039;&amp;#039; im literarischen Bereich, meist der Bibel oder bekannten Autoren entnommen, wird als [[geflügeltes Wort]] bezeichnet. Das &amp;#039;&amp;#039;Sinngedicht&amp;#039;&amp;#039; gehört zu einer speziellen, sehr kurzgefassten [[Literaturgattung]], die vor allem im [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]] von deutschen [[Dichter]]n gepflegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meister dieses [[Genre]]s der sog. [[Epigramm]]e waren unter anderem [[Friedrich Logau]], [[Friedrich von Hagedorn]], [[Gotthold Ephraim Lessing]] und [[Abraham Gotthelf Kästner]]. Sie behandelten verschiedenste Gedanken in ganz knapper, geistvoll zugespitzter Fassung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lessing definierte diese kurz-kompakten Werke als [[Gedicht]]e, in denen „nach Art der eigentlichen Aufschrift unsre Aufmerksamkeit und Neugierde auf irgend einen einzelnen Gegenstand erregt und mehr oder weniger hingehalten werden, um sie mit Eins zu befriedigen“. Hier scheint die Erklärung fast länger zu sein als viele der Sinngedichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei bekannte Sinnsprüche sind:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was du nicht willst, dass man dir tu – das füg auch keinem andern zu&amp;#039;&amp;#039; (die [[Goldene Regel]], in Verse gefasst)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Genieße dein Leben ständig – du bist länger tot als lebendig!&amp;#039;&amp;#039;  (Autor unbekannt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehr humorvoller Weise betätigten sich manche späteren Dichter wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Wilhelm Busch]] oder [[Eugen Roth (Dichter)|Eugen Roth]]. Auch in [[Abkürzung]]en können Sinnsprüche verborgen sein – siehe beispielsweise die Interpretationen von [[A.E.I.O.U.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Chronogramm]]&lt;br /&gt;
* [[Grabspruch]]&lt;br /&gt;
* [[Sprichwort]]&lt;br /&gt;
* [[Spruchdichtung]]&lt;br /&gt;
* [[Wahlspruch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christa Pieske]], Konrad Vanja u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Das ABC des Luxuspapiers. Herstellung, Verbreitung und Gebrauch 1860 bis 1930.&amp;#039;&amp;#039; Reimer, Berlin 1984, ISBN 3-496-01023-1 (Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Das ABC des Luxuspapiers, Herstellung, Verarbeitung und Gebrauch 1860 - 1930&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1983–1984)&lt;br /&gt;
* Ulrike Lange, Holger Heine: &amp;#039;&amp;#039;Glauben Daheim: Zeugnisse evangelischer Frömmigkeit / Zur Erinnerung: Zimmerdenkmale im Lebenslauf.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur.  Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal, Kassel 1994, ISBN 3-924447-09-8 (Ausstellung des Fränkische-Schweiz-Museums Tüchersfeld, 22. Juli bis 13. September 1994 und des Museums für Sepulkralkultur Kassel, 21. Oktober 1994 bis 31. März 1995).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=2655 Spruchkarten]&lt;br /&gt;
* [http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=2656 Gedankenharmonie aus Goethe und Schiller]&lt;br /&gt;
* [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:22-dtl-0000017817 Alphabet mit allegorischen Figuren und Denksprüchen] aus dem 18. Jh. als Digitalisat der [[Staatsbibliothek Bamberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4181548-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redewendung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Über-Blick</name></author>
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