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	<title>Sinnlichkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T13:40:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sinnlichkeit&amp;diff=185052&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BrunoBoehmler: /* Literatur */ Aufzählungskomma hinter letztem Namen entfernt</title>
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		<updated>2022-11-08T22:42:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Aufzählungskomma hinter letztem Namen entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sinnlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet umgangssprachlich die [[Hingabe]] an das (angenehme) Erleben durch die [[Sinn (Wahrnehmung)|Sinne]]. Oft wird Sinnlichkeit auch als eine Form von [[Erotik]] gesehen, ist darauf aber nicht beschränkt. Durch die geöffneten Sinne kann man das Schöne und Anregende dieser Welt erfahren. Sinnlichkeit hat dabei einen freien Charakter, während [[Begierde]] ein Besitzenwollen impliziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftlich wird das Sinnliche vom Geistigen oder auch vom Seelischen unterschieden. Sinnlichkeit bezeichnet dann die Empfänglichkeit für die verschiedenen Sinnesempfindungen – besonders aber für solche [[Psyche|psychischen]] Ereignisse, welche sich zunächst an Sinnesempfindungen anschließen. Dies umfasst also einerseits die Auffassung der uns umgebenden Erscheinungswelt nach Stoff und Form, die [[Wahrnehmung]] und Unterscheidung der außer uns befindlichen Dinge, ihrer Eigenschaften und Veränderungen. Andererseits zählt dazu die Gesamtheit derjenigen inneren [[Triebtheorie|Triebe]], [[Begierde]]n und [[Leidenschaft]]en, welche entweder direkt begründet sind in den Bedürfnissen des leiblichen Organismus (wie der Nahrungs- und Geschlechtstrieb) oder in dem Gefühl der [[Lust]] und Unlust, das gewisse sinnliche [[Empfindung]]en in uns erregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sinnlichkeit im letzteren Sinn entgegengesetzt ist die reine [[Intellekt]]ualität sowie die [[Spiritualität]] (Vergeistigung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bei Kant ==&lt;br /&gt;
In der [[Transzendentale Ästhetik|transzendentalen Ästhetik]] von [[Immanuel Kant]] steht die Sinnlichkeit für die Fähigkeit &amp;#039;&amp;#039;([[Rezeptivität]])&amp;#039;&amp;#039;, mittels eines Sinnesapparates durch Empfindungen von Gegenständen angesprochen und angeregt zu werden. Ihr steht die [[Spontaneität]] des Verstandes gegenüber. Nach Kant ist lediglich die &amp;#039;&amp;#039;Form der Anschauung&amp;#039;&amp;#039; (nämlich [[Raum (Philosophie)|Raum]] und [[Philosophie der Zeit|Zeit]]) [[a priori]] im [[Gemüt]] vorhanden, alle Sinneseindrücke sind [[a posteriori]] und können nur aufgrund der Einordnung in Raum und Zeit eine Quelle für [[Erkenntnis]] sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.textlog.de/32627.html Sinnlichkeit] im Kant-Lexikon von [[Rudolf Eisler (Philosoph)|Rudolf Eisler]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der „[[Kritik der reinen Vernunft]]“ (KrV), dem systematischen Ort der „transzendentalen Ästhetik“ von 1781, bestimmt Kant Raum und Zeit als notwendige Vorstellungen a priori, die allen [[Anschauung]]en zum Grunde liegen. Für den Raum gilt: „Auf diese Notwendigkeit a priori gründet sich die apodiktische Gewißheit aller geometrischen Grundsätze und die Möglichkeit ihrer Konstruktionen a priori.“ (Kant, KrV, S. 32) Und für die Zeit hält Kant fest: „Auf diese Notwendigkeit a priori gründet sich auch die Möglichkeit [[Apodiktische Aussage|apodiktischer]] Grundsätze von den Verhältnissen der Zeit oder [[Axiom]]en von der Zeit überhaupt. Sie hat nur eine Dimension: verschiedene Zeiten sind nicht zugleich, sondern nacheinander (so wie verschiedene Räume nicht nacheinander, sondern zugleich sind).“ Und Kant ergänzt unmittelbar und unmissverständlich: „Diese Grundsätze können aus der Erfahrung nicht gezogen werden, denn diese würde weder strenge Allgemeinheit, noch apodiktische Gewißheit geben. Wir würden nur sagen können: so lehrt es die gemeine Wahrnehmung, nicht aber: so muss es sich verhalten. Diese Grundsätze gelten als Regeln, unter denen überhaupt Erfahrungen möglich sind, und belehren uns vor derselben und nicht durch dieselbe.“ (Kant, KrV, S. 36)&amp;lt;ref&amp;gt;Immanuel Kant: &amp;#039;&amp;#039;Kritik der reinen Vernunft. Der transzendentalen Elementarlehre Erster Teil. Die transzendentale Ästhetik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kants Werke. Akademie Textausgabe, Band IV&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Walter de Gruyter &amp;amp; Co., Berlin 1968, S. 1–252.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bei Feuerbach ==&lt;br /&gt;
Im »anthropologischen Materialismus« [[Ludwig Feuerbach]]s kommt der Sinnlichkeit eine emanzipatorische Rolle zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alfred Schmidt (Philosoph)|Alfred Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Emanzipatorische Sinnlichkeit. Ludwig Feuerbachs anthropologischer Materialismus.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München 1973.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
{{Zitat|Sinnlichkeit ist neuro-biologisch die Fähigkeit, Sinneswahrnehmungen mit Sexualität im Unterbewusstsein zu assoziieren.|Autor=Marc Chatenieu|Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Die sogenannte Sünde&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gisela Engel, Gisela Notz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sinneslust und Sinneswandel: Zur Geschichte der Sinnlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; trafo verlag, Berlin 2001, (= Beiträge zur Rechts-, Gesellschafts- und Kulturkritik, Band 1), ISBN 3-89626-291-2, [http://www.trafoberlin.de/3-89626-291-2.html Inhaltsverzeichnis]&lt;br /&gt;
* [[Diane Ackerman]]: &amp;#039;&amp;#039;A Natural History of the Senses&amp;#039;&amp;#039; Random House, New York 1990, ISBN 9780307763310.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Die schöne Macht der Sinne: eine Kulturgeschichte‘.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von Antoinette Gittinger, Kindler-Verlag, München 1991, ISBN 3-463-40167-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* Wolfram Pfreundschuh: [http://kulturkritik.net/begriffe/begr_txt.php?lex=sinnlichkeit Sinnlichkeit] auf kulturkritik.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkenntnistheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethisches Gut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erotik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BrunoBoehmler</name></author>
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