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	<title>Singebewegung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;H7 am 14. November 2025 um 09:23 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Singebewegung in der DDR; für die ältere &amp;#039;&amp;#039;Singbewegung&amp;#039;&amp;#039; siehe [[Jugendmusikbewegung]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df n-06 0000342.jpg|mini|Singegruppe im VEB Verkehrs- und Tiefbaukombinat Dresden, 1975]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Singebewegung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine politisch-musikalische Ausdrucksform, die sich in der [[Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik]] ab 1960 teils selbst entwickelte und teils als [[Kampagne]] ins Leben gerufen wurde. 1966 fasste der [[Zentralrat der FDJ]] einen „Beschluss zur Entwicklung der Singebewegung“, in dem er eine strikte pro-sozialistische Ausrichtung forderte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kultur&amp;quot;&amp;gt;[http://www.kulturation.de/ki_1_thema.php?id=42 Artikel.] kulturation.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beginn, Hintergrund und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df n-16 0000149 Tanzgruppe.jpg|mini|Betriebs-Singegruppe in [[Lauchhammer]], 1978]]&lt;br /&gt;
In den frühen 1960er Jahren entstand –&amp;amp;nbsp;wie in den [[Westliche Welt|westlichen Staaten]] ausgehend von der [[Folk]]bewegung in den [[Vereinigte Staaten|USA]]&amp;amp;nbsp;– in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] ein bald als „Singebewegung“ bezeichneter Versuch junger Menschen, gemeinsam zu singen und eigene Lieder in die Öffentlichkeit zu bringen. Die Vortragsform sollte sich von Unterhaltung und Schlager absetzen. Zu den Liedern und [[Protestsong]]s gehörten als zeitgemäße Ausdrucksform neben der Folkmusik und dem [[Chanson]] auch [[Blues]] und [[Beatmusik|Beat]]. Der erste Zusammenschluss dieser Art war der &amp;#039;&amp;#039;[[Hootenanny-Klub]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Ost-Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mentor der Bewegung war am Anfang vor allem der in der DDR lebende und aus [[Kanada]] stammende [[Perry Friedman]]. Obgleich auch Kommunist, wurde er in Folge des [[11.&amp;amp;nbsp;Plenum des ZK der SED]] ab 1966 von Vertretern der [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] in den Hintergrund gedrängt und die amerikanische [[Hootenanny]]-Idee mit ihrer Vorliebe für die [[englische Sprache]] als unsozialistisch diskreditiert. In diesem Zusammenhang wurde der &amp;#039;&amp;#039;Hootenanny-Klub&amp;#039;&amp;#039; in [[Oktoberklub]] umbenannt. Ebenso war der Gedanke, dass jeder öffentlich vortragen konnte, was er gerade geschrieben oder komponiert hatte, nicht lange haltbar. Systemnahe Funktionäre wie [[Hartmut König]] oder [[Gisela Steineckert]] bestimmten bald den Charakter der Singebewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zentralrat der FDJ führte jährliche Werkstattwochen für ausgewählte Singeklubs durch: 1967 in Halle, 1968 in Karl-Marx-Stadt, 1969 in Berlin, 1970 in Brandenburg (Havel), 1971 in Berlin und 1972 in Neubrandenburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böhme et al. 1973&amp;quot;&amp;gt;Waltraud Böhme, Marlene Dehlsen, Andrée Fischer, Herbert Jansen, Gerhard König, Margot Lange, Renate Polit, Gertrud Schütz (Herausgabe und Redaktion): &amp;#039;&amp;#039;Kleines politisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Dietz-Verlag, Berlin 1973, S.&amp;amp;nbsp;743.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Einfluss der staatlich gesteuerten „Singebewegung“ erreichte 1973 einen Höhepunkt während der Vorbereitung der [[Weltfestspiele der Jugend und Studenten#1973 Ost-Berlin|X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Berlin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kultur&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele bekannte Künstler der Folk-, Soul-, Schlager- und Rockmusik der DDR hatten ihre Wurzeln in der „Singebewegung“. Einige von ihnen wie [[Bettina Wegner]] (Gründungsmitglied des &amp;#039;&amp;#039;Hootenanny-Klubs;&amp;#039;&amp;#039; später aus der DDR zwangsweise [[Ausbürgerung#DDR|ausgebürgert]]), [[Kurt Demmler]] (u.&amp;amp;nbsp;a. Liedtexter der später verbotenen Gruppe [[Klaus Renft Combo|Renft]]), [[Reinhold Andert]] oder [[Barbara Thalheim]] brachten mit späteren Texten eine Distanz zur „offiziellen Linie“. Es gab weiter Gastauftritte von [[Reiner Schöne]], [[Lin Jaldati]], [[Dorit Gäbler]] und vielen anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren entstanden in der Singebewegung viele Lieder, die sich für den Frieden und gegen die nach dem [[NATO-Doppelbeschluss]] atomare Hochrüstung der [[NATO]] einsetzten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.musikundpolitik.de/publikationen/broschuren/und-das-war-im/ Und das war im …] musikundpolitik.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lutz Kirchenwitz: &amp;#039;&amp;#039;Folk, Chanson und Liedermacher in der DDR.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Der FDJ gelang es also einerseits, diese Aktivitäten zu kanalisieren und sie zu einem festen Bestandteil der Kulturpolitik der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] werden zu lassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Böhme et al. 1973&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits blieb seitdem die Form des einfachen Liedes zur Gitarre in der DDR präsent – trotz des [[Spielerlaubnis (DDR)|Auftrittsverbotes]] für [[Wolf Biermann]]. Bis zum Ende der DDR 1989 gab es immer wieder bedeutende [[Liedermacher]], die sich kritisch mit den realen Gegebenheiten der DDR auseinandersetzten, wie [[Bettina Wegner]], [[Hans-Eckardt Wenzel]] und weiter [[Stephan Krawczyk]], [[Karl-Ulrich Winkler|Kalle Winkler]]. Außerdem hatten sich im ganzen Land Singegruppen gebildet, die kulturell und politisch nicht ständig zu kontrollieren waren und für viele Mitglieder die Funktion hatten, ihre Meinung äußern zu können. Als ein besonderes Beispiel – als Zwischenform zum Liedertheater&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lastfm.de/music/Karls+Enkel Karls Enkel und die &amp;#039;&amp;#039;Hammer=Rehwü.&amp;#039;&amp;#039;] lastfm.de&amp;lt;/ref&amp;gt; – gilt die 1982 aufgeführte &amp;#039;&amp;#039;Hammer=Rehwü&amp;#039;&amp;#039; als Gemeinschaftsprojekt von [[Karls Enkel]], [[Wacholder (Band)|Wacholder]] und Beckert &amp;amp; Schulz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://liveundlustig.wordpress.com/2012/08/30/vor-30-jahren-premiere-der-hammer-rehwu-in-dresden6678/ Vor 30 Jahren Premiere der &amp;#039;&amp;#039;Hammer=Rehwü&amp;#039;&amp;#039; in Dresden.] liveundlustig.com&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lieder machen Leute,&amp;#039;&amp;#039; 1968, [[DEFA]], von [[Gitta Nickel]]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=LBEuVsdrPxc &amp;#039;&amp;#039;Hammer=Rehwü,&amp;#039;&amp;#039; Aufnahme im Haus der Jungen Talente Berlin.] youtube.com, 1982.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sag mir, wo du stehst,&amp;#039;&amp;#039; 1993, [[Mitteldeutscher Rundfunk|MDR]], von Axel Grote und Christian Steinke&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jstor.org/discover/10.2307/848114?uid=3737864&amp;amp;uid=2&amp;amp;uid=4&amp;amp;sid=21105284395423 &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Liebe und Zorn. Singebewegung und Liedermacher in der DDR&amp;#039;&amp;#039;] Alle Filme + Diskussion; jstor.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lutz Kirchenwitz: &amp;#039;&amp;#039;Folk, Chanson und Liedermacher in der DDR – Chronisten, Kritiker, Kaisergeburtstagssänger.&amp;#039;&amp;#039; Dietz, Berlin 1993, ISBN 3-320-01807-8.&lt;br /&gt;
* Horst Traut: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Volksliedforschung,&amp;#039;&amp;#039; 1998, 43. Jahrg., S. 181–183, [[Deutsches Volksliedarchiv]]&lt;br /&gt;
* Lied und soziale Bewegungen e.&amp;amp;nbsp;V.: &amp;#039;&amp;#039;Und das war im … 30 Jahre Oktoberklub.&amp;#039;&amp;#039; 1996, 52 S., mit vielen Porträts aus der Geschichte des Singeklubs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|DDR-Singegruppen|Singebewegung|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lieder-aus-der-ddr.de/singebewegung/ Einige Liedtexte aus der Singebewegung.] lieder-aus-der-ddr.de&lt;br /&gt;
* Carsten Beyer: [http://www.deutschlandradiokultur.de/cd-box-hootenanny-in-ost-berlin-aufstieg-und-niedergang-der.2177.de.html?dram:article_id=350437 &amp;#039;&amp;#039;Aufstieg und Niedergang der Folkszene in der DDR.&amp;#039;&amp;#039;] Deutschlandradio Kultur, 6. April 2016.&lt;br /&gt;
* [http://www.musikundpolitik.de/archive/interviews/hootenanny-66-podiumsgespraech/ &amp;#039;&amp;#039;Hootenanny ’66.&amp;#039;&amp;#039;] Aufzeichnung eines Podiumsgesprächs vom &amp;#039;&amp;#039;Festival Musik und Politik,&amp;#039;&amp;#039; Samstag, den 27. Februar 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freie Deutsche Jugend (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Vokalmusik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;H7</name></author>
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