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	<title>Sinfonie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Planetblue: Änderungen von ~2026-22048-05 (Diskussion) auf die letzte Version von Gelegenheits-Wikipedianer zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-04-10T10:48:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-22048-05&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-22048-05&quot;&gt;~2026-22048-05&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-22048-05&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-22048-05 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Gelegenheits-Wikipedianer&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Gelegenheits-Wikipedianer (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Gelegenheits-Wikipedianer&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Symphonie}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sinfonie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Symphonie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Griechische Sprache|griechisch]] {{lang|grc|σύμφωνος}} &amp;#039;&amp;#039;sýmphōnos&amp;#039;&amp;#039; ‚zusammenklingend‘, ‚harmonisch‘)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Gemoll]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; München/Wien 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine zentrale Gattung der [[Instrumentalmusik]]. Ihre klassische [[Formenlehre (Musik)|Form]] als ein aus mehreren (meist vier) [[Satz (Musikstück)|Sätzen]] bestehendes Werk für [[Orchester]] bildete sich im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nach dem Vorbild der [[Sonate]] aus. Seitdem behauptete die Sinfonie bis ins 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine dominierende Stellung im Bereich der Orchestermusik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Symphonia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Barock ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sinfonia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts bezeichnet der italienische Begriff &amp;#039;&amp;#039;Sinfonia&amp;#039;&amp;#039; ein Werk für [[Orchester]] (eher selten mit Gesang) ohne bestimmte Formangabe. Sie findet sowohl in der [[Kirchenmusik]] als auch in der [[Oper]], im [[Ballett]] oder in der Kammermusik als Einleitungsstück ([[Ouvertüre]]), [[Zwischenaktmusik]] oder als musikalische Illustration des Geschehens (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Musikalisches Schlachtengemälde|Schlachtmusik]]) Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Sebastian Bach]] benutzte den Terminus &amp;#039;&amp;#039;Sinfonia&amp;#039;&amp;#039; nicht nur für instrumentale Eröffnungssätze in einigen seiner [[Kantate]]n, sondern auch für den Eröffnungssatz der Partita Nr. 2 seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Clavierübung]]&amp;#039;&amp;#039; und für seine dreistimmigen [[Inventionen und Sinfonien|Sinfonien]] für Klavier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorklassik (Galanter und Empfindsamer Stil) ===&lt;br /&gt;
Als Vorläufer der [[Wiener Klassik|klassischen]] Sinfonie gilt die als &amp;#039;&amp;#039;Sinfonia&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Ouvertüre der [[Neapolitanische Schule (Musik)|neapolitanischen]] [[Opera seria]], die bereits dreiteilig (&amp;#039;&amp;#039;schnell – langsam – schnell&amp;#039;&amp;#039;) angelegt war und damit im Gegensatz zur [[Französische Ouvertüre|französischen Ouvertüre]] mit umgekehrter Tempofolge stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1730 emanzipiert sich die Neapolitanische Opernsinfonia als eigenständige Gattung von der neapolitanischen Oper, wo sie zuvor nur eröffnende oder intermittierende Funktion hatte. Sie wird fortan auch als selbständiges Konzertwerk verwendet und dabei zugleich erweitert und gründlicher durchgearbeitet. Ihr Kopfsatz enthält im Modulationsplan und in der Wiederholung der beiden Teile |: T–D:| |: D–T | T–T:| bereits keimhaft die Anlage der [[Sonatensatzform]]&amp;amp;nbsp;– zunächst monothematisch, bevor sich allmählich ein zweites Thema herausbildet. Im Laufe des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erweitert sich mit der Verbreitung nach Nordeuropa die ursprüngliche Dreisätzigkeit um das [[Menuett]], einen zusätzlichen Satz, vor dem letzten eingeschobenen Satz, so vor allem in den Sinfonien der frühen [[Wiener Schule (Vorklassik)|Wiener Schule]], der [[Mannheimer Schule]] und der Norddeutschen Schule. Im Gegensatz zur bisherigen Bindung an den [[Generalbass]] entwickelt sich der sogenannte Oberstimmensatz mit vorherrschender Melodie, wobei die Streicher eine (neue) zentrale Rolle einnehmen und die Blasinstrumente (meist 2 Oboen, 2 Hörner und 1 Fagott zur Verstärkung der Basslinie) zunächst in Begleitfunktion eingesetzt werden, später dann aber auch selbständige Aufgaben erhalten. Die Werke zeichnen sich weiter durch geradzahlige Taktgliederungen, variable Themenstruktur, Kontraste (statt barockem Einheitsaffekt) und die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Mannheimer Manieren]]&amp;#039;&amp;#039; aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutendsten Komponisten der vorklassischen Sinfonie gehören u.&amp;amp;nbsp;a. [[Giovanni Battista Sammartini]] (Mailand), [[Johann Stamitz]] (Mannheim), [[Matthias Georg Monn]] und [[Georg Christoph Wagenseil]] (Wien), [[Carl Philipp Emanuel Bach]] (Hamburg) und [[Johann Christian Bach]] (London) sowie [[Johann Baptist Wanhal]] (Böhmen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiener Klassik ===&lt;br /&gt;
Die klassische Sinfonie besteht zumeist aus vier Sätzen. Gewichtigster Satz ist der erste, der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;[[Kopfsatz]]&amp;#039;&amp;#039;, der meist in [[Sonatensatzform]] mit eventuell langsamer Einleitung gehalten ist und zwei gegensätzliche Themen (Haupt- und Seitenthema) vorstellt und verarbeitet. Der zweite Satz hat ein langsames oder gemäßigtes Tempo und steht in [[Liedform]], Sonatensatz- oder Variationenform. Beim dritten Satz handelt es sich entweder um ein mittelschnelles [[Menuett]] mit Trio oder um ein schnelles [[Scherzo]]. Der vierte Satz, das &amp;#039;&amp;#039;Finale,&amp;#039;&amp;#039; ist meist ein [[Rondo (Musik)|Rondo]], ein Sonatensatz oder ein [[Sonatenrondo]]. Die beiden Ecksätze (Kopfsatz und Finale) und üblicherweise auch der dritte Satz stehen dabei in der [[Grundtonart]], der langsame Satz hingegen in einer verwandten Tonart ([[Dominante|Dominant-]], [[Subdominante|Subdominant-]] oder [[Paralleltonart]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
!Satz&lt;br /&gt;
!Form&lt;br /&gt;
![[Tempo (Musik)|Tempo]]&lt;br /&gt;
!Tonart&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1. Satz,&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;„Kopfsatz“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|[[Sonatensatzform]]&lt;br /&gt;
|schnell&lt;br /&gt;
|Grundtonart ([[Tonika]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2. Satz&lt;br /&gt;
|[[Liedform]] oder&amp;lt;br /&amp;gt;[[Sonatensatzform]] oder&amp;lt;br /&amp;gt;[[Variation (Musik)|Variationenform]]&lt;br /&gt;
|langsam oder gemäßigt&lt;br /&gt;
|verwandte Tonart (Dominante,&amp;lt;br /&amp;gt;Subdominante oder&amp;lt;br /&amp;gt;Paralleltonart)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|3. Satz&lt;br /&gt;
|[[Menuett]] oder&amp;lt;br /&amp;gt;[[Scherzo]]&lt;br /&gt;
|mittelschnell (Menuett)&amp;lt;br /&amp;gt;schnell bis sehr schnell (Scherzo)&lt;br /&gt;
|Grundtonart&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|4. Satz,&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;„Finale“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|Sonatensatzform oder&amp;lt;br /&amp;gt;[[Rondo (Musik)|Rondo]] bzw. [[Sonatenrondo]]&lt;br /&gt;
|schnell&lt;br /&gt;
|Grundtonart&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Als Schöpfer der klassischen Sinfonie gilt [[Joseph Haydn]], der ab Mitte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts die bestehenden Ansätze zusammenfasste und der Gattung zu europäischem Ruhm verhilft. Seine über [[Liste der Sinfonien Joseph Haydns|100 Sinfonien]] verteilen sich auf alle Schaffensperioden. Stets überraschend in der Erfindung und von unmittelbarer Wirkung, zeugen sie in ihrer Satztechnik, thematischen Arbeit, differenzierten Instrumentierung und klaren Formdisposition zugleich von höchster Meisterschaft. [[Wolfgang Amadeus Mozart]] komponierte über [[Liste der Sinfonien Mozarts|50 Sinfonien]]. Während seine Jugendwerke bereits durch Ideenreichtum, Eleganz und Kantabilität auffallen, findet er unter Haydns Einfluss (durchgearbeiteter Satz) insbesondere in seinen letzten Sinfonien einen vollendet tiefen und persönlichen Ausdrucksgehalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ludwig van Beethoven]] führt die sinfonische Tradition Haydns fort und steigert seine [[Liste der Sinfonien Ludwig van Beethovens|9 Sinfonien]] über den Gattungsbegriff hinaus zu Einzellösungen. Für die später folgende Romantik ist er der wichtigste Bezugspunkt. Einige Komponisten verzweifelten gar an dem „titanischen“ Vorbild, so meinte beispielsweise [[Johannes Brahms]], dass er „nie eine Symphonie komponieren werde, da er immer so einen Riesen [Beethoven] hinter sich marschieren höre“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nicolas Furchert |url=https://www.concerti.ch/werke/johannes-brahms-erste-symphonie/ |titel=Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68 |datum=2016-10-26 |sprache=de |abruf=2023-05-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beethoven führt die sogenannte thematisch-motivische Arbeit (d.&amp;amp;nbsp;h. die Verwendung von aufeinander bezogenen musikalischen Elementen und Fragmenten) zu einer nahezu jeden Takt beherrschenden Dichte und erreicht dadurch einen zwingenden Zusammenhang aller Partien. Der emotionale Gehalt seiner Sinfonien erfährt auf diese Weise vor allem in den Kopfsätzen eine intensivierte Kontrastierung, bisweilen eine dem tragischen Schauspiel verwandte Konflikthaftigkeit (v.&amp;amp;nbsp;a. in der [[3. Sinfonie (Beethoven)|3. Sinfonie]] und [[5. Sinfonie (Beethoven)|5. Sinfonie]]). Im Zuge dieser Dramatisierung des musikalischen Ausdrucks verstärkt Beethoven den Orchesterapparat um weitere [[Horn (Musikinstrument)|Hörner]] (3&amp;amp;nbsp;Hörner in der 3. und 4 Hörner in der 9.&amp;amp;nbsp;Sinfonie), fügte [[Posaune]]n (in der 5., 6. und 9. Sinfonie) sowie eine [[Piccoloflöte]] (in der 5., 6. und 9. Sinfonie) und ein [[Kontrafagott]] (in der 5. und 9. Sinfonie) hinzu und erweiterte das Schlagwerk um eine 3. [[Pauke]] sowie um [[Große Trommel]], [[Becken (Musikinstrument)|Becken]] und [[Triangel]] (9.&amp;amp;nbsp;Sinfonie). Weiter setzt er die Blechblasinstrumente vermehrt auch in melodischer Funktion ein, so z.&amp;amp;nbsp;B. die Hörner in der 3. oder die Posaunen in der 9.&amp;amp;nbsp;Sinfonie. In der [[9. Sinfonie (Beethoven)|9. Sinfonie]] stellt er das [[Scherzo]] dem langsamen Satz voran, in der [[5. Sinfonie (Beethoven)|5.&amp;amp;nbsp;Sinfonie]] verbindet er die beiden letzten Sätze, in der [[6. Sinfonie (Beethoven)|6.&amp;amp;nbsp;Sinfonie]] die letzten drei Sätze ([[attacca]]). Die 6. Sinfonie erweitert Beethoven erstmals auf fünf Sätze und in der 9. treten im Finale außerdem Gesangssolisten (SATB) und Chor zum Orchester. Weitere Neuerungen betreffen die Satztechnik ([[durchbrochene Arbeit]] und [[obligates Akkompagnement]]), die Kühnheit der Harmonik, die Dehnung der Form im Kopf- oder Schlusssatz (v.&amp;amp;nbsp;a. der Durchführung und Coda, die oft zu einer Art „Schlussdurchführung“ wird) sowie das Zitieren vorangegangener Sätze im Finale (u.&amp;amp;nbsp;a. in der 5. und 9. Sinfonie). Die Spieldauer der einzelnen Werke liegt dabei zwischen circa 25 und 75 Minuten. Auch der Einbezug außermusikalischer Elemente in die Sinfonie geht weitgehend auf Beethoven zurück: In der [[6. Sinfonie (Beethoven)|6. Sinfonie]] (&amp;#039;&amp;#039;Pastorale&amp;#039;&amp;#039;) bezieht er klangliche Naturereignisse ein (z.&amp;amp;nbsp;B. Vogelrufe im 2.&amp;amp;nbsp;Satz mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Szene am Bach&amp;#039;&amp;#039; oder Gewitter und Sturm im gleichnamigen 4. Satz) und imitiert eine Dorfkapelle im 3.&amp;amp;nbsp;Satz. In der 9.&amp;amp;nbsp;Sinfonie verwendet er die explizite Textvorlage des Gedichts &amp;#039;&amp;#039;[[An die Freude]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Friedrich Schiller]] für einen groß angelegten Vokalabschnitt mit Gesangssolisten und Chor im 4.&amp;amp;nbsp;Satz. Darüber hinaus werden musikalische Zitate aus den drei vorangegangenen Sätzen sowie die einleitenden Worte „Oh Freunde, nicht diese Töne!“ voraus geschickt. Diese von Beethoven initiierte [[Vokalsinfonik]] wird später von [[Felix Mendelssohn Bartholdy|Felix Mendelssohn]] in seiner [[Lobgesang (Mendelssohn)|2. Sinfonie]] (&amp;#039;&amp;#039;Lobgesang&amp;#039;&amp;#039;) sowie von [[Gustav Mahler]] in mehreren seiner Sinfonien fortgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Romantik ===&lt;br /&gt;
Im Laufe des 19. Jahrhunderts gerät die Sinfonie in Konflikt zwischen neuem romantischem Ausdruck und alter klassischer Form. Einerseits wird die Gattung in romantischer Tonsprache weitergeführt, so u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Franz Schubert]] ([[Liste der Sinfonien Franz Schuberts|8 Sinfonien]], darunter eine unvollendete), [[Felix Mendelssohn Bartholdy]] (5 Sinfonien, dazu 12 Streichersinfonien), [[Robert Schumann]] (4), [[Johannes Brahms]] (4) sowie bei [[Pjotr Iljitsch Tschaikowski]] (6 Sinfonien, dazu &amp;#039;&amp;#039;[[Manfred-Sinfonie]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Antonín Dvořák]] (9), [[Niels Wilhelm Gade]] (8) und [[Jean Sibelius]] (7), deren Werke von nationalem Kolorit geprägt sind. Andererseits verläuft die von [[Hector Berlioz]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Symphonie fantastique]]&amp;#039;&amp;#039;) ausgehende Entwicklung einer programmatisch orientierten Sinfonie ([[Programmsinfonie]]) und [[Sinfonische Dichtung|Sinfonischen Dichtung]], die literarisch-philosophischen Ideengehalt mit Innovation im Bereich der Form und Instrumentation verbindet, so u.&amp;amp;nbsp;a. bei [[Franz Liszt]] und [[Richard Strauss]]. Dazwischen stehen die Sinfonien von [[Anton Bruckner]] (9 Sinfonien, darunter eine unvollendete sowie zwei unnummerierte Frühwerke), welche von Beethoven, Schubert und [[Richard Wagner]] entscheidend beeinflusst sind, zugleich aber eine unverwechselbar eigene Gestalt aufweisen. Auf Anraten seiner Schüler und Freunde hat er seine Sinfonien allerdings mehrfach überarbeitet, so dass von einigen Werken mehrere Fassungen existieren. [[Gustav Mahler]] (9 Sinfonien, dazu eine unvollendete) knüpft teilweise an Bruckner an und führt die Gattung zu einem vorläufigen Höhepunkt. Seine Sinfonien sind bezüglich Umfang und Besetzung massiv erweitert, beziehen u.&amp;amp;nbsp;a. Solo- und Chorstimmen sowie [[Fernorchester]] und weitere Spezialinstrumente ([[Harfe]], [[Orgel]], [[Harmonium]], [[Celesta]], [[Gitarre]], [[Mandoline]], [[Flügelhorn]], [[Tenorhorn]] und diverse Schlaginstrumente) mit ein und zeichnen sich durch eine verfeinerte Orchestersprache und einen bisweilen metaphysischen Ausdruck aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Musik der Romantik|romantische]] Sinfonie löst sich zunehmend von ihrer tradierten, klassischen Gestalt. Die Reihenfolge der Sätze wird oft vertauscht, die Anzahl der Sätze variiert. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Komplexität der Harmonik mittels [[Chromatik]] sowie [[Enharmonik]] und der Form verändert sich auch die Disposition der Sonatensatzform: Das zur Zeit der Klassik vorherrschende Prinzip der Quintverwandtschaft (Tonika–Dominante) verlagert sich allmählich zugunsten der [[Terzverwandtschaft]]en. Die Einführung einer dritten thematischen Gestalt innerhalb der Seitensatz-Ebene findet sich ansatzweise bereits bei Mozart und Beethoven, ein eigenständiges drittes Thema findet sich allerdings erst in Schuberts [[Große Sinfonie in C-Dur|Großer C-Dur-Sinfonie]] (1828) sowie später u.&amp;amp;nbsp;a. bei Dvořák, Tschaikowski, Bruckner oder Mahler. Als neues Ordnungsprinzip des sinfonischen Zyklus werden [[Motiv (Musik)|Motive]] und [[Thema (Musik)|Themen]] übergreifend in mehreren Sätzen eines Werks verarbeitet oder im Übergang ins 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zum Gestaltungsprinzip einer ganzen Sinfonie erhoben, so dass ein einheitlicher, in sich differenzierter musikalischer Organismus entsteht. Die Erweiterung des Aufführungsapparats führt mitunter zur Entwicklung der [[Sinfoniekantate]], welche die Sinfonie mit dem [[Gesang]] verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik des 20. und 21. Jahrhunderts ===&lt;br /&gt;
Seit Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gibt es kaum mehr einen einheitlichen Gattungsbegriff. Es entstanden zwar – wenn auch in immer geringerer Zahl – weiterhin Sinfonien, diese sind allerdings hinsichtlich Stilistik, Orchesterbesetzung und Spieldauer äußerst variabel. Zu den bedeutendsten Komponisten gehören u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Sergei Sergejewitsch Prokofjew|Sergei Prokofjew]] (7 Sinfonien, 2 unveröffentlichte), [[Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow|Sergei Rachmaninow]] (3), [[Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch|Dmitri Schostakowitsch]] (15), [[Bohuslav Martinů]] (6), [[Nikolai Jakowlewitsch Mjaskowski|Nikolai Mjaskowski]] (27), [[Karl Amadeus Hartmann]] (8), [[Arthur Honegger]] (5), [[Anton Webern]] (Symphonie op. 21), [[Hanns Eisler]] (Deutsche Sinfonie op. 50), [[Alan Hovhaness]] (67), [[Hans Werner Henze]] (10), [[Darius Milhaud]] (12), [[Peter Maxwell Davies]] (10), [[Philip Glass]] (12), [[Krzysztof Penderecki]] (8), [[Allan Pettersson]] (17), [[Alfred Schnittke]] (9 Sinfonien), [[Mieczysław Weinberg]] (22), [[Witold Lutosławski]] (4), [[George Enescu]] (5 Sinfonien, 4 frühe), [[Heitor Villa-Lobos]] (12), [[Benjamin Britten]], [[Ralph Vaughan Williams]] (9), [[Edward Elgar]] (3), [[Malcolm Arnold]] (9), Charles Ives (4 Sinfonien, dazu &amp;#039;&amp;#039;Universe Symphony&amp;#039;&amp;#039;), [[Wilhelm Furtwängler]] (3), [[Henry Cowell]] (20), [[Paul Hindemith]], [[Igor Strawinsky]], [[Bernd Alois Zimmermann]] (Sinfonie in einem Satz) und [[Wolfgang Rihm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sinfonik]]&lt;br /&gt;
* [[Sinfonia concertante]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Sinfonien]]&lt;br /&gt;
* [[Sinfonische Dichtung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christoph von Blumröder]], [[Wolfram Steinbeck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Symphonie im 19. und 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Handbuch der musikalischen Gattungen 3/1 u. 3/2.&lt;br /&gt;
** Teilband 1: &amp;#039;&amp;#039;Romantische und nationale Symphonik.&amp;#039;&amp;#039; Laaber-Verlag, Laaber 2002, ISBN 3-89007-126-0.&lt;br /&gt;
** Teilband 2: &amp;#039;&amp;#039;Stationen der Symphonik seit 1900.&amp;#039;&amp;#039; Laaber-Verlag, Laaber 2002, ISBN 3-89007-542-8.&lt;br /&gt;
* [[Manuel Gervink]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Symphonie&amp;#039;&amp;#039;, Laaber-Verlag, Laaber 2021, ISBN 3-89007-842-7&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Finscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Symphonie&amp;#039;&amp;#039;, [[MGG Prisma]], Verlage Bärenreiter (Kassel) und J. B. Metzler (Stuttgart) 2001, ISBN 3-7618-1620-0 und ISBN 3-476-41037-4; mit ausführlichem Literaturverzeichnis zur Symphonie-Geschichte.&lt;br /&gt;
* [[Gernot Gruber (Musikwissenschaftler)|Gernot Gruber]], [[Matthias Schmidt (Musikwissenschaftler)|Matthias Schmidt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Sinfonie zur Zeit der Wiener Klassik&amp;#039;&amp;#039;. Handbuch der musikalischen Gattungen 2. Laaber-Verlag, Laaber 2006, ISBN 3-89007-284-4.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Kloiber]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der klassischen und romantischen Symphonie.&amp;#039;&amp;#039; 2. erweiterte Auflage. Breitkopf &amp;amp; Härtel, Wiesbaden 1976 (1964), ISBN 3-7651-0017-X&lt;br /&gt;
* [[Stefan Kunze]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sinfonie im 18. Jahrhundert. Von der Opernsinfonie zur Konzertsinfonie&amp;#039;&amp;#039;. Handbuch der musikalischen Gattungen 1. Laaber-Verlag, Laaber 1993, ISBN 3-89007-125-2.&lt;br /&gt;
* Ursula Rauchhaupt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Welt der Symphonie&amp;#039;&amp;#039;, Polydor International GmbH Hamburg und Georg Westermann Verlag Braunschweig 1972, ISBN 3-14-509082-8; eine musikalische, soziologische und historische Darstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Symphonies|Sinfonie}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Sinfonie}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4055087-4}}&lt;br /&gt;
* [https://oer-musik.de/oer-sonate-und-sinfonie-ein-altes-thema-auf-neuen-wegen/ OpenBook &amp;#039;&amp;#039;Sonate und Sinfonie&amp;#039;&amp;#039;] (freies Unterrichtsmaterial für allgemeinbildende Schulen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4055087-4|LCCN=sh85131473}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikalische Gattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sinfonie| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Planetblue</name></author>
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