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	<title>Simultankirche Gau-Odernheim - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T09:04:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Zollernalb: HC: Entferne Kategorie:Hallenkirche; Ergänze Kategorie:Hallenkirche in Rheinland-Pfalz</title>
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		<updated>2025-07-15T15:17:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Hallenkirche&quot; title=&quot;Kategorie:Hallenkirche&quot;&gt;Kategorie:Hallenkirche&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Hallenkirche_in_Rheinland-Pfalz&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Hallenkirche in Rheinland-Pfalz (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Hallenkirche in Rheinland-Pfalz&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gau Odernheim Simultankirche ganz.jpg|mini|260px|Simultankirche Gau-Odernheim: links Glockenturm und das evangelische Langhaus, rechts der katholische Chor]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Simultankirche]] [[Gau-Odernheim]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Gotik|spätgotisches]] zweischiffiges Kirchengebäude, das in der Mitte mit einer Mauer in einen [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] und einen [[evangelisch]]en Teil getrennt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rufus Bild 1.jpg|mini|St. Rufus von Metz, um 1450, Langhaus, Seitenschiff]]&lt;br /&gt;
Eine romanische Vorgängerkirche ist schon Mitte des 9. Jahrhunderts nachweisbar. Ihre Grundmauern wurden um 1965 entdeckt und wissenschaftlich untersucht. Sie gehörte dem [[Kathedrale von Metz|Metzer Domstift St. Stephan]]. Um 850 überführte man hierher die Gebeine des [[Rufus von Metz|Hl. Rufus]], eines frühen [[Bistum Metz|Metzer Bischofs]]. Es entstand eine Wallfahrt und später der bedeutende gotische Neubau der heutigen Simultankirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rufus-Reliquien lagen in einem Hochgrab, dessen Stein-Sarkophag und figurengeschmückter Deckel (von 1418) erhalten sind. Unter dem Mainzer Bistumsadministrator [[Adalbert von Sachsen]] ließ man Grab bzw. Reliquien eingehend untersuchen und zog Erkundigungen in Metz ein. Da ein positives Gutachten erfolgte, erlaubte er mit Urkunde vom 23. September 1483 die feierliche Sargöffnung und Ausstellung der Gebeine an zwei Tagen im Jahr; außerdem gewährte er einen [[Ablass]] für die Pilger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die qualitative Darstellung auf dem (heute im kath. Chor befindlichen) Sargdeckel wurde in der Reformationszeit stark beschädigt; Gesicht und andere Teile sind abgeschlagen. Die Reliquien gelten als verschollen. Nach einer ungesicherten Mitteilung des Historikers [[Valentin Ferdinand Gudenus]] (1679–1758) sollen die Spanier den Leib des Heiligen, im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]], nach [[Brügge]] in den [[Spanische Niederlande|Spanischen Niederlanden]] gebracht haben, um ihn vor Vernichtung zu bewahren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Falk]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Grab des Bischofs Rufus von Metz zu Gau-Odernheim&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Katholik]]&amp;#039;&amp;#039;, 51. Jahrgang (1871), 1. Band, S. 751–757; [https://books.google.de/books?id=epcvAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA751 (Digitalisat)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Langhaus der Kirche ist ein mittelalterliches Wandbild des Hl. Rufus erhalten. Ein Fenster des Chores zeigt eine Rufus-Darstellung des 19. Jahrhunderts, die der Abbildung auf dem Sargdeckel nachempfunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
Der gotische Bau erfolgte zwischen 1415 und 1420 unter dem Architekten [[Johann von Diepach]]. Der Chor wurde von Meister Arnold zwischen 1497 und 1507 gestaltet. Bei der [[Pfälzische Kirchenteilung|Pfälzischen Kirchenteilung]] von 1705 erhielten die Protestanten das Langhaus, die Katholiken den Chor des Gotteshauses. Diese Aufteilung dauert bis heute an. Zunächst durch eine Bretterwand geteilt, errichtete man 1891 die heutige Trennmauer zwischen beiden Teilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gau Odernheim Simultankirche JS.jpg|mini|Die Kirche von Osten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gau Odernheim Chor.jpg|mini|Chor mit Anschluss des Langhauses]]&lt;br /&gt;
Die evangelische Gemeinde benutzt das Hauptschiff (Langhaus) der Kirche und die Katholiken halten ihre Gottesdienste im Chor. Der katholische Teil ist nach wie vor dem Hl. Rufus geweiht und heißt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„St.-Rufus-Kirche“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der evangelische &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„ehemalige Stadtkirche“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
=== Chor ===&lt;br /&gt;
Der Chor hat zwei [[Joch (Architektur)|Joche]] mit [[Fünfachtelschluss]], die [[Netzgewölbe]] wurden 1535 und 1589 ausgebessert. Dort befindet sich derzeit die beschädigte Grabplatte des Hl. Rufus. Vom Meister des Wolf von Dalbergschen Grabmals in Oppenheim stammt das dortige Doppelgrabmal für [[Eberhard Vetzer von Geispitzheim]] († 1520) und Lisa von Ingelheim († 1519). Es handelt sich hierbei um lebensgroße Bildnisfiguren unter Doppelarkade, über Lisa [[Ingelheim (Adelsgeschlecht)|von Ingelheim]] befindet sich ein wappenhaltender Engel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzel stammt um 1720. Der Hochaltar stammt von 1773, das Altarbild [[Anbetung der Hirten]] wurde sehr wahrscheinlich in der Seekatz-Werkstatt gefertigt. Das obere Bild zeigt die ‚Überreichung eines [[Skapulier]]s an eine Ordensfrau‘ stammt angeblich aus einem Mainzer Kloster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der Figuren stellt den [[Wendelin|Heiligen Wendelin]] dar, sie gehört dem [[Rokoko]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Chor besitzt eine [[Stumm (Orgelbauerfamilie)|Stumm]]-Orgel von 1773. Sie wurde 2001 im Zuge einer [[Renovierung]] des katholischen Teils der Kirche restauriert. Die [[Maßwerk]]fenster sind quergeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Nordseite schließt sich eine zweigeschossige gewölbte [[Sakristei]] an. Im Obergeschoss ist der Stein-[[Sarkophag]] aufgestellt, in dem einst die Rufus-Reliquien lagen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gau Odernheim Hochaltar.jpg|Hochaltar im Chor&lt;br /&gt;
Rufus Grab 7.jpg|Beschädigte Rufus-Grabplatte (1418) im Chor&lt;br /&gt;
Rufus Fenster 2.jpg|Rufus-Darstellung aus dem 19. Jahrhundert, Fenster im Chor&lt;br /&gt;
Grab Gau Odernheim 2.jpg|Doppelgrabmal für Eberhard Vetzer von Geispitzheim († 1520) und Lisa [[Ingelheim (Adelsgeschlecht)|von Ingelheim]] († 1519)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langhaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gau Odernheim Simultankirche Langhaus.jpg|mini|Langhaus]]&lt;br /&gt;
Zu der Ausstattung im evangelisch genutzten Langhaus gehört eine achtseitige Steinkanzel über einer [[Baluster]]säule, welche mit &amp;#039;&amp;#039;I.B. und I.W.B&amp;#039;&amp;#039; 1543 bezeichnet ist. Aus der [[Hans Backoffen|Hans-Backoffen]]-Schule stammen die Apostelfiguren in den Nischen. Der Taufstein stammt um 1500 deren Fuß jedoch neuer ist. Die Orgel wurde 1775 gefertigt. Es sind bedeutende Reste einer mittelalterlichen Ausmalung aus dem 15. Jahrhundert erhalten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gau Odernheim Stephanus und Rufus.jpg|Langhaus, mittelalterliches Wandgemälde, St. Stephanus (links), St. Rufus (rechts)&lt;br /&gt;
Gau Odernheim Anbetung der Könige.jpg|Langhaus, mittelalterliches Wandgemälde „Anbetung der Könige“&lt;br /&gt;
Gau Odernheim Passionszyklus.jpg|Langhaus, mittelalterlicher Passionszyklus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glockenturm ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gau-Odernheim Simultankirche 20101012.jpg|mini|Glockenturm vom Friedhofsparkplatz aus gesehen]]&lt;br /&gt;
Der ursprüngliche Turm stand auf der Südseite des Langhauses und wurde 1344 errichtet. Er stürzte am 17. Februar 1799 zum Teil ein&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.rheinhessenarchiv.de/archiv/001375.html |wayback=20030903191227 |text=Von der Gau-Odernheimer &amp;quot;Schmach, französisch zu werden&amp;quot; }}&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei sieben Männer der reformierten Gemeinde während des Gottesdienstes zu Tode kamen. Den heutigen Turm ließ die bürgerlichen Gemeinde, zwischen 1830 und 1833, unter der Leitung von Kreisbaumeister [[Augustin Wetter]], mit achteckigem Glockengeschoss und Steinhelm errichten. Er schließt sich nun westlich an das evangelische Langhaus an. Der Ortsgemeinde [[Gau-Odernheim]] gehört der Glockenturm bis heute. Beide Kirchengemeinden haben das Recht, die Glocken zu läuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seinen weißen Anstrich hebt sich der Glockenturm sehr gut von der Umgebung ab und ist auch noch aus einer größeren Entfernung, z.&amp;amp;nbsp;B. vom [[Wartbergturm (Alzey)|Wartbergturm]] im ca. 10 km entfernten [[Alzey]] gut zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gelände ==&lt;br /&gt;
Das Gelände um die Simultankirche gehört beiden Kirchen gemeinsam. Dort befand sich ursprünglich ein Friedhof, der heute zur Grünanlage umgestaltet ist. Der große Sockel des früheren Friedhofskreuzes ist noch erhalten. An der Choraußenmauer sind die (bereits stark ausgewaschenen) Grabplatten von Gerhard Vetzer von Geispitzheim († 1392) und des kurpfälzischen Amtmannes Siegfried [[Oberstein (Adelsgeschlecht)|von Oberstein]] († 1413) eingelassen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gau Odernheim Gerhard Fetzer von Geispitzheim.jpg|Grabplatte Gerhard Vetzer von Geispitzheim († 1392)&lt;br /&gt;
Gau Odernheim Siegfried von Oberstein.jpg|Grabplatte Siegfried von Oberstein († 1413)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;Kunstführer Simultankirche Gau-Odernheim&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Kunstführer&amp;#039;&amp;#039; Nr. 2498). Schnell und Steiner, Regensburg 2002.&lt;br /&gt;
* [[Generaldirektion Kulturelles Erbe]] Rheinland-Pfalz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Alzey-Worms&amp;#039;&amp;#039;. Stand: 15. Januar 2009, S. 22.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler]], Rheinland-Pfalz und Saarland&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Kunstverlag, München 1972, S. 256 f.&lt;br /&gt;
* Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: &amp;#039;&amp;#039;Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz&amp;#039;&amp;#039;. Band 20.1: [[Landkreis Alzey-Worms|Kreis Alzey-Worms]]. [[Verbandsgemeinde Alzey-Land]]. Herausgegeben im Auftrag des [[Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur|Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur]] von der [[Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz]], Direktion Landesdenkmalpflege. Bearbeitet von Michael Huyer und Dieter Krienke. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2013, ISBN 978-3-88462-327-5, S. 236–242&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.regionalgeschichte.net/rheinhessen/gau-odernheim/kulturdenkmaeler/simultankirche-st-rufus.html St. Rufus] auf regionalgeschichte.net&lt;br /&gt;
* [http://www.gau-odernheim.de/rundgang/Abschnitt4.html Das historische Gau-Odernheim]&lt;br /&gt;
* [http://gau-odernheim.ekhn.org/ evangelische Kirchengemeinde], abgerufen am 29. August 2013&lt;br /&gt;
* [https://bistummainz.de/pfarreien/adressuebersicht/dekanat-alzey/index.html katholische Kirchengemeinde]&lt;br /&gt;
* [http://www.rolf-tiemann.de/orem/go-around/rundgang_in_orem.pdf Bebildertes PDF-Dokument zur Geschichte von Gau-Odernheim, S. 22–31]&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=49.78404|EW=8.19062|type=landmark|region=DE-RP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4715770-7|VIAF=245424830}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gau-Odernheim, Simultankirche}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Simultankirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Bistum Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude des Dekanats Alzey-Wöllstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Alzey-Worms]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hallenkirche in Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotisches Bauwerk in Rheinhessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Gau-Odernheim|Simultankirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Gau-Odernheim|Simultankirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rufuskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotische Kirche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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