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	<title>Simon Moritz von Bethmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T01:45:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Simon_Moritz_von_Bethmann&amp;diff=141303&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Bankier und Mäzen</title>
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		<updated>2025-07-11T05:19:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bankier und Mäzen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Simon Moritz von Bethmann.jpg|miniatur|hochkant|Simon Moritz von Bethmann, 1812. Porträt von [[Johann Jacob de Lose]] (1755–1813)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Simon Moritz von Bethmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Oktober]] [[1768]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[28. Dezember]] [[1826]] ebenda) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Bankier]], [[Diplomat]] und [[Philanthrop]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Die Familie [[Bethmann (Familie)|Bethmann]] stammte ursprünglich aus [[Goslar]] und war Anfang des 18. Jahrhunderts nach Frankfurt am Main gekommen. 1748 hatten [[Johann Philipp Bethmann]] und sein Bruder [[Simon Moritz Bethmann (Bankier)|Simon Moritz Bethmann]] die [[Bethmann Bank]] gegründet und zu einem der bedeutendsten Bankhäuser in Deutschland geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bankier ===&lt;br /&gt;
Simon Moritz von Bethmann war der Sohn Johann Philipps. Er trat 1791 in die Führung des Hauses ein und wurde nach dem Tod seines Vaters 1793 alleiniger Inhaber. Er dehnte die Finanzgeschäfte in beträchtlichem Maße aus und begab unter anderem [[Anleihe]]n für [[Dänemark]], [[Österreich]] und [[Russland]]. Das Haus Bethmann wurde neben dem Haus [[Rothschild (Familie)|Rothschild]] zum wichtigsten Finanzier der deutschen und europäischen Fürstenhäuser. 1808 erhob [[Kaiser von Österreich|Kaiser]] [[Franz II. (HRR)|Franz I.]] Bethmann in den erblichen [[Adel]]sstand. [[Zar]] [[Alexander I. (Russland)|Alexander I.]] ernannte ihn 1807 zum russischen Generalkonsul beim [[Rheinbund]] und 1810 zum Staatsrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine diplomatischen Aktivitäten machte sich Bethmann besonders um seine Vaterstadt verdient, ohne dass er jemals ein Staatsamt innegehabt hätte. 1802 gelang es Bethmann, durch Intervention in [[Paris]] die französischen Kontributionsforderungen aus den Besatzungsjahren zu begrenzen. Seinem persönlichen Auftreten bei den Verhandlungen zum [[Reichsdeputationshauptschluss]] in [[Regensburg]] verdankte die Stadt beträchtliche Rechte und Güter aus säkularisiertem Kirchenvermögen, die längst anderweitig verteilt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1810 heiratete Bethmann &amp;#039;&amp;#039;Louise Friederike Boode&amp;#039;&amp;#039; (1792–1869) aus [[Amsterdam]]. Der Ehe entstammten vier Söhne (Moritz, Karl, Alexander und Heinrich), deren ältester [[Moritz von Bethmann]] später die Leitung der Bank übernahm. Nach der Gattin von Simon Moritz benannt war ein 1812 nach Art eines [[Englischer Landschaftsgarten|Englischen Landschaftsgartens]] angelegter Park der Familie Bethmann im Frankfurter Stadtteil [[Frankfurt-Sachsenhausen|Sachsenhausen]]. Der Name besteht weiterhin mit dem 1954 an Stelle des Bethmannschen Anwesens eingerichteten [[Park Louisa|Waldspielpark Louisa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bethmann Gartenhaus.jpg|mini|links|Bethmanns Gartenhaus, in dem sich Napoleon 1813 einquartierte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Thieck Eclipse.jpg|mini|Deckhengst Eclipse, Bethmanns Lieblingspferd, Bronzestatue 1812 von [[Christian Friedrich Tieck]], im Frankfurter &amp;#039;&amp;#039;Waldspielpark Louisa&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Simon-moritz-von-bethmann-ffm001.jpg|miniatur|hochkant|Denkmal in der Friedberger Anlage in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Simon Moritz Bethmann.jpg|mini|Das Grab von Simon Moritz von Bethmann auf dem [[Peterskirchhof]] in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Haus war der gesellschaftliche Mittelpunkt Frankfurts. [[Napoleon Bonaparte]], Zar Alexander I. und König [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]] von [[Preußen]] beherbergte er als seine Gäste. Auch die Begegnung zwischen [[Catharina Elisabeth Goethe]] und [[Anne Louise Germaine de Staël|Madame de Staël]] fand in seinem Hause statt. 1813 hatte sich Kaiser Napoleon auf dem Rückzug nach der [[Völkerschlacht bei Leipzig]] im Bethmannschen Gartenhaus vor dem [[Friedberger Tor]] einquartiert. Zwischen französischen und alliierten Truppen entwickelte sich am 31. Oktober 1813 ein heftiges Artilleriegefecht um den Besitz der [[Alte Brücke (Frankfurt am Main)|Mainbrücke]]. Bethmann überzeugte den Kaiser erfolgreich, den verheerenden Beschuss von Sachsenhausen zu beenden und seine Truppen zurückzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mäzen ===&lt;br /&gt;
Bethmann setzte sich sehr für die Verbesserung des Frankfurter Schulwesens ein. Er gehörte zu den Begründern der [[Musterschule]] (1803, mit [[Wilhelm Friedrich Hufnagel]]) und des [[Philanthropin (Frankfurt am Main)|Philanthropins]], einer jüdischen [[Realschule]] (1804, mit Siegmund Geisenheimer und [[Mayer Amschel Rothschild]]). Auch die &amp;#039;&amp;#039;Weißfrauenschule&amp;#039;&amp;#039;, die erste städtische [[Volksschule]] wurde von ihm gefördert. Eine Schenkung von 40.000&amp;amp;nbsp;[[Gulden|fl.]], aus deren Zinsen eine [[Lancasterschule]] unterhalten werden sollte, wurde später in Absprache mit seinen Erben zur Unterstützung anderer Schulformen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bethmann war zudem ein über die Grenzen Frankfurts bekannter Kunstmäzen und Förderer der Wissenschaften. Er gehörte zu den Gründern der [[Polytechnische Gesellschaft|Polytechnischen Gesellschaft]] (1816) und der [[Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung|Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft]] (1817). Mit einer großzügigen Spende unterstützte er den Bau der [[Alte Stadtbibliothek|Stadtbibliothek]]. 1816 erwarb er das Marmorbild &amp;#039;&amp;#039;Ariadne auf dem Panther&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Heinrich Dannecker]], die wohl berühmteste Skulptur des 19. Jahrhunderts, die in einem eigens errichteten klassizistischen Museumsbau Tausende von Bewunderern anzog. 1819 gehörte er zu den Gründern des Komitees zur Errichtung eines [[Goethedenkmal (Frankfurt am Main)|Goethedenkmal]]s in Frankfurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bethmann starb am 28. Dezember 1826 überraschend während eines Theaterbesuches. Er wurde auf dem [[Peterskirche (Frankfurt am Main)|Peterskirchhof]] bestattet, wo sein Grab heute noch erhalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
Zu seinem hundertsten Geburtstag wurde in der [[Wallanlagen (Frankfurt am Main)|Friedberger Anlage]] seine von dem Bildhauer [[Eduard Schmidt von der Launitz]] geschaffene Büste enthüllt. An ihn erinnern außerdem der [[Bethmannpark]] im Frankfurter Stadtteil [[Frankfurt-Nordend|Nordend]], der [[Bethmann-Weiher]], die Bethmannstraße (Sitz der Bethmann Bank) und die Bethmannschule, eine [[Berufsschule]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer nicht belegten Legende nach sollen die [[Bethmännchen]] im Haushalt des Bankiers entstanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|187||Bethmann, Simon Moritz von|[[Ludwig Beutin]]|116155582}}&lt;br /&gt;
* Wilfried Forstmann: &amp;#039;&amp;#039;Simon Moritz von Bethmann, 1768–1826; Bankier, Diplomat und politischer Beobachter&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 1973, ISBN 3-7829-0140-1&lt;br /&gt;
* Wilfried Forstmann: {{Frankfurter Personenlexikon|2268|Bethmann, Simon Moritz von (1768–1826)}} (überarbeitete Onlinefassung), sowie in: {{BibISBN|3782904443|Seiten=63f.}}&lt;br /&gt;
* Heinrich Heym: &amp;#039;&amp;#039;Simon Moritz von Bethmann (1768–1826).&amp;#039;&amp;#039; In: Johann Philipp Freiherr von Bethmann (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Bankiers sind auch Menschen.&amp;#039;&amp;#039; 225 Jahre Bankhaus Gebrüder Bethmann, Frankfurt am Main 1973, S. 110–157.&lt;br /&gt;
* [[Georg Ludwig Kriegk]]: &amp;#039;&amp;#039;Simon Moritz von Bethmann&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Frankfurt am Main in ausgewählten Darstellungen&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1871, S. 523–536.&lt;br /&gt;
* [[Jochen Lengemann]]: &amp;#039;&amp;#039;MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 74.&lt;br /&gt;
* {{ADB|2|574|576|Bethmann, Simon Moritz von|Wilhelm Stricker|ADB:Bethmann, Simon Moritz von}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.frankfurt-nordend.de/Images/1816_bethmann_gartenhaus.jpg 1.&amp;amp;nbsp;Ariadneum von 1812] (heutiger Name: Odeon), in dem die Ariadne [[Johann Heinrich Dannecker|Danneckers]] bis 1856 ausgestellt war. Danach war sie bis 1944 im [http://www.frankfurt-nordend.de/Images/1854_bethmann_ariadneum.jpg 2.&amp;amp;nbsp;Ariadneum] neben dem Bethmannschen Gartenhaus zu sehen.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116155582|titel=Bethmann, Simon Moritz von|datum=2020-01-03}}&lt;br /&gt;
* {{Parlamente in Hessen|Thema=Abgeordnete|Ident=116155582|Titel=Simon Moritz von Bethmann|Datum=2023-11-28|Abruf=2024-09-02}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116155582|VIAF=57359180}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bethmann, Simon Moritz von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Bethmann|Simon Moritz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1768]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1826]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bethmann, Simon Moritz von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Bethmann, Simon Moritz Henning August (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bankier, Diplomat und Philanthrop&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Oktober 1768&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Dezember 1826&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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