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	<title>Simon Marius - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Simon_Marius&amp;diff=56632&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diebu: Tempus</title>
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		<updated>2026-04-08T16:07:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tempus&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Simon marius.jpg|mini|Simon Marius aus &amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis&amp;#039;&amp;#039;. Dies ist die einzige Darstellung von ihm.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Simon Marius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (latinisierte Form von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Simon Mayr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; * {{JULGREGDATUM|10|1|1573|Link=ja}} in [[Gunzenhausen]], damals [[Fürstentum Ansbach|Markgrafschaft Ansbach]], heute [[Bayern]]; † {{JULGREGDATUM|5|1|1625|Link=ja}} in [[Ansbach]]) war ein deutscher Mathematiker, [[Astronom]] und Arzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast gleichzeitig mit [[Galileo Galilei]] setzte Marius als einer der ersten das damals gerade neu entwickelte [[Fernrohr]] zur Himmelsbeobachtung ein und entdeckte unabhängig von Galilei die vier größten [[Liste der Jupitermonde|Monde des Planeten Jupiter]]. Obwohl er noch eine Variante des [[Geozentrisches Weltbild|geozentrischen Weltbildes]] vertrat, ebnete seine Entdeckung doch letztlich der Auffassung des [[Nicolaus Copernicus]] den Weg: Da das Jupitersystem offensichtlich nicht die Erde, sondern ein eigenes Zentralgestirn zum Mittelpunkt hatte, lieferten die Erkenntnisse des Simon Marius wenn nicht Beweise, so doch Argumente für die Richtigkeit der [[heliozentrisch]]en Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werke ==&lt;br /&gt;
Marius, geboren als achtes Kind des Reichart Mayr, [[Küfer|Büttner]] und Ansbacher Bürgermeister von 1576,&amp;lt;ref&amp;gt;Simon Marius, &amp;#039;&amp;#039;Prognosticon für das Jahr 1609&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde von dem [[Markgrafschaft Ansbach|Ansbacher]] Fürsten [[Joachim Ernst (Brandenburg-Ansbach)|Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach]] gefördert; durch ihn erhielt er auch Gelegenheit, von 1586 bis 1601 die [[Fürstenschule Heilsbronn]] zu besuchen – und dort zeigte sich dann sein großes Talent für Mathematik und Astronomie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Veröffentlichung seiner Beobachtungen des &amp;#039;&amp;#039;[[Komet]]en von 1596&amp;#039;&amp;#039; [[C/1596 N1]] sowie seiner astronomischen Tabellen (&amp;#039;&amp;#039;Tabulae Directionum Novae&amp;#039;&amp;#039;, 1599) machte Marius sich einen Namen und wurde 1601 zum &amp;#039;&amp;#039;[[Hofmathematikus]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Fürstentum Ansbach|Markgrafschaft Ansbach]] berufen. Er reiste u.&amp;amp;nbsp;a. nach [[Prag]], um die neuen Beobachtungstechniken [[Tycho Brahe]]s kennenzulernen – der starb allerdings bereits vier Monate nach Marius’ Eintreffen. Anschließend studierte Marius bis 1605 Medizin an der [[Universität Padua]] und wurde Arzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gehörte damals dem Kreis um [[Galileo Galilei]] an; [[1604]] beobachtete er erneut einen Kometen: Sein Schüler [[Baldessar Capra]] (1580–1626) veröffentlichte die Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hofastronom und Euklidübersetzer ===&lt;br /&gt;
Von 1606 an lebte Marius in [[Ansbach]], wo er als fürstlicher Hofastronom mit einem Jahresgehalt von 150 [[Taler]]n angestellt war. Zu seinen Pflichten als Hofmathematikus ([[Astrologie|Astrologe]]) gehörten auch jährliche „Prognostica“. Er heiratete Felicitas Lauer, die Tochter seines [[Nürnberg]]er Verlegers Johann Lauer, bei dem seit 1601 seine Kalender und Vorhersagen erschienen waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zinner4&amp;quot;&amp;gt;E. Zinner: &amp;#039;&amp;#039;Zur Ehrenrettung des Simon Marius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahresschrift der Astronomischen Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039;. 77. Jahrgang, 1. Heft, Leipzig 1942, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1610 veröffentlichte er eine Übersetzung der ersten sechs Bücher der &amp;#039;&amp;#039;[[Euklids Elemente|Elemente]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Euklid]] direkt aus dem [[Altgriechische Sprache|griechischen]] Urtext ins Deutsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entdeckung der Jupitermonde ===&lt;br /&gt;
Nach vergeblichen Versuchen, selbst ein brauchbares Fernrohr zu bauen, wozu er durch Berichte im Jahr 1608 angeregt wurde, erhielt Marius 1609 ein Exemplar des gerade in [[Flandern]] neu entwickelten Instruments; damit entdeckte er im Jahre 1610 unabhängig von Galilei (7. Januar) nur einen Tag später (8. Januar) ebenfalls die vier großen Monde des [[Jupiter (Planet)|Jupiter]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;Tunc primum aspexi Iovem, qui versabatur in opposito Solis, et deprehendi stellulas exiguas, modo post, modo ante Iovem in linea recta cum Iove.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Damals sah ich den Jupiter zum ersten Mal, der sich in [[Opposition (Astronomie)|Opposition]] zur Sonne befand; und ich entdeckte winzige Sternchen bald hinter, bald vor dem Jupiter, in gerader Linie mit dem Jupiter.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis&amp;#039;&amp;#039;. S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Galileo Galilei bezichtigte ihn daraufhin des [[Plagiat]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Klug stimmt diesem Vorwurf in seinem ausführlichen Aufsatz von 1916 zu.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon 1607 hatte nämlich der Mariusschüler Baldessar Capra ein Manuskript Galileis über den [[Proportionalzirkel]] unter seinem Namen drucken lassen, wobei Marius nicht unbeteiligt gewesen sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte [[Priorität]]sstreit um die Erstentdeckung der Monde löst sich auf, wenn man in Rechnung stellt, dass Marius den Termin, nämlich den 29. Dezember 1609, nach dem alten, [[Julianischer Kalender|julianischen Kalender]] angegeben hat; dieses entspricht dem [[Gregorianischer Kalender|gregorianischen]] Datum 8. Januar 1610. Somit liegt die Beobachtung des Simon Marius nach seinen eigenen Angaben einen Tag nach der des Galilei (7. Januar 1610). Die Verwendung der beiden Kalender war Marius bewusst, wie eine julianisch/gregorianische Doppelangabe eines Datums im &amp;#039;&amp;#039;Mundus Jovialis&amp;#039;&amp;#039; belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis.&amp;#039;&amp;#039; S. 118&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr detaillierte Untersuchungen von Oudemans und Bosscha&amp;lt;ref&amp;gt;[[J. A. C. Oudemans]] und [[J. Bosscha]]: &amp;#039;&amp;#039;Galilee et Marius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archives Nederlandaises des Sciences Exactes et Naturelles.&amp;#039;&amp;#039; Serie II, Band VIII, S. 115–189 (La Haye, 1903)&amp;lt;/ref&amp;gt; haben außerdem nicht nur ergeben, dass Marius seine recht exakten Ergebnisse mit selbständigen Beobachtungen erhalten hat, sondern dass diese sogar genauer waren als die von Galilei bis 1614 veröffentlichten.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Wilder: &amp;#039;&amp;#039;Simon Marius - der Namenspatron unserer Schule&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;450 Jahre Simon-Marius-Gymnasium Gunzenhausen&amp;#039;&amp;#039;. Gunzenhausen 1981&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Dankbarkeit gegenüber den [[Brandenburg-Ansbach]]er Fürsten schlug Simon Marius vor, die neu entdeckten Monde &amp;#039;&amp;#039;Brandenburgische Gestirne&amp;#039;&amp;#039; zu nennen. Galilei wollte sie nach der Familie der [[Medici]] benennen. Ihre heutigen Namen [[Io (Mond)|Io]], [[Europa (Mond)|Europa]], [[Ganymed (Mond)|Ganymed]] und [[Kallisto (Mond)|Kallisto]] regte [[Johannes Kepler]] im Oktober 1613 an; Simon Marius propagierte diese mythologische Benennung in seinem Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;Io, Europa, Ganymed atque Callisto lascivo nimium perplacuere Iovi.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Io, Europa, Ganymed und Callisto haben dem wollüstigen Jupiter allzu sehr gefallen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis.&amp;#039;&amp;#039; S. 78 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wegbereiter des heliozentrischen Weltbildes ===&lt;br /&gt;
Die Entdeckung der vier Monde war eine gewaltige [[Sensation]], weil diese sich um ein eigenes Zentralgestirn drehen und damit wie ein [[Sonnensystem]] im Kleinen aussehen; außerdem erkannte Marius, dass sich das Jupitersystem nicht um die Erde, sondern um die Sonne bewegt. Die Entdeckung ebnete letztlich den Weg für das [[Heliozentrisches Weltbild|heliozentrische Weltbild]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;Post plurimas observationes factas atque post deprehensas cuiuslibet quam proxime periodos evolutionum, animadverti etiam aliud phaenomenum: Nimirum quod inaequalitate motus sui principaliter quidem Iovem, cum Iove autem non terram sed solem respiciant.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Nachdem ich sehr viele Beobachtungen angestellt und die periodischen Umlaufzeiten eines jeden Trabanten möglichst genau erhalten hatte, bemerkte ich noch ein anderes Phänomen, nämlich dass sie (die Monde) im Gleichmaß ihrer Bewegung auf den Jupiter als Zentrum ausgerichtet sind; zusammen mit dem Jupiter aber sind sie nicht auf die Erde, sondern auf die Sonne als Mittelpunkt gerichtet.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis.&amp;#039;&amp;#039; S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings gelangte Marius durch seine Beobachtungen nicht zu dem Weltsystem, wie es [[Nicolaus Copernicus]] schon ein halbes Jahrhundert zuvor vertreten hatte; vielmehr entwickelte er ein zwischen dem [[Geozentrisches Weltbild|geozentrischen]] und dem [[Heliozentrisches Weltbild|heliozentrischen Weltbild]] vermittelndes [[Tychonisches Weltmodell|Planetenmodell]], wie es auch der dänische Astronom [[Tycho Brahe]] vertrat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;Solem autem ipsum quasi in concentrico circa terram moveri suppono.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Ich vermute, dass sich die Sonne aber selbst gleichsam auf einer konzentrischen Bahn um die Erde bewegt.&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis.&amp;#039;&amp;#039; S. 124&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mundus Iovialis (1614) ==&lt;br /&gt;
Der Hauptzweck des &amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis&amp;#039;&amp;#039; bestand in der Veröffentlichung der Tabellen mit den Umlaufzeiten der Monde; die aus sehr sorgfältigen Beobachtungen im Jahr 1614 stammenden Werte weichen nur noch um maximal 0,3&amp;amp;nbsp;[[Promille|‰]] von den heute bekannten Werten ab; auch die Überprüfung mit Computerrechnungen beweist ihre Exaktheit.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Wilder in: &amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis.&amp;#039;&amp;#039; S. 164&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei allem Beobachtungseifer begnügte sich Marius nicht mit der Beobachtung, sondern suchte auch nach Erklärungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mundus Iovialis.jpg|mini|Titelblatt des &amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beobachtungen von 1610 konnte Marius erst im Jahre 1614 in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichen, vier Jahre nach dem Erscheinen des Galileischen Berichtes &amp;#039;&amp;#039;[[Sidereus Nuncius]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Porträt in seinem Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis&amp;#039;&amp;#039; zeigt Marius im Jahr der Veröffentlichung. Als Zeichen seiner ärztlichen Tätigkeit hält er ein [[Destillation]]sgerät in der linken Hand, bestehend aus einem gläsernen Destillierkolben (Cucurbita) und einem aufgesetzten Destillierhelm oder -kopf in retortenförmiger Gestalt ([[Alembic]]);&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Auskunft von [[Marion Maria Ruisinger]], &amp;#039;&amp;#039;Institut für Geschichte und Ethik der Medizin&amp;#039;&amp;#039; [[Erlangen]], Michael Kowalski, &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Medizinhistorisches Museum]]&amp;#039;&amp;#039; Ingolstadt, Michael Stolberg, &amp;#039;&amp;#039;Institut für Geschichte der Medizin&amp;#039;&amp;#039; der [[Universität Würzburg]]&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Zirkel]] in seiner Rechten verweist auf seine Position als Mathematiker und Astrologe am Ansbacher Hof; vor ihm liegen ein Fernrohr (lat. &amp;#039;&amp;#039;perspicillum&amp;#039;&amp;#039;), das er als einer der ersten zur Himmelsbeobachtung eingesetzt hat, sowie sein Werk &amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis&amp;#039;&amp;#039;; links neben ihm sind das Jupitersystem mit den von ihm entdeckten vier Monden und rechts seine erste astronomische Beobachtung abgebildet, der Komet von 1596.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonnenflecken und Andromedanebel ===&lt;br /&gt;
Mayr/Marius beobachtete [[Sonnenfleck]]en seit August 1611 und fand im November, dass deren Bewegung (und damit die Äquatorebene der Sonne) zur Ekliptik geneigt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;„dass  die  Sonnenflecken  nicht  nach  dem  Lauf  der  Ekliptik  die  Sonnenscheibe  durchziehen,  sondern  einen  Winkel  mit  ihr  bilden“, siehe [http://www.simon-marius.net/pix/content/4/Neuhaeuser_Teleskopische-Beobachtungen-von-Sonnenflecken_2016.pdf Artikelauszug aus &amp;#039;&amp;#039;Simon Marius und seine Forschung.&amp;#039;&amp;#039; S. 13/21 (PDF 305 KB)]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1619 vermutete er erstmals deren Periodizität.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.simon-marius.net/index.php?lang=de&amp;amp;menu=2 |titel=Marius-Portal |abruf=2024-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entdeckung des [[Andromedagalaxie|Andromedanebels]] (Messier-Nummer M31), unserer großen Nachbar-[[Galaxie]], wurde lange Zeit Simon Marius zugeschrieben, z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Charles Messier]] bei der Eintragung in [[Messier-Katalog|seinen Katalog]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Messier |Titel=Catalogue des Nébuleuses et Amas d’Étoiles |Sammelwerk=[[Connoissance des temps]], … Pour l’Année bissextile 1784 |Ort=Paris |Datum=1781 |Online=https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k6514280n/f249.item.r=1612}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die erste gesicherte Beschreibung als Objekt der [[Fixstern]]-[[Sphäre]] vom persischen Astronomen [[Al Sufi]], der sie „die kleine Wolke“ nannte, stammt aber aus dem 10. Jahrhundert. Auch bei der ersten überlieferten Beobachtung durch ein Fernrohr im Jahr 1612 konnte Marius keine einzelnen Sterne sehen, sondern nur einen Nebel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Simon Marius |Hrsg=Joachim Schlör |Titel=Mundus Iovialis – Die Welt des Jupiter |Verlag=Schrenk-Verlag |Ort=Gunzenhausen |Datum=1988 |Seiten=45 |Originaltitel=Mundus Iovialis |Originaljahr=1614 |Originalort=Norimberga |Online={{Webarchiv |url=http://www.simon-marius-gymnasium.de/images/s-marius/welt-des-jupiter/MJ22.jpg |text=&amp;#039;&amp;#039;Der Andromedanebel.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20140905054450}}&amp;lt;br /&amp;gt;[https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10873865_00019.html Digitalisat des Originals, Münchener Digitalisierungszentrum]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher stammt auch die Bezeichnung Andromeda&amp;#039;&amp;#039;nebel.&amp;#039;&amp;#039; Den Status der Andromeda-Galaxie als eigenständiges Sternsystem wie unsere [[Milchstraße]] konnte erst 1923 [[Edwin Hubble]] am 2,5-Meter-[[Teleskop]] des [[Mount-Wilson-Observatorium]]s nachweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod ==&lt;br /&gt;
Simon Marius starb nach kurzer Krankheit am {{JULGREGDATUM|5|1|1625|Link=nein}} in Ansbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Marius-Forschung ==&lt;br /&gt;
Wenn auch Galilei mit seinen heftigen Angriffen wohl verhinderte, dass Marius den ihm gebührenden Ruhm errang, genoss dieser doch in seiner [[Franken (Region)|fränkischen]] Heimat offensichtlich großes Ansehen. Seine Vaterstadt Gunzenhausen schenkte ihm 1612 einen kleinen Becher zu 6½ [[Gulden]] – vermutlich für seine Entdeckung der Jupitermonde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zinner4&amp;quot; /&amp;gt; Er wurde in Ansbach von Gelehrten seiner Zeit wie [[Petrus Saxonius]] und [[Lucas Brunn|Lukas Brunn]] besucht und stand mit anderen Wissenschaftlern wie [[David Fabricius]], [[Johannes Kepler]], [[Michael Maestlin]] und [[Johann Caspar Odontius]] in Kontakt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Internationale Astronomische Union]] (IAU) ehrte ihn mit der Benennung des [[Mondkrater]]s [[Marius (Mondkrater)|Marius]]. Nach ihm sind auch das &amp;#039;&amp;#039;[[Simon-Marius-Gymnasium]]&amp;#039;&amp;#039; in seiner Geburtsstadt Gunzenhausen sowie der [[Asteroid]] [[(7984) Marius]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Dezember 2014 wurde die [[Simon Marius Gesellschaft]] gegründet, welche die wissenschaftliche Erforschung von Leben und Werk fördern „und die breite Öffentlichkeit durch Vorträge, Ausstellungen, Tagungen und Publikationen“ erreichen will. Der Verein betreibt die Internetplattform ‚Marius-Portal‘.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.simon-marius.net/index.php?menu=14 |titel=Marius-Portal |abruf=2024-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sehr seltenen Druckschriften des Simon Marius werden aufbewahrt im Stadtmuseum Gunzenhausen, dem Stadtarchiv von [[Rothenburg ob der Tauber]], der [[Bayerische Staatsbibliothek|Staatsbibliothek]] in [[München]], in der [[Staatsbibliothek zu Berlin|Preußischen Staatsbibliothek]] in [[Berlin]], in der Landesbibliothek in [[Stuttgart]], der Universitätsbibliothek [[Erlangen]], der Nürnberger Stadtbibliothek, dem Nürnberger [[Germanisches Nationalmuseum|Germanischen Nationalmuseum]] und dem [[Staatsarchiv Nürnberg|bayerischen Staatsarchiv]] in Nürnberg. Von den Handschriften sind außer einigen erhaltenen Briefen alle anderen Schriften wie sein [[Beobachtungsbuch]] und einige kleinere Schriften verschollen.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Zinner: &amp;#039;&amp;#039;Zur Ehrenrettung des Simon Marius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahresschrift der Astronomischen Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039;. 77. Jahrgang, 1. Heft, Leipzig 1942, S. 5 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schrift über den Kometen von 1596&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 1596.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tabulae directionum novae&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 1599, {{URN|nbn:de:bvb:12-bsb00017953-0}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Ersten Sechs Bücher Elementorum Evclidis, In welchen die Anfänge vnd Gründe der Geometria ordentlich gelehret, vnd gründtlich erwiesen werden, Mit sonderm Fleiss vnd Mühe auss Griechischer in vnsere Hohe deutsche Sprach übersetzet&amp;#039;&amp;#039;. Ansbach 1609.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis anno MDCIX Detectus Ope Perspicilli Belgici&amp;#039;&amp;#039;. Nürnberg 1614, {{URN|nbn:de:bvb:12-bsb10873865-6|resolver=mdz}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis anno MDCIX Detectus Ope Perspicilli Belgici / Die Welt des Jupiter, 1609 mit dem flämischen Teleskop entdeckt.&amp;#039;&amp;#039; Lateinisches Faksimile und deutsche Übersetzung. Hrsg. und bearb. von Joachim Schlör. Naturwissenschaftlich begleitet und mit einem Nachwort versehen von Alois Wilder. Schrenk, Gunzenhausen 1988, ISBN 3-924270-14-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gründliche Widerlegung der Position Circkel Claudij Ptolemaei, vornemblich aber, Johannis Regiomontani; mit grosser Mühe und vielem Nachdencken, so wol auss Ptolemeo selbsten, als auch allen anderen vortrefflichen Astrologen, so vor Ptolemei Zeiten an, bis auff Regiomontanum gelebet, und von directionibus Theorice und Prastice geschrieben, zusammengezogen&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt 1625, {{URN|nbn:de:bvb:12-bsb10994226-8|resolver=mdz}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schreibkalender&amp;#039;&amp;#039; für die Jahre 1601 bis 1629.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Prognostica&amp;#039;&amp;#039; für die Jahre 1601 bis 1629. Ausgabe 1601: {{URN|nbn:de:bvb:12-bsb00021158-4}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Prognosticon astrologicum&amp;#039;&amp;#039; 1607, [https://tudigit.ulb.tu-darmstadt.de/show/33-8366 Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;chronologisch. Neueste zuerst.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans Gaab, [[Pierre Leich]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Simon Marius und seine Forschung&amp;#039;&amp;#039; (= Wolfgang R. Dick, [[Jürgen Hamel]] [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;Acta Historica Astronomiae&amp;#039;&amp;#039;, Band 57). Leipzig 2016, ISBN 978-3-944913-49-0.&lt;br /&gt;
* [[Pierre Leich]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Marius-Renaissance: die Beobachtung des Jupitersystems durch den markgräflichen Hofastronomen Simon Marius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Sterne und Weltraum&amp;#039;&amp;#039;, Heft 11/2014, S. 44–53.&lt;br /&gt;
* [[Gudrun Wolfschmidt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Simon Marius, der fränkische Galilei, und die Entwicklung des astronomischen Weltbildes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Nuncius Hamburgensis, Beiträge zur Geschichte der Naturwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Band 16). Tredition, Hamburg 2012, ISBN 978-3-8472-3864-5; [http://www.math.uni-hamburg.de/spag/ign/research/nuncius/n16-marius-inhalt.pdf Inhaltsverzeichnis] (PDF; 368&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* Jürgen Schlecht: &amp;#039;&amp;#039;Simon Marius – Namenspatron unserer Schule&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresbericht des Simon-Marius-Gymnasiums Gunzenhausen 2005/06&amp;#039;&amp;#039;. S. 93–100.&lt;br /&gt;
* {{NDB|16|217|218|Marius, Simon|[[Menso Folkerts]]|11885979X}}&lt;br /&gt;
* Ernst Goercke: &amp;#039;&amp;#039;Mediceische Sterne kontra Brandenburgisches Gestirn: Das Leben des Simon Marius.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Sterne (Zeitschrift)|Die Sterne]].&amp;#039;&amp;#039; 62. Band, Heft 4, 1986, S. 223–231.&lt;br /&gt;
* Alois Wilder: &amp;#039;&amp;#039;Simon Marius – der Namenspatron unserer Schule&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;450 Jahre Simon-Marius-Gymnasium Gunzenhausen&amp;#039;&amp;#039;. Gunzenhausen 1981.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Zinner]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Ehrenrettung des Simon Marius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahresschrift der Astronomischen Gesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039;. 77. Jahrgang (1942), 1. Heft, S. 23–75; [http://www.simon-marius.net/pix/content/4/Zinner_Marius_1942.pdf simon-marius.net] (PDF; 3,3&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* [[Johannes Bosscha]]: &amp;#039;&amp;#039;Simon Marius: Réhabilitation d’un astronome calomnié.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archives Néerlandaises des Sciences Exactes et Naturelles.&amp;#039;&amp;#039; Serie II, Band 7, La Haye 1907, S. 258–307, 490–528.&lt;br /&gt;
* Joseph Klug: &amp;#039;&amp;#039;Simon Marius aus Gunzenhausen und Galileo Galilei: Ein Versuch zur Entscheidung der Frage über den wahren Entdecker der Jupitertrabanten und ihrer Perioden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Klasse II, Band 22, Abt. 2, Franz, München 1904, S. 385–526.&lt;br /&gt;
* [[Jean Abraham Chrétien Oudemans]], Johannes Bosscha: &amp;#039;&amp;#039;Galilee et Marius.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archives Néerlandaises des Sciences Exactes et Naturelles.&amp;#039;&amp;#039; Serie II, Band 8, La Haye 1903, S. 115–189.&lt;br /&gt;
* {{ADB|21|141|146|Marius, Simon|[[Siegmund Günther]]|ADB:Marius, Simon}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.simon-marius.net/ Marius-Portal] (Werke, Sekundärliteratur, Veranstaltungen etc. zu Simon Marius)&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Mayr|title=Simon Mayr}}&lt;br /&gt;
* J. Schlör: [http://www.simon-marius-gymnasium.de/s-marius/bildwerke-schriften-und-aufsaetze-des-smg-zu-simon-marius#textsammlung &amp;#039;&amp;#039;Der fränkische Galilei – Simon Marius&amp;#039;&amp;#039;.] Textausgabe des &amp;#039;&amp;#039;Mundus Iovialis&amp;#039;&amp;#039; für den Schulgebrauch sowie Unterrichtsprojekt(e)&lt;br /&gt;
* [http://galileo.rice.edu/sci/marius.html The Galileo Project] der Rice University, Houston, Texas&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Martin Schramm]] |url=https://media.neuland.br.de/file/2088640/c/website/simon-marius-der-fraenkische-galilei.mp3 |titel=Simon Marius – Der fränkische Galilei |werk=[[Bayern 2|Bayern-2]]-Sendung „[[radioWissen]]“ |datum=2024-01-15 |format=mp3-Audio; 22 MB; 23:51 Minuten |abruf=2024-01-13 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11885979X|LCCN=n/85/812223|VIAF=62346133}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Marius, Simon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sonnenforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gunzenhausen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1573]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1625]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Marius, Simon&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mayr, Simon&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Astronom&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Januar 1573&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gunzenhausen]], [[Bayern]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Januar 1625&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ansbach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diebu</name></author>
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