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	<title>Simon Dubnow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;M Huhn: Biographie ergänzt; Quellennachweise; Familie; Interpunktion</title>
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		<updated>2026-03-11T15:54:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Biographie ergänzt; Quellennachweise; Familie; Interpunktion&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SimonDubnow.jpg|mini|Simon Dubnow]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SimonDubnov young.jpg|mini|Der junge Simon Dubnow]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Simon Dubnow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (vollständiger Name: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Semjon Markowitsch Dubnow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) (geboren am [[10. September]] [[1860]] in [[Mszislau|Mstislawl]]; gestorben am [[8. Dezember]] [[1941]] in [[Riga]]) war ein russischer [[Historiker]] und [[Theoretiker]] des [[Judentum]]s. Anfang des 20. Jahrhunderts war er auch [[Politiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Simon Dubnow kam 1860 als Sohn eines Holzhändlers in einem [[Geschichte von Belarus|belarussischen]] [[Schtetl]] zur Welt. 1880 ging er, ohne eine Aufenthaltsgenehmigung&amp;lt;ref&amp;gt;Anm.: Der Aufenthalt von Juden in Sankt Petersburg und einigen anderen Regionen des russischen Reiches war reglementiert und wurde nur unter bestimmten Umständen genehmigt, so z.&amp;amp;nbsp;B. für ein Studium. Die russische Verfassungspraxis war allerdings wesentlich durch Bestechung geprägt.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu besitzen, nach [[Sankt Petersburg]] und [[Odessa]], später nach [[Vilnius|Wilna]],&amp;lt;ref&amp;gt;Art. &amp;#039;&amp;#039;Simon Dubnow&amp;#039;&amp;#039;. In: Grigorijs Smirins: &amp;#039;&amp;#039;Outstanding Jewish personalities in Latvia&amp;#039;&amp;#039;. Nacionālais Apgāds, Riga 2003, ISBN 9984-26-114-X, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; wo er für verschiedene jüdische Zeitungen schrieb. 1881 übersetzte er die &amp;#039;&amp;#039;Volkstümliche Geschichte der Juden&amp;#039;&amp;#039; von [[Heinrich Graetz]] ins Russische, jedoch wurde die Einleitung vom Zensor verboten und musste später als getrennte Publikation im Ausland erscheinen. Er wandte sich dann in seiner Arbeit dem [[Chassidismus]], der großen Erweckungsbewegung unter den [[Ostjuden und Westjuden|Ostjuden]], zu. 1890 ließ er sich in Odessa nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Brenner (Historiker)|Michael Brenner]]: &amp;#039;&amp;#039;Israel. Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates. Von Theodor Herzl bis heute&amp;#039;&amp;#039;. C.H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-68822-5, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Odessa schätzte er vor allem, dass die Stadt ein Anlaufpunkt jüdischer Intellektueller geworden war. 1897/1898 traf er sich wöchentlich mit [[Achad Haʿam]] und mit [[Mendele Moicher Sforim]], um nach den Erfahrungen der [[Judenpogrom]]e im Russischen Reich über eine Zukunft für das jüdische Volk zu diskutieren. Auch einige aus der „jungen Generation“, darunter [[Chaim Nachman Bialik]] und [[Meir Dizengoff]], kamen zu diesen Gesprächsrunden in Odessa dazu.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Brenner: &amp;#039;&amp;#039;Israel. Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates. Von Theodor Herzl bis heute&amp;#039;&amp;#039;. C.H. Beck, München 2016, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dubnow plädierte für einen „Diasporanationalismus“, also dafür, dass sich die Juden in ihren Siedlungsgebieten (insbesondere in Osteuropa) als autonome Nationen mit eigener Sprache und Kultur konstituierten statt nach [[Eretz Israel]] auszuwandern.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Brenner: &amp;#039;&amp;#039;Israel. Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates. Von Theodor Herzl bis heute&amp;#039;&amp;#039;. C.H. Beck, München 2016, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1898 begann er sein Hauptwerk, &amp;#039;&amp;#039;Weltgeschichte des jüdischen Volkes&amp;#039;&amp;#039;, dessen ersten Teil er 1914 in Sankt Petersburg veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dubnow engagierte sich bis in seine letzten Lebensjahre auch politisch für jüdische Minderheitenrechte: Nach dem [[Pogrom von Kischinjow]] 1903 befürwortete er die aktive Selbstverteidigung der Juden; vor der [[Duma]]-Wahl 1906&amp;lt;ref&amp;gt;siehe auch [[:en:1906 Russian legislative election]]&amp;lt;/ref&amp;gt; warb er für die Teilnahme jüdischer Parteien. 1906 gründete er die [[Folkspartei]], die bis 1918 existierte, aber insgesamt bedeutungslos blieb. Die [[Februarrevolution 1917]] begrüßte er als langersehnte Befreiung aus der Diskriminierung; während der [[Oktoberrevolution]] warnte er seine jüdischen Landsleute davor, ihr Schicksal mit dem der [[Bolschewiki|Bolschewiken]] zu verbinden. Noch bis 1922 ertrug er in [[Petrograd]] Hunger, Kälte, den Bürgerkrieg und [[Roter Terror|Roten Terror]] und wirkte für die Erneuerung jüdischen Lebens in Russland; dann kam er zu der Einsicht, dass er dort keine Zukunft haben würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Schlögel: &amp;#039;&amp;#039;Das Russische Berlin&amp;#039;&amp;#039; …, S. 290.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. April 1922 reiste er über [[Estland]] und [[Riga]] in die litauische Stadt [[Kaunas]], an [[Universität Kaunas|deren Universität]] ihm ein [[Lehrstuhl]] in Aussicht gestellt worden war, aber als Jude wurde er schließlich doch nicht [[Berufung|berufen]]. Er zog nach [[Berlin]] weiter, wobei er seine Bibliothek zurücklassen musste. Obwohl er bereits 62 Jahre alt war, folgte nun das fruchtbarste Jahrzehnt seines Schaffens: Von 1925 bis 1929 erschien sein Hauptwerk, die zehnbändige &amp;#039;&amp;#039;Weltgeschichte des jüdischen Volkes&amp;#039;&amp;#039;. 1931 folgte die &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Chassidismus&amp;#039;&amp;#039; in zwei Bänden. Alle Bücher veröffentlichte er zuerst auf Deutsch, kurz darauf auch auf Russisch, Hebräisch, Jiddisch und Englisch. In Berlin bildete er – neben [[Jakow Tejtel]], dem Vorsitzenden des Vereins russischer Juden – das Zentrum der russisch-[[Jüdische Diaspora|jüdischen Diaspora]]. Zu seinen vielen Bekannten gehörten [[Chaim Nachman Bialik]], der später zum israelischen [[Nationaldichter]] wurde, und [[Meir Dizengoff]], später der erste Bürgermeister von [[Tel Aviv]]. Mit [[Einstein]] besprach er das Projekt einer jüdischen Universität für Europa. Bei seinen Kontakten zeigte er keine Vorurteile; er traf [[Anarchismus|Anarchisten]], [[Menschewiki|Menschewiken]] und Monarchisten. Zuletzt arbeitete er an seiner Autobiografie für die Jahre 1880 bis 1893. Im Mai 1933 erfuhr er aus ausländischen Zeitungen, dass seine &amp;#039;&amp;#039;Weltgeschichte&amp;#039;&amp;#039; in Deutschland zu den verbotenen und [[Bücherverbrennung|verbrannten Büchern]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. August 1933 flüchtete Dubnow im Alter von 73 Jahren nach Riga,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marģers Vestermanis]]: &amp;#039;&amp;#039;Juden in Riga. Auf den Spuren des Lebens und Wirkens einer ermordeten Minderheit&amp;#039;&amp;#039;. 3. verbesserte und erweiterte Ausgabe in deutscher Sprache. Edition Temmen, Bremen 1995, ISBN 3-86108-263-2, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt; er wohnte im Villenvorort [[Mežaparks]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Aleksandrs Bergmanis|Alexander Bergmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Aufzeichnungen eines Untermenschen. Ein Bericht über das Ghetto in Riga und die Konzentrationslager in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Ingrid Damerow. Edition Temmen, Bremen 2009, ISBN 978-3-86108-316-0, S. 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort erschienen die russische Ausgabe seiner &amp;#039;&amp;#039;Weltgeschichte&amp;#039;&amp;#039; und die beiden ersten Bände seiner Memoiren. 1940 konnte er den dritten Teil von &amp;#039;&amp;#039;Buch des Lebens&amp;#039;&amp;#039; über die Jahre 1922 bis 1933 im nunmehr [[Sowjetische Besetzung Lettlands 1940|sowjetisch besetzten]] Riga abschließen. Sein politisches Engagement für jüdische Minderheitenrechte hatte er in die Vorbereitung des [[Jüdischer Weltkongress|Jüdischen Weltkongresses]] investiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jilek, Grit, |Titel=Nation ohne Territorium. Über die Organisierung der jüdischen Diaspora bei Simon Dubnow |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1. Aufl |Verlag=Nomos |Ort=Baden-Baden |Datum=2013 |ISBN=978-3-8329-7738-2 |Seiten= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Riga wurde [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|vom 29. Juni bis zum 1. Juli 1941]] von der [[Wehrmacht]] eingenommen; am 23. Oktober wurden die Rigaer Juden in ein [[Ghetto Riga|Ghetto]] gesperrt. Am 29. November begannen Massentötungen. &amp;#039;&amp;#039;Es existieren einige Zeugenberichte und Legenden über den Tod des Gelehrten&amp;#039;&amp;#039; ([[Wiktor Jefimowitsch Kelner|Wiktor Kelner]])&amp;lt;ref&amp;gt;Viktor E. Kelner: &amp;#039;&amp;#039;Simon Dubnow&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 524.&amp;lt;/ref&amp;gt;: Simon Dubnow wurde am 8. Dezember beim [[Massaker von Rumbula]] umgebracht, sei es durch einen lettischen Polizisten oder den [[Gestapo]]-Kommandanten [[Johann Siebert]], der als Student seine Vorlesungen in Heidelberg gehört hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Schlögel, &amp;#039;&amp;#039;Das Russische Berlin&amp;#039;&amp;#039; ..., S. 287; [[Aufbau (jüdische Zeitung)|Aufbau]], New York, 5. Januar 1945, S. 1, &amp;#039;&amp;#039;Lehrer und Schüler - Wie Simon Dubnow ermordet wurde&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Tagebuch, das Dubnow bis in die letzten Lebenstage führte und das vorläufig von lettischen Freunden gerettet wurde, ist nicht wieder aufgetaucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophie ==&lt;br /&gt;
Der Grundgedanke von Dubnows Überlegungen war das leidenschaftliche Plädoyer für das jüdische „Selbstbewusstsein einer [[Nation]]“. Er meinte damit einen geistigen Nationalismus, der mit der Erfüllung der allgemeinen bürgerlichen Pflichten der Juden in ihren jeweiligen [[Jüdische Diaspora|Diaspora]]-Staaten harmonieren solle. Dafür seien, so Dubnow, die rechtliche [[Jüdische Emanzipation|Emanzipation]] und die [[Autonomie]] in der Selbstverwaltung der jüdischen Gemeinschaft, in ihrer kulturellen Entwicklung, im Sprachgebrauch und im Bildungswesen unerlässlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an der jüdischen Geschichtsschreibung ==&lt;br /&gt;
In der Geschichtsschreibung seiner Vorgänger, vornehmlich [[Heinrich Graetz]] und [[Leopold Zunz]], sah Dubnow die Behandlung der Geistes- und Leidensgeschichte des Judentums überwiegen. Er sah eine nötige Innovation der jüdischen Historiographie im Aufweisen des nationalen Charakters, seiner Meinung nach, fehlgedeuteter Ereignisse. Trotzdem verfolgte Dubnow, wie er in der Einleitung seines zehnbändigen Geschichtswerkes behauptete, keine tendenziösen Absichten in Hinsicht auf die Herausarbeitung nationaler Tendenzen des Geschichtsinhaltes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Simon Dubnow heiratete 1884 Ida Frejdlin (1860–1934). Sie bekamen drei Kinder: Sofja (1885), Olga (1886) und Jakow (1887).&amp;lt;ref&amp;gt;Viktor E. Kelner: &amp;#039;&amp;#039;Simon Dubnow. Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2010, Foto und Legende nach S. 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die ersten Tage meiner literarischen Tätigkeit fielen mit der ersten Pogromwelle in Rußland (1881), die letzten mit der vollständigen Zerschlagung des jüdischen Zentrums in Polen (1939) zusammen. Offensichtlich ist es mir beschieden, die Vorhersage zu verwirklichen: ‚Im Sturme hast du angefangen, im Sturme sollst du enden‘ (D. F. Strauss).|letzter Eintrag in Dubnows Autobiografie&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach: Schlögel, &amp;#039;&amp;#039;Das Russische Berlin&amp;#039;&amp;#039; ... , S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Revolution (sc. [[Oktoberrevolution]]) ertrinkt im Schmutz niedrigster Masseninstinkte. 1905 zertrampelten die extremen Rechten die Revolution, und jetzt die extremen Linken … Aber uns (Juden) wird man die Beteiligung jüdischer Revolutionäre am Terror der [[Bolschewiki]] nicht vergessen. Die Kampfgenossen Lenins: die [[Trotzki]]s, [[Grigori Jewsejewitsch Sinowjew|Sinowjews]], [[Moissei Solomonowitsch Urizki|Urizkis]] und andere stellen ihn selbst noch in den Schatten. Den [[Smolny-Institut|Smolny]] nennt man insgeheim ‚Judenzentrum‘. Später wird man laut darüber reden, und die Judophobie wird sich in allen Schichten der russischen Gesellschaft tief verwurzeln … Sie werden nicht verzeihen. Der Boden für [[Antisemitismus]] ist bereitet|Dubnow, &amp;#039;&amp;#039;Buch des Lebens. Erinnerungen und Gedanken. Materialien zur Geschichte meiner Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2: 1903–1922, S.&amp;amp;nbsp;248}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Zu seinem siebzigsten Geburtstag wurde Dubnow 1930 eine [[Festschrift]] gewidmet. Das »Evrejskij naučnyj institut« (Jüdisches wissenschaftliches Institut) in Berlin feierte im Oktober diesen Anlass mit einer Festveranstaltung in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Berlin. Vorträge hielten u.&amp;amp;nbsp;a. [[Eduard Bernstein]], [[Ismar Elbogen]], [[Alfred Klee]], [[Felix Jackson|Dir. Joachimson]], Elieser Jehuda Finkel&amp;lt;ref&amp;gt;der Ältere, lebte 1879–1965, ein [[Rosch-Jeschiwa]]&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Leon Bramson]] für [[World ORT|ORT]], I. L. Kan (Sojuz Russkich Evreev v Germanii, SRE&amp;lt;ref&amp;gt;Union der russischen Juden in Deutschland.&amp;lt;/ref&amp;gt;), Ravodovič, Taube, [[Julius Bruckus]] für [[Œuvre de secours aux enfants|OZE]], [[Mark Wischnitzer]], V.I. Lackij, [[Jacob Lestschinsky]], [[Salman Schasar]] (Z. Rubašev), [[Elias Tcherikower]], [[Augusta Weldler-Steinberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Leipzig wurde 1995 das damalige „[[Simon-Dubnow-Institut|Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur e.&amp;amp;nbsp;V. an der Universität Leipzig]]“ zu Ehren seines Lebenswerks nach Dubnow benannt. Das heutige „Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow“ ist ein interdisziplinär ausgerichtetes Institut zur Erforschung jüdischer Lebenswelten in Mittel- und Osteuropa von der Neuzeit bis in die Gegenwart. In einem Lebenslauf des Namensgebers schreibt das Institut: „Als Historiker war Dubnow insofern ein Pionier, als er ein geschichtstheoretisches Modell entwickelte, auf dessen Grundlage er die jüdische mit der allgemeinen Geschichte verband.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dubnow.de/institut/geschichte/wer-war-simon-dubnow |titel=Wer war Simon Dubnow? - Dubnow-Institut |abruf=2021-07-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die jüdische Geschichte. Ein geschichtsphilosophischer Versuch&amp;#039;&amp;#039;. Autorisierte Übersetzung aus dem Russischen von [[Israel Friedländer]]. Berlin : Calvary, 1898&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die neueste Geschichte des jüdischen Volkes&amp;#039;&amp;#039;. 3 Bände. Übersetzung [[Alexander Eliasberg]]. Jüdischer Verlag, Berlin 1920/1923.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weltgeschichte des jüdischen Volkes&amp;#039;&amp;#039;, Autorisierte Übersetzung aus dem Russischen von [[Aaron Steinberg]], 10 Bände. Jüdischer Verlag, Berlin 1925–1929.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:; Orientalische Periode&lt;br /&gt;
:: Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Die älteste Geschichte des jüdischen Volkes. Von der Entstehung des Volkes Israel bis zum Ende der persischen Herrschaft in Judäa&amp;#039;&amp;#039;, 1925&lt;br /&gt;
:: Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die alte Geschichte des jüdischen Volkes. Von Beginn der griech. Herrschaft in Judäa bis zur Zerstörung Jerusalems durch die Römer&amp;#039;&amp;#039;, 1925&lt;br /&gt;
:: Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Vom Untergang Judäas bis zum Zerfall der autonomen Zentren im Morgenlande&amp;#039;&amp;#039;, 1926&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:; Europäische Periode&lt;br /&gt;
:: Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Das frühere Mittelalter. Von den Anfängen der abendländischen Diaspora bis zum Ende der Kreuzzüge&amp;#039;&amp;#039;, 1926&lt;br /&gt;
:: Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Das späte Mittelalter. Vom XIII. bis zum XV. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, 1927&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:; Die Neuzeit&lt;br /&gt;
:: Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Erste Periode. Das XVI. und die erste Hälfte des XVII. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, 1927&lt;br /&gt;
:: Band 7: &amp;#039;&amp;#039;Zweite Periode. Die zweite Hälfte des XVII. und das XVIII. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, 1928&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:; Die Neueste Geschichte&lt;br /&gt;
:: Band 8: &amp;#039;&amp;#039;Das Zeitalter der ersten Emanzipation&amp;#039;&amp;#039; (1789–1815), 1928&lt;br /&gt;
:: Band 9: &amp;#039;&amp;#039;Das Zeitalter der ersten Reaktion und der zweiten Emanzipation&amp;#039;&amp;#039; (1815–1881), 1929&lt;br /&gt;
:: Band 10: &amp;#039;&amp;#039;Das Zeitalter der zweiten Reaktion&amp;#039;&amp;#039; (1880–1914). Nebst Epilog (1914–1928), 1929&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Chassidismus&amp;#039;&amp;#039; (2 Bde.), Übersetzung aus dem Hebräischen [[Aaron Steinberg]]. Berlin 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mein Leben&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von [[Elias Hurwicz]], Jüdische Buchvereinigung, Berlin 1937. Aus dem Russischen übersetzt von Elias Hurwicz und Bernhard Hirschberg-Schrader.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Buch des Lebens. Erinnerungen und Gedanken. Materialien zur Geschichte meiner Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von [[Verena Dohrn]]. Aus dem Russischen (verschiedene Übersetzerinnen). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen.&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;1860–1903&amp;#039;&amp;#039;. 2004, ISBN 3-525-36950-6.&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;1903–1922&amp;#039;&amp;#039;. 2005, ISBN 3-525-36951-4.&lt;br /&gt;
** Band 3: &amp;#039;&amp;#039;1922–1933&amp;#039;&amp;#039;. 2005, ISBN 3-525-36952-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;History of the Jews in Russia and Poland&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung aus dem Russischen [[Israel Friedlaender]], 3 Bände: The Jewish Publication Society of America, Philadelphia 1916–1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Woschod (Zeitschrift)|Woschod]]&lt;br /&gt;
* [[Jewreiskaja starina]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ismar Elbogen]], [[Josef Meisl]], [[Mark Wischnitzer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zu S. Dubnows 70. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Jüdischer Verlag, Berlin 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dubnow, Simon.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 2,1. Saur, München 1983, S. 228f.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dubnow, Simon.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Dore–Fein.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München 1998, ISBN 3-598-22686-1, S. 17–25.&lt;br /&gt;
* [[Anke Hilbrenner]]: &amp;#039;&amp;#039;Diaspora-Nationalismus. Zur Geschichtskonstruktion Simon Dubnows.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2007.&lt;br /&gt;
* Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Simon Dubnows Berliner Tagebuch.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Karl Schlögel]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Russische Berlin – Ostbahnhof Europas.&amp;#039;&amp;#039; Pantheon, München 2007, ISBN 978-3-570-55022-9, S. 287–307.&lt;br /&gt;
* [[Wiktor Jefimowitsch Kelner|Viktor E. Kelner]]: &amp;#039;&amp;#039;Simon Dubnow. Eine Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Russischen von Martin Arndt (St. Petersburg 2008). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2010, ISBN 978-3-525-30010-7&amp;lt;ref&amp;gt;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]] vom 24. Januar 2011, S. 7: &amp;#039;&amp;#039;Ausgeprägtes Gespür für Gefahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Grit Jilek: &amp;#039;&amp;#039;Nation ohne Territorium. Über die Organisierung der jüdischen Diaspora bei Simon Dubnow.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8329-7738-2.&lt;br /&gt;
* Makss Kaufmans: &amp;#039;&amp;#039;Churbn Lettland. Ebreju iznīcināšana Latvijā&amp;#039;&amp;#039;. Šamir, Riga 2014, ISBN 978-9934-8494-0-4, S. 213–218 (lettisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Simon Dubnov|Simon Dubnow}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118942859}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dubnow.de/institut/geschichte/wer-war-simon-dubnow Wer war Simon Dubnow? Biografie auf der Website des Dubnow-Instituts in Leipzig]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118942859|LCCN=n/80/8165|VIAF=41590|NDL=00540207}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dubnow, Simon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russischer Emigrant in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1860]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dubnow, Simon&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dubnov, Simon; Дубнов, Семён Маркович (russisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=russischer Historiker und Theoretiker des Judentums&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. September 1860&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mszislau|Mstislawl]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Dezember 1941&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Riga]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
	</entry>
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