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	<title>Simeon Bavier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gomera-b: linkfix</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;[[Datei:SimeonBavier-ByHenrieLeLieure-1890-SchweizerischeNationalbibliothek (cropped).jpg|mini|(1890)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Simeon Bavier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. September]] [[1825]] in [[Chur]]; † [[27. Januar]] [[1896]] in [[Basel]], [[Bürgerort|heimatberechtigt]] in Chur) war ein [[Schweiz]]er [[Tiefbauingenieur]], [[Diplomat]] und [[Politiker]]. Beruflich widmete er sich der Planung und dem Bau von Strassen und Bahnlinien. 1863 wurde er in den [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] gewählt, dem er 15 Jahre lang angehörte. Er tat sich als Experte in Eisenbahnangelegenheiten hervor und setzte sich ohne Erfolg für einen Alpentunnel unter dem [[Splügenpass]] ein. Als Vertreter des liberalen Zentrums (heutige [[FDP.Die Liberalen|FDP]]) und erster [[Kanton Graubünden|Bündner]] wurde er 1879 in den [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] gewählt, dem er bis 1882 angehörte. Anschliessend war er zwölf Jahre lang als [[Liste der Schweizer Botschafter in Italien|Schweizer Gesandter]] in [[Italien]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studium und Beruf ===&lt;br /&gt;
Bavier entstammte einer einflussreichen Churer Bankier- und Kaufmannsfamilie, die in der Speditionsbranche eine führende Rolle innehatte. Er war das älteste von neun Geschwistern. Sein Vater [[Johann Baptista Bavier]] war auf kantonaler und nationaler Ebene als Politiker tätig sowie ein Cousin von Bundesrat [[Wilhelm Matthias Naeff]]. Seine Mutter Katharina Roffler aus [[Fideris]] war Tochter des [[Landammann]]s des [[Drei Bünde#Zehngerichtebund|Zehngerichtenbunds]], Valentin Roffler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|3553|Bavier, Johann Baptista|Autor=Jürg Simonett|Datum=2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1837 besuchte Bavier das Erziehungsinstitut bei [[Stetten (Kernen im Remstal)|Stetten]] im Remstal. Danach liess er sich am [[Karlsruher Institut für Technologie|Karlsruher Polytechnikum]] und am [[Universität Stuttgart|Stuttgarter Polytechnikum]] zum [[Tiefbauingenieur]] ausbilden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bavier169&amp;quot;&amp;gt;Simonett: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach Chur im Jahr 1844 war Bavier massgeblich am Bau von Strassen durch die [[Surselva]] und über den [[Berninapass]] beteiligt. 1850 heiratete er Barbara von Salis-Seewis (1829–1916) aus dem bedeutenden Adelsgeschlecht [[Salis (Adelsgeschlecht)|von Salis]], mit der er fünf Kinder hatte. 1852 liess er sich in Fideris nieder und beschäftigte sich fortan hauptsächlich mit der Planung und dem Bau von Eisenbahnlinien im In- und Ausland, beispielsweise die Strecken von [[Rapperswil SG|Rapperswil]] nach Chur sowie von [[Rorschach]] nach [[Sargans]]. Nicht zur Ausführung gelangten von ihm erarbeitete Projekte im [[Oberengadin]], in [[Italien]] und in [[Frankreich]]. Als das familieneigene Bankinstitut 1866 im Zusammenhang mit dem Eisenbahnbau zusammenbrach, befand er sich vorübergehend in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bavier169&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kantons- und Bundespolitik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Simeon.Bavier.jpg|mini|hochkant|Autogrammkarte]]&lt;br /&gt;
In den Jahren 1853 und 1854 war Bavier Landammann des Kreises [[Jenaz]] und vertrat diesen auch im [[Grosser Rat (Graubünden)|Grossen Rat]] des [[Kanton Graubünden|Kantons Graubünden]]. Bei den [[Schweizer Parlamentswahlen 1863|Parlamentswahlen 1863]] kandidierte er im [[Nationalratswahlkreis Graubünden-Nord|Wahlkreis Graubünden-Nord]] und wurde in den [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] gewählt, dem er die folgenden 15 Jahre angehörte. Bavier gehörte dem liberalen Zentrum an, vertrat aber in zahlreichen wichtigen Fragen eine abweichende oder gar entgegengesetzte Meinung. Beispielsweise lehnte er 1864 den französisch-schweizerischen Handelsvertrag ab und sprach sich zehn Jahre später gegen die Totalrevision der [[Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft|Bundesverfassung]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bavier169&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Fachmann in Eisenbahnfragen genoss Bavier hohes Ansehen. In der Frage einer alpenquerenden Eisenbahn setzte er sich vehement für den Bau einer Linie durch die Ostalpen ein, zuerst für eine Strecke am [[Lukmanierpass]], später am [[Splügenpass]]. Für letztere Variante stellte er 1870 und 1871 eigene Projekte vor. Allmählich gewann jedoch das von «Eisenbahnkönig» [[Alfred Escher]] bevorzugte [[Gotthardbahn]]-Projekt die Oberhand. Bavier fand sich mit der Niederlage in dieser Sache ab und stellte seine Fachkenntnisse als ständiger Experte des [[Bundesgericht (Schweiz)|Bundesgerichts]] zur Verfügung. Ebenso trat er bei Streitigkeiten zwischen Bahngesellschaften als Schiedsrichter auf. 1878 stand die Nachsubventionierung der Gotthardbahn zur Debatte. Er lehnte diese zunächst ab, änderte dann aber seine Meinung und stimmte einem Kompromiss zu, mit dem auch Subventionen für Bahnprojekte in der Ostschweiz in Aussicht gestellt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Simonett: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 169–170.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundesrat ===&lt;br /&gt;
Diese Kompromissbereitschaft war ein entscheidender Faktor bei der Wahl Baviers zum [[Bundesrat (Schweiz)|Bundesrat]] am 10.&amp;amp;nbsp;Dezember 1878. Die [[Bundesversammlung (Schweiz)|Bundesversammlung]] wählte ihn im ersten Wahlgang mit 108 von 172 gültigen Stimmen zum Nachfolger von [[Joachim Heer]]; 53 Stimmen entfielen auf [[Louis de Weck-Reynold]], 11 Stimmen auf weitere Personen. Bavier, der erste Bündner in der Landesregierung, stand in seinem ersten Amtsjahr 1879 dem [[Eidgenössisches Finanzdepartement|Finanz- und Zolldepartement]] vor. Das wichtigste Geschäft war die [[Emission (Wirtschaft)|Emission]] einer Schweizer [[Staatsanleihe]] im Wert von 36 Millionen Franken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bavier170&amp;quot;&amp;gt;Simonett: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 170.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1880 und 1881 stand Bavier dem [[Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation|Post- und Eisenbahndepartement]] vor und konnte so seine Fachkenntnisse einbringen. Er bemühte sich insbesondere um ein übersichtlicheres Tarifwesen und um eine verstärkte Oberaufsicht von 24 Eisenbahngesellschaften durch den Bund. 1881 leitete er in Bern den Kongress für internationales Eisenbahnrecht. 1882 amtierte Bavier als [[Bundespräsident (Schweiz)|Bundespräsident]]; wie damals üblich übernahm er das [[Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten|Politische Departement]] und war somit gleichzeitig Aussenminister. Im Mai 1882 nahm er die offizielle Eröffnung des [[Gotthardtunnel]]s vor, in Anwesenheit von Politprominenz aus Deutschland, Italien und der Schweiz. Das Präsidialjahr wurde durch die schwere Erkrankung und den Tod seines Sohnes Baptista Bavier-Rittmeyer (1855–1882) überschattet. Bavier war häufig gesundheitlich angeschlagen, weshalb er auf Ende 1882 seinen Rücktritt bekanntgab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bavier170&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:GraveSimonAndAnnaBavierCemeteryDaleuChur RomanDeckert22072023.jpg|mini|Das Grab von Bavier und seiner Frau.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diplomat ===&lt;br /&gt;
Am 3. November 1882 verstarb [[Giovanni Battista Pioda]], der [[Gesandter|Gesandte]] der Schweiz in [[Königreich Italien (1861–1946)|Italien]]. Daraufhin wurde Bavier vom Bundesrat zu dessen Nachfolger ernannt. Er trat sein neues Amt am 5.&amp;amp;nbsp;Januar 1883 an und reiste sogleich nach [[Rom]], um Vorverhandlungen über neue Handelsverträge aufzunehmen. Nach zwölf Amtsjahren reichte er 1894 ein Entlassungsgesuch ein, da er ein Gehörleiden hatte, doch wurde diesem erst im Sommer 1895 entsprochen. Er lebte danach mit seiner Frau in ihrem Familienhaus in [[Malans GR|Malans]]. 1896 verstarb er während eines Aufenthalts bei einer seiner Töchter in Basel.&amp;lt;ref&amp;gt;Simonett: &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesratslexikon.&amp;#039;&amp;#039; S. 170–171.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist auf dem [[Friedhof Daleu]] in Chur begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Fritz Stehlin]] wie auch der Politiker und Militär [[Theophil Sprecher von Bernegg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Daniel Sprecher |url=https://hls-dhs-dss.ch/articles/024263/2015-07-24/ |titel=Sprecher von Bernegg, Theophil |werk=[[Historisches Lexikon der Schweiz]] (HLS) |datum=2015-07-24 |sprache=de |abruf=2023-09-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; waren seine Schwiegersöhne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jürg Simonett |Herausgeber=[[Urs Altermatt]] |Titel=Simeon Bavier |Sammelwerk=Das Bundesratslexikon |Verlag=[[NZZ Libro]] |Ort=Zürich |Jahr=2019 |ISBN=978-3-03810-218-2 |Seiten=169–172}}&lt;br /&gt;
* Simon Bavier: Lebenserinnerungen, Verlag von F. Schuler, Chur, 1925.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Dodis|P16326|Simeon Bavier|ja}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|3554|Bavier, Simeon|Autor=Jürg Simonett|Datum=2002}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|46|273|274|Bavier, Simon|[[Wilhelm Oechsli]]|ADB:Bavier, Simon}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Joachim Heer]]|NACHFOLGER=[[Adolf Deucher]]|AMT=[[Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates|Mitglied im Schweizer Bundesrat]]|ZEIT=1879–1882}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Schweizer Finanzminister&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Schweizer Verkehrsminister&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorsteher/in des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117767352|VIAF=59869949}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bavier, Simeon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundespräsident (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartements]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalrat (Graubünden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grossrat (Graubünden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer Botschafter in Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1825]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bavier, Simeon&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. September 1825&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Chur]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Januar 1896&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Basel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gomera-b</name></author>
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