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	<title>Silver Clouds - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Silver_Clouds&amp;diff=1540183&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ⵓ: 1 externer Link geändert</title>
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		<updated>2019-08-23T15:38:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;1 externer Link geändert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Installation von Andy Warhol. Zu anderen Bedeutungen siehe auch [[Silver Cloud (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silver Clouds&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Silberwolken)&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Kinetische Kunst|kinetische]] [[Rauminstallation]] des amerikanischen [[Pop Art|Pop-Art]]-Künstlers [[Andy Warhol]] aus dem Jahr 1966. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Installation besteht aus silbernen, mit [[Helium]] gefüllten [[Luftballon]]s aus [[Polyethylen]] in Kissenform, der Größe 99&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;150&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;38&amp;amp;nbsp;cm. Das spiegelnde Material gibt die Umgebung [[Verzeichnung|verzerrt]] wieder. Durch das [[Traggas]] schweben die Ballons im vollgefüllten Zustand unter der Zimmerdecke, sinken jedoch nach einiger Zeit aufgrund des Gasverlustes auf den Boden hinab. In der ursprünglichen Präsentation wurden die Ballons mit Hilfe von Gewichten auf halber Raumhöhe gehalten, später schwebten die Luftkissen frei im Raum umher. Die Wolken reagieren auf [[Stoß (Physik)|Berührung]], [[Luftzug]], [[Temperatur]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;änderungen und [[Elektrostatik|statische Elektrizität]]. Sobald ein Kissen ein anderes berührt, entsteht eine [[Domino-Effekt|Kettenreaktion]] und es dauert eine gewisse Zeit, bis sich die Objekte wieder beruhigt haben. Das ständige Spiel aus Aktivität und Passivität erzeugt beim Betrachter den Eindruck, als hätten die Kissen ein unkontrollierbares Eigenleben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB&amp;quot;&amp;gt;David Bourdon: &amp;#039;&amp;#039;Warhol&amp;#039;&amp;#039;. DuMont, Köln 1989, ISBN 3-7701-2338-7, S. 229–232&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
{{Zitat|&amp;#039;&amp;#039;Die Malerei war nur eine Phase, die ich jetzt hinter mir habe. Nun mache ich schwebende Skulpturen: silberne Rechtecke, die ich aufblase und die schweben.&amp;#039;&amp;#039;|Andy Warhol&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sabin&amp;quot;&amp;gt;Stefana Sabin: &amp;#039;&amp;#039;Andy Warhol&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek 1992, ISBN 3-499-50485-5, S.&amp;amp;nbsp;79–81&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warhol präsentierte die Silberwolken zusammen mit der Siebdruck-Serie &amp;#039;&amp;#039;[[Cow Wallpaper]]&amp;#039;&amp;#039; vom 2. bis zum 27. April 1966 in den Räumen der New Yorker Galerie von [[Leo Castelli]]. Nachdem Warhol bereits im Mai 1965 bei [[Ileana Sonnabend]] in Paris verkündet hatte, dass er sich nun von der Malerei zurückziehen wolle, sollte die Ausstellung ganz im Zeichen des Abschieds des Künstlers von der Kunst stehen. So entstand eine Mischung aus Gebrauchs- und [[Konzeptkunst]]. Die Wände der Galerie waren mit überlebensgroßen Kuhköpfen in rosaroter [[Leuchtfarbe]] auf signalgelbem Untergrund tapeziert, während die silbernen Kissenobjekte frei im Raum schwebten. Warhol griff hierbei aktuelle Tendenzen der [[Zeitgenössische Kunst|zeitgenössischen Kunst]] auf und reflektierte auf die &amp;#039;&amp;#039;„Soft-sculptures“&amp;#039;&amp;#039; von [[Claes Oldenburg]] und die kinetischen Skulpturen und [[Mobile (Kunst)|Mobiles]] von [[Alexander Calder]]. Überdies verwiesen die Silberwolken auf die silberne [[The Factory (Studio)|Factory]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sabin&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Hommage]] an [[Jasper Johns]] wollte Warhol ursprünglich silberne Glühlampen als Ballons, diese ließen sich jedoch nicht realisieren. (Warhol besaß die Zeichnung einer Glühlampe von Johns, was ihn bereits 1964 auf die Idee brachte, fliegende Glühlampen zu bauen.) Warhol hatte die Wolkenkissen in Zusammenarbeit mit Billy Klüver, einem schwedischen [[Elektroingenieur]], der für die [[Bell Laboratories]] arbeitete, entwickelt. Klüver galt in den 1960er Jahren als „der Wissenschaftler für die Kunst“ und hatte eine gewisse Bekanntheit durch seine Zusammenarbeit mit dem Schweizer Installationskünstler [[Jean Tinguely]], außerdem arbeitete er als technischer Berater für Jasper Johns und [[Robert Rauschenberg]]. Klüver kam nach einigen Berechnungen zu dem Schluss, dass eine fliegende Glühlampe mit eigener Stromversorgung nicht machbar sei, da die Batterien dafür zu schwer sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harold Hodges, ein Kollege von Klüver, entdeckte für das Projekt eine metallbedampfte Plastikfolie, die eigentlich als Verpackungsmaterial für die &amp;#039;&amp;#039;Minnesota Mining &amp;amp; Manufacturing Company&amp;#039;&amp;#039; ([[3M]]) konzipiert worden war. Das &amp;#039;&amp;#039;Scotchpak&amp;#039;&amp;#039; benannte Material bestand aus einer Lage [[Polyester]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;film und einer Schicht Polyethylenfilm, die mit [[Aluminium]] bedampft worden war. Die Folie war verschweißbar und relativ luftdicht. Als Klüver die Folie in die Factory brachte, sagte Warhol: „Daraus machen wir Wolken.“ Ein ähnliches Material benutzte die [[United States Army|US Army]] für ihre [[Gasballon|Höhenforschungsballons]]; der Verpackungskünstler [[Christo und Jeanne-Claude|Christo]] verwendete die Folie 1966 für sein Großprojekt &amp;#039;&amp;#039;42 390 Cubic Feet Package&amp;#039;&amp;#039; in [[Minneapolis]].&amp;lt;ref&amp;gt;Monika Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Das Material der Kunst&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;254&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wolken sollten ursprünglich die geschwungenen Formen von [[Cumulus]]wolken nachahmen, doch die Rundungen ließen sich nur schwer herstellen, also begnügte sich Warhol mit Rechtecken. Die Folie brauchte so nur einmal gefaltet und an drei Seiten verschweißt werden. Obwohl die Nähte fehlerlos waren, mussten die Ballons nach einiger Zeit nachgefüllt werden, da der Kunststoff das Gas durchließ. Die Herstellung der Silberwolken war zwar günstig – das Stück zu 50 Dollar – dennoch scheuten die Sammler den Kauf der schwebenden Kunstwerke, da sie nach einiger Zeit von ihren Besitzern neu mit Helium gefüllt werden mussten. Billy Klüver war der Meinung, man könnte die Silberwolken mit einem 10-Jahres-Wartungsvertrag verkaufen, was allerdings teurer gewesen wäre, als die Wolken selbst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betrachtungen ==&lt;br /&gt;
[[Kunstkritiker]] verglichen die Silberwolken mit einer Installation von [[Marcel Duchamp]] aus dem Jahr 1938, die dieser zur [[Exposition Internationale du Surréalisme]] 1938 in der [[Paris]]er Galerie Beaux-Arts geschaffen hatte. Duchamps Installation bestand aus 1200 alten Kohlesäcken, die von der Decke der abgedunkelten Galerie hingen und den Raum in einen düsteren Keller verwandelten. Im Unterschied zu Duchamp verfolgte Warhol mit den Silberwolken jedoch keinen traditionellen künstlerischen Kontext.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Warhol-Biografin [[Stefana Sabin]]: „Sollte die Kuhtapete zeigen wie praktisch Popkunst war, so waren die Silberwolken Metaphern für Kunst als Konsumgegenstand: Warhol wollte sie als Wegwerfkunst verstanden wissen, denn man konnte sie aus dem Fenster fliegen lassen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sabin&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kunsthistoriker Charles Stuckey: „Diese Installationen veranschaulichten Warhols offene Geringschätzung konventioneller Kontexte der Kunst.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sabin&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Calvin Tomkins]], Kunstkritiker des &amp;#039;&amp;#039;[[The New Yorker|New Yorker]]&amp;#039;&amp;#039;, bemerkte: „In dieser Ausstellung wurde kaum etwas verkauft, doch in der Factory lief die Produktion auf Hochtouren. Und dann – das Timing war geradezu unheimlich – erklärte Warhol die Pop Art für tot und begann eine neue Phase.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bockris&amp;quot;&amp;gt;Victor Bockris: Andy Warhol. Claassen, Düsseldorf, 1989, ISBN 3-546-41393-8, S. 268&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkungen ==&lt;br /&gt;
Finanziell war die &amp;#039;&amp;#039;Silver Clouds and Cow-Wallpaper&amp;#039;&amp;#039;-Ausstellung kein großer Erfolg. Erst 1977 machte Warhol eine weitere größere Ausstellung bei Leo Castelli.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bockris&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die willkürliche Leichtigkeit der Silberwolken inspirierte den [[Choreografie|Choreografen]] [[Merce Cunningham]], der sie als Bühnendekoration seines handlungslosen Balletts &amp;#039;&amp;#039;Rain Forrest&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Regenwald)&amp;#039;&amp;#039; verwendete, das 1968 uraufgeführt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Silver Clouds&amp;#039;&amp;#039; gehören zur ständigen Ausstellung des Andy Warhol-Museums in [[Pittsburgh]] und werden dort von einer [[Webcam]] gefilmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heiner Bastian]]: &amp;#039;&amp;#039;Andy Warhol Retrospective&amp;#039;&amp;#039;. Tate Gallery, London 2002, ISBN 0-914357-85-9.&lt;br /&gt;
* [[Monika Wagner (Kunsthistorikerin)|Monika Wagner]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Material der Kunst&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47218-4.&lt;br /&gt;
* Reva Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Andy Warhol, Poetry and Gossip in the 1960s&amp;#039;&amp;#039;. University of Chicago Press, 1997, ISBN 0-226-90491-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://mocra.slu.edu/past_exhibitions/Warhol2006.html Andy Warhol Silver Clouds 2006] im Museum of Contemporary Religious Art, [[Saint Louis University]] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.luc.edu/luma/news/08_0123_warhol.html | wayback=20120722013416 | text=Andy Warhol’s Silver Clouds Exhibition Opens at the Loyola University Museum of Art}} (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.northbynorthwestern.com/2008/03/8001/what-we-can-learn-from-warhols-whimsical-silver-clouds/ What we can learn from Warhol’s whimsical Silver Clouds] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://de.youtube.com/watch?v=SCWrc9ZUTC8 Andy Warhol’s Silver Clouds] auf [[YouTube]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Silver Clouds}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstwerk (Installation)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinetische Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pop Art]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Andy Warhol]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
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