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	<title>Silphium - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T04:53:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Silphium&amp;diff=71414&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: &quot;in seiner De ...&quot; geht nicht</title>
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		<updated>2026-03-29T08:22:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&amp;quot;in seiner De ...&amp;quot; geht nicht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die antike Gewürz- und Heilpflanze. &amp;#039;&amp;#039;Silphium&amp;#039;&amp;#039; ist auch der wissenschaftliche Name einer Gattung der Korbblütler, siehe [[Silphien]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Silphium.jpg|mini|Silphium auf einer kyrenischen Silbermünze]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silphium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, den Griechen bekannt als &amp;#039;&amp;#039;Silphion&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Sylphion&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|σίλφιον}}), den Römern als &amp;#039;&amp;#039;Laserpicium&amp;#039;&amp;#039; und der Saft als &amp;#039;&amp;#039;Laser&amp;#039;&amp;#039;, ist eine wahrscheinlich ausgestorbene Gewürz- und Allheilpflanze, die zur [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Steckenkräuter]] (&amp;#039;&amp;#039;Ferula&amp;#039;&amp;#039;) in der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Doldenblütler]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Silphium wuchs ausschließlich in der Gegend von [[Kyrene]], gelegen in der [[Kyrenaika]], im heutigen [[Libyen]]. Es war sowohl bei den Griechen als auch bei den Römern begehrt. Die Pflanze ist vermutlich bereits in der [[Antike]] ausgestorben. [[Plinius der Ältere]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; 19,38) nennt die Pflanze Laserpitium und den Saft Laser; zu seiner Zeit war diese berühmteste Pflanze des Altertums schon so selten, dass der Saft mit [[Denarius|Silberdenaren]] aufgewogen wurde. Im Übrigen stimmen seine Berichte mit denen des [[Theophrastos von Eresos|Theophrast]] überein. Ein Zweig der Pflanze wurde als fürstliches Geschenk an den Kaiser Nero in Rom geschickt.&amp;lt;ref&amp;gt;Plinius der Ältere: &amp;#039;&amp;#039;Naturalis historia.&amp;#039;&amp;#039; Buch 19, Kap. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits in der Antike wurde eine in Armenien und Persien wachsende Pflanze als Ersatz verwendet und oft mit demselben Namen bezeichnet (z.&amp;amp;nbsp;B. bei Dioskurides); bei ihr handelt es sich wahrscheinlich um [[Asant]] (&amp;#039;&amp;#039;Ferula assa-foetida&amp;#039;&amp;#039;), der heute noch als Medizin- und Gewürzpflanze verwendet wird. Eine Publikation aus dem Jahr 2021 argumentiert, dass es sich bei der in der Türkei vorkommenden Pflanzenart &amp;#039;&amp;#039;[[Ferula drudeana]]&amp;#039;&amp;#039; um Silphium handeln könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.nationalgeographic.com/history/article/miracle-plant-eaten-extinction-2000-years-ago-silphion|titel=This miracle plant was eaten into extinction 2,000 years ago—or was it?|werk=National Geographic|autor=Taras Grescoe, Alice Zoo, Nirupa Rao, George Selley|datum=2022-09-22|abruf=2023-04-04|sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benennung und Identifizierung der Pflanze bei den antiken Autoren ist allerdings nicht einheitlich. Bereits Theophrast berichtet, dass es eine Pflanze &amp;#039;&amp;#039;Magydaris&amp;#039;&amp;#039; gebe, die von Silphium verschieden sei und Richtung Syrien wachse; diese werde von einigen auch Silphium genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Theophrast: &amp;#039;&amp;#039;Historia plantarum.&amp;#039;&amp;#039; Buch 6, Abschnitt 3, 7&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Pedanios Dioskurides|Dioskurides]] nennt in seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;De materia medica&amp;#039;&amp;#039; Vorkommen von Silphium aus beiden Regionen, auch wenn er die jeweiligen Pflanzen ihrer Wirkung nach unterscheidet.&amp;lt;ref&amp;gt;Pedanius Dioskurides: &amp;#039;&amp;#039;De materia medica.&amp;#039;&amp;#039; Buch 3. [https://www.pharmawiki.ch/materiamedica/index.php?page=Buch_III#84%20%2894%29.%20Silphion (Übersetzung online)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sein Interesse eher medizinisch als botanisch war, ist es möglich, dass er weniger Wert auf die tatsächlichen Pflanzenarten legte.&amp;lt;ref&amp;gt;Valentina Asciutti: &amp;#039;&amp;#039;The Silphium plant: analysis of ancient sources.&amp;#039;&amp;#039; Masters thesis. Durham University 2004. [https://etheses.dur.ac.uk/3166/ (download)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das ursprüngliche Silphium ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorkommen ===&lt;br /&gt;
Silphium wuchs ausschließlich in der Kyrenaika. Nach [[Herodot]] lagen die Wuchsorte „… von der Insel [[Platea]] bis an die Mündung der Syrte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot: &amp;#039;&amp;#039;[[Historien des Herodot|Historien]].&amp;#039;&amp;#039; Buch IV, 168 (Beschreibung Libyens)&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast alle antiken Schriftsteller, die diese Gegend beschreiben, erwähnen die Pflanze, die eine große ökonomische Bedeutung gehabt haben muss. Silphium oder Teile davon sind auf allen kyrenäischen Münzen abgebildet. Plinius, Theophrast&amp;lt;ref&amp;gt;Theophrast: &amp;#039;&amp;#039;Naturgeschichte der Gewächse.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Hippokrates von Kos|Hippokrates]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Corpus Hippocraticum]] De morbis.&amp;#039;&amp;#039; 4&amp;lt;/ref&amp;gt; stimmen darin überein, dass es nicht möglich gewesen sei, die Pflanze zu kultivieren. Hippokrates berichtet von fehlgeschlagenen Versuchen der Kultur in [[Ionien]] und der [[Peloponnes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beschreibung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Silphium coin.png|mini|Verschiedene Tiere an einer Silphium-Pflanze auf einer Münze aus der Kyrenaika&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Miski, Mahmut|Datum=2021|Titel=Next Chapter in the Legend of Silphion: Preliminary Morphological, Chemical, Biological and Pharmacological Evaluations, Initial Conservation Studies, and Reassessment of the Regional Extinction Event|Sammelwerk=Plants|Band=10|Nummer=1|Seiten=102ff|DOI=10.3390/plants10010102|Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Laut Plinius besaß die Pflanze zahlreiche starke Wurzeln und einen kräftigen Stängel, der demjenigen des [[Riesenfenchel]]s ähnelte. Die als „maspetum“ (oder „maspeton“) bezeichneten Blätter ähnelten der [[Petersilie]], sie wurden jedes Jahr abgeworfen. Die Samen waren blattförmig. Dioskurides erwähnt ebenfalls die blattförmig verbreiterten Samen; nach ihm ähneln die Blätter denen der [[Sellerie]]. Der Stängel (bei Dioskurides auch die Wurzel) wurde &amp;#039;&amp;#039;magydaris&amp;#039;&amp;#039; genannt. Die blattförmig verbreiterten Samen fielen beim Frühaufgang des [[Sirius|Hundssterns]] – Mitte bis Ende des Sommers – ab. Durch Einschnitte in die Wurzel und den Stängel wurde ein Saft gewonnen, der eingedickt und haltbar gemacht gehandelt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Arzneimittellehre des Dioskurides [https://buecher.heilpflanzen-welt.de/Dioskurides-Arzneimittellehre/318.htm Dioskurides 3/84]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird auch eine andere in Libyen wachsende Magydaris genannt; die Wurzel ist der des Silphion ähnlich, aber weniger dick, dabei scharf und locker und ohne Saft. Sie leistet dasselbe wie das Silphion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Identität der Pflanze ===&lt;br /&gt;
Die Identität des antiken Silphium ist bis heute nicht zweifelsfrei geklärt. Mangels archäologischer Funde ist ein direkter Vergleich zwischen Silphium und bekannten Pflanzenarten bislang nicht möglich, und die Beschreibungen der antiken Autoren sind für eine sichere botanische Zuordnung zu vage. Da die antiken Autoren die weiter verbreiteten und häufigen Ferula-Arten kannten und beschrieben, erscheint eine Identität mit einer von ihnen unwahrscheinlich. Einige Autoren vertreten die Ansicht, dass es sich um eine ausgestorbene Art handelt, da heute keine mit den antiken Beschreibungen übereinstimmende Art in Libyen mehr vorkommt und die meisten vorgeschlagenen Kandidaten ausgeschlossen werden konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Monika Kiehn: &amp;#039;&amp;#039;Silphion revisited.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medicinal Plant Conservation.&amp;#039;&amp;#039; (Newsletter of the Medicinal Plant Specialist Group of the IUCN Species Survival Commission) Band 13, 2007, S. 4–7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ken Parejko: &amp;#039;&amp;#039;Pliny the Elder&amp;#039;s Silphium: First Recorded Species Extinction.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Conservation Biology.&amp;#039;&amp;#039; Band 17, Nr. 3, 2003, S. 925–927. [[doi:10.1046/j.1523-1739.2003.02067.x]]&amp;lt;/ref&amp;gt; 2021 wurde die These aufgestellt, dass es sich bei Silphium um &amp;#039;&amp;#039;[[Ferula drudeana]]&amp;#039;&amp;#039; gehandelt haben könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nationalgeographic.com/history/article/miracle-plant-eaten-extinction-2000-years-ago-silphion Artikel] auf [[National Geographic]], abgerufen am 17. März 2023 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;M. Miski: &amp;#039;&amp;#039;Next Chapter in the Legend of Silphion: Preliminary Morphological, Chemical, Biological and Pharmacological Evaluations, Initial Conservation Studies, and Reassessment of the Regional Extinction Event.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Plants.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, Nummer 1, Januar 2021, {{DOI|10.3390/plants10010102}}, PMID 33418989, {{PMC|7825337}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung und Wirkung ===&lt;br /&gt;
Wenn krankes Vieh Silphium fraß, sei es entweder sofort gesundet oder, in seltenen Fällen, gestorben. Griechen und Römer verwendeten vor allem den Saft des Silphium (Laser)&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 159 („Asafetida – dufels dreck, ... Lasar, Selvium, Silvasilvium […] opium squinancium“).&amp;lt;/ref&amp;gt; als Arzneimittel und [[Antidot]]. Äußerlich angewendet erwärmte er angeblich frosterstarrte Glieder, getrunken linderte er Sehnenkrankheiten. Er wurde auch verwendet, um die [[Menstruation]] zu fördern, Vergiftungen zu kurieren, Hühneraugen zu entfernen oder Epilepsie zu heilen. Silphium galt zudem als [[Empfängnisverhütung|Verhütungsmittel]]&amp;lt;!-- oder Abtreibungsmittel? --&amp;gt;. Aus diesem Zusammenhang erklären sich wohl die Erwähnungen des Silphiums in einem erotischen Kontext wie etwa dem Liebesgedicht Nr. 7 des römischen Dichters [[Catull]]. Der fragt sich, wie viele Küsse er wohl mit seiner Lesbia ausgetauscht haben mag; und er antwortet: “So viele wohl, wie Kyrenes Silphiumküste Sandkörner hat.” Die Wirkung als Verhütungsmittel geht allerdings aus den Quellen nicht zweifelsfrei hervor und wird von einigen Autoren bestritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
Die Nachfrage nach Silphium stieg in römischer Zeit. Plinius berichtet, dass unter dem [[Consulat|Konsulat]] des [[Gaius Valerius Flaccus (Konsul 93 v. Chr.)|Gaius Valerius]] und [[Marcus Herennius (Konsul 93 v. Chr.)|Marcus Herennius]] im Jahre 93&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. auf Kosten des römischen Staates 30 Pfund Silphium nach Rom gebracht wurden. Zu Beginn des [[Römische Bürgerkriege#Bürgerkrieg zwischen Caesar und Pompeius|Bürgerkrieges]] ließ ihm zufolge Julius Caesar neben Gold und Silber auch 1500 Pfund Silphium aus der Schatzkammer holen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verschwinden ===&lt;br /&gt;
Zum [[Aussterben|Verschwinden]] des Silphium um etwa 50&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. berichtet Plinius, die Vorkommen seien zugrunde gegangen, weil die Wuchsorte der Pflanze im Übermaß als Viehweide genutzt worden wären, was einen höheren Ertrag aus dem Land ermöglicht hätte. Eine unglaubwürdige Notiz bei [[Strabon]] berichtet davon, die Pflanze wäre beinahe zugrunde gegangen, weil neidische Nomaden bei einem Einfall nach Cyrene versucht hätten, alle Wurzeln zu zerstören.&amp;lt;ref&amp;gt;Strabon: &amp;#039;&amp;#039;Geographika.&amp;#039;&amp;#039; Buch 17, Kapitel 3, Sektion 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Beteiligung von Übernutzung oder Klimaänderung am Aussterben ist denkbar, aber nicht belegt. Nicht wenige Forscher sind auch der Ansicht, dass Silphion um das Jahr 400 noch in größerem Umfange angebaut worden ist. Hauptquelle dafür ist ein Bericht des Bischofs [[Synesios von Kyrene]] (gestorben vor 415).&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Capelle: &amp;#039;&amp;#039;Theophrast in Kyrene?&amp;#039;&amp;#039; (mit Exkurs zum Schicksal der Silphiumplantagen). In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinisches Museum für Philologie]].&amp;#039;&amp;#039; 7, 1954, S. 169–189. (Exkurs ab S. 185) [http://www.rhm.uni-koeln.de/097/Capelle.pdf (pdf)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Afrikaforscher des 19. und frühen 20. Jahrhunderts meinen, die Pflanze in Nordafrika gefunden zu haben. [[Gerhard Rohlfs (Afrikaforscher)|Gerhard Rohlfs]] in seinen &amp;#039;&amp;#039;Routen in Cyrenaica im Sommer 1869&amp;#039;&amp;#039; beschreibt unter anderem folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „[[Barke (Libyen)|Barka]] bietet heute noch dieselben Producte wie einige Jahrhunderte vor und nach Christi Geburt. Aber die dichten Olivenwälder zeigen jetzt nur verwilderte Bäume, die Feigen sind nicht mehr fruchttragend, die [[Johannisbrotbaum|Johannisbrotbäume]] werfen ihre Schoten unbenutzt zur Erde, und das wohlduftende Holz des [[Thyia]]-Baumes wird nicht mehr verarbeitet zu den zierlichen Weintischchen, an denen der Philosoph Aristippos seinen Schülern die Lehren ertheilte: sich weder um die Vergangenheit noch Zukunft zu bekümmern, sich nur mit den Reizen zu beschäftigen, die der Augenblick bietet: das Leben mit Rosen zu umwinden und von diesen nur den Duft einsaugen, ohne je die Dornen zu berühren. Nur eine Pflanze, und gerade die, welche zur Zeit des Unterganges von [[Pentapolis (Kyrenaika)|Pentapolitanien]] ausgerottet wurde, das Silphium, jetzt von den Bewohnern Drias genannt, blüht wieder überall auf den Stellen, wo es in der Glanzperiode der Römerherrschaft heimisch war, und wenn heute Drias denselben Preis hätte bei uns, wie früher, würde allein deswegen Barka ein reiches Land sein.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:Page:Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin V 371.jpg|Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde in Wikisource]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:Gerhard Rohlfs’ Routen in Cyrenaica im Sommer 1869|Routen in Cyrenaika im Sommer 1869 in Wikisource]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Rohlfs gefundene Art ist (nach dem von ihm angegebenen arabischen Namen) möglicherweise &amp;#039;&amp;#039;[[Thapsia garganica]]&amp;#039;&amp;#039; (Sterzelkraut, Garganische Purgierdolde.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Die Heidelberger Arzneibücher Ysack Leujs. Beiträge jüdischer Ärzte zur Heilkunde des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Franz Steiner, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-515-12174-3, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;) gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Antonino De Natale, Antonino Pollio: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.ethnobiomed.com/content/8/1/4 A forgotten collection: the Libyan ethnobotanical exhibits (1912–14) by A. Trotter at the Museum O. Comes at the University Federico II in Naples, Italy].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Ethnobiology and Ethnomedicine]].&amp;#039;&amp;#039; 8, 2012, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Angaben setzen z.&amp;amp;nbsp;B. auch &amp;#039;&amp;#039;[[Prangos ferulacea]]&amp;#039;&amp;#039; mit dem antiken Silphium gleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ersatzpflanzen ==&lt;br /&gt;
Mit dem Verschwinden des begehrten Silphiums wurde eine andere Pflanze in den Handel gebracht, die eine ähnliche Wirkung besessen haben soll, dem echten Silphium gegenüber aber als minderwertig galt. Diese, als „medisches“ oder „persisches“ Silphion bezeichnete Pflanze war mit hoher Wahrscheinlichkeit [[Asant]] (&amp;#039;&amp;#039;Ferula assa-foetida&amp;#039;&amp;#039;), der heute noch in Persien verbreitet ist (die Pflanze wurde über die Provinz Syrien eingeführt und hieß danach gelegentlich auch syrisch; ein Vorkommen im heutigen Syrien ist unwahrscheinlich). Plinius nennt als Wuchsorte Medien, Persien und Armenien. Dieses Silphium wurde ihm zufolge zudem mit [[Gummi]], dem Gummi des [[Serapionskraut]]s (&amp;#039;&amp;#039;sacopenium&amp;#039;&amp;#039;) und [[Ackerbohne|Bohnenmehl]] verfälscht. Neben Asant kommen wohl auch andere Ferula-Arten&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 159 (dort „Lasar“,&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; „Selvium“ und „Silvasilvium“ als Synonyma zu &amp;#039;&amp;#039;Asafetida&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; in Frage, etwa &amp;#039;&amp;#039;Ferula foetida&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den letztendlichen Beweis, um welche Pflanze es sich tatsächlich handelte, bräuchte man jedoch einen archäologischen Fund von Silphium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Plinius der Ältere|C. Plinius Secundus]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]].&amp;#039;&amp;#039; Bücher 19 und 22.&lt;br /&gt;
* {{RE|III A,1|103|114|Silphion|[[August Steier]]||}}&lt;br /&gt;
* Michael Peretz: &amp;#039;&amp;#039;Silphium: The Wonder Drug from Cyrenaica.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pharmaceutical Historian.&amp;#039;&amp;#039; Band 35, 2005, S. 45–47, PMID 16402495.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Silphium (ancient plant)}}&lt;br /&gt;
* [http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Silphion.html Gernot Katzers Gewürzseiten – Silphion]&lt;br /&gt;
* [http://ancient-coins.com/resourcedetail.asp?rsc=8 ancient-coins] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Kultur (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altrömische Küche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausgestorbene Pflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kyrene]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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