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	<title>Silistra - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dostojewskij: /* Persönlichkeiten */ + Rossen Stefanow</title>
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		<updated>2026-03-08T19:51:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Persönlichkeiten: &lt;/span&gt; + &lt;a href=&quot;/index.php?title=Rossen_Stefanow_(Fu%C3%9Fballspieler)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Rossen Stefanow (Fußballspieler) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Rossen Stefanow&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Bulgarien&lt;br /&gt;
|Name= &lt;br /&gt;
|LokalerName= Силистра&lt;br /&gt;
|Wahlspruch= Основана на традиции, насочена към прогрес&lt;br /&gt;
|WahlspruchDeutsch= Begründet auf den Traditionen, ausgerichtet zum Fortschritt&lt;br /&gt;
|Wappen= Silistra-coat-of-arms.svg&lt;br /&gt;
|Karte= Silistra&lt;br /&gt;
|Oblast= Silistra&lt;br /&gt;
|ISO3166-2= 19&lt;br /&gt;
|Einwohner= {{Metadaten Einwohnerzahl BG|7500}}&lt;br /&gt;
|EinwohnerDatum= {{FormatDate|{{Metadaten Einwohnerzahl BG||STAND}}}}&lt;br /&gt;
|Fläche = 27.159&lt;br /&gt;
|KoordinateBreitengrad= 44&lt;br /&gt;
|KoordinateBreitenminute= 7&lt;br /&gt;
|KoordinateBreitensekunde= &lt;br /&gt;
|KoordinateLängengrad= 27&lt;br /&gt;
|KoordinateLängenminute= 16&lt;br /&gt;
|KoordinateLängensekunde= &lt;br /&gt;
|Höhe= 6&lt;br /&gt;
|Postleitzahl= 7500&lt;br /&gt;
|Telefonvorwahl= 086&lt;br /&gt;
|KFZ-Kennzeichen= CC&lt;br /&gt;
|Bürgermeister= Julian Naidenow&lt;br /&gt;
|BürgermeisterDatum= &lt;br /&gt;
|Partei= GERB&lt;br /&gt;
|WWW= www.silistra.bg&lt;br /&gt;
|E-Mail= &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:SilistraPanorama2.jpg|mini|hochkant=1.65|Silistra (Panoramablick)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silistra&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|siˈlistrɐ}}] ({{bgS|Силистра}}) ist eine [[Hafen]][[stadt]] im Nordosten [[Bulgarien]]s mit derzeit (Stand: {{FormatDate|{{Metadaten Einwohnerzahl BG||STAND}}}}) {{formatnum:{{Metadaten Einwohnerzahl BG|7500}}}} Einwohnern (1985: 53.500). Die Stadt ist der [[Verwaltung|Verwaltungssitz]] der gleichnamigen [[Oblast Silistra|Provinz Silistra]] und der Gemeinde Silistra. Am Stadtrand befindet sich der [[Grenzübergang Silistra]] (bulgarisch ГКПП Силистра, GKPP Silistra) nach [[Rumänien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Silistra ist eines der [[100 nationale touristische Objekte|100 nationalen touristischen Objekte]] in Bulgarien. Sie gehört mit ihrer langen Geschichte zu den ältesten bulgarischen Städten. In der Antike lag die Stadt auf dem Gebiet der Provinz [[Moesia]] und trug den Namen &amp;#039;&amp;#039;Durostorum&amp;#039;&amp;#039;. Hier wurde um 390 der weströmische General [[Flavius Aëtius]] geboren. Im Zuge der Rückeroberung des Balkans durch den oströmischen Kaiser [[Johannes Tzimiskes]] seit 971 wurde die Stadt in Theodoroupolis&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Stephenson: &amp;#039;&amp;#039;The Legend of Basil the Bulgar-Slayer.&amp;#039;&amp;#039; University Press, Cambridge 2003. ISBN 0-521-81530-4. S.&amp;amp;nbsp;65.&amp;lt;/ref&amp;gt; umbenannt und dem verwaltungstechnischen [[Thema (byzantinische Verwaltung)|Thema]] [[Paristrion]] zugeschlagen. Im Mittelalter war Silistra unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Drastar&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Silistra liegt im südlichen Teil der [[Dobrudscha]], im äußersten Nordosten Bulgariens an der [[Donau]], direkt an der Grenze zu [[Rumänien]]. Die Stadt ist die letzte bulgarische Siedlung an der Donau flussabwärts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernungen zu einigen bekannten Orten betragen: 430&amp;amp;nbsp;km bis [[Sofia]], 120&amp;amp;nbsp;km bis [[Russe (Stadt)|Russe]], 140&amp;amp;nbsp;km bis [[Warna]] und 200&amp;amp;nbsp;km bis [[Bukarest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt am [[Donauradweg]], einem internationalen [[Fernradweg]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Klima, Natur ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Antike ===&lt;br /&gt;
[[Datei:dorostorum TP.jpg|mini|Durostorum auf der [[Tabula Peutingeriana]] im 4. Jh. n. Chr.]]&lt;br /&gt;
Silistra wurde 29 n. Chr. von den [[Römisches Reich|Römern]] als &amp;#039;&amp;#039;Durostorum&amp;#039;&amp;#039; (seltener auch &amp;#039;&amp;#039;Dorostorum&amp;#039;&amp;#039;) gegründet und war ein wichtiger [[Römische Militärlager|Militärstützpunkt]], sowie Flusshafen und Straßenstation in der Provinz [[Moesia]] am [[Donaulimes]]. Von [[Troesmis]] am [[Donaudelta]] über Durostorum, [[Sexaginta Prista]], [[Novae]], führte eine [[Römerstraße|römische Heeresstraße]] am rechten Ufer der Donau entlang bis nach [[Sirmium]]. In Durostorum gab es eine Abzweigung nach [[Marcianopolis]] und [[Odessos]] zur [[Via Pontica]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;PBG&amp;quot;&amp;gt;[[Pius Bonifatius Gams]]: &amp;#039;&amp;#039;Die drei ersten Jahrhunderte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchengeschichte von Spanien.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Verlag G. J. Manz, 1862, S. 398ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Dakerkriegen Kaiser [[Trajan]]s (reg. 98–117) war hier die [[Legio XI Claudia]] zur Sicherung der Donaugrenze stationiert. Unter Kaiser [[Gordian III.]] (reg. 238–244) war Durostorum umkämpft, als [[Goten]], [[Karpen]] und [[Sarmaten]] in die Provinzen an der unteren Donau einfielen. Schon unter Kaiser [[Decius (Kaiser)|Decius]] (reg. 249–251) kam es aufgrund neuer Einfälle zu weiteren Kämpfen mit Goten und Karpen, die die Donau überquert und die Provinzen Moesia und [[Thracia (Provinz)|Thrakien]] überrannt hatten. Im Zuge dieser Kämpfe fiel Decius 251 in der [[Schlacht von Abrittus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch unter Kaiser [[Aurelian]] (reg. 270–275) kam es in der Region Silistra zu Kämpfen mit den Karpen. 272 schlug Aurelian zwar die Goten unter ihrem König Cannabaudes vernichtend, entschied sich jedoch, die sich nördlich der Donau anschließende Provinz [[Dakien]] zu räumen. Dorostorum wurde dadurch wieder zur Grenzstadt. Unter Kaiser [[Diokletian]] (reg. 284–305), welcher die Stadt im Sommer 303 besuchte,&amp;lt;ref name=&amp;quot;PBG&amp;quot; /&amp;gt; wurde Durostorum Hauptort der Provinz [[Scythia Minor]]. Aus dieser Zeit ist auch ein Edikt des gleichen Kaisers aus Durostorum erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PBG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
388 wurde die Stadt Sitz eines [[Diözese von Dorostol|Bistums]]. Einer der ersten Bischöfe war [[Auxentius von Dorostorum]], ein Schüler von [[Wulfila]], der erste Bischof der [[Westgoten]]. Bereits zuvor fasste das [[Christentum]] in der Region Boden, so sind 12 christliche Märtyrer aus dem Anfang des 4. Jahrhunderts bekannt. Die [[Reliquien]] von vier von ihnen ([[Heiliger Dasios|Dasios]], Maximus, Dada, und Quinctilian) wurden bis ins 5. Jahrhundert in der Stadt aufbewahrt. Seit der Teilung des Römischen Reiches gehörte Silistra zu Ostrom und später zum [[Byzantinisches Reich|Byzantinischen Reich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich erneuerte [[Justinian I.]] die Befestigungen von Durostorum im Rahmen seines Programmes, die Donauflanke durch einen Festungsgürtel zu sichern. Es ist anzunehmen, dass der Untergang der römischen Stadt mit den Einfällen der [[Awaren]] und [[Slawen]] im Jahre 586 zusammenhängt (siehe hierzu [[Balkanfeldzüge des Maurikios]]). 586 wurde Durostorum von den Awaren erobert und zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.: [[Veselin Beševliev]]: &amp;#039;&amp;#039;Bulgarisch-byzantinische Aufsäetze.&amp;#039;&amp;#039; Variorum Collected Studies Series CS 80, Variorum Reprints, London 1978, S. 199; Josef Ladislav Pe: &amp;#039;&amp;#039;Ueber Die Abstrammung Der Rumnen&amp;#039;&amp;#039;, BiblioBazaar, LLC, 2008, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 7. Jahrhundert siedelten sich [[Landnahme der Slawen auf dem Balkan|Slawen]] in der Region an und nannten die Stadt &amp;#039;&amp;#039;Drastar&amp;#039;&amp;#039;. Als gegen Ende des Jahrhunderts die Bulgaren [[Asparuch]]s auf den Balkan drängten, wurden Drastar und der slawische Stamm der [[Seweren]] Teil des [[Erstes Bulgarisches Reich|Bulgarischen Reiches]]. Drastar wurde zur Sommerresidenz der bulgarischen Khane, die in [[Pliska]] ihre Hauptstadt erbauten.&lt;br /&gt;
[[Datei:HungariansPursueBulgarians.jpg|mini|Bulgaren ziehen sich nach einem Angriff der Magyaren in die Festung zurück ([[Madrider Bilderhandschrift des Skylitzes]])]]&lt;br /&gt;
Nach der Christianisierung der Bulgaren 865 wurde die [[Diözese von Dorostol|Diözese Drastar]], als eine der ersten Diözesen der Bulgarischen-Orthodoxen Kirche gebildet. Im Jahre 927 wurde der Bischof von Drastar, [[Damjan (Patriarch)|Damjan]] zum [[Patriarch]] und die [[Bulgarisch-orthodoxe Kirche]] zum Patriarchat ernannt. Unter Zar [[Simeon I. (Bulgarien)|Simeon I.]] hatte die Stadt strategische Bedeutung bei dem Abwehrkampf des Reiches gegen die [[Magyaren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 969 war Drastar eine der ersten bulgarischen Festungen, die von den Eroberungszügen des Großfürsten der [[Kiewer Rus]], [[Swjatoslaw I.]] betroffen war. Der bulgarische Patriarch verlagerte daraufhin sein Sitz über [[Widin]] und [[Sofia|Sredez]] nach [[Ohrid]].&amp;lt;ref&amp;gt;James Hastings: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Religion, Teil 11&amp;#039;&amp;#039;, Kessinger Publishing, 2003, S. 430.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Expansion der Kiewer Rus auf den Balkan das politische Gleichgewicht der Region bedrohte, griff Byzanz unter Kaiser [[Johannes Tzimiskes]] ein. Bis 971 wurde der östliche Teil des bulgarischen Reiches von Byzanz erobert und Swjatoslav zum Rückzug gezwungen. Die Stadt erhielt nach der byzantinischen Rückeroberung 971 den Namen &amp;#039;&amp;#039;Theodoroupolis&amp;#039;&amp;#039;, weil die Byzantiner es der Hilfe des heiligen Theodoros zuschrieben, in der [[Festung Silistra]] Swjatoslaw geschlagen zu haben (→ [[Belagerung von Dorostolon]]). 976 eroberte der spätere bulgarische Kaiser [[Samuil (Bulgarien)|Samuil]] die Region zwischen Balkangebirge und Donau, sowie die Stadt zurück und residierte hier. 1001 schickte der byzantinische Kaiser [[Basileios II.]] seine Armee, welche in der Folge die Region erneut unterwarf. Für die folgenden Jahrzehnte wurde Drastar Zentrum der byzantinische Provinz [[Paristrion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1186 wurde Drastar Teil des [[Zweites Bulgarenreich|Zweiten Bulgarischen Reiches]]. Nach der [[Schlacht von Nikopolis]] von 1396 fiel Drastar an die [[Osmanisches Reich|Osmanen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Osmanische Zeit ===&lt;br /&gt;
Dristra, wie die Osmanen nun die Stadt nannten, wurde Teil der Provinz [[Rumelien]] und Hauptstadt des [[Sandschak (Osmanisches Reich)|Sandschaks]] Silistra und Sitz eines [[Beylerbey]]s. 200 Jahre später, 1599 wurde der Sandschak zur eigenen Provinz (→ [[Vilâyet]]) aufgewertet und ausgeweitet. Das einstige türkische [[Eyâlet Silistra|Silistrien]] umfasste den gesamten Nordosten und Osten des heutigen Bulgarien, die rumänische [[Dobrudscha]] und den ukrainischen [[Budschak]]. Der osmanische Reisende [[Hadschi Kalfa]] berichtete, dass die Stadt die &amp;#039;&amp;#039;vorzüglichste aller an der Donau&amp;#039;&amp;#039; sei und in ihr ein Herrscherschloss, 5 Moscheen und 2 Bäder existierten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ḥājī Khalīfah: &amp;#039;&amp;#039;Rumeli und Bosna, geographisch beschrieben.&amp;#039;&amp;#039; S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1652 besuchte und berichtete der osmanische Reisende [[Evliya Çelebi]] über die Stadt&amp;lt;!-- Sein Onkel Melek Ahmed Pascha war Gouverneur von Silistra--&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Leitsch, Stanisław Trawkowski: &amp;#039;&amp;#039;Polen und Österreich im 17. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 1999, S. 269.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte September 1809 wurde die Stadt im Zuge des [[Russisch-Türkischer Krieg (1806–1812)|Russisch-Türkischen Krieges (1806–1812)]] erst erfolglos belagert, aber schließlich am 30. Mai 1810 von der [[Kaiserlich Russische Armee|russischen Armee]] eingenommen. 1812 nach dem [[Friede von Bukarest (1812)|Frieden von Bukarest]] wurde Silistra erneut osmanisch. Im [[Russisch-Türkischer Krieg (1828–1829)|Russisch-Osmanischen Krieg (1828–1829)]] wurde die Stadt befestigt, jedoch am 18. Juni 1829 von russischen Truppen, unterstützt von der örtlichen Bevölkerung, eingenommen. Die Russen behielten auch nach dem [[Frieden von Adrianopel (1829)|Frieden von Adrianopel]] bis 1836 die Stadt. Außerhalb der Stadt bildete sich das Viertel Wolna, welches von bulgarischen Flüchtlingen bewohnt wurde. Kommandant und erster bulgarischer Bürgermeister der Stadt wurde [[Georgi Mamartschew]], ein Onkel von [[Georgi Rakowski]]. Im Frühjahr 1837 besuchte der deutsche Offizier [[Helmuth Karl Bernhard von Moltke|Helmuth von Moltke]] Silistra. Nach dessen Plänen wurde zwischen 1841 und 1853 eine neue Festung und das Festungsviereck Silistra–[[Warna]]–[[Schumen]]–[[Rustschuk]] errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mathias Bernath, Felix von Schroeder, Gerda Bartl: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1979, S. 190ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1848 wurde im Viertel Wolna die erste bulgarische Schule errichtet. 1852 besuchte der österreichische Gelehrte [[Felix Philipp Kanitz|Felix Kanitz]] die Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Krimkrieg]] wurde die Stadt durch russische Truppen belagert und schließlich vom osmanischen General [[Omar Pascha]] 1854 entsetzt und das bulgarische Viertel abgebrannt. Geprägt von den Ideen der [[Bulgarische Wiedergeburt|bulgarischen Wiedergeburt]] wurde der [[Bulgarisch-griechischer Kirchenkampf|Kampf]] gegen die dominierende griechische Sprache in der Schule und Kirche eingeleitet. 1858 erfolgte eine Neugründung der bulgarischen Schule, als Abspaltung der griechischen. 1862 wurde der griechische Bischof vertrieben und die bulgarische [[Kathedrale Peter und Paulus|Peter und Paulus Kirche]] erbaut. 1864 wurde aus der Zusammenlegung der osmanischen Provinzen Silistra, [[Vilayet Niš|Niš]] und [[Vilayet Widin|Widin]] die Großprovinz [[Vilâyet Tuna|Tuna]] mit Russe als Zentrum und Silistra verlor an Bedeutung. Während der Regierungszeit von [[Midhat Pascha]] über die Großprovinz wurden die Straßen von und nach Silistra ausgebaut und eine [[Telegraphen]]linie verlegt. 1870 wurde eine bulgarische Mädchenschule eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 entschied ein Kirchenkonzil der neu gegründete [[Bulgarisches Exarchat|Bulgarisch-Orthodoxen Kirche]] die Zusammenlegung der Diözese von Dorostol mit der Diözese Tscherwen (Russe), unter den Namen Diözese von Dorostol und Tscherwen (bulg. Доростоло-Червенска епархия). Als Sitz der neuen Eparchie wurde die Stadt Russe gewählt, die zu diesem Zeitpunkt einer der größten Städte im Osmanischen Reich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Im Zuge des [[Russisch-Osmanischer Krieg (1877–1878)|Russisch-Osmanischen Kriegs]] von 1877/78 belagerten die Russen zunächst erfolglos Silistra. Erst im Februar 1878 zogen sich die Osmanen zurück. Damit endete die jahrhundertelange osmanisch-türkische Herrschaft über die Stadt. Nach dem [[Frieden von San Stefano]] und dem [[Berliner Kongress]] von 1878 wurde Silistra dem neu gegründeten [[Geschichte Bulgariens#Fürstentum und Zarentum Bulgarien|Fürstentum Bulgarien]] zugesprochen und die Stadt wurde 1883 zum Hauptort eines [[Okraschie|Landkreises]]. Nach der Befreiung Bulgariens kam der wirtschaftlichen Aufschwung und Silistra wurde zum wichtigsten bulgarischen Hafen an der Donau. Aus dem Jahr 1882 stammt der erste offizielle Stadtplan und aus dem Jahr 1907 der erste [[Bebauungsplan (Bulgarien)|Bebauungsplan]] von Silistra. 1907 wurde in Silistra der erste elektrische Mühlenbetrieb Bulgariens in Betrieb genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Manoloff: &amp;#039;&amp;#039;Eisenbahnbau und Betriebspolitik Bulgariens&amp;#039;&amp;#039;, BiblioBazaar, LLC, 2009, S. 75ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Balkankriege]]n von 1912/13, in denen die Stadt von den Rumänen erobert wurde, gehörten sie und die bulgarische Dobrudscha nach den [[Friede von Bukarest (1913)|Frieden von Bukarest]] zu Rumänien. In dieser Zeit schloss die rumänische Verwaltung alle öffentlichen Gebäude. Es blieben nur zwei bulgarische Schulen übrig – eine Grundschule und ab 1939 ein gemischtes Gymnasium. Erst im [[Vertrag von Craiova]] von 1940 erhielt Bulgarien die Süddobrudscha und Silistra zurück. 1941 wurde das Theater gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 beschloss ein Kirchenkonzil, die Diözese von Dorostol mit Sitz in Silistra wiederherzustellen. Erster Bischof wurde [[Ilarion von Dorostol]]. Aus diesem Anlass schenkte Papst [[Johannes Paul II.]], der im selben Jahr Bulgarien besuchte, einen Teil der Reliquien des Heiligen [[Dasios]] der Stadt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/speeches/2002/may/documents/hf_jp-ii_spe_20020524_patriarch-maxim_ge.html Apostolische Reise des Heiligen Vaters Johannes Paul II. nach Aserbaidschan und Bulgarien]&amp;lt;/ref&amp;gt; die heute in der [[Kathedrale Peter und Paulus (Silistra)|Kathedrale Peter und Paulus]] aufbewahrt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;http://mysilistra.net/article/32/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Silistra Knoll]] auf der [[Livingston-Insel]] in der Antarktis ist nach der Stadt benannt. Dies gilt mittelbar auch für die [[Durostorum Bay]] an der [[Oskar-II.-Küste]] des [[Grahamland]]s auf der [[Antarktische Halbinsel|Antarktischen Halbinsel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2016 The oak from Danube park in Silistra BG.jpg|mini|Stieleiche im Donau-Park]]&lt;br /&gt;
Das römische Durostorum existiert seit 1900 Jahren. In der Gegend sind oft Hinterlassenschaften aus diesen Zeiten zu finden. In der Stadt befindet sich eine der wertvollsten Wandzeichnungen Europas aus dem vierten Jahrhundert. Heute sind die Spuren der Geschichte als Exponate im Stadtmuseum Silistra zu besichtigen. Die Stieleiche im Donaupark {{Coordinate|NS=44.12168|EW=27.25989|type=landmark|dim=25|region=BG|text=ICON0|name=Stieleiche im Donau-Park in Silistra, Bulgarien}} nahm 2016 als Vertreter Bulgariens am Wettbewerb „[[Europäischer Baum des Jahres]]“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.treeoftheyear.org/Previous-Years/2016/Dub-v-Dunajskem-parku-v-Silistre &amp;#039;&amp;#039;ETOY 2016 – The oak from Danube park in Silistra&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Silistra ist bekannt für sein Naturreservat [[Srebarna]], welches sich etwas außerhalb der Stadt befindet. Im Reservat sind jederzeit viele Tiere zu sehen, darunter Kolonien von [[Pelikane]]n und weitere Vogelarten, die dort den Sommer verbringen. Im Gebäude des Reservats sind alle Stimmen der Tiere zu hören, die in dem Reservat leben.&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=20em |gesamtbreite=45em |liste=&lt;br /&gt;
* [[Festung Silistra]]&lt;br /&gt;
* Patriarchenbasilika&lt;br /&gt;
* Römisches Grab&lt;br /&gt;
* Kurschumlu Moschee&lt;br /&gt;
* Kathedrale Peter und Paul&lt;br /&gt;
* Fernsehturm Silistra&lt;br /&gt;
* Historisches Museum&lt;br /&gt;
* Archäologisches Museum&lt;br /&gt;
* Ethnographisches Museum&lt;br /&gt;
* Stadtgalerie im Stil der [[Wiener Sezession]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sport ==&lt;br /&gt;
Der [[OFK Dotostol Silistra]] ist der einzige bedeutende Fußballklub in der Stadt. Er spielt zurzeit, Saison 2010/11, in der zweiten bulgarischen Liga ([[B Grupa]] Ost). Seine Heimspiele finden im [[Louis Eyer-Stadion]] (benannt nach [[Louis-Emil Eyer]]) statt. In der Stadt gibt es noch die Basketballmannschaft [[BK Dotostol Silistra]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Der Stadtrat fungiert gleichzeitig als Gemeinderat und ist für die Kontrolle aller Bürgermeister der Gemeindeortschaften zuständig. Zur Gemeinde Silistra (bulg. Община Силистра/Obschtina Silistra) gehören außerdem noch folgende Dörfer:&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=16em |gesamtbreite=60em |liste=&lt;br /&gt;
* [[Ajdemir]]&lt;br /&gt;
* [[Babuk]]&lt;br /&gt;
* [[Bogorowo (Oblast Silistra)|Bogorowo]]&lt;br /&gt;
* [[Bradwari]]&lt;br /&gt;
* [[Balgarka (Oblast Silistra)|Balgarka]]&lt;br /&gt;
* [[Wetren (Oblast Silistra)|Wetren]]&lt;br /&gt;
* [[Glawan (Oblast Silistra)|Glawan]]&lt;br /&gt;
* [[Jordanowo (Oblast Silistra)|Jordanowo]]&lt;br /&gt;
* [[Kasimir (Oblast Silistra)|Kasimir]]&lt;br /&gt;
* [[Kalipetrowo]]&lt;br /&gt;
* [[Polkownik Lambrinowo]]&lt;br /&gt;
* [[Popkralewo]]&lt;br /&gt;
* [[Profesor Ischirkowo]]&lt;br /&gt;
* [[Smilez (Oblast Silistra)|Smilez]]&lt;br /&gt;
* [[Srazimir (Oblast Silistra)|Srazimir]]&lt;br /&gt;
* [[Srebarna (Oblast Silistra)|Srebarna]]&lt;br /&gt;
* [[Sarpowo]]&lt;br /&gt;
* [[Zenowitsch]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Silistra unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften&amp;lt;ref&amp;gt;[http://silistra.bg/?act=cms&amp;amp;cid=1214&amp;amp;id=713&amp;amp;sort=0 Побратимени градове]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.namrb.org/filesystem.php?id=12.xls |text=Archivierte Kopie |wayback=20081215162211 |archiv-bot=2019-05-14 02:27:19 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://silistra.bg/readarticle.php?article_id=66 |wayback=20100406184852 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2024-05-10 16:31:09 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=16em |gesamtbreite=40em |liste=&lt;br /&gt;
* {{ROU|#}} [[Călărași]] ([[Rumänien]])&lt;br /&gt;
* {{UKR|#}} [[Chmelnyzkyj]] ([[Ukraine]])&lt;br /&gt;
* {{HUN|#}} [[Dunaújváros]] ([[Ungarn]])&lt;br /&gt;
* {{USA|#}} [[Kettering (Ohio)|Kettering]] ([[USA]])&lt;br /&gt;
* {{SRB|#}} [[Kikinda]] ([[Serbien]])&lt;br /&gt;
* {{SRB|#}} [[Leskovac]] ([[Serbien]])&lt;br /&gt;
* {{BLR|#}} [[Lida]] ([[Belarus]])&lt;br /&gt;
* {{TUR|#}} [[Lüleburgaz (Stadt)|Lüleburgaz]] ([[Türkei]])&lt;br /&gt;
* {{RUS|#}} [[Rschew]] ([[Russland]])&lt;br /&gt;
* {{ROU|#}} [[Slobozia]] ([[Rumänien]])&lt;br /&gt;
* {{MKD|#}} [[Veles (Mazedonien)|Veles]] ([[Nordmazedonien]])&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=25em |anzahl=3 |liste=&lt;br /&gt;
* [[Flavius Aëtius]] (* um 390; † 454), spätrömischer General und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Partenij Pawlowitsch]] (1695–1760), Aufklärer&lt;br /&gt;
* [[Nikola Filipowski|Kapitan Djado Nikola]] (1800–1856), Freiheitskämpfer&lt;br /&gt;
* [[Georgi Owtscharow]] (1889–1953), Architekt&lt;br /&gt;
* [[Nicolae M. Nicolae]] (1924–2009), rumänischer Politiker und Diplomat&lt;br /&gt;
* [[Basri Dirimlili]] (1929–1997), türkischer Fußballspieler und -trainer&lt;br /&gt;
* [[Walentin Tschernew]] (* 1947), Dichter&lt;br /&gt;
* [[Yaldaz Ibrachimowa]] (* 1952), Sängerin&lt;br /&gt;
* [[Wesselin Metodiew]] (* 1957), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Nona Karadschowa]] (* 1960), Politikerin&lt;br /&gt;
* [[Kostadinka Kunewa]] (* 1964), Politikerin&lt;br /&gt;
* [[Filis Chusmenowa]] (* 1966), Politikerin&lt;br /&gt;
* [[Iwan Atanasow (Schriftsteller)|Iwan Atanasow]] (* 1972), Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Denislaw Kaltschew]] (* 1973), Schwimmer&lt;br /&gt;
* [[Momtschil Nekow]] (* 1986), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Rossen Stefanow (Fußballspieler)|Rossen Stefanow]] (* 2002), Fußballspieler&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Silistra}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4220588-8|LCCN=n79115471|VIAF=155929364}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Silistra| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Bulgarien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Stadt auf der Balkanhalbinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oblast Silistra]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Donau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdischer Wallfahrtsort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dostojewskij</name></author>
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