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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Silika</id>
	<title>Silika - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T04:03:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Silika&amp;diff=866239&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alva2004: Volumendehnung verlinkt</title>
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		<updated>2025-08-10T20:43:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Volumendehnung&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Volumendehnung (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Volumendehnung&lt;/a&gt; verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silika&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für einen feuerfesten [[Technische Keramik|keramischen Baustoff]] bestehend aus [[Siliciumdioxid|SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]. Der Einsatz beschränkt sich heutzutage großteils auf die [[Gewölbe]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;ausmauerung&amp;lt;/nowiki&amp;gt; von Glaswannen und die Gitterung von [[Winderhitzer]]n beim Hochofen. Das Material ist von besonderem Interesse für [[Werkstofftechnik]]er, Glas- und Stahlhersteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage im Zweistoffsystem SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Phasendiagramm-sio2-al2o3.svg|mini|hochkant=1.3|Phasendiagramm für das Zweistoffsystem SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die Schmelztemperatur von reinem SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; sinkt zu Beginn mit steigendem [[Aluminiumoxid]]gehalt (bis etwa 8 [[Ma%]]) um über 100&amp;amp;nbsp;K. Für eine hohe Hitzebeständigkeit muss deshalb ein Aluminiumoxidanteil auch in geringen Mengen vermieden werden. Der Anteil sollte deutlich unter 1 % liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mineralphasen ==&lt;br /&gt;
* [[Cristobalit]] 35–45 %&lt;br /&gt;
* [[Tridymit]] 40–50 %&lt;br /&gt;
* [[Quarz]] 0,5–3 %&lt;br /&gt;
* [[Kieselglas]] 4–8 % (röntgenamorph, eventuelle Verunreinigungen sind hierin gelöst)&lt;br /&gt;
* [[Wollastonit]] ca. 5 % (wegen Kalkzugabe, Sinterhilfsmittel!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rohstoffe ==&lt;br /&gt;
Forderung: möglichst reines SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;. Auf keinen Fall Aluminiumoxid, auch nicht in kleinen Mengen, da bereits bei wenigen Prozent Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; ein [[Eutektikum]] liegt.&lt;br /&gt;
* Fels[[quarzit]]: schlechter, da langsame Umwandlung von Quarz zu Cristobalit oder Tridymit aufgrund geringer spezifischer Oberfläche. Relativ günstig im Einkauf.&lt;br /&gt;
* Findlings/Zementquarzit: besser, da schnelle Umwandlung von Quarz zu Cristobalit oder Tridymit aufgrund hoher spezifischer Oberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rohstoffe sollten möglichst grau sein, keine schwarzen oder roten Einschlüsse haben (Hinweis auf Eisen und Organik). Es sollte keine [[Schieferung]] erkennbar sein, da dies ein Hinweis auf [[Glimmer]] ist, der Aluminiumoxid enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Notwendige Laborprüfungen:&lt;br /&gt;
* [[Glühverlust]], wegen organischer Bestandteile, später Poren&lt;br /&gt;
* chemische Analyse: Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;, FeO, Fe&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;, Alkalien&lt;br /&gt;
* Umwandlungsverhalten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formgebung ==&lt;br /&gt;
Klassisch keramische Formgebung: [[Trockenpressen]], [[Schlickerguss]] usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch muss auf die Zugabe von Ton verzichtet werden, da durch ihn Verunreinigungen(Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;, [[Alkalimetalle|Alkalien]], [[Erdalkalimetalle|Erdalkalien]], [[Eisen(III)-oxid|Fe&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;]] und andere) hinzugegeben würden. Bei Silikasteinen ist die chemische Reinheit elementar, da sie nur in absolut reiner Form ausreichend thermisch beständig sind ([[eutektisch]]e Reaktionen, Bildung von Schmelzphase).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Fehlen von Ton und damit die fehlende Trockenfestigkeit zu kompensieren, werden die Steine anders verfestigt.&lt;br /&gt;
Es hat sich herausgestellt, dass [[Sulfitablauge]] (Abfallprodukt der Papierindustrie: [[Calciumsulfit|Ca(SO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]] mit organischen Bestandteilen) als Bindemittel für Silikasteine geeignet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sintern von Silika ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Silikabrennkurve.svg|mini|Sinter- bzw. Brennkurve]]&lt;br /&gt;
Das Sintern von Silika ist in vielerlei Hinsicht sehr problematisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sulfitablauge wird thermisch zersetzt. Es tritt [[Schwefeldioxid]] (SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) aus, das aus dem Rauchgas gefiltert werden muss. Es fällt [[Gips]] an, der in der Baubranche genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Umwandlung von Quarz in Tridymit resultiert eine [[Volumendehnung]] von 14,5 %, aus der von Quarz in Cristobalit eine von 17 %. Deshalb neigen die geformten Steine leicht zu Rissen. Folge: Es muss sehr langsam aufgeheizt werden. Und es muss ebenso langsam abgekühlt werden. Bei Temperaturen oberhalb 700&amp;amp;nbsp;°C spielt die Aufheiz- bzw. Abkühlgeschwindigkeit keine Rolle, da dort alle Modifikationwechsel des Systems SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; abgelaufen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kalk im Versatz dient als Sinterhilfsmittel. Bei 600&amp;amp;nbsp;°C entgast Kalk CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; zu CaO und verbindet sich direkt mit dem SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; aus dem Restversatz zu [[Wollastonit]] CaSiO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; und stellt somit die Bindephase zwischen den Silikakörnern her. Sie brennen zwischen 1350&amp;amp;nbsp;°C und 1500&amp;amp;nbsp;°C je nach Verhältnis Felsquarzit/Findlingsquarzit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell ist beim Sintern abzuwägen zwischen folgenden Varianten: Langsames Aufheizen vermeidet Risse wegen [[Polymorphie (Stoffeigenschaft)|Modifikations]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;wechseln, hat jedoch hohe Kosten. Schnelles Sintern hingegen spart Energie bei erhöhter Rissgefahr. Je nach langer bzw. kurzer Haltezeit entscheidet sich der Grad der Umwandlung von Quarz zu Cristobalit bzw. Tridymit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften von Silikasteinen ==&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften von Silikasteinen sind eine gute Beständigkeit gegen saure Schlacken, schlechte Beständigkeit gegen basische Schlacken sowie eine Anwendungstemperatur von 1550–1600&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind sehr empfindlich gegen Reduktion: &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm {SiO_2(s) + CO(g) \longrightarrow SiO(g) + CO_2(g)}&amp;lt;/math&amp;gt; (erst oberhalb 1500&amp;amp;nbsp;°C), haben ein sehr kleines Erweichungsintervall (je nach Verunreinigungen kann das Intervall nach unten verzerrt werden) und einen sehr hoher [[Wärmeausdehnungskoeffizient]] (WAK) unterhalb 700&amp;amp;nbsp;°C aufgrund vieler Modifikationswechsel mit starker Volumenausdehnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls haben sie einen sehr niedrigen WAK oberhalb 700&amp;amp;nbsp;°C und unterhalb 700&amp;amp;nbsp;°C sehr schlechte Temperaturwechselbeständigkeit (TWB), wegen [[Polymorphie (Stoffeigenschaft)|Modifikations]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;wechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typische Einsatzgebiete ==&lt;br /&gt;
Typische Einsatzgebiete sind Gewölbe von Glaswannen (obwohl Basischer Angriff (Alkalien), Infiltration, Sättigung, Erstarren in hinteren Steinschichten, weitere Infiltration gestoppt), der Koksofenbau, Winderhitzer (Hochofen, Erhitzung der Einblasluft) sowie Füllstoff für Reifen, um den Rollwiderstand zu verringern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Fred Brunk: &amp;#039;&amp;#039;4.1.1 Siliasteine.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerald Routschka (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch Feuerfeste Werkstoffe.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflg. Vulkan-Verlag, 2000, ISBN 3-8027-3150-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technische Keramik (Werkstoff)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alva2004</name></author>
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