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	<title>Silberstandard - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T17:10:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Silberstandard&amp;diff=583486&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2026-04-21T05:27:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silberstandard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Währungsstandard, der die [[Währungseinheit]] durch eine bestimmte [[Silber]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;menge definiert.&lt;br /&gt;
Üblicherweise ist ein Silberstandard mit der [[Münzprägung|Prägung]] und dem [[Bargeld #Bargeldumlauf|Umlauf]] von [[Silbermünze]]n als [[Kurantmünze]]n verbunden. Auch Silber[[Barren (Metall)|barren]] wurden – neben Münzen – zeitweise, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die chinesische [[Tael]]-Barrenmünzen, als offizielle Währungseinheiten benutzt bzw. als [[Währungsdeckung|Geldwertdeckung]] für [[Banknote]]n (siehe [[Kassenanweisung]]) und [[Scheidemünze]]n verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Funktion ==&lt;br /&gt;
Im [[mitteleuropäisch]]-[[Deutscher Sprachraum|deutschsprachigen Raum]] bestand das umlaufende [[Geld]] seit der [[karolingisches Münzsystem|karolingischen Münzreform]] [[Karl der Große|Karls des Großen]] bis&amp;amp;nbsp;1871 großteils aus Silbermünzen; daneben wurden verbreitet Münzen aus [[Goldlegierung]]en, teilweise als [[Handelsmünze]]n, und aus [[Kupfer]] geprägt. Es herrschte die Idee, das Geld erhalte seinen Wert durch seinen [[Gehaltsangabe|Gehalt]] an [[Edelmetall]] ([[Warengeld]]). Die Prägung des Edelmetalls zu offiziell von [[Münzherr]]en herausgegebenen Münzen garantiert im Idealfall lediglich Menge und [[Feingehalt]] des Münzmetalls. Der Silberstandard nach dem [[Wiener Münzvertrag]] von&amp;amp;nbsp;1857 wurde 1871 durch den [[Goldstandard]] der [[Mark (1871)|Mark deutscher Währung]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gilt ein Silberstandard, so wird der Wert jedes [[Handelsgut]]s – über seinen [[Tauschwert]] in Silbermünzen – auf die Menge [[Feinsilber]] bezogen, die in den Münzen enthalten ist. Silber selbst ist jedoch eine handelbare [[Ware]], deren Preis von [[Angebot und Nachfrage]] abhängt. Auf lange Sicht haben daher die [[Beschaffung]]s&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;kosten für Münzmetall einen deutlichen Einfluss auf das Preisgefüge unter einem Edelmetallstandard. Steigt etwa durch neu entdeckte Silbervorkommen oder durch den [[Import]] aus dem Ausland die günstig beschaffbare Silbermenge in einem [[Wirtschaftsraum]] merklich an, ohne dass mehr andere Waren produziert werden, so kann es zu allgemeinen [[Preiserhöhung]]en kommen. Dies ist in der Vergangenheit tatsächlich vorgekommen, z.&amp;amp;nbsp;B. durch den starken Einstrom von Edelmetall aus [[Lateinamerika]] in der [[Frühneuzeit]] (siehe [[Conquista]]). Zudem führten [[Missernte]]n, [[Krieg]]e und die Bevölkerungs- und [[Produktivität]]s&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;entwicklungen von Handel und Industrie vom [[Mittelalter]] bis in die [[Neuzeit]] hinein zu vielfältigen Verschiebungen zwischen der Menge an Münzmetall auf der einen und der Menge an handelbaren Waren und [[Dienstleistung]]en auf der anderen Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scheidemünzen und [[Papiergeld]] werden unter einem Edelmetallstandard von den „vollwertigen“ Kurantmünzen unterschieden. Nur letztere verkörpern unmittelbar den Edelmetallstandard. Scheidemünzen enthalten weniger Edelmetall als eigentlich vorgeschrieben; sie waren daher regelmäßig nur als „Kleingeld“ zugelassen. Papiergeld hat naturgemäß so gut wie gar keinen [[Materialwert]], es entspricht unter einem Edelmetallstandard  allein einer übertragbaren Auszahlungsforderung auf Edelmetall gegenüber dem [[Emittent (Finanzmarkt)|Emittenten]] des Papiergelds. Werden mehr Scheidemünzen geprägt, als als Kleingeld erforderlich, oder sinkt das Vertrauen des Publikums in die Einlösbarkeit des Papiergelds, so werden diese Geldsorten gegenüber den Kurantmünzen oft nur mit einem Abschlag ([[Disagio]]) angenommen. Verbreitet war es auch seitens der Münzherren oder Münzpächter, gegen den jeweils offiziell gültigen Silberstandard zu verstoßen und die formal gleichen Münzen mit immer geringerem Edelmetallgehalt zu prägen ([[Münzentwertung]]). Siehe das klassische Beispiel der „[[Kipper- und Wipperzeit]]“ um&amp;amp;nbsp;1621/23 ([[Dreißigjähriger Krieg]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bimetallismus ==&lt;br /&gt;
Es kam auch im deutschsprachigen Raum öfter vor, dass kein alleiniger Silberstandard galt; stattdessen waren Gold- und Silbermünzen oft gleichermaßen und gleichzeitig als [[Zahlungsmittel]] zugelassen. Zwischen den Gold- und Silbermünzen galt dann oft ein offiziell festgelegter [[Wechselkurs|Umtauschkurs]]. Diese Situation wird als [[Bimetallismus]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Angebots- und Nachfrageverhältnisse an den Gold- und Silbermärkten liefen jedoch auch schon im Mittelalter nicht immer parallel. Die einmal festgesetzten Umtauschkurse spiegelten dann nicht mehr die tatsächlichen [[Knappheit]]s&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;verhältnisse bzw. relativen [[Marktpreis]]e von Gold und Silber. Dann kann entweder der Umtauschkurs neu festgesetzt oder ganz aufgegeben werden. Erfolgt keine entsprechende Anpassung, so verschwinden die offiziell unterbewerteten Münzsorten aus den Verkehr: Sie werden kaum noch nachgeprägt, eingeschmolzen oder ins Ausland exportiert (Greshamsches Gesetz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goldmünzen, die zur Zeit des Silberstandards parallel zum Silbergeld umliefen, hatten einen Kurs zum Silberkurantgeld, der auf den [[Kurszettel]]n der [[Börse]]n&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;plätze ablesbar war. Diese Goldmünzen hatten die Funktion von „Sondergeld“ für bestimmte [[Transaktion (Wirtschaft)|Transaktion]]en: mit ihnen wurden z.&amp;amp;nbsp;B. teure Güter bezahlt und der Handel mit dem Ausland abgewickelt (Handelsmünze). In Handelsverträgen über größere Waren- und Geldbeträge oder bei [[Schuldschein]]en wurde genau zwischen der vereinbarten „Geldart“ unterschieden. So lief z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Preußen]] des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts neben dem offiziellen Silberkurantgeld („Preußisch Courant“) auch eine relativ große Menge an goldenen „[[Friedrich d’or]]“ für höherwertige Zahlungen um. Da die [[Volatilität|Schwankungsbreite]] des Kurses der Goldmünzen meist gesetzlich eingeschränkt war, hatte das damalige System gewisse Züge eines Bimetallismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übergang zum Goldstandard ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Goldstandard}}&lt;br /&gt;
Die Ablösung des Silberstandards in Europa durch den Goldstandard ging von England aus, der damals mit Abstand global führenden Industrie- und Handelsnation. Unmittelbare Ursache war, dass die englische Regierung unter einem Bimetallismus einen – im Vergleich zum Marktpreis – zu hohen Kurs der englischen Goldmünzen festsetzte. In England konnte daher eine Menge Goldmünzen – wieder im Vergleich zum Marktpreis – in „zu viel“ Silber in Form vom Silbermünzen umgetauscht werden. Dieses Silber konnte dann im Ausland gewinnbringend verkauft werden. Silbermünzen verschwanden daraufhin in England aus dem Umlauf (siehe [[Greshamsches Gesetz]]). Faktisch hatte sich aus einem Bimetallismus ein Goldstandard gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der weltweiten Silber[[inflation]] nach Aufgabe des Silberstandards durch das [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] kam es 1873 in [[Britisch-Indien]] zu einer schleichenden Entwertung der [[Rupie]] gegenüber dem goldgedeckten [[Pfund Sterling|Pfund]]. Die Rupie basierte nämlich weiterhin auf dem Silberstandard.&amp;lt;ref&amp;gt;Sarkar (1983), S 17: 1873: 1 R. = 2&amp;#039;; 1893: 1 R. = 1&amp;#039; 2d, d.&amp;amp;nbsp;h. -42 %&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies war insbesondere für die Zahlung der &amp;#039;&amp;#039;[[Home Charges]]&amp;#039;&amp;#039; bedeutsam, in Pfund abgerechnete Ausgaben, die Indien an das „Mutterland“ abführen musste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SARKAR2&amp;quot;&amp;gt;Sarkar, Sumit: &amp;#039;&amp;#039;Modern India 1885-1947;&amp;#039;&amp;#039; New Delhi 1983; ISBN 0-333-90425-7; Kap. II: Political and Economic Structure&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Schwenke: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Geldzeichen 1871–1914.&amp;#039;&amp;#039; Dt. Verlag der Wissenschaften, Berlin 1980, Lizenz 206 435/149/80, S. 14ff.&lt;br /&gt;
* Heinz Fengler u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Numismatik.&amp;#039;&amp;#039; transpress Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1989, S. 454, ISBN 3-344-00220-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch == &lt;br /&gt;
* [[Silbergeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Währung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geldpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Währungspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Silber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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